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Vorteil bei Konditionen als Bankangestellte

22 Beiträge | letzte Antwort 8.11.2018 | erstellt 6.11.2018
Hallo,

aus gegebenem Anlass würde mich interessieren zu welchen Konditionen Bankangestellte Kredite nehmen können?
Was kann ich mir da bei der aktuellen Zinslage erwarten bzw. worin liegen sonstige Vorteile?
Hat hier jemand aktuelles Zahlenmaterial?
Danke.
6.11.2018 15:31
Aktueller Fall aus meinem Umkreis:

Große bekannte und landesweit tätige Bank die standardmäßig eher mit mauen Zinsen hausieren geht, weils die Stammkunden ja eh zahlen
Im Endeffekt bekam der Mitarbeiter halt dann gute marktkonforme Konditionen. Nicht mehr und nicht weniger.

Weiteres:
- Komplizierter als bei sonstigen Kunden, da die nächste Führungssitzung abgewartet werden musste die das abzunicken hatte. Bekanntlich benötigt man Kreditzusagen oft dringend, das ist dann evtl. störend.
- Kein Grundbucheintrag
6.11.2018 15:36
Bankangestellte haben kraft ihres Berufsstandes bei anderen Banken als ihr eigener Arbeitgeber keine anderen Konditionen zu erwarten als Angestellte aus anderen Berufszweigen. Entscheidend für das Konditionen- bzw. generelle Finanzierungssetup sind die herkömmlichen kreditentscheidenden Punkte wie Leistbarkeit, Bonität, Immobewertung, etc.. Wenn die Parameter alle komfortabel sind, dann sind die Bestkonditionen (variabel EURIBOR + 1% bzw. fix 10Y 1,5%, 15Y 1,875%, 20Y ca. 2,10%) die Richtschnur.

Beim eigenen Arbeitgeber als Kreditgeber muss man aufpassen, dass eine "besonders günstige" Konditionenvergabe nicht zu einer Sachbezugspflicht (Vorteil aus dem Dienstverhältnis) führt. Über die Höhe der Sachbezugsgrenze kann das jeweilige Institut sicher Auskunft geben.
6.11.2018 16:27


LiConsult schrieb: Beim eigenen Arbeitgeber als Kreditgeber muss man aufpassen, dass eine "besonders günstige" Konditionenvergabe nicht zu einer Sachbezugspflicht (Vorteil aus dem Dienstverhältnis) führt. Über die Höhe der Sachbezugsgrenze kann das jeweilige Institut sicher Auskunft geben.


Völlig korrekt! Dann ist eine eventuelle Begünstigung bei den Kosten schnell dahin.
Meines Wissens nach verlangt die Bank für die Mitarbeiter keine BAG und keine Kontoführung, Pfnadrechtseintragung schon (zumindest bei 2 großen Anstalten weiß ich es).

Des weiteren wollen Mitarbeiter oftmals nicht, dass der Chef "Bescheid" weiß ...

Ich habe schon etliche Banker finanziert, bis zur Nationalbank rauf. Die Kondition war durchwegs immer besser .


6.11.2018 16:36
wir haben damals unsere (durchaus bemühte und interessierte) Hausbank mit unserem Angebot von der Konkurrenz konfrontiert und in einem informellen Moment ließ die Betreuerin durchblicken, dass die Konditionen besser als die Mitarbeiterkonditionen seien. 
Ob das stimmte, wissen wir nicht - wir hörten es auf jeden Fall gern 
7.11.2018 8:26
Also bei uns isses kein Problem, wenn wir als Mitarbeiter bei anderen Banken finanzieren. Jedoch kam man da nie von den Kondis hin.
ich habe keine BAG, keine GB-Eintragung und mit Sicherheit einen guten Zinssatz.
Das mit dem Sachbezug stimmt, jedoch liegen wir genau an der Grenze des zulässigen, dass hier kein Sachbezug verrechnet wird.  Somit ist das super für uns.
7.11.2018 8:29


rk515 schrieb:
Das mit dem Sachbezug stimmt, jedoch liegen wir genau an der Grenze des zulässigen, dass hier kein Sachbezug verrechnet wird.  Somit ist das super für uns.


Kannst du mir hier bitte konkrete Zinssätze nennen?
Wenn es bspw. um 300k bei einer Laufzeit 25 Jahre und davon 15 Jahre Fixzins geht?
7.11.2018 8:34
Wie kann es sein, dass eine Bank auf den Grundbucheintrag verzichtet, nur weil es sich um einen bei ihr angestellten Mitarbeiter handelt?!?
7.11.2018 8:37


MissT schrieb: Wie kann es sein, dass eine Bank auf den Grundbucheintrag verzichtet, nur weil es sich um einen bei ihr angestellten Mitarbeiter handelt?!?


bzw. was passiert, wenn man das Unternehmen verlässt?
7.11.2018 8:58


austriansales schrieb: bzw. was passiert, wenn man das Unternehmen verlässt?


die PBU haben sie ja, sie wird nurnicht "benutzt", liegt im Safe ungenutzt herum, die Bank kann jederzeit eintragen lassen

das Risiko ist halt da das du verkaufst ohne was zu sagen und oder einen anderen Kredit von einer anderen Bank aufnimmst
7.11.2018 10:52


MissT schrieb: Wie kann es sein, dass eine Bank auf den Grundbucheintrag verzichtet, nur weil es sich um einen bei ihr angestellten Mitarbeiter handelt?!?


 
Durch eine EPU


austriansales schrieb: bzw. was passiert, wenn man das Unternehmen verlässt


dann gibts auch keine Mitarbeiterkondis mehr. Steht auch so im Vertrag


ChristianIV schrieb: das Risiko ist halt da das du verkaufst ohne was zu sagen und oder einen anderen Kredit von einer anderen Bank aufnimmst


risiko schon, aber wenn ich schon verkaufe, dann deck ich auch den kredit ab bevor ich mir einen anderen aufnehme. so rein von der logik her.


austriansales schrieb: Kannst du mir hier bitte konkrete Zinssätze nennen?


sorry, nein, das werd ich nicht machen. ich kann nur sagen, dass ein Fixzins für mich nicht attraktiv ist.

ich hab auch noch keinen elektriker, insti, baumarktangestellten, autoverkäufer oder sonst wem getroffen, der mir gesagt hat, welche "angestelltenkondis" er zusätzlich auf den einkaufspreis, zu dem er die materialien bezieht er noch bekommt.
tut aber auch nichts zur sache. jede branche hat seine vorteile sag ich mal. *G*

7.11.2018 11:19


rk515 schrieb: ich hab auch noch keinen elektriker, insti, baumarktangestellten, autoverkäufer oder sonst wem getroffen, der mir gesagt hat, welche "angestelltenkondis" er zusätzlich auf den einkaufspreis, zu dem er die materialien bezieht er noch bekommt.
tut aber auch nichts zur sache. jede branche hat seine vorteile sag ich mal. *G*


versuchen kann mans ja ;)
nein, passt schon - mich hätte es halt interessiert ;)
7.11.2018 13:41
Ich denke, dass die MA-Kondis im Normalfall günstiger sein sollten. Bei der Bank meiner Frau gibt es ein Blatt mit Konditionen, das für alle MA gilt. Es steht aber jedem frei, sich bei einer anderen Bank um einen Kredit zu bemühen.

Da bei uns keine Bearbeitungsgebühr, Kontoführung, Schätzungskosten fürs Grundstück oder sonstige Gebühren die Banken gerne verrechnen anfallen/angefallen sind, war es sicher die günstigste Lösung.

Wenn man die Bank verlässt, wird man auf normale/schlechtere Konditionen umgestellt.


rk515 schrieb: Das mit dem Sachbezug stimmt, jedoch liegen wir genau an der Grenze des zulässigen, dass hier kein Sachbezug verrechnet wird.  Somit ist das super für uns.


Das kann sich aber ändern. Der relevante Referenzzinssatz für die Sachbezugsberechnung wird jährlich durch das BMF erlassen. Je besser die Konditionen desto eher die Wahrscheinlichkeit, dass es einen mal trifft. Bis EUR 7.300 ist das Ganze abgabenfrei möglich.
7.11.2018 13:47


rk515 schrieb: risiko schon, aber wenn ich schon verkaufe, dann deck ich auch den kredit ab bevor ich mir einen anderen aufnehme. so rein von der logik her.


von der Thematik müsste KEINE Bank sich im Grundbuch eintragen, es sind ja nur Gutmenschen unterwegs und niemand versucht einen Betrug   

lade zusätzliche 500k schulden zusätzlich auf das Haus oder verkaufe es, schaffe das Geld in eine Steueroase und ab in die Karibik oder sonstwohin wo niemand Zugriff hat und das restliche Leben einfach nichts machen, alleine die Gelegenheit haben und ein schwacher Moment selbst wenn man es nicht planen würde

was ich mich immer gefragt habe was die Banker vielleicht beantworten können ist:

wäre es nicht möglich garnichts oder fast garnichts einzutragen um sich die Steuern zu sparen und dafür ein  Belastungs/Veräußerungsverbot zugungsten der Bank, in Bezug auf vorzeitige Übergabe an Kinder wird das ja oftgenug gemacht, kann man das auf ein Unternehmen "drehen" dann könnte man sich die 1,2% komplett sparen oder denke ich da falsch irgendwo, wenn ich keinen anderen Kredit draufladen kann oder es nicht verkafuen kann ist die Bank ohne Eintragung ja genauso save
7.11.2018 14:21


ChristianIV schrieb: wäre es nicht möglich garnichts oder fast garnichts einzutragen um sich die Steuern zu sparen und dafür ein  Belastungs/Veräußerungsverbot zugungsten der Bank, in Bezug auf vorzeitige Übergabe an Kinder wird das ja oftgenug gemacht, kann man das auf ein Unternehmen "drehen" dann könnte man sich die 1,2% komplett sparen oder denke ich da falsch irgendwo, wenn ich keinen anderen Kredit draufladen kann oder es nicht verkafuen kann ist die Bank ohne Eintragung ja genauso save


Bin kein Jurist, ich denke aber, dass wenn der Staat oder ein Dritter berechtigterweise auf die Immobilie zugreifen will, hilft der Bank ein Belastungs-/Veräußerungsverbot nicht. Für die Bank wäre das somit ein immenses Risiko.

So steht sie an erster Stelle (Rang) und bei einer Verwertung wird zuerst die Bank bedient, soweit ich weiß.
7.11.2018 14:36
Hinterlegte Pfandurkunde war einmal. Das ist schon ein Zeiterl her, dass hier trotzdem gute Kondis gelegt wurden.

Dass keine BAG und keine Kontoführung anfällt, hab ich oben schon erwähnt.
Aber ein Unterschied von zB 0,25% bei einem 15.j-Fixzins macht bei 300K Obligo 11.250,-- Euro Ersparnis aus. Dem gegenüber stehen vielleicht 8.000,-- an Kosten (inkl. Kontoführungung über 30 Jahre Laufzeit). Also immer noch eine Ersparnis von über 3K, nur in der Fixzinsphase. Und wenn der Kunde vorzeitig tilgt, verringert sich die Kontoführung um zB die Hälfte, dann fällt die Ersparnis nochmals um nen Tausender höher aus.

An dem Beispiel kann man auch wieder mal gut erkennen, wie gut der Schmäh der meist Hausbanken ist, die Kunden mit einer kleinen Pauschal-BAG zu locken um einen schlechteren Aufschlag zur rechtfertigen.

Zusätzlich fällt das Thema Sachbezug weg und das Risiko einer schlechteren Konditionierung durch Streichung der Angestelltenkondionen bei AG-Wechsel. Dann kannst vielleicht umschulden, dann fallen aber sämtliche Kosten an ;).

Also ja, ich verstehe durchaus, warum ich einige Banker zu meinen Kunden zähle .

@Christian: ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das so einfach geht, den juristischen Hintergrund weiß ich aber auch nicht.
Und ja, es gibt keeeeine schwarzen Schafe, die die Kohle vielleicht auf den Cayman' s parken .

@RK: Deine Kondi wäre durchaus interessant zu wissen, Simon, von uns (mir) willst/wolltest du auch immer die Konditionen wissen - und die Bank . Jetzt stehen zumindest der Großteil der Banken gleich auf der Startseite meiner Homepage;).
7.11.2018 15:27


ChristianIV schrieb: Belastungs/Veräußerungsverbot zugungsten der Bank


puh aaahm.. keine ahnung ob das geht... es gibt aber die möglichkeit des Grundbuch-Lustrums.. wenn meine Liegenscahft da eingetragen ist, erfährt die bank, wenn irgendwas mit der Liegenschaft gemacht wird. Also wenn eine Plombe eingetragen wird. Aber dann isses theoretisch für meine bank auch zu spät.


speeeedcat schrieb: Hinterlegte Pfandurkunde war einmal. Das ist schon ein Zeiterl her, dass hier trotzdem gute Kondis gelegt wurden.


 bei uns wirds noch gemacht


speeeedcat schrieb: Deine Kondi wäre durchaus interessant zu wissen, Simon, von uns (mir) willst/wolltest du auch immer die Konditionen wissen - und die Bank


ja, ich wollte deine kondis wissen, die du vermittelst, aber nicht deine eigenen die du bei deinen eigenem kredit bei den den banken bekommst. das ist der unterschied


speeeedcat schrieb: Jetzt stehen zumindest der Großteil der Banken gleich auf der Startseite meiner Homepage;).


aso? noch nie reingesehen. ^^

wie schon erwähnt, jeder darf aus seiner branche die vorteile ziehen. *grins*
die nachteile haben wir sowieso picken.... wir sind ja bekanntlich bei 99 % der bevölkerung alles gauner und sowieso am wirtschaftlichen untergang der welt beteiligt... so what.  da kann man mir doch einen wirklich günstigen kredit gönnen oder? *G*G*G*

7.11.2018 16:40


rk515 schrieb: bei uns wirds noch gemacht


die konditionelle Verschlechterung ggü mit Eintragung wäre interessant. Komm schon, spuck' s aus !


rk515 schrieb: ja, ich wollte deine kondis wissen, die du vermittelst, aber nicht deine eigenen die du bei deinen eigenem kredit bei den den banken bekommst. das ist der unterschied


Ich habe bereits vor 7 Jahren abgeschlossen. Damals konnte ich für mich selber 0,8% Aufschlag auf den 3ME rausholen.
gdfde meine ich zu wissen hat seinerzeit sensationelle 0,75% auf den 1(!)ME bekommen!

Also auch hier, komm schon, rück rüber !
8.11.2018 9:18
Also ich schliesse gar nicht aus, dass die eigene Bank (als Arbeitgeber) auf die Eintragung des Pfandrechtes zugunsten einer eintragungsfähige Pfandurkunde verzichtet. Das muss dann aber schon eine Bank sein, der ihre Mitarbeiter mächtig am Herz liegen, denn rein ökonomisch ist das für die Bank ein Irrsinn. Eine PBU ist keine Sicherheit im Sinne des Basel Regimes - bedeutet: die Bank muss zusätzliches wertvolles Eigenkapital für die konkrete Finanzierung binden, was wiederum die Refinanzierungskosten in die Höhe treibt. Wenn dann auch noch ein Zinssatz wie o.a. vergeben wird und sämtliche mit der Finanzierung zusammenhängenden Kostenelemente ausgeschaltet werden, dann muss sich der Entscheidungsträger eigentlich von seinem Aufsichtsrat fragen lassen wie er sich das vorstellt.


ChristianIV schrieb: wäre es nicht möglich garnichts oder fast garnichts einzutragen um sich die Steuern zu sparen und dafür ein Belastungs/Veräußerungsverbot zugungsten der Bank, in Bezug auf vorzeitige Übergabe an Kinder wird das ja oftgenug gemacht, kann man das auf ein Unternehmen "drehen" dann könnte man sich die 1,2% komplett sparen oder denke ich da falsch irgendwo, wenn ich keinen anderen Kredit draufladen kann oder es nicht verkafuen kann ist die Bank ohne Eintragung ja genauso save


Das ist ganz einfach. Ein Belastungs- und Veräußerungsverbot wirkt absolut (bedeutet gegen jeden Dritten, dinglich) nur, wenn es zwischen Ehegatten oder zwischen (Groß Eltern und (Stief-, Schwieger- oder Enkel-) Kindern eingeräumt wird. Nur dann kann es auch im Grundbuch intabuliert werden.
8.11.2018 9:56


speeeedcat schrieb: die konditionelle Verschlechterung ggü mit Eintragung wäre interessant. Komm schon, spuck' s aus !


meinst jetzt für uns angestellte, oder (um das es ja hier nicht geht) für kunden?


speeeedcat schrieb: Ich habe bereits vor 7 Jahren abgeschlossen. Damals konnte ich für mich selber 0,8% Aufschlag auf den 3ME rausholen.


bei mir sinds mittlerweile schon 8. *G ja eh nette kondis.. wenn man bedekt, dass der negative indikator auch noch weitergegeben wird ist super. *G*

meine wirst dennoch nciht erfahren. aber so viel sei gesagt, auch ich zahle zinsen. also NULL ist es nicht. haha


LiConsult schrieb: Das muss dann aber schon eine Bank sein, der ihre Mitarbeiter mächtig am Herz liegen


Der Arbeitgeber weiß, was er an uns hat. haha


LiConsult schrieb: Das ist ganz einfach. Ein Belastungs- und Veräußerungsverbot wirkt absolut (bedeutet gegen jeden Dritten, dinglich) nur, wenn es zwischen Ehegatten oder zwischen (Groß Eltern und (Stief-, Schwieger- oder Enkel-) Kindern eingeräumt wird. Nur dann kann es auch im Grundbuch intabuliert werden.


Stimmt.. da war ja was mit den Ehegatten. Also zu Gunsten einer Bank gehts nicht. Danke LiConsult

8.11.2018 16:14
Tagesaktuell für Mitarbeiter einer Grossbank:

- 2.25 fix für 20 Jahre
- 3ME + 1.55 variabel

Also Mitarbeiter = externer Kunde. Es entfallen aber Bearbeitungsgebühr, Kontoführung, Schätzungskosten. Es ist gut möglich dass man bei anderen Banken bessere Konditionen bekommt -> wird häufig auch gemacht.
8.11.2018 16:26
Danke Dorfbursche für die aktuelle Info.
Darf man wissen, welche? Mit Kreuz im Logo oder blau-rot?



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