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·Gelöst· Warmwasser Boiler

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31.3. - 8.4.2021
31 Beiträge | 8 Autoren 31
Welche Größe würdet ihr beim Boiler wählen? Wir sind ein 3 Personen Haushalt und ich gehe gerne Baden (vor allem im Winter, sonst duschen) 😅 mein Mann geht zwei mal täglich Duschen und der Sohn fällt mit 1 1/2 Jahren noch nicht ins Gewicht. 
Laut Architekt wär fürs Haus 120l Boiler geplant ich befürchte aber, dass uns das zu knapp wird? Hat jemand Erfahrungswerte? 

 
31.03.2021 (#1)
Wir sind nur zu zweit und haben einen 350L Boiler. Man weiß nie was kommt und daher haben wir einfach ein wenig größer dimensioniert. Dafür heizt er auch nur einmal am Tag auf 55°C auf. Das spart Stromkosten.

Anfangs war ein Monogerät (LWP mit eingebautem Boiler 220L) geplant, aber dieses war leider nicht lieferbar, also bekamen wir ein Split-Gerät mit einem externen Boiler. Hier wäre ein 250L-Boiler dabei gewesen und bei der Gelegenheit haben wir dann auf einen 350L upgegradet.

Für uns passts voll und jetzt wo es so warm ist, wird das WW sowieso nur über die Solaranlage gespeist.
31.03.2021 (#2)
Mal auch die Alternative einer Frischwasserstation anschauen. Das ist vor allem dann die hygienisch bessere Lösung, wenn größere Wassermengen vorgehalten werden und es nicht immer gewährleistet ist, dass sie auch schnell genug verbraucht werden. Ein weiterer Vorteil im WP-Betrieb ist, dass man auch mit niedrigeren Speichertemperaturen hygienisch arbeiten kann, was die Effizienz deutlich erhöht.


Jacky1905 schrieb: Dafür heizt er auch nur einmal am Tag auf 55°C auf. Das spart Stromkosten.


55C ist zu kühl, um Legionellen vorzubeugen und zu warm zum Baden/Duschen. Ich würde versuchen, das etwas nach unten zu korrigieren, denn das spart nochmal Strom.

Unser gut gedämmter Friwa-Puffer (ungedämmt gekauft und ordentlich in Mineralwolle eingepackt) wird auf "nur" 45C hochgeheizt (Friwa liefert WW mit 41C) und verliert am Tag oben 1,6K. Damit reicht es in vielen Fällen aus, alle zwei Tage hochzuheizen.
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31.03.2021 (#3)
@JanRi  Frischwasserstation geht nicht weil wir keinen Technikraum haben. 
mir geht's einfach nur darum ob ein 120l Tank für uns reicht oder ob wir einen größeren nehmen sollen.


31.03.2021 (#4)


Angela92 schrieb: mir geht's einfach nur darum ob ein 120l Tank für uns reicht

Wenn du baden willst, eher nicht. Wir (zwei Erwachsene und zwei Kinder von 7 und 4) haben an unserer Friwa einen 500l-Tank, wobei der rückblickend zu groß ist. Wir laden aktuell nur die oberen ca 200 Liter, aber viel weniger als das würde ich für Baden + Kinderwaschen + Duschen auch nicht nehmen.

120 ist wirklich arg wenig, ich würde eher in Richtung 180 als Minimum gehen.

Auch wenn Platz ein Thema zu sein scheint: Richtig gut dämmen und Themosiphons nicht vergessen!

Friwa und kein Technikraum muss kein Ausschlusskriterium sein - man könnte die Friwa z.B. über dem Tank montieren, denn so hoch ist ein 200l-Tank nicht.
01.04.2021 (#5)
@JanRi unter dem Tank steht die Waschmaschine 😅 aber 200l ist mal eine Aussage mit der ich den Architekten sagen kann wo es hingehen soll
01.04.2021 (#6)
Also selbst 200l könnte beim Baden schon eng werden. Kommt auch auf die Badewanne an! Freistehende benötigen mehr Wasser usw. Wir duschen beide und beide sehr warm, haben uns daher für den KNV 300/400 entschieden. Der interne mit 180l wäre uns zu kritisch gewesen.
Leider haben wir nur die 70mm Dämmung erhalten, danke KNV ... 😂 Naja ...
01.04.2021 (#7)
@ManuelV  ich geh ja nicht täglich baden, der Mann ist zum Glück ein in der Früh duscher. Das bekommen wir dann schon hin. Müssen mal mit dem Architekten reden was platztechnisch möglich ist 😅
01.04.2021 (#8)


JanRi schrieb: 

55C ist zu kühl, um Legionellen vorzubeugen und zu warm zum Baden/Duschen. Ich würde versuchen, das etwas nach unten zu korrigieren, denn das spart nochmal Strom.

Unser gut gedämmter Friwa-Puffer (ungedämmt gekauft und ordentlich in Mineralwolle eingepackt) wird auf "nur" 45C hochgeheizt (Friwa liefert WW mit 41C) und verliert am Tag oben 1,6K. Damit reicht es in vielen Fällen aus, alle zwei Tage hochzuheizen.

Anti-Legionellenprogramm läuft automatisch 😉
Im Sommer korrigieren wir auf ca. 50°C runter, im Winter benötigen wir mehr warmes Wasser, darum hoch auf 55°C. 
Der WW-Speicher steht im TR innerhalb des Hauses und verliert daher kaum Wärme (auch, weil er gut eingepackt ist). Wir kämen also auch 2 Tage rüber, wenns wär.

Auf 45°C runter käme für uns nicht in Frage, schon alleine, weil ich auf 43°C dusche und der Boiler bei unserer riesen Rainshower gleich mal leer wäre 😅
05.04.2021 (#9)
Wir haben mit zwei Erwachsenen und einem Kind 120 l und kommen meist gut zu recht. Meine Frau geht gerne länger Duschen, aber trotzdem bleibt im Sommer durch die höhere Zulauftemperatur noch genug warmes Wasser für mich. Im Winter muss ich manchmal etwas warten, aber das ist kein Problem. 150 l wären für runs ideal. 
07.04.2021 (#10)
@tackti  ich hoffe es geht sich bei uns auch aus. Der Architekt meinte ein größerer Boiler geht nicht weil die Waschmaschine sonst nicht mehr darunter passt. 
07.04.2021 (#11)
äääähm, wie wird der Boiler beladen?? Prügelt da eine Gastherme mit 14kw/h und 80° über das Register oder eine Kleinstwärmepumpe mit 1,4kW/h Maximalleistung oder ist doch ein Eletroboiler geplant? Ich hoff ich bin nicht doof und hab das überlesen, aber das sind keine unwesentlichen Aspekte bei der Auslegung.

Wieviel Liter fasst die Badewanne? Wäre auch ein interessanter Punkt, geht ja von Platzsparwanne bis zum 300 Liter Becken wo die halbe Familie Platz findet 😅🤷‍♂️
07.04.2021 (#12)


KD2020 schrieb: äääähm, wie wird der Boiler beladen??

das habe ich mich auch gefragt.
wir haben bspw. ein gas-kombi-gerät mit einem 115l speicher. reicht für ww non-stop.


07.04.2021 (#13)
@KD2020 @coisarica 
Der Boiler hängt am Strom und der Strom wird mit der PV Anlage eingespeist. 
08.04.2021 (#14)
Alles klar. Ich stell mir nur die Frage wie man bei einen 120 Liter Boiler großartig mit einer PV rein Puffern soll? Den musst du auf mindestens 50° halten und komplett durch laden das man im Normalbetrieb halbwegs Baden kann.

Jetzt könnte die PV bei Ertrag angenommen von 50 auf 60° rein Puffern, das bringt ungefär so viel wie wenn man den Kühlschrank an die PV hängt- Tolle Sache aber was kommt dabei in € raus? Ich habs mal kurz überschlagen mit 2 Ladungen am Tag und 200 Tagen im Jahr um 10K kommen im Jahr in etwa 11€ im Jahr raus. Das darf in der Errichtung echt nichts kosten.

Mit einen 300 Liter Standspeicher könnte man angenommen das obere drittel aus den Netz auf Temperatur halten und bei Ertrag ganz unten mit der PV den Speicher komplett durchladen. Da kann man wahrscheinlich schon ganz gut von der PV zapfen.
08.04.2021 (#15)
Zusätzlich zum Thema, dass man mit 120l nicht wirklich Puffern kann: Grad im Winter wenn man normalerweise regelmäßiger und wärmer Baden geht, hat man hald sehr wenig PV Ertrag, dafür aber den meisten WW Bedarf.
08.04.2021 (#16)
@KD2020 @mattmein 
ich werd's an den zukünftigen Hausherren weiter geben. Ich kenn mich mit so technischen Geschichten nicht aus muss ich ehrlich sagen, ich will nur Baden können 😅
08.04.2021 (#17)


Angela92 schrieb: Der Boiler hängt am Strom und der Strom wird mit der PV Anlage eingespeist. 

Hochgradiger Blödsinn, vor allem bei einem so kleinen Volumen. Da kann man nichts nennenswert speichern und nachladen muss man vermutlich in fast allen Fällen mit Bezugsstrom.

Da ist es wesentlich sinnvoller und auch günstiger, gleich auf direkteletrische Warmwasserbereitung per Durchlauferhitzer zu setzen. Das löst das Platzproblem und bietet Warmwasser in beliebiger Menge ohne jedes hygienische Problem. Die Verbrauchskosten sind in etwa identisch, denn die PV-Deckung wird bei so einem kleinen Speicher nicht sehr hoch sein. Die Anschaffungskosten hingegen dürften deutlich geringer sein.

Wenn man die Betriebskosten senken will, sollte man eine Brauchwasser-WP verwenden, aber da dürfte wieder das Platzproblem zuschlagen.
08.04.2021 (#18)
Der Architekt kann sich mit den Konzept der Warmwasserbereitung wirklich stolz auf die Schulter klopfen die er mit der PV verkauft hat. Um die Ersparnis kann man sich selbst UND seinen Partner auf einen Kaffee im Jahr einladen- vorrausgesetzt man entsorgt die Rechnung von den zusätzlichen Aufwand der betrieben werden muss.

Ich hoffe das es dabei um eine kleine Wohnung geht, wo es platzmöglich einfach nicht anders zum umsetzen war und nicht um ein neu geplantes Einfamilienhaus 😅 alles gute :)
08.04.2021 (#19)
@KD2020 
Es ist ein Haus was gewollt klein und platzsparend geplant ist. Es werden 92qm Wohnfläche sein. Die PV Anlage wird vorerst nur geplant und die Leerverrohrung gemacht. Ich hätte das Haus gerne noch ein Stück kleiner gehabt 😅
08.04.2021 (#20)
Mein Haus ist auch klein (82m² NGF) und wir haben einen 200l WW (~500€) Boiler von AustriaEmail. Über eine Brauchwasserwärmepumpe habe ich mich leider erst informiert als der Boiler schon verbaut war. Werden, je nachdem wie laut diese dann sind, wenn der Boiler das Ende seiner Lebenszeit erreicht hat, umrüsten. Im Sommer / sonnige Übergangszeit sollte WW über PV aber eig. kein Problem sein denk ich mal. Ich hätte eine rund 13 kWp Anlage geplant ("Dach vollmachen"), Eigenverbrauch wird bei dieser überdimensionierung sehr gering sein, da wir auch ohne Strom Heizem und (noch) kein E-Auto haben.
08.04.2021 (#21)
@mattmein  zum Thema Brauchwasserwärmepumpe müssen wir uns noch informieren. Unser Haus wird in den beiden Bädern und im Vorraum mit Infrarot Paneelen geheizt. Kinderzimmer, Büro, Wohn- und Schlafzimmer werden mit "Luft-Luft"-Wärmepumpe geheizt (mit den Wandgeräten kann auch gekühlt werden). Zusätzlich ist im Wohnzimmer noch ein Schwedenofen geplant. 
Die Pv wird mal geplant, wir müssen uns allerdings noch mal durchrechnen ob sie sich überhaupt rentiert. 



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