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Welche Maßnahme zuerst im Altbau - Heizung, Dämmung, PV-Speicher...

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  •  Kasspressknedl
3.12. - 8.12.2025
5 Antworten | 5 Autoren 5
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Einfamilienhaus in Niederösterreich, BJ 1960, 150 m² + Keller, keine Fassadendämmung. Spitzboden habe ich selbst mit 28 cm Mineralwolle gedämmt. Große Heizkörper (Typ 22/33). Heizung aktuell über alte Gas-Heizwerttherme (end of life...). Warmwasser über 120-L-Boiler. PV mit 9 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] vorhanden, aber ohne Speicher.
Bei kalten Tagen erreiche ich das Haus mit 50 °C Vorlauf gerade noch, im OG wird es aber knapp.

Ich habe nächstes Jahr max. 10.000–20.000 € Budget und kann somit nur einzelne Maßnahmen umsetzen. Die Gastherme hält nur mehr diese Heizsaison.
Welche Maßnahme macht technisch und finanziell am meisten Sinn – und in welcher Reihenfolge?

Zur Auswahl stehen z. B.:
- Austausch der alten Gastherme gegen eine moderne Brennwerttherme
- Umstieg auf Luft-Wasser-Wärmepumpe (ohne weitere Dämmmaßnahmen)
- Installation von Luft-Luft-Wärmepumpen (Klimaanlagen) zum Zuheizen/Kühlen
- Fassadendämmung (wohl zu teuer)
- Kauf eines PV-Speichers
- Fenstertausch (ohne weitere Maßnahmen)

Ich suche eine realistische Priorisierung für die nächsten ein bis zwei Jahre und Einschätzungen, was in meiner Situation kurzfristig am meisten bringt (Komfort, Energieverbrauch, Förderlogik, Zukunftssicherheit).

Danke euch!

  •  thohem
3.12.2025  (#1)

zitat..
Kasspressknedl schrieb: Die Gastherme hält nur mehr diese Heizsaison.
Welche Maßnahme macht technisch und finanziell am meisten Sinn – und in welcher Reihenfolge?

Da hast doch eh schon deine Reihenfolge.

Ich würd die Heizung dann als erstes angehen und Mal schauen, was an Angeboten kommt (Klimaanlagen, LWP, RGK....TB wird bei dem Budget nicht drin sein). Auch nicht im Budget: FBH bzw Wandheizung. Also entweder nur ein paar Räume damit ausstatten oder bleiben lassen (würd ich tun) und was geeignetes für deine Heizkörper besorgen. 

Ich persönlich würde aber wenn schon denn schon Geld in die Hand nehmen und zumindest FBH FBH [Fußbodenheizung]/Wandheizung überall mitmachen. Wenn das erledigt ist den VWS angehen und dann die Fenster.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
3.12.2025  (#2)
Ich würde schauen, dass du einen Kredit bekommst, dass du wenigstens Fassade und Heizung machen kannst, ob du das Geld verheizt oder den Kredit tilgst ist fürs Budget wurscht, nur wird so die Belastung irgendwann weniger 

Wennst Budget hast Förderung ansuchen, Heizungstausch immerhin 30%, detto bei Fassade

Fenstertausch wäre zwar vor Fassade angenehmer, Kosten/Nutzen bringt die Fassade aber deutlich mehr

Denn wenn die Heizung am Ende ist und du jetzt was kaufst ist das am Ende maßlos überdimensioniert, und/oder du brennst wie ein Luster, weil die Wärmepumpe trotzdem viel Energie produzieren muss

Wennst das Budget mit bspw 50k Kredit kombinierst kommst schon gut aus, wennst die Förderung überbrücken kannst geht sich uU sogar der Fenstertausch aus

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  •  Akani
5.12.2025  (#3)

zitat..
Lu1994 schrieb: Ich würde schauen, dass du einen Kredit bekommst, dass du wenigstens Fassade und Heizung machen kannst, ob du das Geld verheizt oder den Kredit tilgst ist fürs Budget wurscht, nur wird so die Belastung irgendwann weniger 

Tito. Thermische Sanierung als aller erstes. Geldaufnehmen, nicht selber sparen, das dauert zu lange.
Und wenn thermische Sanierung steht, darauf gleich auf WP WP [Wärmepumpe] umschreiben.
Hast du einen bestehenden energieausweis? 
Wie ist den das Haust in der Gebäudehülle jetzt aufgestellt?


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  •  christoph1703
5.12.2025  (#4)
+1
Thermische Hülle zuerst und im Ganzen. Damit kannst du wahrscheinlich 80% der Heizkosten sparen. Nur Fenster tauschen birgt Schimmelgefahr, ohne Fassadendämmung ist er fast garantiert.

Dann kann man über eine WP WP [Wärmepumpe] reden. Gas würde ich mir nicht mehr ins Haus holen.

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  •  Gast-Karl
  •   Gold-Award
8.12.2025  (#5)
Ich würde für die 2 wichtigsten Räume je eine R290 Klima zum Heizen kaufen. Da ist das Haus wahrscheinlich auch bei Ausfall der Therme noch gut bewohnbar. Bsp.: https://www.breeze24.com/klimaanlagen/aussengeraete/aussengeraete-split-systeme/aussengeraete-fuer-1-innengeraet/mitsubishi-electric-muz-rz25vuhz-aussengeraet-hyper-heating-2-5-kw-fuer-1-raum-mit-25-30-m-r290?srsltid=AfmBOorkhNfW7aY-yFmnBwBv5m0VgVC_GFCtxXg4j4XOseJSeQlNGxXE
Die moduliert von 0,8 bis 6,3 kW und ist auch nach der Dämmung des Hauses nicht überdimensioniert, und die Heizkosten sind auch ohne Dämmung maximal die Hälfte vom Gas.

Bad o. WC kann man auch vorübergehend mit Heizlüfter o. Infrarotpaneel beheizen.

Die Kellerdecke kannst auch leicht selbst mit Resol (2.Wahl gibt's oft günstig) o.Ä. dämmen, was den Fußboden wärmer macht, und man so auch mit weniger Raumtemperatur auskommt.
Idealerweise sollten vor der Außen-Dämmung die Fenster getauscht werden. Die kann man ganz nach außen setzten und dann den Rahmen noch überdämmen. Umgekehrt wird es schwieriger.

Wenn möglich würde ich auch gleich über die Installation einer KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] nachdenken. Ein Verwandter von mir hat das in Eigenregie bei seinem ähnlich alten Haus recht günstig selbst gemacht (~3K €). Aufgelassene Kamine eignen sich meist ganz gut für die Zu-/Abluftführung. Da wäre dann auch gleich die Schimmelgefahr gebannt.

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Hallo Kasspressknedl,
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