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Zentrale Wohnraumlüftung und Wärme teilen

Zusammenfassung
  •  Commodore
26.6. - 27.6.2026
6 Antworten | 4 Autoren 6
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Hallo Zusammen

Wir wohnen in einer neune Wohnanlage mit einer zentralen Wohnraumlüftung am Dach. Ordentliche 3fach verglaste Fenster, fast 30cm Ziegelwand und 20cm Dämmung. Die Fenster sind, finde ich, dummerweise alle Bodentief und wir haben eine breitere Fensterfront südseitig am Balkon. Die wird aber ganz gut beschattet durch den Balkon über uns, wir sind im ersten Stock. Zwei Fenster nordseitig, vier Fenster ost Seite. Jalousien sind ostseitig fast immer zu. Im Süden liegen die Fenster eben im Schatten. Die Nächte lüften wir durch und trotzdem kommen wir tagsüber nicht unter 27° in der Wohnung. Wir kochen auch nicht wahnsinig viel und es laufen auch nicht ständig Geräte. Ich habe hier die Wohnraumlüftung im Verdacht, da die ja ständig auch Luft von außen zieht (über die Schlitze in den Fensterdichtungen). Kann das wirklich ausreichen um die Temperatur oben zu halten? Ich denke ja über eine Klima nach, allerdings möchte ich hier auch nicht gegen die Bauphysik arbeiten und unnötig Geld ausgeben. Kann es Sinn machen, den Durchfluss tagsüber zu senken und erst wieder in der Nacht die Abluftventile voll zu öffnen? Die aktuellen Abluftventile sind übrigens Alize von Anjos

  •  Benji
  •   Gold-Award
26.6.2026 15:34  (#1)

zitat..
Commodore schrieb: Ich habe hier die Wohnraumlüftung im Verdacht, da die ja ständig auch Luft von außen zieht (über die Schlitze in den Fensterdichtungen).

Bist du dir da sicher? Das ist im Sommer eine Katastrophe, aber im Winter noch viel mehr. Üblicherweise hat man im Haus / in der Wohnung Zuluft- und Abluftbereiche (letztere in Küche/Bad/WC) da kommt keine "Falschluft" über die Fensterdichtungen 


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  •  christoph1703
26.6.2026 15:46  (#2)
Wir sind in einer ähnlichen Situation und leider ist das mit so einer zentralen Anlage für viele Wohneinheiten ein Problem. Bypass gibts nicht (oder ist nicht konfiguriert), also die Wärmerückgewinnung arbeitet immer und hält die Wärme schön drinnen. Und nachdem sich das ganze Haus den Wärmetauscher teilt, bekommt man auch die Wärme von denen rein, die nicht beschatten.

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  •  Commodore
26.6.2026 21:08  (#3)

zitat..
Benji schrieb:

──────..
Commodore schrieb: Ich habe hier die Wohnraumlüftung im Verdacht, da die ja ständig auch Luft von außen zieht (über die Schlitze in den Fensterdichtungen).
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Bist du dir da sicher? Das ist im Sommer eine Katastrophe, aber im Winter noch viel mehr. Üblicherweise hat man im Haus / in der Wohnung Zuluft- und Abluftbereiche (letztere in Küche/Bad/WC) da kommt keine "Falschluft" über die Fensterdichtungen

Also zumindest wurde uns so erklärt das die Lüftung so die Luft regelmässig in der ganzen Wohnung austauscht. Es haben eben alle Dichtungen an den Fenstern einen kleinen Bereich geschlizt, so das etwas Luft hineinströmen kann.


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  •  christoph1703
26.6.2026 22:39  (#4)

zitat..
Commodore schrieb:

Es haben eben alle Dichtungen an den Fenstern einen kleinen Bereich geschlizt, so das etwas Luft hineinströmen kann.

Das wäre ein massiver Baumangel. Gibt es keine Zuluftauslässe im Schlafzimmer oder so?

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  •  Commodore
27.6.2026 6:39  (#5)

zitat..
christoph1703 schrieb:

──────..
Commodore schrieb:

Es haben eben alle Dichtungen an den Fenstern einen kleinen Bereich geschlizt, so das etwas Luft hineinströmen kann.
───────────────

Das wäre ein massiver Baumangel. Gibt es keine Zuluftauslässe im Schlafzimmer oder so?

Nein nichts. Das ganze sieht in etwa so aus wie in dem Reddit Beitrag. https://www.reddit.com/r/wohnen/comments/1eez25s/warum_sind_die_dichtungen_an_diesem_fenster/


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  •  leitwolf
  •   Gold-Award
27.6.2026 13:33  (#6)
Auch wenn sich manche hier wundern. Die meisten neu gebauten Wohnungen werden mit solchen nicht mehr zeitgemäßen Abluftsystemen ausgestattet. Auch im EFH-Bereich sehe ich das immer wieder. Nicht wirklich besser sind Pendellüfter, die als Alibilösung eingesetzt werden. Eigentlich ein Armutszeugnis unseres Bauzeitalters, dass der Stellenwert vernünftiger Lüftungssysteme gegen Null geht.
Ein weiterer Nachteil neben dem Wärmeeintrag im Sommer, ist der Unterdruck, der den Geruchsaustausch zwischen den Wohnungen fördert. Man bekommt dann meist mit - ob man will oder nicht - was die unmittelbaren Nachbarn kochen und was sie rauchen.

Im Sommer ist es mit der Luftqualität nicht viel besser wie im Winter. Die Fenster bleiben tagsüber geschlossen, die Leute harren bei miserabler Raumluft und überwärmten Wohnungen aus. Die Wohnraumlüftung alleine ist aber nicht der Grund für Überwärmung. Die Überwärmung ist meist die Summe aus mehreren Ursachen, die ohne Kühlung bei der derzeitigen Wetterlage nicht zu verhindern ist.

Bei der Erstellung des Energieausweises muss der Überwärmungsschutz nachgewiesen werden. Die Sommertauglichkeit ist gegeben, wenn die Rauminnentemperatur nicht über 30,5°C (Beispiel für Wien) steigt. Man setzt den Grenzwert also auf Seite der Verordnung so weit hoch, dass außer in Ausnahmefällen (exponierte Dachgeschoßwohnungen) keine Pflicht zum Einbau einer Kühlung besteht.



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