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Fenstertausch technisch richtig machen? teilen

20.7. -28.8.2026    12 Antworten    7 Autoren 12 2026-08-28T07:44:41+02:00
  
Zusammenfassung
  •  Noodles
20.07.2026
12
Hallo, ich habe ein Haus das 1986 gebaut wurde, in welchem Holzfenster verbaut sind. Diese sind zweifach verglast und in die Jahre gekommen. Ich denke über einen Tausch nach. Dazu habe ich einige Fragen. Wie wäre die Vorgangsweise bei so einem Tausch? Werden die Fenster von Innen oder von Außen getauscht? Sind die neuen Fenster dann kleiner, damit sie in die Öffnung passen? Sollte ich wieder zweifach verglaste Fenster nehmen um kein Schimmelproblem zu bekommen? (Derzeit ist es schon so, dass ab und zu Kondenswasser an den Scheiben entsteht). Vielen Dank

  •  christoph1703
20.7.2026  (#1)
Die "richtige" Vorgehensweise wäre ein Fenstertausch auf Dreifachverglasung im Zuge einer Fassadensanierung mit ordentlicher Dämmung. Wenn das finanziell nicht geht, würde ich alles so lassen. Nur Fenster tauschen wird, wie du schon richtig erkannt hast, wahrscheinlich zu Schimmel führen. Bei neuer Zweifachverglasung sehe ich auch keinen Vorteil gegenüber den bestehenden Fenstern. Lieber das Geld sparen und gleich richtig sanieren wäre mein Ansatz. 

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  •  Noodles
20.7.2026  (#2)
Danke, darüber habe ich natürlich nachgedacht, aber das kommt nicht in Frage. Ich habe 36er Ziegel mit 4cm Thermoputz. Im ganzen Haus Fußbodenheizung, eine Erdwärmepumpe und eine PV. Mit diesen (relativ) geringen Heizkosten, rechnet sich ein WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem] nicht. Dazu möchte ich die originale Optik und Fassade erhalten (Rieselputz, echte Faschen um die Fenster, Fachwerk Imitat). Die Fassade soll lediglich ausgebessert und neu gestrichen werden.
Die Fenster an der Wetterseite sind außen stark angegriffen, auch das Holz schon und sind wirklich unansehnlich. Ebenso ist die Fassade unansehnlich geworden. Deshalb strebe ich eine Sanierung an.

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  •  Dirm
  •   Bronze-Award
20.7.2026  (#3)
Bei uns war die Öffnung außen etwas kleiner als innen. Die Schneiden die Rahmen ein und reißen sie raus. Inkl eventuell vorhandenem Blindstock in der Mauer oder Metallanker.

Die neuen Fenster werden dann von innen in das Loch geschoben und müssen nicht unbedingt kleiner sein.
Kombriband sollte herumkommen. Schaum und dann wurden sie noch verschraubt.

Außen wurde noch eine Silikonartige Masse auf die Fugen geschmiert.

Gelesen hätte ich noch, dass man durchaus einen Glattstrich machen hätte können/sollen. Unter unseren Fensterbrettern ist jetzt teilweise offene Ziegelmauer...

Wir haben auch ein 86er Haus mit nur 5cm Styropor. 3fach verglast. (Man kann nun im Sommer hinter der Scheibe sitzen ohne gegrillt zu werden emoji
Nach dem ersten Winter noch keine Schimmelstellen. Luftfeuchtigkeit ist auch gut. Klo- und Badlüftung laufen aber oft lange nach. Vll deshalb. Neue Fassade wird es wegen Reihenhaus vermutlich nie geben...

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  •  pred
  •   Bronze-Award
20.7.2026  (#4)
Wenn wirklich unsicher würd ich den U-wert der Wand rechnen (lassen) und dann mit den Fenster vergleichen.
Wenn man z.B. nach "Wärmeleitfähigkeit von Mauerwerk aus POROTON-Ziegeln 1969 bis 2006" googelt sollte man ein pdf mit den typischen u Werten von damals finden.
Mit den 36cm und Thermoputz wird man vermutlich auf einen u-wert von ~0,8 kommen. Da wird ein "nicht perfektes" 3-fach Fenster auch landen.

Ansonsten wäre noch eine möglichkeit in eine zusätzliche (dezentrale) Lüftung im zuge des Fenstertausch zu investieren.


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  •  stefano
  •   Bronze-Award
20.7.2026  (#5)
Gibt verschiedene Lösungen. Von Innen tauschen funktioniert ganz gut und wenn die sauber arbeiten, dann halten sich die Ausbesserungsarbeiten auch in Grenzen. Die Laibung ist ein Bereich den man sich genau ansehen muss. Das wird bei den neuen Fenstern die Schwachstelle und die Schimmelstelle Nr. 1, wenn das Zusammenspiel nicht passt. Laibungsdämmung von Außen wäre optimal um das Detail zu lösen. Pass auch noch auf die Stockstärke auf. Das sich das auch ausgeht...

Beim letzten Tausch von Innen, den ich in meinem Umfeld hatte, war das Stockaußenmaß der neuen einen Ticken kleiner als das der alten Fenster. Das wurde durch den schmäleren Fensterrahmen ziemlich ausgeglichen. Die Glasfläche blieb praktisch gleich (Licht kommt trotzdem weniger durch --> g-Wert 2 vs. 3 Scheiben).

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  •  Noodles
20.7.2026  (#6)

zitat..
pred schrieb:

Wenn wirklich unsicher würd ich den U-wert der Wand rechnen (lassen) und dann mit den Fenster vergleichen.

Wenn man z.B. nach "Wärmeleitfähigkeit von Mauerwerk aus POROTON-Ziegeln 1969 bis 2006" googelt sollte man ein pdf mit den typischen u Werten von damals finden.
Mit den 36cm und Thermoputz wird man vermutlich auf einen u-wert von ~0,8 kommen. Da wird ein "nicht perfektes" 3-fach Fenster auch landen.

Ansonsten wäre noch eine möglichkeit in eine zusätzliche (dezentrale) Lüftung im zuge des Fenstertausch zu investieren.

Danke. Ich habe jetzt ChatGPT gefragt. Der meinte es müsste ein 36cm Hochlochziegel sein. Mit 4cm Thermoputz ist der U-Wert um die 0,5 umd sollte kein Problem sein.

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  •  Noodles
20.7.2026  (#7)
Danke für eure Inputs. 

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  •  pred
  •   Bronze-Award
20.7.2026  (#8)

zitat..
Noodles schrieb: Danke. Ich habe jetzt ChatGPT gefragt. Der meinte es müsste ein 36cm Hochlochziegel sein. Mit 4cm Thermoputz ist der U-Wert um die 0,5 umd sollte kein Problem sein.

0,5 dürften eher aktuelle 38er haben, 1986 war das schon noch etwas schlechter und würd da vorsichtiger rechnen bzw. nochmal chatgpt fragen


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  •  Noodles
20.7.2026  (#9)

zitat..
pred schrieb:

──────..
Noodles schrieb: Danke. Ich habe jetzt ChatGPT gefragt. Der meinte es müsste ein 36cm Hochlochziegel sein. Mit 4cm Thermoputz ist der U-Wert um die 0,5 umd sollte kein Problem sein.
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0,5 dürften eher aktuelle 38er haben, 1986 war das schon noch etwas schlechter und würd da vorsichtiger rechnen bzw. nochmal chatgpt fragen

Ja, wenn ich es bei google eingebe kommt 0,6 bis 0,85...


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  •  HeimNavi
25.7.2026  (#10)
Noodles, hast du eigentlich noch irgendwelche Baudokumente vom Haus, oder weißt du wirklich nur das Baujahr? Weil pred hat da schon recht – 1986 ist noch vor der ersten großen Wärmeschutzverordnung, und ein 0,5er U-Wert wär für die Zeit schon sehr optimistisch. Ich hab bei meinem Haus aus ´82 auch erstmal gedacht, der Thermoputz macht's raus, aber nach nem echten Blower-Door-Test war dann doch mehr Luft drin als gedacht. ChatGPT tippt bei solchen Sachen gerne auf günstige Werte, lieber einmal den lokalen Energieberater fragen – die können oft schon aus dem Gebäudetyp und Baujahr grob abschätzen, ob die Wand ein Problem wird.

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  •  Akani
26.7.2026  (#11)
Wenns der Aufwand zulässt wäre ich eher bei Leibungen innen öffnen. Klar, viel Schmutzund muss wieder hergestellt werden. Aber Fenster werden nicht kleiner, Abschlüsse können auch sauber angesetzt werden.
Großer Vorteil, ma sieht welches Material da verbaut ist ohne großes Ratespiel.
Bei meinem Bekannten Bau mer auch grad um, da wurde Ende der 70er gebaut, mit dem 1. Holloch- Thermoziegel


2026/20260726703584.jpg


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  •  Noodles
28.8.2026  (#12)
Also ich hatte jetzt Gespräche mit zwei Fensterherstellern. Beide meinten die technisch richtige Lösung ist ein Tausch von außen. Einer würde auf Wunsch aber auch von innen tauschen. Der andere meinte das macht er nicht, das ist Pfusch.

Die Durchgangslichte ist bei mir außen nur 1-2 cm kleiner als innen. D.h. bei einem Tausch von innen werden die Fenster ja kleiner bestellt, damit sie in die Öffnung passen. Somit würde der Fensterrahmen dann fast nicht am Außenputz anschlagen.

Man müsste also die Faschung um die Fenster zerstören, dann kann man das neue Fenster von außen richtig abdichten und danach die Fasche wieder mit Dämmung aufbauen. Dann gibt es innen keine Probleme mit Schimmel.

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