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Erfahrung LWP HOVAL BELARIA compact IR

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  •  OctaneJH
4.4.2014
3 Antworten 3
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Hallo an alle Luftwärmepumpenbesitzer und Energieexperten!

Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Hoval Belaria compact IR? die soll ja ganz neu aufm dem Markt sein darum finde ich auch wenig darüber... soll teilweise modulierend sein.
Unser Installateur hat uns jetzt diese LWP LWP [Luftwärmepumpe] mit 9,5 kW (Heizleistung A2/W35, COP 4,2)angeboten, sie hat einen integrierten kleinen Pufferspeicher und ein integriertes Ausdehnungsgefäß, natürlich kommt da noch eins extra dazu. Ebenfalls angeboten hat er einen Warmwasserspeicher mit 400 Liter mit 4,3kW Heizstab

Laut Planungs-Energieausweis haben wir folgende Daten für unser EFH mit 190 m² beheizter Fläche

Beheiztes Brutto Volumen: 705 m³
Heizlast: 6,1 kW
Heizwärmebedarf: 51,5 kWh/m²a
Heizenergiebedarf: 30 kWh/m²a
Bedarf Heiztechnik: 4,8 kWh/a
Bedarf Warmwasser: 2,6 kWh/a

Ist die LPW nicht zu groß dimensioniert für 6,1 kW Heizlast?
Man soll sie ja nicht zu groß auslegen hab ich gehört. Die nächst kleinere hätte eine Leistung von 6,7 kW (Heizleistung A2/W35)

3 andere Installateure haben uns eine Bösch (Dimplex) LI9TU Anlage mit 6,8 kW und 1000 Liter EMMA Schicht-Speicher angeboten.
Denk der Speicher is einfach zu groß dimensioniert...

Danke für eure Antworten,

Grüße Octane

  •  dyarne
4.4.2014  (#1)

zitat..
OctaneJH schrieb: Ist die LPW nicht zu groß dimensioniert für 6,1 kW Heizlast?
Man soll sie ja nicht zu groß auslegen...


da besteht ein grundsätzlicher unterschied zwischen erd-wp und luft-wp: eine erd-wp hat quasi (fast) konstante leistung, weil die quelle konstant ist; die luft-wp gleitet extrem mit der außentemperatur, nennleistung wird bei +2° angegeben, was für den einsatz als reine ww-pumpe übers jahr gemittelt hinkommt, aber als leistungsangabe der heizleistung natürlich ein (marketing-) scherzerl ist.

deine heizlast tritt auf bei auslegungstemperatur (bsplw salzburg -16°) und da hat die luft-wp wohl weniger als die halbe leistung, sprich der heizstab muß ran.

heizlast 6,1kw mit einer 6,7kw luft-wp zu bedienen wäre eine krasse unterdeckung und ein ökonomisches desaster; bei erd-wp würde die auslegung genau passen.

eine luft-wp mit ihrer nennleistung A2 bei +2° auf die heizlast bei -16° auszulegen ist schon ein zeichen besonderer kompetenz; 3 hb'ler haben sich da also bei dir ausgezeichnet? frag sie doch einmal nach der leistung bei auslegungstemperatur - die heißt ja nicht umsonst so ... emoji

den integrierten puffer wird die hoval zum abtauen brauchen; je nach vereisung wird der prozeß umgekehrt, dh die wärme aus dem haus/puffer in den luft-wärmetauscher gepumpt um die vereisten lamellen abzutauen...

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  •  OctaneJH
4.4.2014  (#2)
Danke für die Info,
stimmt das werd ich die drei noch fragen...
hab soeben bei hoval kundendienst angerufen und ihm meine situation erklärt, er meinte, dass die Auslegung mit 9,5 kW super passen würde. er nannte mir auch den richtpreis den unser Installateur-Favourit auch erreicht.
Muss ihn noch fragen wo bei der genannten LWP LWP [Luftwärmepumpe] der Bivalenzpunkt ist.

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  •  dyarne
4.4.2014  (#3)
wenn er ein typischer ist wird er sagen 'so bei -12° und drunter hats ja eh nie' 'zwinker'

wenn er ein guter ist zeigt er dir 2 kurven:
die erste ist die heizlast deinen hauses in abhängigkeit der außentemperatur, die zweite ist die leistungskurve deiner wp in abhängigkeit der außentemperatur; dort wo sich beide schneiden ist der bivalenzpunkt, sprich die wärmeleistung der wp bei dauerbetrieb enspricht genau der heizlast des gebäudes.
und den rest der fläche zwischen blauer und roter kurve bis zur auslegungstemperatur muß der heizstab 'ausfüllen'...


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