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Fertigteil Holzriegel vs "Massiv" Bau - Seite 2 teilen

17.3. -30.9.2026    29 Antworten    16 Autoren 29 2026-09-30T07:06:40+02:00    1 Empfehlungen
Zusammenfassung
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  •  pingu
17.03.2026
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Hallo zusammen,
ich bin seit ein paar Monaten stiller Mitleser und startet nun meine erste eigene Fragerunde ;)

Wir sind aktuell in der Auswahlphase und haben eigentlich keine bevorzugte Variante ob Massiv oder Fertigteil. Leider haben wir beide zwei Linke Hände und da mein Papa zu früh verstorben ist, fehlt uns die Erfahrung bzw. auch der Allrounder Handwerker der gefühlt alles kann (Haus großteils selbst gebaut und auch bei 6 anderen Häuser mitgearbeitet).
Meine Frau ist dazu Schwanger und wir erwarten unser erstes Kind im Mai. Wir haben Zeitlich keinen Stress da wir eine schöne Mietwohnung haben aber wollen auch nicht ewig herumtrödeln. 

Wir waren bei 6 verschiedenen Anbietern in Vorarlberg und haben durch diverse Sachen alle bis auf 2 Anbieter ausgeschieden. Jetzt sollten wir langsam eine Entscheidung treffen und wir wissen nicht wie. Paar Grundfakten zu den Anbietern:

Budget max 730k für ein Schlüsselfertiges Haus mit Erdarbeiten usw allem drumherum und eine Doppelgarage.
Grund gehört bereits uns.

Fertigteil ELK mit Partner aus Lustenau (G****):
ELK NOW 173 (174qm)
Wandaufbau: Multi Thermo Vital+ Wand
Wandaufbau innen: doppel beplankt
Walmdach
Putzfassade
Raffstores EG + Rolläden OG
Kamin
Somify
Insektenschutz für alle Fenster/Schiebetür
Standard effektive Raumhöhe 2,50m (im Preis schon erhöhung auf 2,6m mitgerechnet)
Fertigteil Doppelgarage (Bangerl 36qm)
Kosten 660K

Massivbau kleiner GU aus Götzis
individual geplantes Haus mit ca 130qm. + ausgelagter Schmutzschleuse und Technikraum mit ges 20qm. = gesamt 150qm
Wandaufbau 25er Ziegel + Dämmung
Walmdach
Putzfassade
Raffstores EG + Rolläden OG
Kamin von lokalem anbieter
Standard effektive Raumhöhe 2,40m 
Gemauerte Doppelgarage. (40qm)
710K
- Smart Home Lösung noch nicht enthalten
- Insektenschutz noch nicht enthalten

Alle Anbieter haben eine LWP LWP [Luftwärmepumpe], PV Anlage, Fußbodenheizung (7,7kwp), KWL & Klima, Wallbox vorbereitung. Bei den 700K bzw 730K sind natürlich schon einige Puffer berücksichtig wie 30K für die Küche.

Bauzeit ist kein entscheidener Grund da es beim GU mit Massiv vielleicht 4-5Monate länger dauert. Leider haben wir schon mit sovielen Leuten gesprochen und Foren gelesen und jeder hat eine andere Meinung. Wir wissen wirklich nicht wie wir uns zwischen den Anbietern entscheiden sollen da wir. Wir den GU von einer Arbeitskollegin meiner Frau empfohlen bekommen da bei ihnen alles super gelaufen ist. Genau so hab ich schon mit ELK Haus Besitzern geredet und die sind auch mehr als zufrieden ...

Ich stell mir immer die Fragen was ist wenn beim Holzriegel mal was an der Dampfbremse nicht passt, man kann es nicht so leicht erweitern (wär aber durch den Grund eh nicht wirklich großartig möglich). Wie schaut das Haus in 30-40 Jahren aus. Der GU hat lauter lokale Subs wo einen guten ruf haben was wieder sehr positiv ist. Der ELK Partner ist auch ein lokaler Ansprechpartner mit sehr gutem Ruf welcher die Bodenplatte und Innenausbau usw alles übernimmt nur am Stelltag ist der ELK Trupp hier um das Haus aufzustellen. Ich habe bei beiden bisher ein sehr gutes Gefühl und beide waren bei Fragen immer gleich zur stelle. Ich mag Massiv kann es aber auch nicht wirklich begründen und 20qm mehr Wohnfläche ist schon ne menge. Dazu hätten wir bei ELK noch etwas mehr Spielraum Budgettechnisch auch wenn wir noch reserven haben welche bei den 730K nicht eingerechnet sind.

Es kann sicher bei beiden viel schief gehen aber auch alles top laufen, wie sollen wir hier eine fundierte Entscheidung treffen bzw wie habt ihr die finale entscheidung getroffen?

Danke und Liebe Grüße aus dem Ländle ;)

  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
1.9.2026  (#21)
Mahlzeit,
130m² + ca 80m² Keller, den ich nicht missen möchte. (Ja bin in der pro-Keller Fraktion).
Wollten eigentlich auch grösser bauen, aber wie schon richtig angemerkt, wenn Kind raus ist, sitzt zu zweit in einer riesen Hütte. Bestes Beispiel unsere Nachbarn....

Für uns war immer klar, dass ma an Keller wollen, u.a. wegen Technikraum, Klumpatlager, kl. Werkstatt.
Für ein extra Lagergebäude wär unser Grundstückl zu kleinbzw. kein geeigneter Platz. Und das müsst ma im Winter auch frostfrei halten wg. werkstatt, Pflanzen überwintern etc. da war der Keller gscheiter (für uns zumindest).

Fertigtteilhütte vs. Massiv haben beide Vor und Nachteile, wir ham FTH FTH [Fertigteilhaus], könnte nicht sagen, wie ich mich heute entscheiden würd....

LG Wolfgang

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  •  PS86
  •   Bronze-Award
8.9.2026  (#22)
147m2 WNF und 90m2 Keller. Der Keller war zwar schweineteuer, aber ich möchte ihn nicht missen. Wir sind ein 6 Personenhaushalt mit 4 Kindern, ich wüsste nicht wo ich das alles verstauen sollte. Zusätzlich habe ich einen Hobbyraum, Platz für Schisachen. Aktuell noch einiges an Baumaterialien gelagert (was ich wahrscheinlich nicht mehr so schnell brauche), da ist noch etwas Potential. Aber ansonsten ist der Keller jetzt nach 3 Jahren schon bummvoll :D! Alleine die Fahrräder brauchen enorm viel Platz, und im Winter mit den ganzen Gartenmöbel, Griller etc. komme ich schon an die Grenze.

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  •  gdfde
  •   Gold-Award
14.9.2026  (#23)
Wir haben ein Elk Haus aus 2006 mit keller, in Summe ca. 300 m2 Wohnfläche.


Elk ist gut im FTH FTH [Fertigteilhaus] Bereich, weil die Kosten und Zeitabläufe gut planbar sind...aber du bekommst dort leider nur (wie uach bei den anderen FTH FTH [Fertigteilhaus] Herstellern) max. substandard Qualität, was Technik usw. betrifft.

Wenn ich heute nochmal bauen würde (mit dem heutigen Wissen), würde ich auf alle Fälle massiv bauen, die einzelnen Gewerke (Heizung WP WP [Wärmepumpe], KWL, Haustechnik usw.) indivduell vergeben (alleine hier im Forum gibts mittlerweile genügend Firmen, die das umsetzen können) und ich bin überzeugt, dass ich ums gleiche Geld ein viel besseres Ergebnis bekommen würde.


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  •  TobiK
  •   Silber-Award
15.9.2026  (#24)

zitat..
gdfde schrieb: Wenn ich heute nochmal bauen würde (mit dem heutigen Wissen), würde ich auf alle Fälle massiv bauen, die einzelnen Gewerke (Heizung WP WP [Wärmepumpe], KWL, Haustechnik usw.) indivduell vergeben (alleine hier im Forum gibts mittlerweile genügend Firmen, die das umsetzen können) und ich bin überzeugt, dass ich ums gleiche Geld ein viel besseres Ergebnis bekommen würde.

Wieso massiv? Es gibt ja auch Zimmerer, die einen guten Standard bauen können bzw. du gibst das dann vor.


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  •  christoph1703
15.9.2026  (#25)

zitat..
gdfde schrieb: substandard Qualität, was Technik usw. betrifft

Das hängt auch nicht wirklich mit der Bauweise zusammen. Eher mit GU vs Einzelvergabe.


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  •  gdfde
  •   Gold-Award
15.9.2026  (#26)

zitat..
christoph1703 schrieb: Das hängt auch nicht wirklich mit der Bauweise zusammen. Eher mit GU vs Einzelvergabe.

Finde ich schon, bei den meisten FTH FTH [Fertigteilhaus] bekommst du max. durchschnittliche Qualität...beginnt schon beim Wandaufbau, Luftdichtheit, Fenster, Heizung, KWL usw.

Bei einem Massivhaus machst du das meistens mit einem Baumeister, der hoffentlich auf deine individuellen Wünsche eingeht.


zitat..
TobiK schrieb: Wieso massiv? Es gibt ja auch Zimmerer, die einen guten Standard bauen können bzw. du gibst das dann vor.

Massiv deswegen, weil damit die Temperaturen im Haus konstanter gehalten werden können, diese auch leichter über BTA gleichmässiger und somit effizienter beheizt und gekühlt werden können.

Mein nächstes Haus wäre wohl ein massives Betonhaus.




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  •  christoph1703
15.9.2026  (#27)

zitat..
gdfde schrieb: Finde ich schon, bei den meisten FTH FTH [Fertigteilhaus] bekommst du max. durchschnittliche Qualität...beginnt schon beim Wandaufbau, Luftdichtheit, Fenster, Heizung, KWL usw.

Bei einem Massivhaus machst du das meistens mit einem Baumeister, der hoffentlich auf deine individuellen Wünsche eingeht.

Du bekommst genau das, was du bestellst - nicht mehr und nicht weniger. Wandaufbauten gibts bei beiden Bauweisen gute und schlechte. Luftdichtheit wird gefühlsmäßig beim Holzriegel eher ernst genommen, weil Leckagen ernste Auswirkungen haben können.

Fenster, Heizung und KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] haben nach wie vor nichts mit der Bauweise zu tun. Und wenn der Massivbaumeister anfängt, Heizung zu basteln, dann wird die zwar vielleicht individuell sein, aber nicht im positiven Sinn. Das soll da und dort bitte ein Heizungsbauer machen.


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  •  gdfde
  •   Gold-Award
16.9.2026  (#28)
ok, um es konkret zu machen.

Bei einem Leichtbau FTH FTH [Fertigteilhaus] hast du folgende Nachteile gegenüber einem Massivhaus:

  • viel höhere Temperaturschwankungen
  • viel höhere absolute Temperaturen im Sommer und kühlere im Winter
  • höhere Geräuscheinwirkung von aussen
  • höhere Geräuscheinwirkung auch innen zwischen den Räumen
  • man spürt die Vibrationen viel mehr in einem Leichtbauhause, wenn zb. im OG wer rumrennt oder Türen zu macht
  • ziemliche Einschränkungen bzgl. Speichermasse und vor allem Bauteilaktivierung (ich hab den direkten Vergleich zum massiven Betonkeller, wo sich im Winter zb. 22° Innentemperatur deutlich angenehmer anfühlen als im Wohnbereich im EG/OG mit Trockenbauweise

Und weil der TE sich auf Elk bezogen hat.
Dort bekommst du nicht mal durchschnittliche und suboptimale Haustechnik (Heizung, KWL usw.) um einen rel. teuren Preis... nach wie vor Einzelraumregelung, nicht durchgängige Leerverrohrung in den Decken, Sprossenheizkörper im Bad usw ...dafür brauchst du dich um nix kümmern.
Um den gleichen Preis bekommst du Premiumware, die hochwertiger ist und besser funktioniert.

@leitwolf kann mittlerweile mehrere Beispiele liefern, wie man eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] nicht machen sollte (und sanieren kann), sowohl von der Geräteauswahl und der Montageart.

Und zb. Fenster, Eingangstüre usw. kannst dir bei Elk nicht aussuchen.

Elk hat schon Berechtigung im FTH FTH [Fertigteilhaus] Markt, weil sie echt verlässlich und professionell sind und wahrscheinlich auch noch besser, als div. andere FTH FTH [Fertigteilhaus] Hersteller, wenn man sich um den Hausbau nicht kümmern möchte und ein Sorglospaket mächte.. ich würd aber nicht mehr mit ihnen bauen aus den genannten Gründen.

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2
  •  Blumenbau
30.9.2026  (#29)

zitat..
gdfde schrieb: Mein nächstes Haus wäre wohl ein massives Betonhaus.

Kann nachvollziehen nur wenn du alles selber machst. Ich habe bis jetzt folgende Gewerke vergeben:
  • Erdarbeiten
  • Kanalbau
  • Baumeisterarbeiten
  • FTH Aussenfertig beim renommierte Zimmer
  • Schätzung und Estrich
  • Haustechnik
  • Elektro
Mit der Erfahrung bis jetzt haben fast alle die Firmen etwas Falsches oder nicht Optimales oder nicht laut Plan oder sogar illegal (!) gemacht, und ich habe fast alles zum Glück bis jetzt beheben können.

So ein wunderbarer Baumeister, der alles sowas schafft, Experte in allen diesen Bereichen, und mit guter Qualität wird entweder zu teuer oder praktisch unauffindbar. Ich würde nie mein Baumeister irgendwas mit Elektro/Heizung oder Luftdichtkeit vergeben, nur dieser Gedanke finde ich schrecklich 😱
Selber machen alles mit Beton würde auch viel günstiger sein. Ich würde alles langsam selber machen und beim Baumeister und Instis nur ein Stempel bekommen. Deren "Garantien" finde ich nur lächerlich.
Aber wenn du nicht genug Zeit hast sind die FTH FTH [Fertigteilhaus] qualitativ und zeitlich unschlagbar. Bin mit die Qualität unsere Zimmerer am Ende zufrieden, die waren nicht die schlechteste und haben gut gearbeitet - außer beim Planung und ein paar Kleinigkeiten 😬


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