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KWL Leitungen in Dämmebene?

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  •  gandi
10.4. - 11.4.2026
5 Antworten | 5 Autoren 5
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Hallo,
wir bauen ein Haus mit CLT-Außenwänden sowie CLT-Zwischendecke und CLT-Dach und möchten die CLT-Flächen innen sichtbar lassen. Daher kommen für uns weder eine abgehängte Decke noch eine Vorsatzschale infrage, und im Bodenaufbau wird es sich für die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-Leitungen wahrscheinlich auch nicht ausgehen.
Unser geplanter Wandaufbau außen:
20 cm Zellulose-Einblasdämmung + 4 cm Holzweichfaserplatte.
Unser Zimmerer meinte, man könne die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-Leitungen direkt außen an der CLT-Wand in der Dämmebene verlegen.
Hat das jemand so gemacht? Funktioniert das gut oder spricht etwas dagegen? 
Worauf müsste man dabei besonders achten?
Danke für eure Erfahrungen!

  •  christoph1703
10.4.2026 21:35  (#1)

zitat..
gandi schrieb: Funktioniert das gut oder spricht etwas dagegen?

Massive Wärmebrücke in zweierlei Hinsicht. Die Dämmung in der Wand fehlt und das Rohr ist zur Außenluft hin nur minimal gedämmt.


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  •  luxmoo
  •   Bronze-Award
10.4.2026 22:29  (#2)
Würde ich auch von abraten. Da bekommst du ja zwangsläufig sehr lange Leitungswege. Zeigst du uns den Grundriss? Meistens reicht es aus, im Flur die Decke abzuhängen.

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  •  gandi
10.4.2026 23:13  (#3)
Eine abgehängte Decke ist für uns keine Option. Derzeit planen wir die Leitungen auf entlang der Aussenwand (innen) auf der ausgebauten Dachraum zu führen (ist ein Bungalow mit Satteldach und teilweise ausgebautem Dachraum). Die Leitungslänge würde nur geringfügig länger wenn man es aussen entlang führen würde. Es wären auch  bei weitem nicht alle Stränge weil wir die meisten Räume aus einem Lagerraum im Dachraum von oben erschließen können. Aber in ein paar Bereichen die als Wohnraum genutzt werden möchte ich die Rohre eigentlich nicht sehen. 

Ich hätte auch nie gedacht das aussen in der Dämmung zu führen bis mir unser Zimmerer gesagt hat, dass sie das schon immer wieder machen und es kein Problem sei.


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  •  leitwolf
  •   Gold-Award
11.4.2026 0:09  (#4)
Ob das Sinn macht und funktioniert, muss man sich anschauen. Grundsätzlich möglich, man muss aber die Unterschiede der Strömungswiderstände zwischen den kurzen und langen Leitungen beachten.

Wärmebrücken? Muss man auch beachten, allerdings haben die meisten Anlagen automatisch höhere Wärmebrücken, weil die Außen- und Fortluftleitungen im beheizten Räumen manchmal mindestens 5-7 m lang und mit nur 15mm gedämmt sind.
Eine Überdämmung am Scheitelpunkt des Rohres von 9 cm erlaubt dann im Vergleich dazu wesentlich höhere Leitungslängen in der Dämmung.

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  •  DoertyHarry
11.4.2026 0:12  (#5)
Wie die Vorsprechen schon sagten,

1. massive Wärmebrücke wenn du deiner Wand an ein paar Stellen mehr als die halbe Dämmung weg nimmst.
2. Kondensations Probleme da die Rohre (wegen weniger Dämmung) kalt werden und Luft in den Rohren potenziell kondensiert (Winter).
Dann hast mit Staub in den Rohren den perfekten Wirtskörper für alles mögliche.
3. Verteilung ist ebenfalls problematisch weil du ja von einer Außenwand nicht überall hinkommst das heißt du brauchst sowieso Platz für die Verteilung. 
4. Was hindert dich daran die Decke in Holzoptik abzuhängen? 

Ein Grundriss bzw. Skizze vom Haus und derzeit geplanten Leitungen wäre sehr hilfreich für die Bewertung. 

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