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·gelöst· Zeitenwende? explodierende Baukosten & steigende Zinsen...

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12.5. - 16.5.2022
28 Antworten | 17 Autoren 28
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Wir wollen im Sommer 2022 zu bauen beginnen; sind derzeit noch in der Entwurfsphase und bereits beim 2ten Haus, welches wir planen. Den ersten Entwurf mit Keller haben wir komplett verworfen, da uns die Angebote/Preise der einzelnen Gewerke einfach nur schockiert haben.
Wir waren bis kurz vor Corona der Meinung, dass wir um ca. 500.000 € ein Haus mit Eigenleistung bauen können. Nach Corona und vor Kriegsausbruch lagen wir bei den Angeboten bei ca. 750.000 € bis 850.000 € (???!!!) zwar ohne Eigenleistung, aber es ist egal mit welchem Gewerk man spricht.... in zwei Wochen kommt die nächste Preiserhöhung... Da die Angebote vor 3 Monaten eingeholt wurden kann man diese jetzt wegwerfen und auf die Preise aufschlagen, aufschlagen, aufschlagen.... Die derzeitige Planbarkeit der Kosten/Materialien ist bei Null.
Zumindest konnte man diesen Wahnsinn bis vor kurzem noch günstig finanzieren. Ich kann diesen Anstieg der langfristigen Finanzierung, die vor allem die Häuslbauer (Familien mit Kindern) besonders trifft nicht nachvollziehen. Ist dieser Anstieg aufgrund der Inflation? Wird die Inflation weiter so steigen? Ist der Grund in den Energiepreisen zu suchen oder glauben jetzt alle sie können mal versuchen "50%" aufzuschlagen irgendwer wird es schon bezahlen? Wird Putin uns den Gashahn zudrehen und dann explodieren die Preise in den wichtigsten Gewerken (Stahl, Glas, Ziegel, Zement...)? Kann sich die EZB wirklich eine höhere Zinspoltik leisten (sh Italien) ... ???
Soll man sich jetzt als Häuslbauer die erhöhten Fixzins-Konditionen (zB  auf 15 Jahre; GesamtLZ 30 Jahre; 2,5%) sichern oder werde ich mich dann im Jänner 2023 grün und blau ärgern, weil das nur Panikmache war? Vergeben Banken eigentlich auch variable Kredite mit Zinsobergrenzen?
Ich wäre sehr, sehr dankbar für diverse Ratschläge & Tipps ...

12.5.2022 ( #1)
wenn ich jetzt in der angebotseinholungsphase für die hauptgewerke wäre und mir die aktuelle situation vergegenwärtige - ich würde es lassen und auf später verschieben. es gibt derzeit keine planbarkeit, keine brauchbare verfügbarkeit von wesentlichen komponenten (zb wärmepumpen - aktuell laut telefonat mit installateuer gestern: KNV Nibe früheste auslieferung bei jetziger bestellung februar 2023, und das ist nicht fix). wenn du SEHR viel eigenleistung einbringen kannst und zum bauen zumindest 3 jahre zeit hast, dann würde ich beginnen, ansonsten keinesfalls. 

13.5.2022 ( #2)
Wir ziehen es nur durch weil wir einen GU Fixpreis aus 2021 haben, der gerade noch verkraftbar ist. 
Sonst wäre das Thema sofort gegessen, allein wegen der Zinsen.
Hab ja keinen Schuss freiwillig noch mal 300+ mtl mehr an Zinsen zu bezahlen und das auf 20 Jahre+ für dasselbe wie andere vor 2-3 Monaten (haben aber noch einen günstigen Fixzins erhalten).

Die Baubranche wird vollumfänglich eine geknallt bekommen bis zum Ende des Jahres und ich bin mittlerweile der Überzeugung, es ist gut wenn das mal passiert. 
Die Zinsen sorgen dafür, dass viele nicht mehr bauen werden wollen oder können und die hohen Preise aber vor allem die fehlende Verfügbarkeit wird dazu führen, dass viele On Hold gehen oder gar nicht erst versuchen zu bauen. 
Wirds dadurch günstiger? Nicht wirklich. Vielleicht gehts mal 10% runter und stagniert etwas, aber zumindest werden diese teils bittstellerischen Verhältnisse enden (müssen), denn sonst wird halt auch eine Baufirma XY zusperren dürfen. 
Um absolut jeden Preis bauen würde ich nicht.


13.5.2022 ( #3)
Zum Thema Preise aktuell

Persönlich kann ich sagen im Großhandel schwirren noch immer Preiserhöhungen von den Lieferanten herein, zwar etwas weniger als zuvor, aber trotzdem. Insofern erwarte ich den Preishöhepunkt so gegen Jahresmitte bzw. Anfang 3. Quartal. Generell lässt sich sagen das die Ware welche nun auf Lager ist schon zu recht hohen Preisen gekauft wurde, einen schnellen Trend nach unten kann ich hier noch länger nicht erkennen, da ja niemand unter Einkauf verkaufen wird und weiterhin teils zu Höchstpreisen bei Lieferanten gekauft wird.

Um mal ein Beispiel zu nennen was ich absurd finde: Modulhalter sind schwer zu bekommen da natürlich jeder aufgrund des Ukraine Kriegs eine PV Anlage haben möchte.

Um mal ein Beispiel zu geben was ich absurd finde...vor 5 Jahren gab es Dämmplatten um 1/4 bzw. 1/3 des Preises von heute. Die Qualität ist die selbe oder aufgrund von mehr Recyclinganteil sogar schlechter. Denkt man logisch nach muss man dies absolut absurd finden, nichts desto trotz lässt es sich im Neubau oder bei der Sanierung nicht vermeiden diese Preise zu bezahlen.

@ Haeuslbauer22

Ich weiß zwar nicht welche Größe dir bei deinem BVH vorschwebt, aber GU Angebote über einer 3/4 Million lässt mich eher darauf schließen das dies kein Haus unter 150m² wird.

Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, ich persönlich denke für den normal-Häuslbauer sind vor allem in der jetzigen Zeit mit schwierigeren Finanzierungen und extrem hohen Materialpreisen (da hilft auch keine Eigenleistung) Projekte über 150m² als Luxus zu betrachten. Sauna, Speis, Abstellraum, Schrankraum, das 3. WC oder Bad, eine 50m² Terrasse, Doppelgarage und Pool gleich von Beginn an - die Spielereien werden sich bald aufhören.

Überlegt vielleicht mal was Ihr wirklich braucht und was Luxus ist, dann sollte sich das Projekt sicher noch realisieren lassen ohne riskante Finanzierung am absoluten Limit.

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13.5.2022 ( #4)


derbauer schrieb: Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen

ich fürchte, du wirst dich unbeliebt machen. Die nackte Wahrheit, ist halt meistens schwer zu ertragen. Ich will alles und das sofort wird´s in Zukunft nicht mehr spielen.

Sprüche wie "spare in der Zeit, dann hast du in der Not" werden sich wieder bewahrheiten. 

Über kurz oder lang wird es nur mehr eine sehr dünne Mittelschicht geben, die sich das Haus bauen wirklich leisten kann. Die "gerade-noch-Mittelschichtler" werden immer mehr nach unten nivelliert werden und Vater Staat greift ungeniert und unverblümt in deren Geldtaschen... 

"Koste es was es wolle" wurde damals beklatscht. Jetzt, wo es offensichtlich wird, wer für die Kosten gerade stehen muss verklingt der Applaus.

 


13.5.2022 ( #5)
Ich würde wenn ich jetzt bald bauen wollen würde Ruhe bewahren und erstmal abwarten. 

Das Hauptproblem zur Zeit ist ja nicht das die Probleme wirklich so gravierend sind, sondern dass die Erwartumgshaltung der Menschen zum Großteil so negativ ist. Die Erwartungshaltung wird von Firmen  schlichtweg bedient. 

Die Panikberichterstattung der Medien beeinflusst halt auch einige.

13.5.2022 ( #6)


samoth schrieb: Die nackte Wahrheit, ist halt meistens schwer zu ertragen.

Aber die nackte Wahrheit ist auch, dass bereits früher der Hausbau nur möglich war, wenn entweder die Eltern Geld und Grund gegeben haben, über Jahre fast alles in Eigenleistung erbracht wurde oder ,wie in meiner Gegend, die jungen Handwerker  jedes Wochenede pfuschen gegangen sind. Hier verklärt zurück zu blicken und zu meinen, dass früher jeder sich ein Haus leisten konnte ist schon etwas naiv. Ich hätte in den letzten 10 Jahren keine Steuererhöhung gesehen, sondern nur immer eine Reduktion der Steuersätze und jedem sollte klar sein, dass in absoluten Zahlen natürlich 30% von 30.000 mehr ist als 30% von 25.000. Keine Steuern zahlen zu wollen und doch alles an Infrastruktur und Absicherung zu haben geht leider nirgends.

13.5.2022 ( #7)
Abwarten hätte folgenden Effekt zumindest in meinen Augen:

Bis Jahresende ändert sich an den hohen Materialpreisen sicher nichts...die steigen bis dahin sogar noch etwas bzw. bleiben gleich.

Im günstigsten Fall, unter der Annahme das Materialien mit Anfang 2023 wieder im Preis sinken sind da noch immer die Löhne - bei der derzeit hohen Inflation wird die Lohnsteigerung wohl kaum 1 % ausmachen.

Inflation schlägt sich auch auf Preise nieder, dh. ich bezweifle mal stark das Bauen innerhalb der nächsten 12-15 Monate aufgrund von Materialpreisen oder Löhnen günstiger wird.

Und wo dann die Finanzierungszinsen in nehmen wir mal an 15 Monaten sind will ich lieber mal nicht wissen...sicher bei mind. 3%.

Schlussfolgerung:

Wer in 1 Jahr beginnt darf noch mehr Zinskosten tragen und die Materialkosten sind zumindest ähnlich hoch, Löhne höher...kurz gesagt, es ist eigentlich 5 nach 12. Grundstücke sind auch immer schwerer zu bekommen. Und alte Häuser sanieren bei den Materialpreisen muss man gut gegenrechnen und viel selber machen. Hier will sich auch jeder der etwas verkauft momentan die Taschen vollstopfen.

Klar, wer 5 oder 10 Jahre Zeit hat zu warten, kann das natürlich tun.

Was bleibt ist - schlank bauen.

Paar Ansätze zum schlank bauen:
WCs übereinander, keinen Balkon, überschaubare Terrasse ohne Überdachung, Garage mal weglassen, Grundform des Hauses quadratischer um Material zu sparen, keine Hebeschiebetüren überall, keinen beheizten Wohnkeller, kein getrenntes WC im OG, keinen Schrankraum, keine Speis oder zusätzlichen Abstellraum, Diele und Galerie nur so groß wie nötig, ...

13.5.2022 ( #8)


derbauer schrieb:

Abwarten hätte folgenden Effekt zumindest in meinen Augen:

Bis Jahresende ändert sich an den hohen Materialpreisen sicher nichts...die steigen bis dahin sogar noch etwas bzw. bleiben gleich.

Im günstigsten Fall, unter der Annahme das Materialien mit Anfang 2023 wieder im Preis sinken sind da noch immer die Löhne - bei der derzeit hohen Inflation wird die Lohnsteigerung wohl kaum 1 % ausmachen.

Inflation schlägt sich auch auf Preise nieder, dh. ich bezweifle mal stark das Bauen innerhalb der nächsten 12-15 Monate aufgrund von Materialpreisen oder Löhnen günstiger wird.

Und wo dann die Finanzierungszinsen in nehmen wir mal an 15 Monaten sind will ich lieber mal nicht wissen...sicher bei mind. 3%.

Schlussfolgerung:

Wer in 1 Jahr beginnt darf noch mehr Zinskosten tragen und die Materialkosten sind zumindest ähnlich hoch, Löhne höher...kurz gesagt, es ist eigentlich 5 nach 12. Grundstücke sind auch immer schwerer zu bekommen. Und alte Häuser sanieren bei den Materialpreisen muss man gut gegenrechnen und viel selber machen. Hier will sich auch jeder der etwas verkauft momentan die Taschen vollstopfen.

Klar, wer 5 oder 10 Jahre Zeit hat zu warten, kann das natürlich tun.

Was bleibt ist - schlank bauen.

Das ist schon eine äußerst heftige Schwarzmalerei.

Da fehlt nur noch, dass im Endeffekt eh alles egal ist weil die Welt steht eh nimmer lang ...

13.5.2022 ( #9)


Sparfratz schrieb:

──────
derbauer schrieb:

Abwarten hätte folgenden Effekt zumindest in meinen Augen:

Bis Jahresende ändert sich an den hohen Materialpreisen sicher nichts...die steigen bis dahin sogar noch etwas bzw. bleiben gleich.

Im günstigsten Fall, unter der Annahme das Materialien mit Anfang 2023 wieder im Preis sinken sind da noch immer die Löhne - bei der derzeit hohen Inflation wird die Lohnsteigerung wohl kaum 1 % ausmachen.

Inflation schlägt sich auch auf Preise nieder, dh. ich bezweifle mal stark das Bauen innerhalb der nächsten 12-15 Monate aufgrund von Materialpreisen oder Löhnen günstiger wird.

Und wo dann die Finanzierungszinsen in nehmen wir mal an 15 Monaten sind will ich lieber mal nicht wissen...sicher bei mind. 3%.

Schlussfolgerung:

Wer in 1 Jahr beginnt darf noch mehr Zinskosten tragen und die Materialkosten sind zumindest ähnlich hoch, Löhne höher...kurz gesagt, es ist eigentlich 5 nach 12. Grundstücke sind auch immer schwerer zu bekommen. Und alte Häuser sanieren bei den Materialpreisen muss man gut gegenrechnen und viel selber machen. Hier will sich auch jeder der etwas verkauft momentan die Taschen vollstopfen.

Klar, wer 5 oder 10 Jahre Zeit hat zu warten, kann das natürlich tun.

Was bleibt ist - schlank bauen.
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Das ist schon eine äußerst heftige Schwarzmalerei.

Da fehlt nur noch, dass im Endeffekt eh alles egal ist weil die Welt steht eh nimmer lang ...

Da ich im Baustoffgroßhandel sitze und gerade wieder die Preiserhöhungen für Juni bekomme müsste ich schon eine äußerst rosarote Brille aufsetzen um innerhalb eines Jahres gravierende Preissenkungen zu sehen.

Lohnsenkungen am Bau bei fast 7,5% Inflation? Lohnabschlüsse von 1-2% sehe ich hier ebensowenig

Und irgendwann im 3. Quartal muss die EZB mal handeln und Zinssätze von unter 2,5-3 % wird es dann wohl nicht mehr spielen mit fixen Zinsen.

Ich halte das für realistisch, aber wenn es für dich Schwarzmalerei ist auch gut. Länger als 15 Monate in die Zukunft wage ich allerdings keine Prognosen.

13.5.2022 ( #10)
Ich bin auch der Meinung das man schlank und vor allem Betriebskosten schonend planen und bauen soll.
Bei uns in der Siedlung baut gefühlt jeder nur mehr mir Pool und 100 m2 Terrasse, Doppelgarage,.... .
Wenn ich mit meinen Nachbarn zusammen steh, regt sich jeder über die steigenden Preise auf (so wie ich).
Aber die Poolpumpe läuft schon seit Tagen durch und das ohne PV weil die ist zu teuer 😨

Im Endeffekt muss jeder zu sich selbst ehrlich sein und überlegen was man will. 

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13.5.2022 ( #11)


derbauer schrieb:

Da ich im Baustoffgroßhandel sitze und gerade wieder die Preiserhöhungen für Juni bekomme müsste ich schon eine äußerst rosarote Brille aufsetzen um innerhalb eines Jahres gravierende Preissenkungen zu sehen.

Lohnsenkungen am Bau bei fast 7,5% Inflation? Lohnabschlüsse von 1-2% sehe ich hier ebensowenig

Gefühlt ist es aktuell halt so, dass sehr viele die Situation ausnutzen und die Preise eben nicht mehr einer "normalen" kaufmännischen Kalkulation unterliegen. Klar, das ist Marktwirtschaft aber kann auch drehen. Wenn ich mir nämlich Baukostenindex etc. ansehe dann sind die teilweise "kalkulierten" Preise nicht nachvollziehbar.
Abwarten ergibt dann eben ev. wieder eine Mehrzahl an "vernünftigen" Angeboten und auch einen gewissen Preiskampf 


13.5.2022 ( #12)
Auf fallende Preise in nächster Zeit würde ich mich auch nicht verlassen, dafür haben wir zur Zeit noch zu viele externe Faktoren (Postcorona, Situation in China, Ukraine), die die Lieferketten stören. Eher dass die Bauindustrie wieder ehrlichere Angebote legt und keine Phantasie -/Frechheitspreise, weil sie sowieso überausgelastet sind.
Häuser waren immer schon ein gewisser Luxus und das werden sie in Zukunft noch mehr werden. Was einfach die letzten zehn Jahre hinzugekommen ist, sind die Grundstücke. Entweder sauteuer oder gar nicht verfügbar. Der Trend wird sich mMn aber auch mittelfristig nicht ändern, dass Standorte mit guter Lage (dazu zähle ich alles mit öffentlicher Anbindung und innerhalb einer Pendeldistanz von maximal einer Stunde zu Bundes/Landes/Bezirkshauptstadt) weiter im Preis steigen werden. Das große Boomersterben wird zwar tatsächlich irgendwann mal stattfinden, aber Österreich hat auch einen immensen Zuzug. Die werden nicht die Zielgruppe für die dann verfügbaren Immobilien sein, aber der Wunsch nach einem EFH ist in der Österreichischen Bevölkerung doch sehr verankert und spätestens mit dem ersten Kind (so wie bei uns) kam der Wunsch, aus Wien zu verschwinden und etwas ruhigeres zu suchen. Wahrscheinlich auch, weil ich am Land aufgewachsen bin und hier eine schöne Kindheit hatte. 
Aber ja, wir bauen eigentlich recht optimiert, haben keinen Balkon (weil wir den sowieso nicht nutzen würden - haben fast 2000qm Grund), haben quasi quadratische Architektur, ein Nebengebäude und Carport statt Garage und Keller und einen hohen Eigenleistungsanteil. Mit 160qm Wohnfläche sollten wir so mit Einrichtung (aber noch ohne Gartensachen) irgendwo bei 350.000 bis maximal 400.000 landen, abhängig davon ob die PV und noch ein paar andere Dinge kommen, oder nicht. Unsere Kreditrate liegt dann ca. 250 bis 300 Euro höher als unsere derzeitige Miete in Wien für 50qm mit Balkon und Tiefgarage.

13.5.2022 ( #13)
Zeitenwende? - Ja

Die Anzahl der rießigen Häuser mit voller Ausstattung, Kredit am Limit und 2 Leasing Autos vor der Tür wird sinken.

Sonst wird sich nix ändern.

13.5.2022 ( #14)
Das Zinsthema ist doch eigentlich müssig. Mein Gott dann steigen die halt mal. Hat wirklich jemand ernsthaft gedacht die bleiben nun auf ewig im Keller. 3 % fix sind doch auch noch ok. Früher wurde deutlich höher finanziert ( 6% und mehr). Wer sich bei 3 % überlegt ob sich Bauen ausgeht oder nicht, muss erst gar nicht anfangen zu überlegen.


AndreasGh schrieb: Die Anzahl der rießigen Häuser mit voller Ausstattung, Kredit am Limit und 2 Leasing Autos vor der Tür wird sinken.

Das hört man momentan sehr oft. Habe ein klein wenig Einblick in die Thematik. Die Masse an Krediten die vergeben werden sind nicht knapp. Es gibt zumindest in Vorarlberg (der Markt den ich kenne) immer noch genügend Leute mit ausreichend Eigenkapital die sich das Ganze (natürlich mit Finanzierung in vernünftigem Rahmen) gut leisten können.

In Österreich herrscht halt vor allem im ländlichen Bereich immer noch der Irrglauben, dass sich jeder Bauen leisten können muss bzw. dass man nur mit Eigentum glücklich wird. War früher nicht so und ist es heute auch nicht.

13.5.2022 ( #15)
Na dann passts bei mir eh super.

- zum alten Fixpreis unterschrieben
- zwar 3 WCs (2 Bäder), im OG aber zusammen
- Wohnkeller beheizt weil Büro
- 200 qm (aber Brutto)
- 38 qm Terrasse 
- darunter Garage (die Terrasse dient als offene Garage) 
- keine Gaupen, keine Terrassenüberdachung, keine Geländeveränderungen (mehr) und kein Pool und kein Smart Home, kein KWLKWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] und kein Parkett

Alles Standard + elektrische Rollläden

Und selbst dafür finde ich schlüsselfertig +/- 500k zu viel und bleibe dabei. 
Wäre es noch deutlich mehr würde ich lachend stornieren und drauf pfeifen. Saniere ich halt etwas wo ich jetzt wohne und habe reichlich Cash zum Leben -> gescheit veranlagen und passt. 

Ich wette jetzt schon, ich bin jemand, der drin lebt aber fix nicht dafür. Wenn halt jahrelang nix rundherum gemacht wird, außer sauber zu halten: who cares?

Ich bau das Ding nicht für den Nachbarn, nicht für die Ortsbildkommission oder für die Spaziergänger.

Und ich muss nicht sofort alles haben, nur dort wo es sinnvoll ist (weil später zu teuer wie zB elektr. Rollläden) dann ja. 
Sonst reicht mir als Einfahrt auch Schotter oder Erde ;) wenn asphaltieren und pflastern zu teuer sind. 
Genauso Sonderlösungen wie Erdwärme.

Für Pools hab ich sowieso nichts übrig. Eine Modeerscheinung mit viel Aufwand. 
Stell ich halt einen schönen kleinen runden hin - haben andere auch. So what. Wasser ist derwegen drin und kühlt mich auch ab. 
Statt Terrassenüberdachung tuts ein großes Sonnensegel / Schirm. 
Wer solche Dinge kreditfinanziert anstatt einfach mal 1-2 Saisonen auszuharren, zu sparen und es dann zu machen, braucht sich nicht wundern...


13.5.2022 ( #16)
Energetisch sind die ganzen alten Buden halt auch Zeitbomben. Was da so mancher reinstecken wird in den nächsten 20 Jahren... Aber lassen wir das. Bauen ist Luxus, und früher wäre niemand auf die Idee gekommen, einen Wohnbereich mit 50-60m² für normal zu halten.

13.5.2022 ( #17)
Danke für die zahlreichen Rückmeldungen. Vlt. nur ergänzend zu ein paar Beiträgen. Wir sind ja bereits in der zweiten Planungsphase und wesentlich optimierter, vor allem durch den Wegfall des Kellers, der auch eine große Werkstatt inkludierte. Das war bei dem Preis sicher auch eine Besonderheit (aber im Endeffekt ist die Werkstatt auch nur eine Bodenplatte mit 4 Wänden und einer Decke), sämtlichen Schnick-Schnacks wie Pool oder andere hochwertige Ausstattungen haben wir nicht einkalkuliert nur eine PV Analge und das ist mE zeitgemäß und ja auch sinnvoll was die Betriebskosten betrifft. Ich weiß halt nicht ob der Wegfall des Kellers so viel Einsparung ausmachen wird (wir müssen jetzt alternativ Anschütten mit Streifenfundament). Der Preis war damals auch kein GU Angebot, sondern wir haben bei den einzelnen Gewerken selbst angefragt.
Mich würde interessieren, wenn ihr jetzt Geld langfristig aufnehmen müsstet, würdet ihr einen fixen Zinssatz, einen Mischvariante oder einen variablen nehmen? Wenn ich monatlich eine Rate von 1000-1200 Euro rückzahlen müsste, dann habe ich kein Bauchweh, aber wenn es mehr ist, dann ist das schon viel im Verlgeich zu den möglichen Mietkosten in einer Wohnung...


14.5.2022 ( #18)
Ich würde einen Fixzins jetzt nehmen, vor allem wenn es ein hoher Kredit ist. 

Es weiss zwar im Endeffekt niemand wo die Zinsen tatsächlich hinwandern, aber die Fixzinskredite sind ja nicht allzu hoch derzeit, ihr seid noch ganz am Anfang und die Laufzeit wird vermutlich lange sein. 

PV ist sicher zeitgemäss, kann man halt auch gut nachrüsten und die Preise dafür sind grad bissl übertrieben. 
Keinesfalls würd ich bei Dingen sparen die ihr nicht mehr nachrüsten könnt wie zB KWLKWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] oder auch den Keller wenn die Einsparung wie du schreibst nicht so gross ist. Persönlich hab ich lieber mehr Garten und Keller ist halt auch wegen Technikraum etc sehr praktisch

14.5.2022 ( #19)
Ich denke schon dass sich die Preise eher einpendeln werden. Man darf auch nicht vergessen ein Teil der Preiserhöhung ist schlichtweg wegen dem schwachen Euro wir haben innerhalb kürzester Zeit 10-15% gegenüber den USD verloren. Sollten die Zinsen steigen wird auch der Euro wieder aufhohlen. Weiters werden die Firmen wieder mehr Kapazitäten haben und man kommt so wieder einfacher zu einen fairen Angebote.

Doch für viele die jetzt Hausbauen bzw. wollen ist das größte Problem die Planbarkeit. Man weiß eben derzeit nicht mal wie viel Haus man sich leisten kann bzw. auch nicht wie viel Kredit man überhaupt braucht.

14.5.2022 ( #20)
Oder hat wie ich schon im Januar fixiert und nun wartet man die ganze Chose überhaupt ab bis es mal los geht. 
Aber zumindest mit GU Fixpreis. 


14.5.2022 ( #21)


Haeuslbauer22 schrieb:

Danke für die zahlreichen Rückmeldungen. Vlt. nur ergänzend zu ein paar Beiträgen. Wir sind ja bereits in der zweiten Planungsphase und wesentlich optimierter, vor allem durch den Wegfall des Kellers, der auch eine große Werkstatt inkludierte. Das war bei dem Preis sicher auch eine Besonderheit (aber im Endeffekt ist die Werkstatt auch nur eine Bodenplatte mit 4 Wänden und einer Decke), sämtlichen Schnick-Schnacks wie Pool oder andere hochwertige Ausstattungen haben wir nicht einkalkuliert nur eine PV Analge und das ist mE zeitgemäß und ja auch sinnvoll was die Betriebskosten betrifft. Ich weiß halt nicht ob der Wegfall des Kellers so viel Einsparung ausmachen wird (wir müssen jetzt alternativ Anschütten mit Streifenfundament). Der Preis war damals auch kein GU Angebot, sondern wir haben bei den einzelnen Gewerken selbst angefragt.

Mich würde interessieren, wenn ihr jetzt Geld langfristig aufnehmen müsstet, würdet ihr einen fixen Zinssatz, einen Mischvariante oder einen variablen nehmen? Wenn ich monatlich eine Rate von 1000-1200 Euro rückzahlen müsste, dann habe ich kein Bauchweh, aber wenn es mehr ist, dann ist das schon viel im Verlgeich zu den möglichen Mietkosten in einer Wohnung...

beziehen sich die 750-850k auf den ersten Entwurf mit Keller usw? Oder schon auf die "abgespeckte Version"?

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