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Hypokaustenheizung mit Wärmepumpe - Seite 2

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  •  ABERG
21.4.2025 - 23.4.2026
23 Antworten | 7 Autoren 23
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Bin stiller Mitleser seit einiger Zeit und habe mich jetzt registriert, weil ich unser Projekt gerne mit euch diskutieren möchte.
Unser Haus ist Baujahr 1994 (Marchfeld) und wir haben eine Gasheizung mit Heizkörpern in den meisten Räumen (Beheizte Wohnfläche ca. 140m2). In zwei Räumen (Wohnzimmer mit 26m2 und "Galeriezimmer" 24m2, aber 4m Raumhöhe) haben wir eine "Warmwandheizung" nach dem Hypokaustensystem. Dabei handelt es sich um Doppelkammerhohlziegel, wo in der vorderen Kammer ein Heizregister am Boden montiert ist. In dieser voederen Kammer steigt die warme Luft auf, oben befindet sich ein Umlenkstein und in der hinteren Kammer fällt die Luft wieder zum Heizregister am Boden. Diese sehr angenehme Art des Heizens (Flächenheizung) hat uns 30 Jahre lang brav gedient. Nachteil war, dass wir mit sehr hoher Vorlauftemperatur (lt. damaligen Installateur mit bis zu 90°C) arbeiten mussten.

Nachdem der Gas-Heizkessel nach 30 Jahren immer mehr Probleme macht und wir schon länger mit einer Wärmepumpe liebäugeln, haben wir den Entschluss gefasst auf eine WP WP [Wärmepumpe] umzusteigen. Ein Abbau dieser Hypokaustenziegel kam aber nicht in Frage, da extrem aufwändig (>50m3 Schutt, Einbau einer Niedertemperatur-Wandheizung usw. usw.). Daher haben wir über den gesamten Winter 24/25 die Vorlauftemperatur auf 55°C eingestellt und siehe da: es funktioniert! Der Gasverbrauch ist genau so hoch wie in den letzten Jahren. Ich habe eine swehr gute (semiprof.) Wetterstation und die Korrelation zwischen Monatsmitteltemperaturen und monatlichem Gasverbrauch ist identisch, egal, ob 90°C oder 55°C Vorlauftemperatur. Damit ist für uns der Beweis erbracht, dass wir im Haus nichts ändern müssen und es mit einer WP WP [Wärmepumpe] funktionieren kann. Wenn auch nicht optimal, wie es vielleicht mit einer Niedertemperatur-Heizung wäre.

Das zweite Problem ist, dass wir eigentlich keinen Platz für eine Luft-WP haben und daher mit einer Tiefenbohrung arbeiten wollen. OK, höhere Investition, dafür hoffentlich besser geeignet für die höheren Vorlauftemperaturen. KV liegt schon vor, wobei mir 2x100m etwas viel vorkommen, da das eher für 10-15kW Heizleistung reichen sollte, oder?

Unser Gasverbrauch lag in den letzten 5 Jahren bei 1200-1500m3 pro Jahr, wobei ca. 300m3 auf die Warmwasserbereitung entfallen. In der längsten Kälteperiode der letzten 10 Jahre im Februar 2018 hatten wir in 5 aufeinanderfolgenden Tagen einen Gasverbrauch von 82m3. Wenn ich nicht ganz falsch liege, sollte eine WP WP [Wärmepumpe] mit 7kW ausreichend sein!? Vielleicht käme man dann auch mit nur einer Bohrung aus.
Unser Heizverhalten mag ein wenig komisch wirken, aber damit haben wir diesen geringen Gasverbrauch erreicht. Bis zum heurigen Winter lief der Gaskessel an den Arbeitstagen immer nur von 5-7Uhr und von 16-20Uhr. An den Wochenenden je nach Außentemperatur ev. über Mittag auch mal. Durch die warmen Wände war die mittlere Lufttemperatur über 24h knapp unter 20°C, im Schlafzimmer bei ca. 18°C. Heuer, mit nur 55°C Vorlauftemperatur waren die Zeiten entsprechend länger, statt 7h ca. 10h pro Tag.
Als Physiker hat es ganz einfach Spaß gemacht die alte Heizung zu optimieren, so habe ich schon vor 30 Jahren eine Steuerung gebaut, die die beiden Heizkreise entsprechend ansteuert. Daher möchte ich auch bei einer WP WP [Wärmepumpe] möglichst viel selber einstellen können, da ich das Gefühl habe, die Installateure legen alles auf Komfort aus. Also 24/7 in jedem Raum 23°C...
Das brauche ich nicht!

Daher meine Fragen:
1. Stimmen meine Überlegungen bezüglich der Leistung für die WP WP [Wärmepumpe]?
2. Welche WP WP [Wärmepumpe] kann man für unser System empfehlen, wo man als user viel einstellen kann?
Ach ja, drei Installateure waren bereits vor Ort - nur einer hat einen KV erstellt : 36k€ für eine Stiebel Eltron WPE-I 08 H230. Tiefenbohrung ca. 20k€ 
 

  •  Akani
23.4.2026 9:16  (#21)
Warum fährst mit 1m/s.?
Der Puffer ist dabei die Mischmaschine und diese versucht die WP WP [Wärmepumpe] aus zu regeln, das klappt semi gut.
Hab mit Balu eine Nibe auf HK umgesetzt, würde sagen bei gleichen Syszemtemperaturen. Die läuft devinitiv mit ner 5 vorne dran und rennt durch

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  •  ABERG
  •   Bronze-Award
23.4.2026 10:09  (#22)
Ich habe nicht gesagt, dass ich mit 1m/s fahre. Keine Ahnung, welchen Durchfluss ich habe. Ich habe versucht zu rechnen, wie hoch die notwendige Geschwindigkeit bei unseren Rohren wäre, damit der erforderliche Volumenstrom erreicht wird.

Na ja, eine reine HK-Heizung ist wohl nicht mit unserem System vergleichbar.

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  •  Akani
23.4.2026 10:14  (#23)

zitat..
ABERG schrieb: Na ja, eine reine HK-Heizung ist wohl nicht mit unserem System vergleichbar.

Weil? Systemteperatur ist dabei so gut wie Ausschlaggebend. Welches System dahinter steckt ob HK oder eben deine spezielle Variante macht da wenig unterschied.
Aber egal, ist so bei dir verbaut und du bist zufrieden.
Ich bin keiner der dir groß was rechnet, aber meine im Kopf Auslegungen liegen sehr nah an Berechnungen.
An der Umsetzung der Theorie feil ich gerade

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