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Einspeisung von PV Strom aus dem Speicher bei OeMAG verboten - Seite 2 teilen

20.7. -22.7.2026    33 Antworten    15 Autoren 33 2026-07-22T12:59:28+02:00    2 Empfehlungen
     
Zusammenfassung
 1  2 
  •  ck
20.07.2026
35
Ich war bisher immer der Ansicht, dass Einspeisen aus dem Speicher erlaubt ist, wenn folgendes gegeben ist:
-Strom kommt (nachweislich) von der PV (und nicht aus dem Netz)
-Netzzugangsvertrag untersagt es nicht explizit

Besonders interessant ist das natürlich, wenn man in einer EEG ist und die abgenommene Einspeisung optimieren möchte, also den Überschuss aus dem Speicher in der Nacht ins Netz zu entladen. Dies wird hier zB auch propagiert:
https://energiegemeinschaften.gv.at/speichereinbindung-in-energiegemeinschaften/
Wer in einer EEG ist, benötigt aber auch einen Einspeisevertrag für den Reststrom, hier ist aktuell vermutlich (wie bei mir die OeMAG führend.
Nun wurde hier vereinzelt auch die Meinung geäußert, dass eine Einspeisung aus dem Speicher verboten sei, wenn man einen Einspeisevertrag bei der OeMAG hat, hier hat jemand angegeben, dass er die Auskunft direkt von der OeMAG hätte
https://www.energiesparhaus.at/forum-fronius-energiegemeinschaft/85234_1#924498

Ich wollte es ganau wissen und habe daher schriftlich (in der hoffnung auf eine schriftliche Antwort) bei der OeMAG angefragt ob:
"Wenn man einen Einspeisevertrag bei OeMAG hat, es erlaubt ist aus einem Heimspeicher einzuspeisen, sofern sichergestellt ist, dass die Energie aus der eigenen PV stammt?"

Zu meinem Bedauernswerte hat sich die OeMAG bei mir nicht schriftlich sonden telefonisch gemeldet (ich vermute, dass sie abschtlich nicht schriftlich geantwortet haben), die Info des Anrufers aus meinem Gedächtnis:

1) die OeMAG ist der Rechtsansicht, dass eine Einspeisung bei OeMAG aus dem Speicher nicht zulässig ist, das gilt auch wenn man nicht aus dem Netz lädt, sie begründen das eineseits gesetzlich, andererseits mit ihren Einspeisebedingungen
2) das Thema Zertifikate spielt dabei keine Rolle
3) abgesehen von der rechtlichen Zulässigkeit haben sie damit auch Probleme mit Prognosen (Thema Ausgleichsenergie, wobei ich die Begründung da teilweise nicht nachvollziehen konnte)
4) auf das Thema EEGs speziell https://energiegemeinschaften.gv.at/speichereinbindung-in-energiegemeinschaften/ 
habe ich den Anrufer konkret angesprochen, er meinte, das kann man gerne machen, aber eben nicht wenn der Reststrom an die OeMAG geht, das gilt auch wenn man nicht aus dem Netz lädt


  •  alhei
  •   Bronze-Award
20.7.2026  (#21)
Die Degradation ist ein sehr komplexes Thema und Langzeiterfahrungen gibt es noch zu wenige (aussagekräftige).
Aber es gibt viele Hinweise, was gut und was schlecht ist für einen Speicher.

Was ziemlich sicher ist: wenn er längere Zeit bei 100% Ladung rumsteht, wird er schneller altern. Vermutlich schneller, als wenn er täglich einen sanften Zyklus macht. Somit kann man aus meiner Sicht nicht einfach die kWh des Lebenszyklus in x Cent umlegen, wenn das Rumstehen des Akkus sogar schädlicher ist.

Die Herstellerangaben sind nicht per se falsch, aber hier werden ja auch gewissen Annahmen getroffen und es sind garantierte Werte, die auch besser sein können, je nach Anwendungsprofil.
Ich glaube diese Akkus (vor allem LFP) werden länger leben als wir das heute vermuten. Am ehesten würde ich noch befürchten, dass irgendwann die zugehörige Elektronik den Geist aufgibt.


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  •  slowmo
  •   Bronze-Award
20.7.2026  (#22)
Ausgetrocknete Electrolyt Kondensatoren in der Leistungselektronik werden fix ein Thema nach > 10 Jahren.
Bei den meisten Systemen ist das aber getrennt von den Batteriemodulen. Verfügbarkeit wird eher ein Thema sein bei kleineren Anbietern. Ich tippe auf eine Marktbereinigung und nur 3-4 große werden Ersatzteilversorgung und Support > 10 Jahre bieten können.

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  •  ElectroPVNoob
  •   Silber-Award
20.7.2026  (#23)

zitat..
alhei schrieb:

Die Degradation ist ein sehr komplexes Thema und Langzeiterfahrungen gibt es noch zu wenige (aussagekräftige).
Aber es gibt viele Hinweise, was gut und was schlecht ist für einen Speicher.

Was ziemlich sicher ist: wenn er längere Zeit bei 100% Ladung rumsteht, wird er schneller altern. Vermutlich schneller, als wenn er täglich einen sanften Zyklus macht. Somit kann man aus meiner Sicht nicht einfach die kWh des Lebenszyklus in x Cent umlegen, wenn das Rumstehen des Akkus sogar schädlicher ist.

Die Herstellerangaben sind nicht per se falsch, aber hier werden ja auch gewissen Annahmen getroffen und es sind garantierte Werte, die auch besser sein können, je nach Anwendungsprofil.
Ich glaube diese Akkus (vor allem LFP) werden länger leben als wir das heute vermuten. Am ehesten würde ich noch befürchten, dass irgendwann die zugehörige Elektronik den Geist aufgibt.

Betriebsstrategie: Heimspeicher (Sungrow HV 19,27 kWh netto)

Um bei einem großen Heimspeicher (LiFePO4) die optimale Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Zellschonung zu finden, hat sich nach genauer Betrachtung und Kalkulation folgende Strategie bewährt.
Zur Einordnung der Kosten: Bei der vorliegenden Nutzung werden voraussichtlich etwa 320-350 Vollzyklen pro Jahr erreicht, da nicht jeden Tag ein kompletter Zyklus gefahren wird. Das ist ein idealer Wert, um die technische Zyklenfestigkeit (ca. 6.000 Vollzyklen (400/Jahr)) gut auszunutzen, bevor die kalendarische Alterung (nach ca. 15 Jahren) die Kapazität ohnehin mindert. Rechnet man die Anschaffungskosten auf diese Lebensdauer um, liegen die reinen Verschleißkosten pro entnommener Kilowattstunde bei ca. 9 bis 10 Cent/kWh.

☀️ Sommer: Die "Profit-Strategie"
Das Vorgehen: Entladen auf ca. 5% für einen guten Einspeisetarif am Morgen und am Abend. Der Ladestart wird gezielt verzögert und beginnt erst zwischen 09:00 und 11:00 Uhr.
 Zyklenalterung (Verschleiß durchs Arbeiten): Ist naturgemäß etwas höher. Den Akku auf 5% zu entladen, bedeutet einen tiefen Zyklus, was die Zellen etwas mehr beansprucht als ein flacher. Da LiFePO4-Zellen jedoch sehr zyklenfest sind, ist dies unproblematisch. Vor allem ist es wirtschaftlich sinnvoll: Solange die Preisdifferenz zwischen Ladestrom und Einspeisevergütung die Verschleißkosten von 9-10 Cent/kWh übersteigt, rechnet sich dieses Vorgehen.
 Kalendarische Alterung (Verschleiß durchs Rumstehen): Perfekt minimiert. Durch das verzögerte Laden am Vormittag knallt der Speicher nicht schon in der Früh auf 100% und brät dann den ganzen Tag in der Sommerhitze voll geladen vor sich hin. Das ist extrem wichtig für eine lange Lebensdauer.
 Fazit Sommer: Wirtschaftlich der beste Weg. Man nutzt den Tarif optimal aus und nimmt der Batterie trotzdem den ärgsten Stress (das lange Herumstehen bei 100%). Der etwas höhere Zyklen-Verschleiß rechnet sich durch den Ertrag.

❄️ Winter: Die "Wohlfühl-Strategie"
Das Vorgehen: In der Nacht wird (aus dem Netz oder durch Resteinspeisung) auf 70-80% geladen, unter Tag wird die Kapazität durch den Hausverbrauch auf 20-40% heruntergearbeitet.
 Zyklen- & Kalendarische Alterung: Beides extrem niedrig. Der Akku pendelt exakt im perfekten "Sweet-Spot" zwischen 20% und 80%. Er steht nie randvoll herum, wird nie tiefenentladen und gammelt vor allem nicht bei wochenlangem Schlechtwetter komplett leer (bei 0-5%) vor sich hin.
 Fazit Winter: Absolut materialschonend. Die flachen Zyklen sind für die Batteriechemie fast schon wie Urlaub. Besser und gesünder kann man den Speicher in der dunklen Jahreszeit eigentlich nicht behandeln.

Gesamtfazit:
Durch diese Aufteilung lässt sich der Speicher im Sommer wirtschaftlich maximal ausreizen, ohne das Material mutwillig durch falsches Lade-Timing zu ruinieren. Im Winter wird eine astreine Balance gefahren, die den Akku im absoluten Wohlfühlbereich hält.

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  •  Benji
  •   Gold-Award
20.7.2026  (#24)

zitat..
slowmo schrieb: Ausgetrocknete Electrolyt Kondensatoren in der Leistungselektronik werden fix ein Thema nach > 10 Jahren.

ja, die Aussage galt vor 20 Jahren, heute nicht mehr. Das Elko-Thema rückt aufgrund Fortschritten (Folienkondesnatoren, hohe Schaltfrequenzen, Kerkos)  zunehmend in den Hintergrund.


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  •  grua
  •   Gold-Award
20.7.2026  (#25)

zitat..
cutcher schrieb:

Mit 5cent/kwh differenz wird es sich für dich persönlich nicht "rechnen" wenn du die speicherverluste, degradation des speichers etc richtig rechnest

aber schön - wenn du es trotzdem tust 😃

Wenn ich die Verluste konservativ rechne, setze ich den Wirkungsgrad bei einem NV-Speicher mit Laden --> Entladen mit 75 % oder wenn du möchtest mit 70 % an. 10 cent * 0,7 sind immer noch mehr als 5 cent.

Ich entlade in der Nacht in die EG auf max. 10 bis 30 % runter, da ich prognosebasiert entlade und in Verbrauchs- als auch PV-Prognose jeweils ein paar % Sicherheitsreserven einrechne. Also keine Tiefentladung.

Und da denke ich ebenfalls, dass dieses "sanfte" Entladen wohl besser ist, als wenn er den ganzen nächsten Tag mit hohem Level rumsteht...


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  •  lkwe
20.7.2026  (#26)
verrückt da will man netzdienlich agieren und dann behindert dies eine staatliche stelle wie die ömag, das kann sich auch keiner ausdenken

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  •  Oesterreicher
21.7.2026  (#27)
Du kannst deinen Strom woanders verkaufen als bei der ÖMAG, dann ist das Problem umgangen. Nachts in eine EEG und den Rest eben bei nem Anbieter.

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Hallo ck,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Einspeisung von PV Strom aus dem Speicher bei OeMAG verboten

  •  Oesterreicher
21.7.2026  (#28)
Hier noch eine Anmerkung zum Verkauf bei der ÖMAG nachts. KI sagt:
Nach § 103a ElWG ist der Netzbetreiber verpflichtet, ein passendes Messkonzept bereitzustellen. Die ÖMAG verweist auf das Fehlen des Herkunftsnachweises, in dem Fall verweist man auf die Nicht-Umsetzung von § 103a ElWG des Netzbetreibers. 

- Berufung auf das ElWG: Sie argumentieren, dass gemäß § 103a ElWG ein gesetzlicher Anspruch auf die Anerkennung und messtechnische Umsetzung von Speicher- und Hybridkonzepten besteht.
- Das Fehlen des Herkunftsnachweises in der Datenbank der e-control beruht ausschließlich darauf, dass der Netzbetreiber seiner gesetzlichen Verpflichtung zur Bereitstellung der modernisierten Marktprozesse und Messkonzepte noch nicht vollständig nachgekommen ist. Ein behördliches oder technisches Umsetzungsdefizit aufseiten der Energiewirtschaft darf nicht zu einem finanziellen Nachteil oder Schaden für den rechtskonformen agierenden Anlagenbetreiber führen.

Wichtig! Das Elektrikerprotokoll muss enthalten, dass Laden des Speichers aus dem Netz deaktiviert wurde. Später geht das evtl. aus einer Plausibilität von Verbrauchs-/ und Einspeisezählpunkt hervor. Jetzt momentan aber noch nicht.

1
  •  ck
22.7.2026  (#29)

zitat..
alhei schrieb: meinst du die AB-ÖKO?

Ja, genau, sorry.


zitat..
alhei schrieb: Ich glaube da findet sich nichts, was es untersagen würde.

Das müsstest du dann mit der OeMAG diskutieren.


zitat..
slowmo schrieb: Wie hoch sind denn bitte die Einspeisevergütungen bei den EEGs in der Nacht, dass sich das rechnet?

Es wird sich niemand deshalb eine Speicher kaufen, aber wenn man eine Speicher hat wird dieser im Sommer meist nicht leer, da beitet es sich an das in der Nacht einzuspeisen.


zitat..
Noeldi8020 schrieb: Die Oemag soll mal erklären, wieso die EEG in der Nacht mehr bezahlen können/wollen und sie diesen "Nachtstrom" nicht auch haben wollen. 
OEMAG publizieren überall wie verlustbringend ihr Geschäft ist, sollen doch froh sein wenn am Morgen alle zuerst Ihre Speicher wieder laden...

Oder sind die EEGs auf dem Holzweg mit Ihren Nachtarifen ?  

Die OeMAG hat (mir) nicht gesagt dass sie nicht wollen, so dern das sie nicht dürfen.




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  •  Noeldi8020
22.7.2026  (#30)

zitat..
Die OeMAG hat (mir) nicht gesagt dass sie nicht wollen, so dern das sie nicht dürfen.

Alle gut - dann warten wir mal bis irgendjemand - kann ja nur ein EVU sein - vor versammeltem Publikum sagt, dass die OEMAG das nicht dürfen. Jeder Gesetzestext wartet auf eine Interpretation und wir haben in Österreich ein Bestimmungsgebot (darf alles tun, was nicht gesetzlich ausdrücklich verboten). Angesicht klammer Föderkassen kommt das gut an. 

Noeldi

PS: Ich suche und finde nicht .. § 103a. 
§ 103 regelt das der Netzbetreiber Einspeisung gewisse Zeit lang regulieren darf


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  •  Noeldi8020
22.7.2026  (#31)

zitat..
Wie hoch sind denn bitte die Einspeisevergütungen bei den EEGs in der Nacht, dass sich das rechnet?

10 ct ist derzeit bei den meisten der Nachttarif zwischen 20 - 6 Uhr  


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  •  Oesterreicher
22.7.2026  (#32)

zitat..
Noeldi8020 schrieb:

──────..
Die OeMAG hat (mir) nicht gesagt dass sie nicht wollen, so dern das sie nicht dürfen.
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Alle gut - dann warten wir mal bis irgendjemand - kann ja nur ein EVU sein - vor versammeltem Publikum sagt, dass die OEMAG das nicht dürfen. Jeder Gesetzestext wartet auf eine Interpretation und wir haben in Österreich ein Bestimmungsgebot (darf alles tun, was nicht gesetzlich ausdrücklich verboten). Angesicht klammer Föderkassen kommt das gut an. 

Noeldi

PS: Ich suche und finde nicht .. § 103a. 
§ 103 regelt das der Netzbetreiber Einspeisung gewisse Zeit lang regulieren darf

Tut mir leid, da hat mir die KI von nem Entwurf was geschickt. Der richtige Paragraph ist §111 ElWG.  
Da steht auch drin, dass was mit Speichern passieren muss. 


Und der Netzbetreiber hat 12 Monate Zeit (was auch immer) umzusetzen. 


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  •  hoth
  •   Gold-Award
22.7.2026  (#33)

zitat..
──────..
Wie hoch sind denn bitte die Einspeisevergütungen bei den EEGs in der Nacht, dass sich das rechnet?
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Bei unserer EEG bekommt man generell 11ct fürs einspeisen. in der Nacht so zw. 19-7 Uhr ist die Abnahme quasi garantiert, denn lt. live Radar bewegt sich der Verbrauch immer so zw. 190-210kW


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