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Wärmepumpe - ausgetauschtes Umschaltventil exakt nach 1 Jahr defekt

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  •  kennminedaus
7.5. - 25.5.2026
4 Antworten | 3 Autoren 4
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Hallo zusammen,
vor genau 1 Jahr war das Umschaltventil meiner damals erst vier Jahre alten Wärmepumpe defekt. Jetzt ist das Ventil erneut kaputt. Obwohl die Anlage aktuell nur Warmwasser bereiten sollte, heizt sie zusätzlich den Fußboden mit.
Die Reparatur kostete damals 600 €, Viessmann hat nach langer Diskussion nur minimal die Rechnung reduziert.

Zusätzliche Vorgeschichte: Direkt nach der Inbetriebnahme war das Heizungswasser in den Heizkreisverteilern braun. Ein Sachverständiger stellte fest, dass kein Spül- und Füllprotokoll existiert. Daraufhin wurde die Anlage komplett gespült und neu befüllt.

Meine Vermutung: Im Heizkreislauf befinden sich weiterhin Fremdkörper oder Späne. In den Sieben der Wasserhähne finde ich gelegentlich kleine Kunststoffkügelchen (< 1 mm). Am Umschaltventil erkenne ich Schleifspuren, die dazu passen könnten.


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Meine Fragen:
 
  • 1. Ursache Hat jemand eine plausible Erklärung für die wiederholten Ventildefekte oder kann meine Vermutung bestätigen?

  • 2. Möglichkeiten Welche Vorgehensweise würdet ihr empfehlen, um das Problem dauerhaft und kostenseitig vertretbar zu lösen?
          Mögliche Optionen:
         a) Kontakt zum ursprünglichen Installateur: Aufgrund der Vorgeschichte rechne ich                hier weder mit Kulanz noch Unterstützung (der SV bemängelte damals 9 Punkte).

       b)Viessmann erneut kontaktieren: Wahrscheinlich wieder hohe Reparaturkosten; eine                erneute Komplettspülung wäre noch teurer.

      c) Sachverständigen/Versicherung/Rechtsschutz einschalten.

     Anderen Installateur beauftragen: Erfahrungsgemäß scheuen viele Betriebe solche Anlagen       mit problematischer Vorgeschichte.

  • 3. kurzfristige Lösung:
Kann ich die Sperrventile an den Heizkreisverteilern abdrehen, ohne weitere Auswirkungen oder Probleme? Normalerweise sollte ja nur bei Warmwasserbetrieb sowieso kein Heizwasser im Fußbodenkreislauf zirkulieren

  •  christoph1703
7.5.2026  (#1)
Wenn das neue Ventil noch kein Jahr alt ist, hast du volle Gewährleistung, dh Viessmann muss kostenlos nachbessern oder nachweisen, dass das Ventil in Ordnung war (was praktisch unmöglich ist). Wenn du eh eine Rechtsschutzversicherung hast, kannst du die ja hinzuziehen, falls Viessmann nicht mitspielt.

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Hallo christoph1703, kostenlos und unverbildlich kann man das auf durchblicker.at vergleichen, geht schnell und spart viel Geld.
  •  kennminedaus
19.5.2026  (#2)
Hallo Christoph, 
Viessmann verweigert wie befürchtet die kostenlose Prüfung im Rahmen der Gewährleistung, obwohl exakt der gleiche Defekt vorliegt.  Ich habe Viessmann nun zweimal aufgefordert, die Ablehnung der Gewährleistung zu begründen. Dazu erhalte ich natürlich auch keine Rückmeldung.

Nächster Schritte ist AK bzw. Konsumentenschutz und dann Rechtsschutzversicherung. 
Ärgerlich ist, das der Defekt offensichtlich kein Einzelfall ist. beim Nachbarn wurde das Ventil schon getauscht und online sind auch schon mehrere Fälle mit genau diesem Problem dokumentiert, wo selbst der mehrmalige Austausch von internem Umschaltventil bzw. Motor das Problem nicht gelöst hat.
 


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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
19.5.2026  (#3)

zitat..
kennminedaus schrieb: Ärgerlich ist, das der Defekt offensichtlich kein Einzelfall ist. beim Nachbarn wurde das Ventil schon getauscht und online sind auch schon mehrere Fälle mit genau diesem Problem dokumentiert, wo selbst der mehrmalige Austausch von internem Umschaltventil bzw. Motor das Problem nicht gelöst hat.

Ich würde mich darüber nicht ärgern, sondern handeln. Dieses anfällige Umschaltventil baue ich aus, haue mit einem Fäustl 10 mal auf das Ventil drauf und dann ab in die Schrottkiste damit.😀
Dann baue ich ein federbelastetes Kugelventil (Kosten ca. 100€) ein. Diese Art von Ventil hat sich in der Praxis jahrzehntelang bewährt. Hab ein eines Honeywell, das schon ca. 30 Jahre seinen Dienst tut. Den Motor (ca. 15€) musste ich einmal tauschen. Dafür braucht man den Wasserkreislauf nicht öffnen. Es verbraucht halt bei der WW WW [Warmwasser]-Bereitung "wahnsinnige" 6W el. Leistung. Wenn alles, wie in der Therorie (Abmessungen), passt, dann bin ich in einer Stunde fertig. Mit einem Kvs-Wert von 10,7 kann man eine thermische Leistung von locker 10kW transportieren. Die elektrische Anpasssung ist in der Theroie/Praxis ein Klax. Was mich immer wundert, ist, dass die Installateure vor diesen Kisten knien, wie in einem Beichtstuhl😊. Wenn du immer das gleiche Ventil einbaust, bzw. einbauen lässt, dann kannst alle 2-3 Jahre im Geldtascherl ca. 800€ beiseitelegen. 
Abhilfe würde nur ein recht großer Feinfilter im Rücklauf der Heizung schaffen. Ist wieder ein Drum, dass gewartet werden muss. 
  
  
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Dieses Ventil von Honeywell dürfte gegen Schmuzpartikel  resistenter sein, als Ventile mit einem Drehkolben, wie das LK 525. Außerdem kann man den Ventileinsatz recht einfach (Laienarbeit) tauschen. Mit einem Kvs-Wert (Durchflusskoeffizient bei einer Druckdifferenz von 1 Bar) von ca. 7,7 sollte es auch kein Problem geben.


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  •  kennminedaus
25.5.2026  (#4)
@Kleinermuk 
Vielen Dank für deine detaillierte Infos und Beschreibung zu den alternativen Teilen. Habe auch den Eindruck, dass mir jeder einen Filter einreden will und dann habe ich wieder den Aufwand mit der Wartung :(. In der Montageanleitung ist  auch nirgends ein Filter empfohlen. Ich traue mir die Montage selbst nicht zu aber der Tipp mit dem Kugelprofil werde ich auf alle Fälle mit einem hoffentlichen kompetenten Installateur besprechen können.
 
 


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