Wohngebäude mit 25 Wohnungen soll neue Heizform bekommen - welche?
31.7.
-4.8.2026
15 Antworten
9 Autoren
1 Empfehlungen
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Bislang wenig Info zum Vorhaben. Ich bi aber immer für Unabhängigkeit. Also WP WP [Wärmepumpe] keine Fernwärme |
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Unabhängig von meiner bevorzugen Heizform - ich würde mir NIEMALS Fernwärme zulegen - damit bist du an einen Anbieter und dessen Preise gebunden. |
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Da gibts doch diese Etagenwärmepumpen, die sich einen Solekreis (TB höchstwahrscheinlich) teilen. Damit wäre jede Wohnung fast komplett unabhängig, gemeinsam ist nur die quasi unkaputtbare Soleseite. |
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Ich persönlich finde 25 kleine Wärmepumpen statt einer großen sinnvoller. Diese werden in den Wohnungen statt der Gas-Kombitherme an die Wand gehängt. Dann noch eine Soleleitung mit Vor- und Rücklauf dorthin (z.B. über den stillgelegten Gaskamin), und dieses dann angeschlossen ans Anergienetz. So wäre zumindest mein feuchter Traum. Da es aber leider das Anergienetz in Wien nicht gibt, sondern nur die sauteure Fernwärme, müsste man selbst schauen, woher die Wärme kommt - z.B. über Tiefenbohrungen. Der Vorteil des ganzen: Es ist sehr gut skalierbar, hat keine Verluste, jeder erzeugt nur die Energie, die er braucht, keine Probleme mit WW WW [Warmwasser] Bevorratung. EDIT: Auf die Schnelle sowas z.B. gefunden: https://www.oiz.at/aktuelles/gasheizung-raus-wohnungswaermepumpe-rein/ (Nur die Sinnhaftigkeit der PVT würde ich hinterfragen. ) |
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Ahja, noch ein Vorteil der WP WP [Wärmepumpe] gegenüber Fernwärme: Man kann damit kühlen. Dürfte in Wien nicht uninteressant sein. |
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Wie hoch werden die Vorlauftemperaturen sein? Sind Heizkörper verbaut? Eine andere Alternative wären Wohnungsstationen. Die kommen Aufputz dorthin wo die Gasheizung war. Leise, es wird weniger Platz verbraucht, man hat mehr Warmwasserschüttleistung als mit der Therme und die Abrechnung kann fürs Heizen und Warmwasser je Wohnung abgerechnet werden. Kenne dazu die WS-GTA Trend und die WS-GTA Duo mit 11kW Durchlauferhitzer. Die Vor- und Rücklaufleitungen werden im Kamin eingezogen. Aufwand pro Wohnung ist ein Tag. Solewärmepumpen kann man auch mit Rückkühler kombinieren, die Tiefenbohrungen regenerieren und in der Übergangszeit und Sommer als Quelle nutzen.
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Was auch nicht zu vernachlässigen ist wenn man einzelne Wärmepumpen hat gibt es keine Diskussion über Nebenkostenabrechnung, jeder zahlt seinen Strom selber, man umgeht das HeizKG und kann mit niedrigeren Vorlauf arbeiten. Perfekt wäre natürlich eine Tiefenbohrung und kleine Solewärmepumpen, gab mal eine von Vaillant hieß geoTHERM oder so mit 2,5kw Heizleistung, wäre perfekt kostete auch nur 2500€ das Stück, weiß leider nicht ob es dafür einen Nachfolger gibt. |
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Es wird in solchen Konstellationen oft deshalb die Fernwärme, weil das initial viel weniger kostet als die Wärmepumpe. Im Betrieb ist das dann deutlich teurer. Wenn du die Mehrheit der Eigentümer davon überzeugen willst in die Wärmepumpe zu investieren, wäre es vielleicht sinnvoll ihnen eine prognostizierte Gesamtrechnung der Kosten über 25 Jahre darzustellen. Wenn das deutlich zugunsten der Wärmepumpe ausgeht, hast du ev. bessere Chancen, daß die Eigentümer zustimmen. |
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Sofern nicht ein Großteil der Wohnungen vermietet ist... |
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Eventuell auch dann wenn man erwähnt daß sich die Wohnungen Dank deutlich geringerer laufender Kosten ggf mit Wärmepumpe besser vermieten ließen. Man muß denen halt jeweils den individuellen Vorteil aufzeigen. |
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Danke für eure Antworten. Das Problem ist das die Architekten in ihrem Sanierungskonzept die Fernwärme als günstigste Variante dargestellt haben. Wie erwähnt sind die Initialen Kosten gering weil man in keine Heizanlage investieren muss sondern hauptsächlich der Anschluss ans FW anfällt. Dann haben die Architekten die Betriebskosten ebenso günstig dargestellt weil keine Reparaturen und Wartungen anfallen, es wurden nur die Kosten die der Eigentümergemeinschaft anfallen (Betriebskosten) dargestellt. Das aber jeder Haushalt monatlich hohe Vorschreibungen an die FW zahlt wurde scheinbar nicht berücksichtigt. Sole Wärmepumpe wurde auch in Erwähnung gezogen, hat aber hohe Investitionenskosten da ca 20 Bohrungen auf öffentlichen Grund gemacht werden müssen. Der Grund danach wieder komplett hergestellt werden muss, was viel kostet. Daher ist die zweite ernsthafte Alternative: große Wärmepumpen am Dach (2 Stück) mit PV Anlage. Die Hausverwaltung "drängt" sanft hin zu fernwärme, weil für die HW ist das super. Sie müssen sich um gar nichts mehr kümmern. Keine Reparatur, Wartung, Rechnungen, Kundenservice. Alles macht die Wien Energie Fernwärme. Aber das eben sehr teuer. Die anderen Eigentümer sind nicht ganz auf der Höhe, viele ältere 60, 70+, die fressen dem Architekten und der Hausverwaltung aus der Hand. |
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Es sind Heizkörper verbaut. KA wie hoch die Vorlauftemperaturen sein werden. Die Bewohner sind sehr konservativ und ältere, die sind wenig offen für neue Ideen leider. Genauso die Hausverwaltung die ihre eigene Agenda hat und die FW bevorzugt |
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Bei uns waren in 6 Jahren jetzt schon 3 Totalausfälle. Ich weiß zwar auch nicht, was da kaputt wird, aber wartungsfrei ist Fernwärme sicher nicht. Und um die laufenden Kosten nur für unsere Wohnung könnte man 4-5 EFH heizen. |
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Ist der erste Nagel eingeschlagen wird es schwierig. Halbwissen, falsche Auskünfte von "Experten", gekoppelt mit Desinteresse an der Materie. In so einer Situation die Eigentümerschaft von was anderem zu Überzeugen ist m.E als Laie fast unmöglich. Da müsste man vor den ersten Informationsrunden den Planer "einsacken" für sein Anliegen Habe es ähnlich im aktuellen Haus. Heizung ist im Miteigentum, Planer sagt WP WP [Wärmepumpe] ist eh keine Option. Der Nagel sitzt. Es heisst nun anfreunden mit der Situation |
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Sag den Hausbewohnern halt nochmal, daß die laufenden Kosten pro Monat und die Gesamtkosten über 20 Jahre wesentlich höher sind. Wenn sies dann immer noch wollen, kannst eh nix machen. |
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