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smarte Steuerung Pool-Pumpe - Seite 2 teilen

4.7. -6.7.2026    30 Antworten    11 Autoren 30 2026-07-06T12:09:54+02:00
     
Zusammenfassung
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  •  Benji
  •   Gold-Award
04.07.2026
30
meine Sandfilteranlage für den Pool hängt an einem Shelly Plug, und ich kann die Laufzeit steuern. Bisher habe ich das über den PV-Ertrag gesteuert; heuer in der Hitzewelle war die Laufzeit eindeutig zu kurz (und ich hab Chlorierung übersehen) => ALgenblüte emoji

seit heuer habe ich auch ein "smartes" Pool-Thermometer (Inkbird P02B) mit dem ich bisher sehr zufrieden bin - sendet seine Daten über BLE-Advertisments, der Pool-Shelly spielt Gateway und schickt das per MQTT weiter.

Meine Idee ist nun, die Laufzeit auch über die Pool-Temperatur zu steuern - nur wie? Gibt es da irgendwelche Richtwerte?

zur Zeit der Hitzewelle / Algenblüte hatte ich fast 30° Wassertemperatur tagsüber...

  •  Magnum2
  •   Silber-Award
5.7.2026 23:28  (#21)

zitat..
sir0x schrieb:

Weder Chlor noch PH ist über die Saison konstant (ich red aber auch nicht über Multitabs, sondern Salz) und ob die Pumpe 5h oder 10h läuft, ist mit PV einfach nur egal.

Sollte aber. Wenn das neue Wasser nach Temperaturanstieg sein CO2 ausgegast hat, man es danach mit PH- wieder sauber eingestellt hat, dann bleibt es wochenlang ohne weiteres zutun nahezu konstant. 

Chlor mit gleichmäßiger Erzeugung durch Salzelektrolyse ebenso, wird durch UV jedoch rasch abgebaut, daher bei Salzelektrolyse Chlorstabilisator/Trichlorisocyanursäure zugeben, dann bleibt der Wert stabiler. 

5-10h, eher so 8-12h betreibe ich die Pumpe, je mehr Filterlaufzeit desto weniger weitere Chemie braucht man, kein Algenmittel, kein Flockmittel. Aber 12h möchte ich im September halt auch nicht pumpen, soviel PV Stunden gibt es dann auch nicht mehr. 

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  •  ds50
  •   Gold-Award
6.7.2026 5:59  (#22)

zitat..
Magnum2 schrieb: Sollte aber. Wenn das neue Wasser nach Temperaturanstieg sein CO2 ausgegast hat, man es danach mit PH- wieder sauber eingestellt hat, dann bleibt es wochenlang ohne weiteres zutun nahezu konstant.

Chlor mit gleichmäßiger Erzeugung durch Salzelektrolyse ebenso,

Ich bin kein Chemiker, aber zumindest lt. KI und meiner bescheidenen Erfahrung tut es das nicht. Bei laufendem Chlorinator Betrieb hat der pH Wert die Tendenz zu steigen, weswegen stetig (moderat, aber doch) mit pH Minus entgegengearbeitet wird.

Ich persönlich hab mir deswegen um ca. 350€ eine pH Dosierpumpe gegönnt, da mMn. der pH Wert die wichtigste Basis für ein korrektes Funktionieren des Chlors darstellt. Die läuft einfach mit, wenn Chlor erzeugt wird.
Die Chlorproduktion selbst läuft bei mir stärkemäßig manuell ab, d.h. bei Hitzeperioden drehe ich die Stärke der Produktion etwas rauf.

Cyanursäure hab ich nur wenig im Pool (so 10 herum). Stattdessen wird den ganzen Tag über Chlor erzeugt, um deren Zerstörung durch UV Strahlen entgegenzuwirken.

Seit Bestehen des Pools (ca. 1 Jahr) hab ich somit wirklich bestes Wasser, komplett ohne Algen oder Eintrübungen. Die einzige Chemie ist Salz, pH-Minus und einmalig ein wenig CYA (vom prophylaktischen Schockchloren nach dem Auswintern).

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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
6.7.2026 6:46  (#23)

zitat..
Magnum2 schrieb:

──────..
sir0x schrieb:

Weder Chlor noch PH ist über die Saison konstant (ich red aber auch nicht über Multitabs, sondern Salz) und ob die Pumpe 5h oder 10h läuft, ist mit PV einfach nur egal.
───────────────

Sollte aber. Wenn das neue Wasser nach Temperaturanstieg sein CO2 ausgegast hat, man es danach mit PH- wieder sauber eingestellt hat, dann bleibt es wochenlang ohne weiteres zutun nahezu konstant. 

Chlor mit gleichmäßiger Erzeugung durch Salzelektrolyse ebenso, wird durch UV jedoch rasch abgebaut, daher bei Salzelektrolyse Chlorstabilisator/Trichlorisocyanursäure zugeben, dann bleibt der Wert stabiler. 

5-10h, eher so 8-12h betreibe ich die Pumpe, je mehr Filterlaufzeit desto weniger weitere Chemie braucht man, kein Algenmittel, kein Flockmittel. Aber 12h möchte ich im September halt auch nicht pumpen, soviel PV Stunden gibt es dann auch nicht mehr.

Meine stündlichen Messungen zeigen andere Ergebnisse... 

Mein Ziel ist aber wohl abweichend von deinem, ich will so wenig wie möglich "externe" Zusätze, deshalb hab ich nur die Salzanlage und PH- im Einsatz + Automatisierung.

Und für die Entscheidung, dass die Pumpe im September weniger laufen soll, brauch ich keine Automatisierung.

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  •  GKap
  •   Silber-Award
6.7.2026 8:01  (#24)

zitat..
Magnum2 schrieb: Chlorstabilisator/Trichlorisocyanursäure zugeben, dann bleibt der Wert stabiler. 

Ja, damit bleibt das Chlor länger aktiv.
Aber: Cyanursäure baut sich nicht ab, die Konzentration wird immer größer. Zudem vermindert Cyanursäure die Wirksamkeit von Chlor. D.h. die Wasserqualität wird immer schlechter, sobald Cyanursäure ins Wasser kommt. Dem kann man nur durch regelmäßigen und großzügigen Wasserwechsel (beim Rückspülen) entgegenwirken.

Das ist auch der Nachteil von Tabs, die Cyanursäure enthalten müssen, damit sie funktionieren. Wenn man eine Dosieranlage hat, egal ob Chlor oder Salz, macht es keinen Sinn Cyanursäure im Wasser zu haben, die Dosieranlage kann ja jederzeit die benötigte Chlormenge liefern!

Gruß
GKap


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  •  ds50
  •   Gold-Award
6.7.2026 8:23  (#25)

zitat..
GKap schrieb: Das ist auch der Nachteil von Tabs, die Cyanursäure enthalten müssen, damit sie funktionieren.

...oder man nimmt anorganische Chlortabs. Die herkömlichen Tabs reichern CYA dauernd im Pool an, was bei fehlendem Frischwasserwechsel auf Dauer natürlich ein riesen Problem ist.

Nachbarn von mir hatten aufgrund jahrelanger Chloortabs Verwendung zunehmend Probleme. Bei einem Messwert von 200 CYA (!!) hab ich ihnen zu einem kompletten Wasserwechsel geraten, und Wechsel zu anorganischem Chlor. Seither passt es wieder bei ihnen.

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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
6.7.2026 9:00  (#26)

zitat..
ds50 schrieb: was bei fehlendem Frischwasserwechsel auf Dauer natürlich ein riesen Problem ist.

und durch den nötigen Wasserwechsel wieder kein stabiler PH Wert, das gleiche (zwar weniger Wasserwechsel) gilt aber auch fürs immer nötige Rückspülen. 

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  •  Magnum2
  •   Silber-Award
6.7.2026 10:57  (#27)

zitat..
GKap schrieb:

Ja, damit bleibt das Chlor länger aktiv.
Aber: Cyanursäure baut sich nicht ab, die Konzentration wird immer größer. Zudem vermindert Cyanursäure die Wirksamkeit von Chlor. D.h. die Wasserqualität wird immer schlechter, sobald Cyanursäure ins Wasser kommt. Dem kann man nur durch regelmäßigen und großzügigen Wasserwechsel (beim Rückspülen) entgegenwirken.

Das ist auch der Nachteil von Tabs, die Cyanursäure enthalten müssen, damit sie funktionieren. Wenn man eine Dosieranlage hat, egal ob Chlor oder Salz, macht es keinen Sinn Cyanursäure im Wasser zu haben, die Dosieranlage kann ja jederzeit die benötigte Chlormenge liefern!

Gruß
GKap

Bei Salzelektrolyseanlagen reichert sich Cyanursäure nicht an, daher kein Problem mit den Nachteilen von zu hohen Werten. Ganz im Gegenteil, durch Rückspülung sinkt er mit der Zeit. Ohne Stabilisator (Cyanursäure, vorher von mir fälschlich Trichlorisocyanursäure geschrieben) jedoch können in Pumpenstillstandszeiten die Werte gefährlich gering abfallen, sodaß sich in Ecken grüne Stellen bilden können. Reines von der Elektrolysezelle produziertes Chlorgas baut sich sehr rasch ab und hat keinen Depoteffekt.

Ich denke ohne Stabilisator hätte ich bei 38 Grad Wassertemperatur und Salzanlage auf 20% kein klares Wasser mehr gehabt.

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  •  Paul_O
  •   Bronze-Award
6.7.2026 11:45  (#28)

zitat..
Magnum2 schrieb:

Bei Salzelektrolyseanlagen reichert sich Cyanursäure nicht an, daher kein Problem mit den Nachteilen von zu hohen Werten. Ganz im Gegenteil, durch Rückspülung sinkt er mit der Zeit. Ohne Stabilisator (Cyanursäure, vorher von mir fälschlich Trichlorisocyanursäure geschrieben) jedoch können in Pumpenstillstandszeiten die Werte gefährlich gering abfallen, sodaß sich in Ecken grüne Stellen bilden können. Reines von der Elektrolysezelle produziertes Chlorgas baut sich sehr rasch ab und hat keinen Depoteffekt.

Ich denke ohne Stabilisator hätte ich bei 38 Grad Wassertemperatur und Salzanlage auf 20% kein klares Wasser mehr gehabt.

Die Lösung wäre aber die Leistung der Elektrolyse hoch zustellen oder eben länger laufen lassen. Den Vorteil, mit der SEL keine Cyanursäure einzubringen (und somit das Chlor zu binden und unwirksam zu machen) verspielst du mit der Zugabe vom Stabilisator.


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  •  Magnum2
  •   Silber-Award
6.7.2026 12:06  (#29)

zitat..
Paul_O schrieb:

Die Lösung wäre aber die Leistung der Elektrolyse hoch zustellen oder eben länger laufen lassen.

Ja, 24/7, das ginge auch.

https://www.bayrol.de/organisches-vs-anorganisches-chlor
Innerhalb des Idealbereichs von 30 bis 50 mg/l trägt Cyanursäure zur verlängerten Wirksamkeit
des Chlors bei und sorgt somit für einen gleichmäßigen und konstanten Verbrauch des im Pool
vorhandenen Chlors.

Ist der Cyanursäure-Gehalt zu niedrig, geschieht die Desinfektion zu ungleichmäßig und zu schnell.


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  •  sir0x
  •   Bronze-Award
6.7.2026 12:09  (#30)
Oder man misst die Werte....😜sind ja im Smarthome Bereich

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