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Was kann unsere bestehende Tiefenbohrung mit 120m ??

5 Beiträge | 18.10. - 22.10.2017
Hallo,

bei meinen Eltern ist jetzt plötzlich die vorhande Wärmepumpe kaputt geworden.
Es ist eine Steinkellner Wärmepumpe aus dem Jahr 1989 mit 120m Tiefenbohrung (Edelstahlsonde, Direktverdampfer, 16 kW)

Meinen Eltern wurde von der Fa. Geosolar Gösselsberger eine neue Wärmepumpe mit 8 kW Leistung angeboten. Zusätzlich wird die gesamte Heizungsinstallation gewartet bzw. teilweise erneuert. Die FBH wird durchgespühlt. Bei der Tiefenbohrung wird das damals verwendete Gas abgesaugt und die Sonde gereinigt.

Meine Frage ist jetzt, wieviel Leistung bringt diese Tiefenbohung. Die Firma sagt nämlich, dass die Bohrung für das Haus grenzwertig ist und das Warmwasser mit einer zusätzlichen Warmwasserluftwäremepumpe gemacht werden soll.

Haus:
- ursprünglich 130m² beheizt ==> mittlerweile 200m²
- fast überall Fußbodenheizung mit ein paar Niedertemperaturheizkörper
- Baustandard Ende 1970er (25er Ziegel mit 6cm VWS)
- derzeit 4 Erwachsene Personen

Jetzt brauchen sie mal schnell eine neue Heizung bevor es kalt wird. Es besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Haus in wenigen Jahren komplett thermisch saniert wird und auf ein 2-Familienhaus ausgebaut wird.

Danke

 
19.10.2017 5:52
Hallo,
bei mir wurde angeboten: 8KW, da hätte ich 2x80m gebraucht und 10kW da brauche ich 2x90m.
19.10.2017 11:44


hanness schrieb: Jetzt brauchen sie mal schnell eine neue Heizung bevor es kalt wird. Es besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Haus in wenigen Jahren komplett thermisch saniert wird und auf ein 2-Familienhaus ausgebaut wird.


Grundsätzlich bleiben Dir ja nur 3 Möglichkeiten.
1. Den gleichen Zustand wieder herstellen!
2. Ein Provisorium bis zur Entscheidung ob und wie saniert wird!
3. Sofort die Heizungsanlage in Richtung "Sanierung" erneuern. Für eine saubere Planung bleibt da nicht viel Zeit!
Um sich ein Bild machen zu können braucht es ein paar Eckdaten. WP mit Erdsonden als Direktverdampfer sind ja eher selten gebaut worden.
- Gibt es zur bestehenden Anlage noch Unterlagen, aus denen hervorgeht wir die Anlage (Heizung + Wärmepumpe) ausgelegt wurde? Wärmebedarf? Vorlauftemperaturen? Anlageschema?
- Was bedeutet "in wenigen Jahren" saniert? 3, 5, 10 Jahre?
- Wie kommt die Firma Geosolar zu ihrer Beurteilung?
- Hat die Firma Referenzen? Die HP gibt nicht so viel her.
Gruss HDE

20.10.2017 14:57
Hallo,

mir war die Firma ehrlich gesagt vorher auch kein Begriff. Mein Vater war immer wieder in der Vergangenheit mit ihnen in Kontakt (Messen,...)
Die Firma hat auf jedenfall viel Erfahrung in der Umrüstung dieser alten Steinkellner Wärmepumpen auf ein neues System.

Die Firma hat die alte Wärmepumpe abgebaut und das Gas aus der Sonde entnommen. Dann wurden von der Sonde Messungen gemacht. Ich kann jetzt nicht sagen, was da genau gemessen wurde.
Mit diesen Messungen haben sie die Heizung und die Tiefenbohrung berechnet.

Der Zeitraum ist, dass in 5 Jahren mit der Sanierung begonnen wird.
Aber dann wird das Haus vergrößert, dadurch ändert sich an der Heizlast vielleicht nicht all zuviel.


21.10.2017 13:08


hanness schrieb: mir war die Firma ehrlich gesagt vorher auch kein Begriff. Mein Vater war immer wieder in der Vergangenheit mit ihnen in Kontakt (Messen,...) Die Firma hat auf jedenfall viel Erfahrung in der Umrüstung dieser alten Steinkellner Wärmepumpen auf ein neues System.

Dann werden sie ja auch Referenzen zeigen können!
Die Zeit drängt aber trotzdem sollte ein vernünftiges Vorgehen möglich sein.
Ich würde auf jeden Fall noch das "Ziel", also das Gebäude nach der Sanierung in 5 Jahren definieren und den Heizwärmebedarf nach Sanierung berechnen lassen. Das gibt eine maximale Planungssicherheit.
Und danach die neue Wärme- und Warmwassererzeugung auf dieses Ziel hin ausrichten.
Welche Varianten da machbar sind wird man sehen.
Ich würde mich keinesfalls auf Aussagen "das sollte schon gehen" oder "haben wir schon öfter so gemacht" verlassen.
Sauberes, schriftliches Konzept mit nachvollziehbarer Berechnung ist gefragt.
Gruss HDE

22.10.2017 9:54
Hallo,
Vielleicht könnte man sich auch durchrechen was es bringt wenn du nur die oberste Geschoßdecke sanierst wenn es eine gibt und das Dach nicht ausgebaut ist.
Weil nach oben hin verlierst die meiste Wärme und ein Dachboden ist zB mit den Dachbodendämmelemente aus EPS schnell gedämmt.

Zur Heizung selbst würde ich persönlich die WP mit Tiefenbohrung auf das "Sanierte Haus" auslegen, die auch das Warmwasser machen kann, und mir daweil eine zusätzliche ins Haus stellen so wie angeboten die man dann entfernen kann wenn wirklich saniert wird.

fünf jahre ist eine lange zeit ... vielleicht saniert ihr nie weil was auch immer passiert ... deshalb finde ich die idee mit den zwei Geräten nicht so verkehrt.
wird dann saniert kannst die zweite wieder gebraucht verkaufen ... eine große würde immer zu groß bleiben.

so würde ich es machen :)
LG!


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