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Netz NÖ D02-Sicherungs-Lasttrennschaltern - N-Leiter


Zusammenfassung
  •  rraedv
2.6. - 5.6.2026
6 Antworten | 4 Autoren 6
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Hallo liebe Freunde von Energiesparhaus.at,

ich hätte eine Frage an die Runde – vielleicht kann mir jemand von euch weiterhelfen.

In unserer Familie wurden in letzter Zeit mehrere Zähler- bzw. Sicherungskästen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.
Dabei waren unterschiedliche Elektriker im Einsatz, und in allen Anlagen wurden D02-Sicherungs-Lasttrennschalter verbaut.

In einer Installation wurde ein Eaton-System verwendet, in der anderen ein Schrack Tytan.

Dabei ist mir aufgefallen, dass bei der einen Anlage der N-Leiter über eine Eaton-Brücke direkt zum Verteiler geführt wird, während bei der anderen Anlage auch der N-Leiter über den Schrack-Lasttrennschalter geschaltet wird.

Daher meine Frage: Aus welchen Gründen wird der N-Leiter in manchen Anlagen mitgeschaltet und in anderen direkt zum Verteiler geführt?

Gibt es dafür technische, normative oder herstellerspezifische Vorgaben?

Vielen Dank für eure Antworten!

  •  Ecoline
4.6.2026  (#1)
Ich kenn das nur so dass der N an der NZHS vorbei geführt wird. Siehe auch Bild als Beispiel von Netz OÖ


https://www.ooe-ausfuehrungsbestimmungen.at/media/W/500/bilder/Basis-Zusatztarif_Uebersicht.JPGBildquelle: https://www.ooe-ausfuehrungsbestimmungen.at/media/W/500/bilder/Basis-Zusatztarif_Uebersicht.JPG

Ein Mitschalten des N wäre mir an der Stelle auch eine zu heisse Nummer, Stichwort Sternpunktverschiebung.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
4.6.2026  (#2)

zitat..
Ecoline schrieb: Ein Mitschalten des N wäre mir an der Stelle auch eine zu heisse Nummer, Stichwort Sternpunktverschiebung.

Du meinst, weil jede Schaltstelle eine zusätzliche potentielle Fehlerquelle ist?
Ich würde es auch nach Möglichkeit vermeiden, insbesondere, da ich dort keinen Nutzen der allpoligen Trennung sehe, oder übersehe ich etwas?


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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
5.6.2026  (#3)

zitat..
TobiK schrieb: Du meinst, weil jede Schaltstelle eine zusätzliche potentielle Fehlerquelle ist?

Ich sehe das jetzt nicht potenzielle Fehlerquelle an.  Bei jeder Notstromeinspeisung mit einem Notstromumschalter wird der Neutralleiter auch geschaltet.  Und die gibt es Haufenweise.  
Beim Lasttrennschalter TYTAN T4P steht der Zusatz "für Ersatzstromversorgung mit neuer Regelung gemäß OVE E 8101:2019-01-01" dabei. Jetzt müsste man schauen, was die ÖVE 8101 von 01.01.2019 speziell vorschreibt (und warum?). Bei jedem FI-Schalter (3p + N) wird der Neutralleiter auch geschaltet. Und dann gibt es auch noch 4 pol LS Schalter, bei denen wird nicht nur der Neutralleiter, wie bei den 3p + N, geschaltet, sondern ist auch noch abgesichert. 
 


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  •  christoph1703
5.6.2026  (#4)

zitat..
Kleinermuk schrieb: Bei jedem FI-Schalter (3p + N) wird der Neutralleiter auch geschaltet. Und dann gibt es auch noch 4 pol LS Schalter, bei denen wird nicht nur der Neutralleiter, wie bei den 3p + N, geschaltet, sondern ist auch noch abgesichert.

Du bringst da einen entscheidenden Punkt auf. FI und LS sind beide Schalter, bei denen alle 4 Kontakte mechanisch verbunden sind und deshalb gezwungenermaßen immer gemeinsam schalten. Dass N mitüberwacht wird, bewirkt nur eine weitere Auslösemöglichkeit für die selbe Mechanik.
Im Lasttrennschalter sind Schmelzsicherungen verbaut, die unabhängig voneinander auslösen können. Wichtig ist aber, dass im N-Pfad keine Sicherung eingebaut ist, um hier die Verbindung immer zu gewährleisten. Der Schaltteil ist komplett unabhängig von den Sicherungen und schaltet wieder mechanisch bedingt alle 4 Pfade zuverlässig gemeinsam. Da sollte es also (wie von dir geschrieben) kein höheres Fehlerpotenzial geben als bei jedem FI/LS.

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
5.6.2026  (#5)

zitat..
christoph1703 schrieb: Im Lasttrennschalter sind Schmelzsicherungen verbaut, die unabhängig voneinander auslösen können. Wichtig ist aber, dass im N-Pfad keine Sicherung eingebaut ist, um hier die Verbindung immer zu gewährleisten

Davon kannst du zu 100% ausgehen, dass bei dem Lasttrennschalter mit Neozed Sicherungen nur die Aussenleiter abgesichert sind. Darum auch die Bezeichnung 3p + N. Und der N-Kontakt ist auch voreilend.  


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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
5.6.2026  (#6)

zitat..
christoph1703 schrieb: FI und LS sind beide Schalter, bei denen alle 4 Kontakte mechanisch verbunden sind und deshalb gezwungenermaßen immer gemeinsam schalten.

Das wäre zuwenig.  Ein- und Ausschalten der Kontakte wird über ein Schaltschloss bewerkstelligt. Mit dem Hebel wird beim Einschalten das Schaltschloss vorgespannt.  Das Schaltschloss schaltet dann blitzschnell alle 4 Kontakte ein. 
Auch das Ausschalten macht das Schaltschloss. Darum kann man Ausschalten nicht verhindern, wenn man den Hebel nach oben hält, bzw. wenn es beim Einschalten zu einem Kurzschluss kommt. 
Bei den 4 pol. LS Schalter gibt es keinen voreilenden Kontakt mehr. Im Prinzip kann man den Neutralleiter anklemmen
wo man will. Die Klemmen sind von 1-8 beschriftet.  Ich bleibe trotzdem bei der Rechts-Regel 😊


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