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RGK verkehrt herum betreiben (als Gartenheizung)

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  •  PrRa
30.3. - 31.3.2026
6 Antworten | 5 Autoren 6
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Hallo zusammen,

ich gehe seit gestern mit einer Idee Schwanger die erst mal volkommen verrückt klingt und zwar ob ich nicht meinen Garten mit einem RGK RGK [Ringgrabenkollektor] beheizen könnte/sollte.

Aber erst mal der Reihe nach.
Ich habe die letzten Jahre mir einiges an PV (26kWp mittlerweile) und 50kWh Akku (alles DIY) installiert und letzten Herbst ist eine WW WW [Warmwasser]-WP dazu gekommen mit Tiefenbohrung.
Die WP WP [Wärmepumpe] läuft super Effizient da ich wohl riesen Glück mit meiner TB habe (JAZ wird eine 7 werden). Ich komm zwar nicht Autark über den Winter (350kWh muste ich kaufen) aber ab mit Feb und bis ende Okt habe ich mehr als genug Strom zur verfügung.

Vor 2-3 Jahren hab ich mal eine Führung in einem Gewächshaus gemacht. Im Januar gehts bei denen los mit kleinen Tomatenpflanzen bis in November hinein. So eine Tomatenpflanze wird bei dieser langen Seison ca. 15m lang und bringt dementsprechend ordentlich Ertrag.
Ähnliches gilt für Paprika und auch anderes Gemüse.

Mein altes Hochbeet (10m länge an einer Stützmauer) hat den Geist aufgegeben und jetzt mache ich es neu (Planungsphase)
Naja und da bin ich dann auf die Idee gekommen, das ich doch so viel Strom habe, für den ich eh fast nichts bekomme, und damit auch potenziel viel Wärme habe ob ich den Strom nicht in selbstgezogenes gschmakiges BIO Gemüse verwandeln könnte indem ich das Hochbeet beheize.
Da noch Plexiglas rum und drüber und fertig ist das Gewächshaus das ab Feb bis in den Okt hinein mit der Wp beheizt werden kann.
Und weils so lustig ist könnte man das ganze dann auch gleich noch einen Nummer grösser machen mit 2 Hochbeeten a 10m und ein Gewächshaus darüberstülpen.

Der Trenschplaner ist von den Ringen her ja darauf ausgelegt einen gleichmässigen Enzug zu erreichen, ich möchte gleichmässig Heizen, von daher habe ich an dieses tool gedacht da ich nicht wüste wie ich das sonst berechnen/Abschätzen soll.

Die Frage ist ob es hier schon wen gibt der einen ähnlich großen Vogel im Kopf hat und so was schon realisiert hat?

  •  Lu1994
  •   Silber-Award
30.3.2026 21:49  (#1)
Bekannte hat ein Gewächshaus, qualitativ so ziemlich das hochwertigste was man kaufen kann, sprich Richtung Palmenhaus 

Das wird mim Rücklauf der Gastherme beheizt, ich meine die Bodenplatte ist rundherum nach außen gedämmt und eine BKA BKA [Betonkernaktivierung] darin verbaut, dadurch sind die Wurzeln auch rundherum geheizt

Gerade Tomaten und Paprika sind ja eigentlich mehrjährig, sie kann mehr oder weniger ganzjährig ernten

Das ganze hat vor 30 Jahren umgerechnet schon 60k gekostet

Ich würde da jetzt nicht den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nehmen weil du extrem viel Energie in den Boden versenkst gerade bei einem Hochbeet

Im kleinen Maßstab gibt's elektrische Wurzelheizmatten oä, dann müsste das Hochbeet aber gut gedämmt sein, würde den Aufbau wie von mir beschrieben nachbauen und uU auch die WW WW [Warmwasser] WP WP [Wärmepumpe] nutzen, oder eine elektrische FBH FBH [Fußbodenheizung] einbauen wennst wirklich Strom verbrennen willst

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Hallo PrRa,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: RGK verkehrt herum betreiben (als Gartenheizung)

  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
30.3.2026 22:10  (#2)
Hi,
Alternativorschlag: unser Nachbar hat die Abluft seiner Wohnraumlüftug ins Gewächshaus geleitet, funkt laut ihm super. => mittels Schlauch lässt aich sicher auch das Hochbeet heizen...
LG

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  •  christoph1703
30.3.2026 22:43  (#3)

zitat..
kraweuschuasta schrieb: unser Nachbar hat die Abluft seiner Wohnraumlüftug ins Gewächshaus geleitet, funkt laut ihm super.

Wärmetauscher ausgebaut? Sehr hoch ist die Ausbeute bei einer funktionierenden KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] nicht. Bei uns aktuell 0,4 K über Außenluft.

Ich würde das Gewächshaus/Hochbeet eher darauf auslegen, dass es gut genug zur Außenwelt gedämmt ist. Dann ist das mit dem gleichmäßigen Entzug nicht mehr relevant und eher wie eine FBH FBH [Fußbodenheizung] oder BKA BKA [Betonkernaktivierung] zu betrachten. Es wird sich dann überall annähernd die gleiche Temperatur einstellen. 
Da wirst du halt mehr brauchen als Plexiglas, und alles wo keine Sonne durchscheint mit ordentlich XPS dämmen müssen, damit sich da pflanzenfreundliche Temperaturen einstellen.

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  •  taliesin
  •   Gold-Award
31.3.2026 0:08  (#4)
Das mit der Abluftenergie hatte ich auch mal kurz am Schirm, dann aber wieder verworfen.
Speziell bei geregelter Luftmenge kommt man über den Tagesablauf auf nicht viel mehr als 100m³/h, das ergibt etwa 35W/K, bei Christophs 0.4K sind das 14W, also etwa eine Kerze.

Bei sehr niedrigen Temperaturen ergibt sich (für das Gewächshaus) ein etwas besseres Bild, weil der Frostschutz die Zulufttemperatur anhebt und daher die Abluft entsprechend höher ist, energetisch kommt da aber wieder wenig raus, weil es rel. selten so kalt ist.

Das Gewächshaus etwa 50cm - 100cm eingraben (und seitlich dämmen) hilft ganz gut, mit guten Stegplatten (3fach 16mm) kommt man auf ca. 2.4W/m²K, ein fiktives Gewächshaus mit 4mx5m, dann etwa auf 50m² Hüllfläche (durchsichtig), das sind 120W/K, will man etwa 10K über der Außentemperatur liegen (in der Nacht puffert der Boden) braucht man etwa 1.2kW Heizleistung (ohne solare Gewinne).

Nur um mal die Größenordnung zu kennen. Real wird man nur im Februar und im November nicht mit den solaren Gewinnen auskommen, natürlich abhängig von der Region, wenn der Boden ausreichend speichern kann. Man kann sowas durch einen Luftwärmetauscher im Boden unterstützen, siehe z.B. https://cerescann.com/ceres-gaht-system-versus-the-ceres-ecoloop/

Der schlauere Weg mit Tomaten z.B. ist das Einkochen im Sommer, so wie es schon vor 100 Jahren gemacht wurde. Wir haben ca. 30 Stk. 1l-Gläser pro Jahr, damit kann es jede Woche 2 Tomatengerichte über den Winter geben, das reicht. Gegrillte Paprika lassen sich auch gut einkochen, ebenso Auberginen und im Sommer bekommen die auch etwa 20x mehr Licht.
Wir essen einfach nur in der Zeit von Juli bis etwa Dezember frische (eigene) Tomaten und kaufen nie welche.

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  •  christoph1703
31.3.2026 9:06  (#5)

zitat..
taliesin schrieb: bei Christophs 0.4K sind das 14W, also etwa eine Kerze

Ich hab mal irgendwo gelesen, dass ein Teelicht rund 40W bringt 😄


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  •  PrRa
31.3.2026 19:36  (#6)

zitat..
Lu1994 schrieb:

Ich würde da jetzt nicht den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nehmen weil du extrem viel Energie in den Boden versenkst gerade bei einem Hochbeet

Im kleinen Maßstab gibt's elektrische Wurzelheizmatten oä, dann müsste das Hochbeet aber gut gedämmt sein, würde den Aufbau wie von mir beschrieben nachbauen und uU auch die WW WW [Warmwasser] WP WP [Wärmepumpe] nutzen, oder eine elektrische FBH FBH [Fußbodenheizung] einbauen wennst wirklich Strom verbrennen willst

Idee ist das aus Sanwitchpanelen 80mm zu Bauen und das WW WW [Warmwasser] der WP WP [Wärmepumpe] zu verwenden. Wäre ja blöd bei der AZ den Strom direkt in Wärme zu verbraten.

zitat..
taliesin schrieb:
Der schlauere Weg mit Tomaten z.B. ist das Einkochen im Sommer, so wie es schon vor 100 Jahren gemacht wurde. Wir haben ca. 30 Stk. 1l-Gläser pro Jahr, damit kann es jede Woche 2 Tomatengerichte über den Winter geben, das reicht. Gegrillte Paprika lassen sich auch gut einkochen, ebenso Auberginen und im Sommer bekommen die auch etwa 20x mehr Licht.
Wir essen einfach nur in der Zeit von Juli bis etwa Dezember frische (eigene) Tomaten und kaufen nie welche.

Danke für deine kleine Berechnung
Ich habe zumeist das Problem dass irgent wie der Sommer zu kurz ist damit die Tomaten ordentlich was werden und gut Ertrag liefern. 
Paprika ist auch so ein Thema, das beste Ergebniss hatte ich wie ich den im Topf überwinter hatte dann im nächsten Jahr.




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