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Wohngebäude mit 25 Wohnungen soll neue Heizform bekommen - welche? teilen

31.7. -4.8.2026    15 Antworten    9 Autoren 15 2026-08-04T12:08:21+02:00    1 Empfehlungen
    
Zusammenfassung
  •  gemeinsam
31.07.2026
16
Es ist ein Wohngebäude in Wien aus den 70er Jahren. Es soll nun thermisch und energetisch saniert werden. Aktuell sind Gasetagenheizungen in jeder Wohnung verbaut - sogenannte Gas-Kombithermen. Thermisch soll von Klasse D auf Klasse A saniert werden - also HWB. 

Das Sanierungskonzept eines Architekten hat vorgeschlagen entweder Fernwärme Wien oder Wärmepumpe. Ich bin gegenüber der Fernwärme Wien sehr skeptisch da ich sie als Kunde kenne, es ist sehr teuer - allen voran die hohen Fixkosten. 

Was haltet ihr von einer Wärmepumpe für ein Haus mit 25 Wohnungen? Es soll am Dach auch eine kleine PV Anlage mit 22kwp errichtet werden im Zuge der sanierung. Oder habt ihr ein gänzlich anderen Vorschlag. 

Die Miteigentümer sind nicht soo angagiert und gehen oft mit was die Hausverwaltung vorschlägt aber das muss nicht das beste sein. Die die Hausverwaltung will Fernwärme.

  •  Akani
31.7.2026  (#1)
Bislang wenig Info zum Vorhaben.
Ich bi  aber immer für Unabhängigkeit. 
Also WP WP [Wärmepumpe] keine Fernwärme

1
  •  neubau2021
31.7.2026  (#2)
Unabhängig von meiner bevorzugen Heizform - ich würde mir NIEMALS Fernwärme zulegen - damit bist du an einen Anbieter und dessen Preise gebunden.

1
  •  christoph1703
31.7.2026  (#3)
Da gibts doch diese Etagenwärmepumpen, die sich einen Solekreis (TB höchstwahrscheinlich) teilen. Damit wäre jede Wohnung fast komplett unabhängig, gemeinsam ist nur die quasi unkaputtbare Soleseite.

1


  •  ds50
  •   Gold-Award
31.7.2026  (#4)

zitat..
gemeinsam schrieb: Was haltet ihr von einer Wärmepumpe für ein Haus mit 25 Wohnungen?

Ich persönlich finde 25 kleine Wärmepumpen statt einer großen sinnvoller. emoji Diese werden in den Wohnungen statt der Gas-Kombitherme an die Wand gehängt. Dann noch eine Soleleitung mit Vor- und Rücklauf dorthin (z.B. über den stillgelegten Gaskamin), und dieses dann angeschlossen ans Anergienetz. So wäre zumindest mein feuchter Traum.
Da es aber leider das Anergienetz in Wien nicht gibt, sondern nur die sauteure Fernwärme, müsste man selbst schauen, woher die Wärme kommt - z.B. über Tiefenbohrungen.

Der Vorteil des ganzen: Es ist sehr gut skalierbar, hat keine Verluste, jeder erzeugt nur die Energie, die er braucht, keine Probleme mit WW WW [Warmwasser] Bevorratung.

EDIT: Auf die Schnelle sowas z.B. gefunden:

https://www.oiz.at/aktuelles/gasheizung-raus-wohnungswaermepumpe-rein/
(Nur die Sinnhaftigkeit der PVT würde ich hinterfragen. emoji )

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  •  christoph1703
31.7.2026  (#5)
Ahja, noch ein Vorteil der WP WP [Wärmepumpe] gegenüber Fernwärme: Man kann damit kühlen. Dürfte in Wien nicht uninteressant sein. 

1
  •  Markus98
31.7.2026  (#6)
Wie hoch werden die Vorlauftemperaturen sein? Sind Heizkörper verbaut?

Eine andere Alternative wären Wohnungsstationen. Die kommen Aufputz dorthin wo die Gasheizung war. Leise, es wird weniger Platz verbraucht, man hat mehr Warmwasserschüttleistung als mit der Therme und die Abrechnung kann fürs Heizen und Warmwasser je Wohnung abgerechnet werden.

Kenne dazu die WS-GTA Trend und die WS-GTA Duo mit 11kW Durchlauferhitzer. Die Vor- und Rücklaufleitungen werden im Kamin eingezogen. Aufwand pro Wohnung ist ein Tag.

Solewärmepumpen kann man auch mit Rückkühler kombinieren, die Tiefenbohrungen regenerieren und in der Übergangszeit und Sommer als Quelle nutzen.

2
  •  Ebe95
31.7.2026  (#7)
Was auch nicht zu vernachlässigen ist wenn man einzelne Wärmepumpen hat gibt es keine Diskussion über Nebenkostenabrechnung, jeder zahlt seinen Strom selber, man umgeht das HeizKG und kann mit niedrigeren Vorlauf arbeiten. 
Perfekt wäre natürlich eine Tiefenbohrung und kleine Solewärmepumpen, gab mal eine von Vaillant hieß geoTHERM oder so mit 2,5kw Heizleistung, wäre perfekt kostete auch nur 2500€ das Stück, weiß leider nicht ob es dafür einen Nachfolger gibt.

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  •  melly210
  •   Gold-Award
1.8.2026  (#8)
Es wird in solchen Konstellationen oft deshalb die Fernwärme, weil das initial viel weniger kostet als die Wärmepumpe. Im Betrieb ist das dann deutlich teurer. Wenn du die Mehrheit der Eigentümer davon überzeugen willst in die Wärmepumpe zu investieren, wäre es vielleicht sinnvoll ihnen eine prognostizierte Gesamtrechnung der Kosten über 25 Jahre darzustellen. Wenn das deutlich zugunsten der Wärmepumpe ausgeht, hast du ev. bessere Chancen, daß die Eigentümer zustimmen.

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  •  christoph1703
1.8.2026  (#9)

zitat..
melly210 schrieb: Wenn das deutlich zugunsten der Wärmepumpe ausgeht, hast du ev. bessere Chancen, daß die Eigentümer zustimmen.

Sofern nicht ein Großteil der Wohnungen vermietet ist... 


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  •  melly210
  •   Gold-Award
1.8.2026  (#10)

zitat..
christoph1703 schrieb:

──────..
melly210 schrieb: Wenn das deutlich zugunsten der Wärmepumpe ausgeht, hast du ev. bessere Chancen, daß die Eigentümer zustimmen.
───────────────

Sofern nicht ein Großteil der Wohnungen vermietet ist...

Eventuell auch dann wenn man erwähnt daß sich die Wohnungen Dank deutlich geringerer laufender Kosten ggf mit Wärmepumpe besser vermieten ließen. Man muß denen halt jeweils den individuellen Vorteil aufzeigen.

1
  •  gemeinsam
2.8.2026  (#11)
Danke für eure Antworten. Das Problem ist das die Architekten in ihrem Sanierungskonzept die Fernwärme als günstigste Variante dargestellt haben. Wie erwähnt sind die Initialen Kosten gering weil man in keine Heizanlage investieren muss sondern hauptsächlich der Anschluss ans FW anfällt. Dann haben die Architekten die Betriebskosten ebenso günstig dargestellt weil keine Reparaturen und Wartungen anfallen, es wurden nur die Kosten die der Eigentümergemeinschaft anfallen (Betriebskosten) dargestellt. Das aber jeder Haushalt monatlich hohe Vorschreibungen an die FW zahlt wurde scheinbar nicht berücksichtigt.

Sole Wärmepumpe wurde auch in Erwähnung gezogen, hat aber hohe Investitionenskosten da ca 20 Bohrungen auf öffentlichen Grund gemacht werden müssen. Der Grund danach wieder komplett hergestellt werden muss, was viel kostet.

Daher ist die zweite ernsthafte Alternative: große  Wärmepumpen am Dach (2 Stück) mit PV Anlage. 

Die Hausverwaltung "drängt" sanft hin zu fernwärme, weil für die HW ist das super. Sie müssen sich um gar nichts mehr kümmern. Keine Reparatur, Wartung, Rechnungen, Kundenservice. Alles macht die Wien Energie Fernwärme. Aber das eben sehr teuer. 

Die anderen Eigentümer sind nicht ganz auf der Höhe, viele ältere 60, 70+, die fressen dem Architekten und der Hausverwaltung aus der Hand. 


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  •  gemeinsam
2.8.2026  (#12)

zitat..
Markus98 schrieb:

Wie hoch werden die Vorlauftemperaturen sein? Sind Heizkörper verbaut?

Eine andere Alternative wären Wohnungsstationen. Die kommen Aufputz dorthin wo die Gasheizung war. Leise, es wird weniger Platz verbraucht, man hat mehr Warmwasserschüttleistung als mit der Therme und die Abrechnung kann fürs Heizen und Warmwasser je Wohnung abgerechnet werden.

Kenne dazu die WS-GTA Trend und die WS-GTA Duo mit 11kW Durchlauferhitzer. Die Vor- und Rücklaufleitungen werden im Kamin eingezogen. Aufwand pro Wohnung ist ein Tag.

Solewärmepumpen kann man auch mit Rückkühler kombinieren, die Tiefenbohrungen regenerieren und in der Übergangszeit und Sommer als Quelle nutzen.

Es sind Heizkörper verbaut. KA wie hoch die Vorlauftemperaturen sein werden.
Die Bewohner sind sehr konservativ und ältere, die sind wenig offen für neue Ideen leider. Genauso die Hausverwaltung die ihre eigene Agenda hat und die FW bevorzugt 


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  •  christoph1703
2.8.2026  (#13)

zitat..
gemeinsam schrieb: Dann haben die Architekten die Betriebskosten ebenso günstig dargestellt weil keine Reparaturen und Wartungen anfallen

Bei uns waren in 6 Jahren jetzt schon 3 Totalausfälle. Ich weiß zwar auch nicht, was da kaputt wird, aber wartungsfrei ist Fernwärme sicher nicht. Und um die laufenden Kosten nur für unsere Wohnung könnte man 4-5 EFH heizen.

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  •  Dambull
3.8.2026  (#14)

zitat..
gemeinsam schrieb: Das Problem ist das die Architekten in ihrem Sanierungskonzept die Fernwärme als günstigste Variante dargestellt haben

Ist der erste Nagel eingeschlagen wird es schwierig. Halbwissen, falsche Auskünfte von "Experten", gekoppelt mit Desinteresse an der Materie. In so einer Situation die Eigentümerschaft von was anderem zu Überzeugen ist m.E als Laie fast unmöglich. Da müsste man  vor den ersten Informationsrunden den Planer "einsacken" für sein Anliegen

Habe es ähnlich im aktuellen Haus. Heizung ist im Miteigentum, Planer sagt WP WP [Wärmepumpe] ist eh keine Option. Der Nagel sitzt. Es heisst nun anfreunden mit der Situation


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  •  melly210
  •   Gold-Award
4.8.2026  (#15)

zitat..
gemeinsam schrieb:

Danke für eure Antworten. Das Problem ist das die Architekten in ihrem Sanierungskonzept die Fernwärme als günstigste Variante dargestellt haben. Wie erwähnt sind die Initialen Kosten gering weil man in keine Heizanlage investieren muss sondern hauptsächlich der Anschluss ans FW anfällt. Dann haben die Architekten die Betriebskosten ebenso günstig dargestellt weil keine Reparaturen und Wartungen anfallen, es wurden nur die Kosten die der Eigentümergemeinschaft anfallen (Betriebskosten) dargestellt. Das aber jeder Haushalt monatlich hohe Vorschreibungen an die FW zahlt wurde scheinbar nicht berücksichtigt.

Sole Wärmepumpe wurde auch in Erwähnung gezogen, hat aber hohe Investitionenskosten da ca 20 Bohrungen auf öffentlichen Grund gemacht werden müssen. Der Grund danach wieder komplett hergestellt werden muss, was viel kostet.

Daher ist die zweite ernsthafte Alternative: große  Wärmepumpen am Dach (2 Stück) mit PV Anlage. 

Die Hausverwaltung "drängt" sanft hin zu fernwärme, weil für die HW ist das super. Sie müssen sich um gar nichts mehr kümmern. Keine Reparatur, Wartung, Rechnungen, Kundenservice. Alles macht die Wien Energie Fernwärme. Aber das eben sehr teuer. 

Die anderen Eigentümer sind nicht ganz auf der Höhe, viele ältere 60, 70+, die fressen dem Architekten und der Hausverwaltung aus der Hand.

Sag den Hausbewohnern halt nochmal, daß die laufenden Kosten pro Monat und die Gesamtkosten über 20 Jahre wesentlich höher sind. Wenn sies dann immer noch wollen, kannst eh nix machen.

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