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Wärmepumpe unter Wasser

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16.7. - 19.7.2021
4 Beiträge | 4 Autoren 4
Es ist echt unglaublich, wie "süchtig" die DIY-Modbus-Anbindung der WP macht... das merkt man erst, wenn es nicht da ist.

Wir waren vorgestern so ziemlich im Zentrum des Unwetters, das NRW heimgesucht hat. Zwar sitzen wir auf dem Berg, aber der Starkregen hat den Garten dermaßen überflutet, dass nicht einmal das natürliche Gefälle ausgereicht hat. Die Pumpe unseres Kellertreppenschachts hat es auch nicht geschafft und so hatten wir 32 cm Wasser im Keller. Der Heizungs-FI ist natürlich geflogen.

Nachdem dann gröbste Wasser raus war, habe ich das Kältemodul aufgeschraubt und mit unserem Behelfsbautrockner (Monoblockklima... der Schlauch, der normal aus dem Fenster muss, liefert etwa 40C warme Luft mit ordentlich Durchsatz, während die kalte Seite die feuchte Luft dann trocknen. Auf einem 40 l Mörtelkübel stehend kann man damit viel entfeuchten) als erstes getrocknet. Nach 12h trocknen habe ich den ersten Startversuch gemacht... sah gut aus, aber nach einigen Minuten (vermutlich beim Schalten eines Relais) fiel der FI. Also nochmal 24h getrocknet... gleiches Verhalten.

Heizungsbauer gibt sowas ohnehin an den Herstellerservice weiter, zudem hatte er gerade ein anderes Problem (seine Firma ist unten im Tal direkt an der Volme... sie war 1,5 m unter Wasser). Heute habe ich mit dem von Nibe beauftragten Unternehmen geredet... sie kommen am Mittwoch. Inspiriert durch das Gespräch habe ich danach mal die Stromkabel beider Pumpen abgezogen - danach flog der FI nicht mehr. Es besteht also die Hoffnung, dass es "nur" eine der Pumpen ist (ich tippe auf die WT-Pumpe, denn solange keine Außentemperatur vorliegt, wird sie beim Start angeschaltet, was vom Timing her gut passt, zudem ist sie so eingebaut, dass die Elektronik gut absaufen kann). Der Inverter war vermutlich ganz knapp über Wasser, aber das werde ich sicher nicht testen, vor allem nicht ohne laufende Pumpen.

So weit reichen 32 cm Wasser etwa:


Wärmepumpe unter Wasser

Ich bin gespannt, was unsere Elementarschadenversicherung da bezahlen muss...

Ansonsten zeigt sich, dass es wirklich eine gute Idee war, im Friwapuffer den Heizstab für den kleinen Minisolar-Zuheizer zu verbauen. Der heizt (wenn die Sonne scheint) weiter zu, da vollkommen von der WP unabhängig, aber für das gestrige Bad (dafür reicht der Ertrag selbst bei Sonne nicht... es sind halt nur 300 W) habe ich kurzerhand den Solarzuheizer abgeklemmt und einen der drei Heizwiderstände (1,5 KW) mit 230 V gespeist (glücklicherweise ist das ja ein 230 V Heizstab, ist also für sowas ausgelegt und zugelassen). Das hat gut funktioniert... mir fehlt nur die Sensorik der Nibe, um zu sehen, wie weit ich heize (passieren kann nichts... der Thermoschalter des Heizstabs funktioniert bei AC ja). Letztlich ist das aber einfach, weil ich in etwa weiß, wie viele KWh ich brauche. 

Die Notheizfunktion der Nibe hilft hier auch nicht, weil man dazu ja wenigstens die WT-Pumpe braucht.

Hat noch jemand Erfahrung mit Wasserschäden und den möglichen Auswirkungen auf eine F1155?

Tiefkühltruhe, Waschmaschine und Wäschetrockner haben das Bad übrigens unbeschadet überstanden - nach dem Trocknen (wieder mit dem Klimagerät) gingen sie wieder. Das Klimagerät selbst stand übrigens auch im Wasser, aber "nur" 14 cm, wo scheinbar keine stromführenden Teile sind. Komplett tot ist vermutlich unsere USV (23 Jahre alt). Die hat ja weiter den Batteriestrom und war komplett unter Wasser. Drinnen sieht es "lecker" aus... die steckt man wohl besser nicht mehr an das Netz.

 
 
16.7.2021 (#1)
Wow, mein herzliches Beileid. Die Bilder die derzeit zirkulieren sind schon ziemlich schockierend. Da Du nur über Technik schreibst vermute ich mal Euch geht es gut, was ja leider bei vielen nicht der Fall ist. Insofern Glück im Unglück und schön zu hören.

Zu Deinen Fragen kann ich leider nix beitragen.

Aus meiner Kindheit kenne ich noch Wasser im Keller. Ist es bei Euch ein Wohnkeller ? 
17.7.2021 (#2)
Arghs. Das sind ja keine schönen Nachrichten. Ich finde es trotzdem gut dass du das ganze hier dokumentierst. Gerade auch das Verhalten der Versicherung wäre interessant zu erfahren. Lasst euch nicht unterkriegen vom Wasser! 
17.7.2021 (#3)
Uns ist nichts passiert... wir hatten ja "nur" diese 32 cm Wasser. Unten im Ort ist der Fluss durch die Hauptstrasse geflossen und hat alles ca. 1m tief unter Wasser gesetzt (beim Heizungsbauer sogar 1,5m). Da waren die Schäden dann gigantisch. Normalerweise ist die Volme im Ort ca knietief... in der Nacht waren es vermutlich um die 3 Meter.

Glücklicherweise sind bei uns im Ort keine Menschen zu Schaden gekommen. Kritisch war nach Presseberichten, dass nach Abschalten des Stroms unten im Ort ein beatmetes Kind gerettet werden musste (es gab keine Details, aber vermutlich war die Laufzeit der Notstromversorgung begrenzt). Die Feuerwehr hat das mit ihren Unimogs nicht geschafft, die wurden schlichtweg abgetrieben. Zum Glück war die Bundeswehr schon vor Ort und hat es mit einem Bergepanzer geschafft.


Brombaer schrieb: Ist es bei Euch ein Wohnkeller ?


Zum Glück nicht. Nur der Flurbereich ist wohnmäßig ausgebaut, der Rest nicht (der ist nur geputzt und der Estrich isr nackt). Leider haben wir aber überall schwimmenden Estrich (künftig würde ich Nutzkeller ganz ohne Estrich bauen und die Bodenplatte direkt als Fußboden nehmen). Von daher muss da noch professionell getrocknet werden, denn die Feuchtigkeit unter dem Estrich bekommen wir nicht weg. Unser Behelfsbautrockner hilft aber, die oberflächlichen Dinge zu trocknen...


denis schrieb: Gerade auch das Verhalten der Versicherung wäre interessant zu erfahren.


Elementarschäden sind bei den meisten Wohngebäudeversicherungen optional. Glücklicherweise haben wir vor drei Jahren, als wir das abgeschlossen haben, die Elementarschadenversicherung mitgenommen.


19.7.2021 (#4)


JanRi schrieb: Uns ist nichts passiert... wir hatten ja "nur" diese 32 cm Wasser.

Mein herzliches Beileid allen Betroffenen!!!

Bei uns im Wohnkeller mit Parkett & Co wären schon die 32cm fatal gewesen... bei uns (Wien Umgebung) war aber nix, meine Zisternenpumpe hat brav alles vom Garten (Terrassenentwässerung, Poolentwässerung, etc) in den (bei uns anscheinend nicht vollen) RW-Kanal weggepumpt. Der Garten (ohne Bepflanzung) ist eine Schlammwiese - den Sohn freuts...  LG


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