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Welches Heiz/Kühlkonzept - Seite 2

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  •  Peter0
4.2. - 7.2.2026
31 Antworten | 18 Autoren 31
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Hallo zusammen, 
wir bauen ein Holzriegelhaus und beginnen gerade mit der Planung für Heizung und Kühlung. Jetzt habe ich natürlich schon verschiedenste Meinungen eingeholt und bin noch nicht schlüssig für das Gesamtkonzept: 
-BKA -  Zwischendecke geht nicht, da Holzdecke. Aber auch in der Bodenplatte wurde mir abgeraten, macht lt Aussage keinen Sinn da durch die Isolierung der Fussbodenheizung sowieso die thermische Wärme nicht hochkommt. 

Wie ist da eure Meinung?

- Sole/Wasser vs. Luft/Wärme 

Für den Ringgrabenkollektor ist der Grund sehr wahrscheinlich zu klein, bleibt Bohrung oder Luftwärme. Ich tendiere eher zur Bohrung ich denke es macht auch für die Kühlung mehr Sinn - obwohl das Ding doch recht teuer ist emoji

Ich habe mir überlegt über die Fussbodenheizung zu kühlen, lt. Insti bringt das etwa 3-5 Grad zusätzlich Kühlung über eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]

Kann ich mit dem Wärmetauscher die Sole für die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] - Luft ebenso kühlen, damit ich einen höheren Effekt erziele? Deckenkühlung wäre natürlich auch eine Möglichkeit aber wsl. zu aufwändig/teuer. Zudem habe ich einen offenen Dachstuhl im ersten Stock - nicht optimal. 

Macht das eurer Meinung nach Sinn?
- Klimaanlage
 
Mein Insti würde mir von der Klimaanlage im oben genannten Fall der Kühlung abraten, obwohl ich diese eher gerne bereits im Zuge des Neubau vorbereiten würde. Ich möchte aber ungern in den Räumen die hässlichen Klimaanlagen hängen haben und würde eine andere praktikable Lösung suchen, in Fall des Deckeneinbaus müsste ich auch wieder abhängen, da könnte ich wahrscheinlich gleich Deckenkühlung machen. 

Vielen Dank für eure Hilfe - und verzeiht die etwaigen Anfängerfehler ;)

LG
Peter

  •  ds50
  •   Gold-Award
7.2.2026 2:15  (#21)

zitat..
Pflunz schrieb: Wenn es heißt in Summe (~die nächsten 50 Jahre) so günstig wie möglich, rechnet sich weder BKA BKA [Betonkernaktivierung] noch Sole.

Im Schnitt wird alle 17 Jahre eine neue LWP LWP [Luftwärmepumpe] fällig, eine Sole-WP im geschützten Innenbereich ca. 26 Jahre (schweizer Studie). Wenn also in 50 Jahren die LWP LWP [Luftwärmepumpe] 3x, die Solemaschine hingegen nur 2x zu ersetzen ist, und in den ganzen 50 Jahren die LWP LWP [Luftwärmepumpe] nur eine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] 4 statt eine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] 5 wie bei Sole-WP aufweist - ja dann möchte ich sehen, wie sich ein RGK RGK [Ringgrabenkollektor] um let's say 5k€ nicht rechnet.
Die TB kommt da wohl auch nicht teurer, wenn überhaupt.


zitat..
Pflunz schrieb: Die Entfeuchtung ist mit einer günstigen Split Klimaanlage ebenfalls günstiger als über die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung].

Ich wüsste nicht, dass eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] auch so wartungsintensiv wie eine Klima ist. Wenn ich an die Klimas in der Firma denke, wie oft die kaputt sind...

Selbst bei nur großzügig angesetzten (da wohl zu niedrigen) 200€ alle 2 Jahre komm ich da auf 5000€ Wartungskosten in 50 Jahren...




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  •  ds50
  •   Gold-Award
7.2.2026 2:38  (#22)
Ach ja: Wie gut eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] bei diesem Wetter auch funktionieren kann: TAZ halbiert sich gleich mal wegen Abtau Orgien:

https://www.energiesparhaus.at/forum-lwwp-abtauvorgaenge-monat/84777_3#916594

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  •  dyarne
  •   Gold-Award
7.2.2026 11:08  (#23)

zitat..
Pflunz schrieb:

Kommt auf die Definition von "optimal" an. Wenn das bedeutet, so wenig Verbrauch wie möglich, dann ja. Wenn es heißt in Summe (~die nächsten 50 Jahre) so günstig wie möglich, rechnet sich weder BKA BKA [Betonkernaktivierung] noch Sole...

einspruch:
im neubau ist RGK RGK [Ringgrabenkollektor] mit baumeisterbagger nicht teurer, das rohr kostet ja nur soviel wie das fundament der LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe].
die effizienteste LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] kostet 17.000,- die effizienteste SWWP 12.000,- liste.

@lebenszykluskosten,
die SWWP hat 50% längere lebensdauer
die betriebskosten können perspektivisch auf die hälfte sinken (@erdwärmestrompreis)

LWWP können nicht sektorkoppeln, SWWP perfekt.

bei den lebenszykluskosten gewinnt immer erdwärme, auch mit bohrsonde. die frage ist nur wie schnell, spätestens nach dem ersten gerätetausch...

hier ganz frisch von der messe Innsbruck aus dem vortragsprogramm eines wp-herstellers...


_aktuell/20260207381609.jpg


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  •  dyarne
  •   Gold-Award
7.2.2026 11:18  (#24)

zitat..
Pflunz schrieb:
Die Entfeuchtung ist mit einer günstigen Split Klimaanlage ebenfalls günstiger als über die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]...

da seh ich die systemtechnik entscheidend:

👉 niemand wird eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] nur wegen der entfeuchtung bauen, sondern weil er/sie immer frische luft will - besonders im schlaf. als addon ist die entfeuchtung dann günstiger als die klima...

👉 das komfortthema sticht: ich kenne sehr viele leute für die eine klima ein nogo ist. strahlungskühlung per fläche und luftentfeuchtung per KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] spielen in einer gaaanz anderen liga...

technologisch können wir luftheizen und luftkühlen mittlerweile zum glück hinter uns lassen...
heizlüfter vs kachelofen ist für die meisten keine frage über die sie lange nachdenken müssen...

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  •  Pflunz
7.2.2026 11:29  (#25)

zitat..
ds50 schrieb:

Im Schnitt wird alle 17 Jahre eine neue LWP LWP [Luftwärmepumpe] fällig, eine Sole-WP im geschützten Innenbereich ca. 26 Jahre (schweizer Studie). Wenn also in 50 Jahren die LWP LWP [Luftwärmepumpe] 3x, die Solemaschine hingegen nur 2x zu ersetzen ist, und in den ganzen 50 Jahren die LWP LWP [Luftwärmepumpe] nur eine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] 4 statt eine JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] 5 wie bei Sole-WP aufweist - ja dann möchte ich sehen, wie sich ein RGK RGK [Ringgrabenkollektor] um let's say 5k€ nicht rechnet.
Die TB kommt da wohl auch nicht teurer, wenn überhaupt. 

Was vergleichst du hier? DIY Sole-Planung und Material für RGK RGK [Ringgrabenkollektor] (3700€) + 1000€ Bagger auf Grundstück. Das Grundstück muss groß genug sein und es muss Wasserrechtlich erlaubt sein.

Wärmebedarf 10000kWh, entspricht einmal 2000kWh Strom und einmal 2500kWh. Unterschied sind 500kWh/Jahr. Mit PV auf dem Dach zahlt man etwas weniger als den reinen Strompreis, aber nicht viel weniger da der Winter auch für die PV nicht gut ist. Sagen wir 25Cent/kWh. Der Unterschied ist jährlich 125€. Bis man den Erdkollektor wieder drin hat dauert es 40 Jahre.
--> Auch ohne einen weiteren Gerätetausch hat sich der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] nach 40 Jahre rentiert. 

Tiefenbohrung für ein effizientes Haus habe ich mehrere Angebote vorliegen. Zugegeben, ist bei mir wegen dem "reinen" Wasser etwas mehr, doch der günstigste Anbieter ist bei 26800€ brutto. Der teuerste möchte 36000€ brutto. Das ganze für 2x95m. Hier hinzuschreiben, dass eine TB nicht wirklich teurer kommt ist zumindest für Süddeutschland nachweislich falsch. 

Nun geht es weiter. Ich weiß, warum du dich nur auf Sole vs Luft fokussiert hast. Das ist nämlich die einzige Variante die überhaupt irgendwann wieder drin ist. 

BKA, regelmäßig zwischen 6000€-10000€ angeboten. Mit viel DIY biste trotzdem bei 3000€-4000€. Für eine Effizienzsteigerung im wenigen Prozentbereich. Die holt man nie mehr rein, besonders wenn man schon eine effiziente Sole-Quelle hat. 
Das Entfeuchten über KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] fängt gerade mal ab 2000€ an. Dafür bekommt man 3 Stück Splitklimaanlagen, die man sogar noch zum Heizen nehmen kann. Und wenn DIY eine Sole-planung macht und diese mit einem befreundeten Baggerfahrer macht, der scheut sich nicht davor alle 1-2 Jahre einen Filter von einer kliamanlage zu wechseln oder Dreck aus dem Kondensatablauf zu fummeln. Denn Raketentechnik ist die Wartung eine Klimaanlage sicherlich nicht.

Ich habr alles durchgerechnet, RGK passt bei mir leider nicht aufs Grundstück, beim Rest bleibe ich bei meiner Aussage, das kann man einfach nachrechnen.

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  •  melly210
  •   Gold-Award
7.2.2026 11:47  (#26)

zitat..
mariof schrieb:

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Pflunz schrieb:

Kommt auf die Definition von "optimal" an. Wenn das bedeutet, so wenig Verbrauch wie möglich, dann ja. Wenn es heißt in Summe (~die nächsten 50 Jahre) so günstig wie möglich, rechnet sich weder BKA BKA [Betonkernaktivierung] noch Sole. Die Entfeuchtung ist mit einer günstigen Split Klimaanlage ebenfalls günstiger als über die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]. Dazu auch noch einfacher. Je weniger Energieverluste vom Haus (und das sollte ein neues Haus nicht viel haben) desto weniger lohnt sich die "technische Optimierung", da man die Kosten dafür nicht mehr rein bekommt.
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Kann sein, muss aber nicht sein. Wer mitliest hört derzeit oft von extrem taktenden LWP LWP [Luftwärmepumpe], die bei Nebel und feuchtem Wetter das Haus nicht ohne Heizstab warmkriegen und eventuell dadurch acuh früher sterben.

Nur wenn die wie auch hier mitunter empfohlen wird sehr knapp ausgelegt wird. Das mag bei RGK RGK [Ringgrabenkollektor]/Erdwärme ok sein, bei LWP LWP [Luftwärmepumpe] sehe ich das aus genau solchen Gründen kritisch. Da sollte man schon schauen, daß die Maschine mehr Reserven hat, aber trotzdem gut runtermodulieren kann.

Zum Rest: nur über FBH FBH [Fußbodenheizung] kühlen würd ich aus eigener Erfahrung nicht empfehlen. Bei uns wars zu wenig, Standort Wien. Ja, in Salzburg mags aktuell noch bissl anders sein, aber der Klimawandel schreitet fort. Wir haben vor 10 Jahren gebaut, damals wurde im Forum hier vielfach getönt wenn ein Haus gut gebaut, isoliert und beschattet ist brauche es in Österreich keine Kühlungen. Ich glaube nicht daß das jetzt noch irgendwer behaupten würde.
Wir haben vor 2 Jahren eine Multisplitklima im ganzen Haus nachgerüstet und würden sie nicht mehr missen wollen. Die FBH FBH [Fußbodenheizung] verwenden wir gar nicht mehr zum kühlen, ist angenehmer ohne kühle Füße. Bereue nur, daß wir nicht gleich beim Hausbau die Leitungen gemacht haben.

Von daher: definitiv gscheite Kühlung vorsehen. Je nach Budget und baulichen Möglichkeiten entweder die Luxusversion BKA BKA [Betonkernaktivierung] + Entfeuchtung über KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung], oder sonst eine Multisplit-Klima. Definitiv nicht nur Fußboden vorsehen, mindestens die Leitungen für die Klima würde ich auf alle Fälle machen.

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  •  dyarne
  •   Gold-Award
7.2.2026 12:00  (#27)

zitat..
Pflunz schrieb: DIY Sole-Planung und Material für RGK RGK [Ringgrabenkollektor] (3700€) + 1000€ Bagger auf Grundstück. Das Grundstück muss groß genug sein und es muss Wasserrechtlich erlaubt sein...

zu diy schreib ich nix, das ist ja völlig individuell. mein fokus gilt skalierbaren lösungen für alle.

1) wir haben mittlerweile 100-te installateure geschult, das war jahrelange aufbauarbeit, jeder einzelne hat eine musterverlegung plus theorie workshop bekommen. ein profi-RGK kostet im neubau <5.000,-€

das entspricht meist der preisdifferenz LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] zu SWWP beim gleichen hersteller: siehe auch messevortrag Innsbruck

2) von 100 anfragen im neubau können wir 99 umsetzen. wir haben schon kleingartenhäuser in Wien mit RGK RGK [Ringgrabenkollektor] geplant, da war zuwenig platz für die LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe].

3) anzeige- & bewilligungsfrei außer in wasserschutz-/schongebieten. auch wieder rund 99 von 100 anfragen.


zitat..
Pflunz schrieb: BKA, regelmäßig zwischen 6000€-10000€ angeboten. Mit viel DIY biste trotzdem bei 3000€-4000€. Für eine Effizienzsteigerung im wenigen Prozentbereich. Die holt man nie mehr rein, besonders wenn man schon eine effiziente Sole-Quelle hat... 

den hausbau selber holt man nie wieder rein. wer spitz rechnet sollte wohnen statt sich ein haus ans bein zu binden.

das ist wie bei der fassadensanierung. wirtschaftlichkeit dauert oft lange, aber den komfortgewinn hat man vom ersten tag an.

wie willst du ansetzen wenn du durch die BKA BKA [Betonkernaktivierung] den heizstrompreis netzdienlich per sektorkopplung halbieren kannst?

wie willst du den komfortgewinn durch strahlungskühlung ansetzen? das thermometer greift da zu kurz...

wirtschaftlichkeitsberechnungen beim einfamilienhaus sind irgendwie das falsche werkzeug - man baut ja nicht um zu sparen... 😉


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  •  melly210
  •   Gold-Award
7.2.2026 15:27  (#28)
@dyarne hast du Eigentum vs Miete gemeint ? Daß ein Eigentumshaus langfristig gesehen teurer ist stimmt so meist nicht - wenigstens dann nicht wenn man dasselbe Objekt stattdessen mieten würde und über die gesamte Lebenszeit rechnet. Von daher kann man irgendwo schon sagen msn baut/kauft um langfristig zu sparen. Aber klar wird eine 50 qm Wohnung billiger sein als ein EFH.

Ob einem der Komfortgewinn von BKA BKA [Betonkernaktivierung], RGK etc die Mehrkosten wert sind, ist aber tatsächlich eine sehr individuelle Frage.

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  •  Gast-Karl
  •   Gold-Award
7.2.2026 16:06  (#29)

zitat..
ds50 schrieb: Ich wüsste nicht, dass eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] auch so wartungsintensiv wie eine Klima ist. Wenn ich an die Klimas in der Firma denke, wie oft die kaputt sind...

Selbst bei nur großzügig angesetzten (da wohl zu niedrigen) 200€ alle 2 Jahre komm ich da auf 5000€ Wartungskosten in 50 Jahren...

Welche Klimas habt ihr in der Firma, die oft kaputt sind? In meinem Umfeld kenne ich viele, die seit über 10 Jahren laufen, ohne je einen Wartungstechniker gesehen zu haben.  Die Filter der Innengeräte ein- o. zweimal im Jahr zu reinigen, kann man selbst, wenn man nicht 3 linke Hände hat. Für den KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-Filtertausch lässt man ja normalerweise auch keine Firma kommen.

Entfeuchten über die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] kommt sicher teurer, da man mit höheren Drehzahlen fahren muss, wodurch die Filter öfter zu tauschen sind, und die Lager der Ventilatoren halten dann meist keine 10 Jahre, wenn man diverse Forumsbeiträge anschaut. 

Von den Gesamtkosten ist eine Luft-Luft-WP ohnehin unschlagbar. Falls nach 17 Jahren einmal mein Außengerät zu tauschen wäre, kostet es cà 2000€ und ein Innengerät <600€ (ist in einer Stunde getauscht). Wenn man das bei der Anschaffung gesparte Kapital anlegt, könnte man von den Zinsen den Tausch finanzieren.
https://www.klimaworld.com/daikin-klimaanlage-multisplit-aussengerat-3mxm52a9-5-2-kw.html
Der Komfortnachteil, den Dyarne hier immer anspricht, trifft m.E. nur auf alte Geräte zu. Die neuen Premiumgeräte sind praktisch nicht hörbar, und es gibt auch keine Abtauproblematik.

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  •  Pflunz
7.2.2026 18:04  (#30)

zitat..
dyarne schrieb:

bei den lebenszykluskosten gewinnt immer erdwärme, auch mit bohrsonde. die frage ist nur wie schnell, spätestens nach dem ersten gerätetausch... 

Oben habe ich die kosten für die Bohrung bei mir geschrieben. Die Rechnung, mit der man 26000€ wieder reinholt will ich sehen. 

Dass sich ein RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Kollektor lohnt, kann ich wie oben geschrieben nachvollziehen. 
Im übrigen lohnt es sich auch nicht die "effizienteste" Wärmepumpe zu kaufen. Für den Preis kann ich mir alle zwei Jahre vorsorglich eine neue China-LWWP kaufen. 


zitat..
dyarne schrieb:

1) wir haben mittlerweile 100-te installateure geschult, das war jahrelange aufbauarbeit, jeder einzelne hat eine musterverlegung plus theorie workshop bekommen. ein profi-RGK kostet im neubau <5.000,-€ 

Den hätte ich gerne, würde aber behaupten, dass ich den nicht von dir bekomme. Liegt daran, dass ich zu deinem 1% im Wasserschutzgebiet (im Übrigen sind ~15% aller Flächen in Deutschland Wasserschutzgebiet)

Generell wird man (zumindest in Deutschland) extrem eingeschränkt, so dass man nicht optimal energiesparsam bauen kann.

Mein Haus:
- muss gemäß Bebauungsplan ein eingeschössiges Haus, hat also keine Betondecke über der OG
- hat im EG abgehängte Decken
- liegt im Wasserschutzgebiet
- Darf wegen der sehr engen Vorgaben für KFW-Förderung nur R290 als Kältemittel nutzen, wodurch sich die Möglichen Sole-Wärmepumpen auf etwa zwei Stück reduzieren, die beide über 10000€ kosten

Entsprechend lohnt sich für mich weder Erdwärme, noch eine BKA BKA [Betonkernaktivierung]. Bis auf die abgehängte Decke haben ich mir davon quasi nichts freiwillig auferlegt. Und ich vermute, dass ich kein Einzelfall bin.

Ich habe mich auch mit der Entfeuchtung über KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] informiert und wie ich geschrieben hatte, fängt das günstigste Gerät, welches das ermöglicht im Bereich von 2000€ an. Eine Splitklima im mittlerweile modernen Allraum ab 400€. 

zitat..
dyarne schrieb:

──────..
Pflunz schrieb:
Die Entfeuchtung ist mit einer günstigen Split Klimaanlage ebenfalls günstiger als über die KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]...
───────────────

da seh ich die systemtechnik entscheidend:

👉 niemand wird eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] nur wegen der entfeuchtung bauen, sondern weil er/sie immer frische luft will - besonders im schlaf. als addon ist die entfeuchtung dann günstiger als die klima...

👉 das komfortthema sticht: ich kenne sehr viele leute für die eine klima ein nogo ist. strahlungskühlung per fläche und luftentfeuchtung per KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] spielen in einer gaaanz anderen liga... 


Ich habe im Übrigen nichts gegen eine KWl und deren Komfort geschrieben, sondern dass sich das Entfeuchten darüber nicht lohnt, da die Klimaanlage das deutlich billiger macht. 

zitat..
melly210 schrieb:

Ob einem der Komfortgewinn von BKA BKA [Betonkernaktivierung], RGK etc die Mehrkosten wert sind, ist aber tatsächlich eine sehr individuelle Frage.

So sehe ich das auch, bis auf den RGK RGK [Ringgrabenkollektor]. Wenn der machbar ist, dann lohnt er sich. Bei einer Bohrung glaube ich nicht daran. Und hier gibt es ja keinen Komfortunterschied, da lediglich die Quelle eine andere ist.

 


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Hallo Peter0,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Welches Heiz/Kühlkonzept

  •  leitwolf
  •   Gold-Award
7.2.2026 18:42  (#31)
Ich möchte nur korrigieren: eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] kann man durch eine Klimaanlage + Fensterlüftung nicht ersetzen. Ohne KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] wird es die meiste Zeit keine gesundheitsförderliche Luftqualität im Haus geben, auch wenn das Raumklima großteils "angenehm" ist.
@Entfeuchtung: Ein nicht unwesentlicher Nachteil ist, dass ich in Zeiten mit höherer Luftfeuchte außerhalb der Kühlperiode nicht die Klimaanlage zum Entfeuchten betreiben kann, da es sonst im Haus zu kühl wird.
Diese Einschränkungen muss man akzeptieren.

Die hier im Forum am häufigsten propagierten Lösungen für das HLK-Konzept sind mMn bei jedem Projekt auf Machbarkeit zu überprüfen, da sie das beste Preis-Nutzenverhältnis bieten. Amortisationsrechnungen machen beim Hausbau nur bei wenigen Dingen Sinn, weil man den Gewinn an Komfort, an Wohlbefinden, an Sorgenfreiheit, etc. nicht in Geld umrechnen kann.

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