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Entwurfsplan EFH in Hanglage - Feedback

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  •  Hausbau26
4.5. - 5.5.2026
20 Antworten | 10 Autoren 20
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Hallo zusammen,

nachdem unser erster Planungsanlauf mit einem Architekten im letzten Jahr leider komplett gescheitert ist, haben wir nun einen zweiten Anlauf mit einem Planungsbüro gestartet. Der erste Entwurf wirkt auf uns grundsätzlich stimmig, dennoch würden wir uns sehr über euer Feedback freuen.

Kurz die Eckdaten zum Projekt:

  • Grundstück: ca. 1.000 m²
 
  • Lage: Hanglage mit ca. 4 m Gefälle
 
  • Ausrichtung: Nordhang, Zufahrt von oben

  • Ausblick: unverbaute Sicht nach Westen, östlich angrenzend ein bestehendes Wohnhaus
 
  • Haushalt: aktuell 2 Erwachsene + Baby, mittelfristig 4 Personen
 
  • Flächen:
  • Erdgeschoss: 84 m²
  • Obergeschoss: 84 m²
  • Keller (vollwertig nutzbar): 84 m²
  • Garage: 49 m²
Überlegungen und Grundannahmen im aktuellen Plan:

  • Vollunterkellerung, da laut Planer eine Teilunterkellerung aufgrund der Hanglage kaum günstiger wäre

  • Der Keller ist als vollwertiger Wohnraum konzipiert, da hangseitig ein ebenerdiger Ausgang möglich ist
 
  • Pool sinnvoll und möglichst ruhig in den Hang integriert
 
  • Großzügige Gartenfläche auf der Südseite, trotz dort verlaufender Straße (Sackgasse, wenig Verkehr)
 
  • Große Fixverglasungen nach Norden und Süden, um möglichst viel Licht ins Haus zu bringen

Budget für das fertige Haus inkl. Einrichtung: rund 900K


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Wir hoffen, ihr könnt euch ein gutes Bild machen und freuen uns über jeden Input – sei es zur Raumaufteilung, Gestaltung oder zur baulichen Umsetzung!

  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
4.5.2026 15:32  (#1)
Da würde ich einen Realitycheck mit dem Budget betreiben.
Entweder habt ihr nahezu 100% Eigenleistung vor, oder das wird tief 7stellig.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
4.5.2026 15:35  (#2)
Sonst eh ein hübscher Entwurf :)

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  •  STUDIOnavie
4.5.2026 15:36  (#3)
Grundsätzlich ein sehr schönes Projekt mit ansprechender Architektur. Auch ein Architektenwechsel ist im Planungsprozess nichts Ungewöhnliches.
Ich hatte zuletzt Kunden, die beim dritten Architekten waren und erst danach noch eine Grundrissoptimierung bei mir gemacht haben.
Lieber jetzt Zeit in die Planung investieren und sauber nachschärfen, als später ein Haus zu bauen, das weder optimal zu euren Abläufen noch zum Budget passt.

Ein Punkt, den ich euch unbedingt mitgeben möchte, ist das Thema Kosten:
Ich begleite aktuell ein Hangprojekt mit 3 Geschoßen und ca. 210 m² Wohnfläche – deutlich einfacherer Baukörper, keine Garage (nur Carport), kein Pool, keine Galerie.
Wir werden dort bei rund 900.000 € landen.
Nur zur Einordnung für euch:
Mit eurem aktuellen Entwurf sehe ich hier ein klares Risiko.
Aus meiner Sicht müsstet ihr Richtung ~200 m² gehen und den Baukörper vereinfachen – vor allem, wenn Garage und Pool gewünscht sind.

Die Einschätzung zur Teilunterkellerung/Vollunterkellerung teile ich grundsätzlich.

Zum Grundriss im Detail:

EG:
Der verwinkelte Zugang zur Treppe kostet sehr viel Fläche – hier verliert ihr allein im EG rund 20 m² an reiner Gangfläche.
Hier würde ich über eine andere Treppenlösung nachdenken.
Küche, Essen und Wohnen wirken für die Gesamtgröße des Hauses eher kleinteilig und beengt.
Die Idee der Back Kitchen ist gut, in der aktuellen Breite aber nur eingeschränkt nutzbar (nur einseitig möblierbar).
Der nicht rechtwinklige Anbau erschließt sich funktional nicht ganz – hier wird oft von außen gedacht, aber zu wenig vom Innenraum aus.

OG:
Im Elternbereich fehlt ein WC – aktuell müsst ihr ins Kinderbad ausweichen.
Die Anordnung könnte klarer sein (Schrankraum zentral, dann saubere Trennung Schlafen / Bad).
Die Galerie verursacht zusätzliche Kosten (umbauter Raum), bringt aber wenig echten Mehrwert.
Durch die geringe Breite ist sie kaum sinnvoll nutzbar – zusätzlich Thema Schall und Gerüche.
Die Kinderzimmer liegen relativ weit auseinander – ein klarer Kinderbereich wäre aus meiner Sicht stimmiger.
Auch die Möblierbarkeit (z. B. durch Terrassentüren) bitte mitdenken.

UG:
Wenn ihr hier später vielleicht eine separate Wohneinheit schaffen wollt, würde ich unbedingt überlegen, diesen auch separat erschließbar zu machen (Treppenzugang überdenken).
Das gibt euch langfristig Flexibilität (Kinder, Gäste, Pflege, Vermietung).
Durchs Homeoffice in den HWR wäre für mich ein klares No-Go.
Der Technikraum ist zudem zu klein und liegt ungünstig → lange Leitungswege. Hier würde ich mindestens ca. 7 m² vorsehen.

Gesamt:
Wie so oft zeigt sich auch hier:
Sehr viel Fläche, aber die Qualität kommt in den wichtigsten Räumen (Küche / Essen / Wohnen) nicht wirklich an.
Dazu kommt viel Verkehrsfläche (~45 m²) und ein sehr komplexer Baukörper, der die Kosten deutlich nach oben treibt.

Viel Erfolg für die weitere Planung!

Liebe Grüße, Natalie

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  •  Hausbau26
4.5.2026 16:19  (#4)
Hallo Natalie,

vorab vielen Dank für dein sehr ausführliches und hilfreiches Feedback.

Ich versuche im Folgenden, meine Gedanken zu deinen Punkten etwas zusammenzufassen:

Budget Das Thema Budget bereitet uns ehrlich gesagt ebenfalls Sorgen. Laut Aussage des Planers sollte es sich zwar knapp ausgehen, allerdings sehe ich im aktuellen Entwurf vor allem aufgrund der Vollunterkellerung und der damit verbundenen, aus unserer Sicht teilweise nicht zwingend benötigten Flächen im Untergeschoss, ein mögliches Risiko hinsichtlich der Gesamtkosten.
Die Flächen im EG und im OG hingegen möchten wir auf keinen Fall reduzieren.

Erdgeschoss (EG)

  • Im aktuellen Entwurf ist eine Mittelholmtreppe vorgesehen. Hier sind wir grundsätzlich offen für andere Lösungsansätze. Unklar ist für uns aktuell jedoch, wie der dadurch eventuell entstehende zusätzliche Platz sinnvoll genutzt werden könnte (z. B. größeres WC?).
  • Wir teilen deine Einschätzung, dass Kochen, Essen und Wohnen etwas kompakt wirken. Uns fehlt im derzeitigen Entwurf noch ein schlüssiger Lösungsansatz, da eine Vergrößerung der Grundfläche zwangsläufig auch Auswirkungen auf den Keller hätte. Eventuell ließe sich die Back Kitchen anders anordnen, um hier etwas Luft zu schaffen.
  • Der "Anbau" ist bewusst so positioniert, da sich dadurch die Sicht ins Tal deutlich verbessert, was für uns ein wichtiger Aspekt war.

Obergeschoss (OG)

  • Das Thema fehlendes WC im OG Elternbad ist uns bewusst und stellt für uns aktuell kein Problem dar.
  • Über eine andere Anordnung von Bad und Schrankraum haben wir ebenfalls nachgedacht. Dies hätte jedoch zur Folge, dass in der Ankleide durch zwei Türen etwas Stauraum für Kästen verloren ginge.
  • Die Galerie war eine bewusste Entscheidung, da wir das offene Wohngefühl sehr schätzen. Zudem benötigen wir den zusätzlichen Raum, der ohne Galerie entstehen würde, im OG derzeit nicht wirklich.

Untergeschoss (UG)

  • Hier noch eine kleine Klarstellung: Die Beschriftung im Plan ist nicht ganz korrekt. Der ausgewiesene Technikraum ist ausschließlich für die Pooltechnik vorgesehen, die Haustechnik würde im Lagerraum mit 12,88 m² untergebracht werden.


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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
4.5.2026 16:28  (#5)
Also nüchtern betrachtet wollt ihr über 250m² Wohnnutzfläche, eine Doppelgarage und einen Pool, alles in Hanglage und halbwegs hochwertig gestaltet bauen, und Außenanlagen braucht man vermutlich auch bei der Hanglage.

Also wenn ich viel glaub, aber dass das 900k€ kostet, ist ca so wahrscheinlich wie das Ostern und Weihnachten zusammenkommen.
1.2 Millionen halte ich eher für die allerunterste Grenze für das Vorhaben.

50m² rauszukürzen scheint mir in der Größenordnung in etwa die passende Menge zu sein um das Budget ansatzweise zu erreichen. Das wird ohne Einschnitte in EG und OG nicht gehen. Was ja nicht heißt dass das atmosphärisch oder funktionell groß was ausmachen muss...

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  •  luxmoo
  •   Bronze-Award
4.5.2026 21:20  (#6)

zitat..
Hausbau26 schrieb: Laut Aussage des Planers sollte es sich zwar knapp ausgehen,

zitat..
Hausbau26 schrieb: Budget für das fertige Haus inkl. Einrichtung: rund 900K

900K also inklusive Einrichtung, Außenanlagen, Pool und Garage? Brutto, oder?

Ist eurem Planer dieses Verständnis vom Budget bewusst? Ich würde mir an eurer Stelle eine Abschätzung der obigen Kostenpositionen geben lassen. 

Die Vollunterkellerung sehe ich nicht als Kostentreiber, da hat das Planungsbüro schon recht: insbesondere in der Hanglage, wird eine Teilunterkellerung kostentechnisch nicht viel bringen.

Eher bei den umlaufenden Balkonen, dem komplexen Baukörper und der Fensterfront im Norden.

Nach Westen gibt es eine unverbaute Sicht? Warum ist denn dann das Wohn und Esszimmer nicht dahin ausgerichtet, oder lese ich den Plan falsch?


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  •  ds50
  •   Gold-Award
4.5.2026 23:08  (#7)
Mich erinnert der Entwurf etwas an diesen Thread:

https://www.energiesparhaus.at/forum-feedback-zu-entwurfsplanung-efh-in-sandiger-hanglage/83785

Es ist für mich einfach unglaublich, wie man aus dem ersten Entwurf dort so ein stimmiges Gesamtkonzept rausbekommt, und das auch bei weniger m². 

Ich glaub auch, dass da noch Luft nach oben ist.

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  •  Hausbau26
5.5.2026 8:11  (#8)

zitat..
"900K also inklusive Einrichtung, Außenanlagen, Pool und Garage? Brutto, oder?

Ist eurem Planer dieses Verständnis vom Budget bewusst? Ich würde mir an eurer Stelle eine Abschätzung der obigen Kostenpositionen geben lassen. 

Nach Westen gibt es eine unverbaute Sicht? Warum ist denn dann das Wohn und Esszimmer nicht dahin ausgerichtet, oder lese ich den Plan falsch?"

Guten Morgen! Korrekt in den 900K soll alles enthalten sein. Ja das wurde klar so kommuniziert. Werden demnächst eine Baufirma kontaktieren um eine erste Kostenschätzung zu bekommen.

Wohn -u. Esszimmer sind von der Sicht Richtung Westen ausgerichtet bzw. der Essbereich Richtung Süden. 


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  •  kernoel
  •   Gold-Award
5.5.2026 8:17  (#9)

zitat..
Hausbau26 schrieb: Werden demnächst eine Baufirma kontaktieren um eine erste Kostenschätzung zu bekommen.

Und dann den Planer bei den Ohren packen.
 




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  •  Zypern
5.5.2026 8:32  (#10)
1,5 Mille.
Meine Schätzung.

Ein Flachdach in Ö sollte wirklich gut überlegt sein. Ich finde den Entwurf nicht gut, pardon. Für die Größe und die Kosten kommt einfach keine Liebe auf, die Räume wirken nicht, wie sie könnten. Alles Gute!

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  •  Hausbau26
5.5.2026 9:35  (#11)

zitat..
Zypern schrieb:

1,5 Mille.
Meine Schätzung.

Ein Flachdach in Ö sollte wirklich gut überlegt sein. Ich finde den Entwurf nicht gut, pardon. Für die Größe und die Kosten kommt einfach keine Liebe auf, die Räume wirken nicht, wie sie könnten. Alles Gute!


Danke für deine Rückmeldung und die offenen Worte.
Warum sollte ein Flachdach in Österreich gut überlegt sein? Schneelast?
Bezüglich der Raumwirkung würden uns konkrete Hinweise helfen – welche Bereiche wirken aus deiner Sicht nicht stimmig bzw. wo siehst du Verbesserungspotenzial? Dafür wären wir dankbar.


 


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  •  samitama
5.5.2026 10:50  (#12)
EG: Wenn man ins Wohnzimmer möchte, oder von dort zur Toilette etc., stößt man sich automatisch am Eck der Kücheninsel an - und muss sich zusätzlich jedesmal an den Stühlen vorbei schlängeln. Auch der Weg in die Küche wäre mir persönlich zu eng.
OG: Der Bereich, der aktuell offen geplant ist, wäre ein supa Spielbereich für die Kids.


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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
5.5.2026 11:26  (#13)

zitat..
Zypern schrieb: Ein Flachdach in Ö sollte wirklich gut überlegt sein.

Das würde mich auch sehr interessieren. Generell eine Kritik, die dem TE wohl kaum hilft.

Ich schließe mich generell der Kritik an, dass das alles einfach viel zu verwinkelt ist. Vieles wirkt am Plan gut, ist in echt dann aber kleinteilig und wenig großzügig. Vor allem, wenn ihr gerne Offenes mögt. Und bitte schaut euch das KZ über der Garderobe an, das ist wirklich nix. Als Beispiel: wir haben etwa 52m2 Wohn-Essbereich, die Küche in einer Nische 3*4m und Couch / Esstisch komplett offen ohne Eck etc ca. 6*7. Das wird tatsächlich so oft genutzt, dass Leute gemütlich am Esstisch sitzen bleiben und einfach die Füße in den Raum ausstrecken, die Sessel umstellen, Kinder spielen in der Mitte des Raumes. Das ginge alles nicht bei den oft vorhandenen Planungen, wo der Esstisch "eingesperrt" ist und das Wohnzimmer irgendwie ums Eck. Ist auch weniger kommunikativ, da bei uns dann oft zischen Esstisch / Couch gewechselt wird. Dies nur als Anstoß.

Und die Balkone würde ich auch generell kritisch betrachten, das hat in der Praxis nur einen echten Nutzen: Wäsche aufhängen dort, wo sie entsteht (Bad --> WM --> Trocknen). Das gehört ME alles in das OG bei euch wenn möglich.

Zum WC im Kinderbad: das haben wir auch und ist eigentlich recht angenehm, da das WC so größer ist. Aber unsere Kids nutzen das Bad noch nicht und ich denke, dass das schon ein "Problem" werden kann in der Art, dass wir das WC in der Früh kaum nutzen werden können und immer in das EG ausweichen müssen. Das würde ich tatsächlich bei Neuplanung ändern: entweder ein komplett separates WC oder noch eines im Elternbad.

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  •  Hausbau26
5.5.2026 11:40  (#14)

zitat..
samitama schrieb:

EG: Wenn man ins Wohnzimmer möchte, oder von dort zur Toilette etc., stößt man sich automatisch am Eck der Kücheninsel an - und muss sich zusätzlich jedesmal an den Stühlen vorbei schlängeln. Auch der Weg in die Küche wäre mir persönlich zu eng.

OG: Der Bereich, der aktuell offen geplant ist, wäre ein supa Spielbereich für die Kids.

Da hast du Recht. Allgemein könnte der Wohn -Essbereich etwas größer sein aber das wirkt sich halt wieder massiv auf die Kosten aus, da der Bereich darunter dann auch größer wird. Wir überlegen auch die Schattenküche anders anzuordnen bzw. etwas zu verkleinern, dann würden wir auch ein wenig Raum gewinnen. 

zitat..

Das würde mich auch sehr interessieren. Generell eine Kritik, die dem TE wohl kaum hilft.

Ich schließe mich generell der Kritik an, dass das alles einfach viel zu verwinkelt ist. Vieles wirkt am Plan gut, in echt dann aber kleinteilig. Vor allem, wenn ihr gerne offenes mögt. Und bitte schaut euch das KZ über der Garderobe an, das ist wirklich nix. Und die Balknoe würde ich auch generell kritisch betrachten, das hat in der Praxis nur einen echten Nutzen: Wäsche aufhängen dort, wo sie entsteht (Bad --> WM --> Trocknen). Das gehört ME alles in das OG bei euch wenn möglich. Zum WC im Kinderbad: das haben wir auch und ist eigentlich recht angenehm, da das WC so größer ist. Aber unsere Kids nutzen das Bad noch nicht und ich denke, dass das schon ein "Problem" werden kann in der Art, dass wir das WC in der Früh kaum nutzen werden können und immer in das EG ausweichen müssen. Das würde ich tatsächlich bei Neuplanung ändern: entweder ein kompeltt separates WC oder noch eines im Elternbad.


Verwinkelt finde ich nur den Wohn -Essbereich um ehrlich zu sein. Wie meinst du das mit dem KZ über der Garderobe? Die Balkone haben wahrscheinlich mehr einen optischen Nutzen, da die Optik des Hauses ein Stückweit davon lebt. HWR haben wir bewusst im Keller, da wir dort eigentlich ohnehin zuviel Platz haben. Das mit dem WC ist absolut ein Argument. 

 


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  •  ds50
  •   Gold-Award
5.5.2026 12:43  (#15)

zitat..
Hausbau26 schrieb: Bezüglich der Raumwirkung würden uns konkrete Hinweise helfen – welche Bereiche wirken aus deiner Sicht nicht stimmig bzw. wo siehst du Verbesserungspotenzial? Dafür wären wir dankbar.

Ich wollte es ursprünglich nicht schreiben, jetzt mach ich es trotzdem: Bei unserer offenen Wohnessküche kann man den im ausgezogenen Zustand 3m langen Esstisch auch noch bequem mit einer Biertischgarnitur (oder Terrassenmöbel) erweitern, ohne dass es eng wird. Sowas verstehe ich unter großzügigem Raumgefühl.
(Wir haben allerdings auch eine große Verwandtschaft. 😜)

Muss nicht sein, aber bei eurem Entwurf würde ich mich am Esstisch irgendwie eingezwickt vorkommen, zumindest passt das Raumgefühl sicher nicht zu 200m² Wohnfläche.

Und @STUDIOnavie hat es eh schon gesagt: Ihr habt in dem unglücklichen Vorraum 20m² an Gangfläche, welche nicht einem Wohnraum beaufschlagt werden kann. Das ist mehr als die Hälfte (!) eures Lebensmittelpunktes (nehm ich an), der Essküche...

P.S.: Schon mal gedanklich den Marathon zum Wäschewaschen und Zurückbringen der trockenen Wäsche quer durchs Haus und 2 Stockwerke rauf durchgespielt? 🤪

Ich hatte sowas im vorigen Haus, danke, aber nein danke.

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  •  EinHausinWien
  •   Bronze-Award
5.5.2026 12:48  (#16)
Ich denke, bei 900k Budget kann man sich jegliche Diskussion über die Qualität des Entwurfs ohnehin sparen. 

Das ist einfach absolut unrealistisch. Mit einigermaßen ansprechender Materialwahl wird sich unter 1,2 - 1,5 Millionen nicht viel abspielen.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
5.5.2026 12:51  (#17)

zitat..
Hausbau26 schrieb: nachdem unser erster Planungsanlauf mit einem Architekten im letzten Jahr leider komplett gescheitert ist, haben wir nun einen zweiten Anlauf mit einem Planungsbüro gestartet.

Vielleicht ist ein Abbruch und dritter Anlauf im Nachhinein gesehen die klügere Entscheidung.
Ich hätte schon meine Favoritin aus diesem Thread. 😉 (Ich glaub, unser Haus wäre so auch noch um einiges besser geworden...)


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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
5.5.2026 13:39  (#18)

zitat..
ds50 schrieb: Vielleicht ist ein Abbruch und dritter Anlauf im Nachhinein gesehen die klügere Entscheidung.

Ich stimme dem zu. Während dem Bauen war mein Kopf voller 10000er Kleinigkeiten, aber jetzt nach 5 Jahren denke ich immer öfter: am wichtigsten ist tatsächlich zuerst einmal ein guter Grund und dann wirklich die Planung. Ob da jetzt BKA BKA [Betonkernaktivierung], KWL, Klima, Smart Home und was noch alles drin ist - ja, einiges davon ist sinvoll und hebt noch einmal den Wohnkomfort. Aber ein schei** Plan ärgert dich dein Leben lang, auch so Sachen wie im Keller die WM zu haben wenn alles im 2. Stock passiert. Oder der Weg Garage Küche. Oder eine verhunzte Küche die zwar nur aus Stein besteht und mega aussieht, in Echt aber wenig Nutzwert liefert weil kaum Arbeitsflächen da sind und du täglich das Chaos einer Familie durch die Insel mitten im Wohnzimmer so lange anstarrst, bis du wieder in der Nacht zum wegräumen anfängst weil man sich das halt nicht dauernd anschauen will. Der Familien-Alltag killt dann schnell jedliche Architektenromantik und dann macht eine gute Planung im täglichen Leben den Unterschied zwischen einem nur schönen und (auch) einem lebenswerten Haus. Auch so banale Sachen wie eine Garderobe fehlen oft komplett oder sind nur ein Gang oder der Platz neben der Stiege. Daher besser wenn ihr euch mit dem Plan nicht wohl fühlt besser noch einmal von vorne und alles hinterfragen, Küche auch im Planungsprozess gleich mitplanen und vor allem alltägliche Szenarien durchspielen.

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  •  STUDIOnavie
5.5.2026 13:59  (#19)
Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen – die Planung ist hier wirklich das A und O.

Aus meiner Sicht geht es bei euch nicht darum, das EG noch größer zu machen, um mehr Großzügigkeit im Bereich Wohnen/Essen/Kochen zu erreichen.
Im Gegenteil: Man muss den Grundriss kompakter denken und die Flächen klarer strukturieren, dann entsteht Großzügigkeit auf weniger Fläche.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
5.5.2026 14:08  (#20)

zitat..
ds50 schrieb: P.S.: Schon mal gedanklich den Marathon zum Wäschewaschen und Zurückbringen der trockenen Wäsche quer durchs Haus und 2 Stockwerke rauf durchgespielt? 🤪

Ich hab das jetzt gemacht. Es ist nur durch das Homeoffice, 2 mal um die Stiege (vielleicht auch noch anhauen, falls wer gerade aufs WC geht), und schlappe 4 Türen bis in den Schrankraum. Sowas hält fit.
Im Schnitt hab ich 1 Wäsche pro Tag, wenn nur am WE gewaschen wird, dann 7x das Ganze. Alter Schwede.


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