Einspeisung von PV Strom aus dem Speicher bei OeMAG verboten - Seite 2
20.7.
-21.7.2026
28 Antworten
15 Autoren
2 Empfehlungen
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Die Degradation ist ein sehr komplexes Thema und Langzeiterfahrungen gibt es noch zu wenige (aussagekräftige). Aber es gibt viele Hinweise, was gut und was schlecht ist für einen Speicher. Was ziemlich sicher ist: wenn er längere Zeit bei 100% Ladung rumsteht, wird er schneller altern. Vermutlich schneller, als wenn er täglich einen sanften Zyklus macht. Somit kann man aus meiner Sicht nicht einfach die kWh des Lebenszyklus in x Cent umlegen, wenn das Rumstehen des Akkus sogar schädlicher ist. Die Herstellerangaben sind nicht per se falsch, aber hier werden ja auch gewissen Annahmen getroffen und es sind garantierte Werte, die auch besser sein können, je nach Anwendungsprofil. Ich glaube diese Akkus (vor allem LFP) werden länger leben als wir das heute vermuten. Am ehesten würde ich noch befürchten, dass irgendwann die zugehörige Elektronik den Geist aufgibt. |
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Ausgetrocknete Electrolyt Kondensatoren in der Leistungselektronik werden fix ein Thema nach > 10 Jahren. Bei den meisten Systemen ist das aber getrennt von den Batteriemodulen. Verfügbarkeit wird eher ein Thema sein bei kleineren Anbietern. Ich tippe auf eine Marktbereinigung und nur 3-4 große werden Ersatzteilversorgung und Support > 10 Jahre bieten können. |
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Betriebsstrategie: Heimspeicher (Sungrow HV 19,27 kWh netto) Um bei einem großen Heimspeicher (LiFePO4) die optimale Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Zellschonung zu finden, hat sich nach genauer Betrachtung und Kalkulation folgende Strategie bewährt. Zur Einordnung der Kosten: Bei der vorliegenden Nutzung werden voraussichtlich etwa 320-350 Vollzyklen pro Jahr erreicht, da nicht jeden Tag ein kompletter Zyklus gefahren wird. Das ist ein idealer Wert, um die technische Zyklenfestigkeit (ca. 6.000 Vollzyklen (400/Jahr)) gut auszunutzen, bevor die kalendarische Alterung (nach ca. 15 Jahren) die Kapazität ohnehin mindert. Rechnet man die Anschaffungskosten auf diese Lebensdauer um, liegen die reinen Verschleißkosten pro entnommener Kilowattstunde bei ca. 9 bis 10 Cent/kWh. ☀️ Sommer: Die "Profit-Strategie" Das Vorgehen: Entladen auf ca. 5% für einen guten Einspeisetarif am Morgen und am Abend. Der Ladestart wird gezielt verzögert und beginnt erst zwischen 09:00 und 11:00 Uhr. Zyklenalterung (Verschleiß durchs Arbeiten): Ist naturgemäß etwas höher. Den Akku auf 5% zu entladen, bedeutet einen tiefen Zyklus, was die Zellen etwas mehr beansprucht als ein flacher. Da LiFePO4-Zellen jedoch sehr zyklenfest sind, ist dies unproblematisch. Vor allem ist es wirtschaftlich sinnvoll: Solange die Preisdifferenz zwischen Ladestrom und Einspeisevergütung die Verschleißkosten von 9-10 Cent/kWh übersteigt, rechnet sich dieses Vorgehen. Kalendarische Alterung (Verschleiß durchs Rumstehen): Perfekt minimiert. Durch das verzögerte Laden am Vormittag knallt der Speicher nicht schon in der Früh auf 100% und brät dann den ganzen Tag in der Sommerhitze voll geladen vor sich hin. Das ist extrem wichtig für eine lange Lebensdauer. Fazit Sommer: Wirtschaftlich der beste Weg. Man nutzt den Tarif optimal aus und nimmt der Batterie trotzdem den ärgsten Stress (das lange Herumstehen bei 100%). Der etwas höhere Zyklen-Verschleiß rechnet sich durch den Ertrag. ❄️ Winter: Die "Wohlfühl-Strategie" Das Vorgehen: In der Nacht wird (aus dem Netz oder durch Resteinspeisung) auf 70-80% geladen, unter Tag wird die Kapazität durch den Hausverbrauch auf 20-40% heruntergearbeitet. Zyklen- & Kalendarische Alterung: Beides extrem niedrig. Der Akku pendelt exakt im perfekten "Sweet-Spot" zwischen 20% und 80%. Er steht nie randvoll herum, wird nie tiefenentladen und gammelt vor allem nicht bei wochenlangem Schlechtwetter komplett leer (bei 0-5%) vor sich hin. Fazit Winter: Absolut materialschonend. Die flachen Zyklen sind für die Batteriechemie fast schon wie Urlaub. Besser und gesünder kann man den Speicher in der dunklen Jahreszeit eigentlich nicht behandeln. Gesamtfazit: Durch diese Aufteilung lässt sich der Speicher im Sommer wirtschaftlich maximal ausreizen, ohne das Material mutwillig durch falsches Lade-Timing zu ruinieren. Im Winter wird eine astreine Balance gefahren, die den Akku im absoluten Wohlfühlbereich hält. |
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ja, die Aussage galt vor 20 Jahren, heute nicht mehr. Das Elko-Thema rückt aufgrund Fortschritten (Folienkondesnatoren, hohe Schaltfrequenzen, Kerkos) zunehmend in den Hintergrund. |
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Wenn ich die Verluste konservativ rechne, setze ich den Wirkungsgrad bei einem NV-Speicher mit Laden --> Entladen mit 75 % oder wenn du möchtest mit 70 % an. 10 cent * 0,7 sind immer noch mehr als 5 cent. Ich entlade in der Nacht in die EG auf max. 10 bis 30 % runter, da ich prognosebasiert entlade und in Verbrauchs- als auch PV-Prognose jeweils ein paar % Sicherheitsreserven einrechne. Also keine Tiefentladung. Und da denke ich ebenfalls, dass dieses "sanfte" Entladen wohl besser ist, als wenn er den ganzen nächsten Tag mit hohem Level rumsteht... |
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verrückt da will man netzdienlich agieren und dann behindert dies eine staatliche stelle wie die ömag, das kann sich auch keiner ausdenken |
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Du kannst deinen Strom woanders verkaufen als bei der ÖMAG, dann ist das Problem umgangen. Nachts in eine EEG und den Rest eben bei nem Anbieter. |
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Hallo ck, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Einspeisung von PV Strom aus dem Speicher bei OeMAG verboten |
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Hier noch eine Anmerkung zum Verkauf bei der ÖMAG nachts. KI sagt: Nach § 103a ElWG ist der Netzbetreiber verpflichtet, ein passendes Messkonzept bereitzustellen. Die ÖMAG verweist auf das Fehlen des Herkunftsnachweises, in dem Fall verweist man auf die Nicht-Umsetzung von § 103a ElWG des Netzbetreibers. - Berufung auf das ElWG: Sie argumentieren, dass gemäß § 103a ElWG ein gesetzlicher Anspruch auf die Anerkennung und messtechnische Umsetzung von Speicher- und Hybridkonzepten besteht. - Das Fehlen des Herkunftsnachweises in der Datenbank der e-control beruht ausschließlich darauf, dass der Netzbetreiber seiner gesetzlichen Verpflichtung zur Bereitstellung der modernisierten Marktprozesse und Messkonzepte noch nicht vollständig nachgekommen ist. Ein behördliches oder technisches Umsetzungsdefizit aufseiten der Energiewirtschaft darf nicht zu einem finanziellen Nachteil oder Schaden für den rechtskonformen agierenden Anlagenbetreiber führen. Wichtig! Das Elektrikerprotokoll muss enthalten, dass Laden des Speichers aus dem Netz deaktiviert wurde. Später geht das evtl. aus einer Plausibilität von Verbrauchs-/ und Einspeisezählpunkt hervor. Jetzt momentan aber noch nicht. |
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