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Vertikaler PV-Gartenzaun - Auslegung / Montage - Seite 2 teilen

31.8. -4.9.2026    37 Antworten    10 Autoren 37 2026-09-04T14:11:14+02:00
  
Zusammenfassung
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  •  Gawan
  •   Gold-Award
31.08.2026
37
Hallo,

ich hab vor zum Nachbarn einen PV-Zaun aufzustellen - komplett in Eigenregie.
Es geht dabei um ca. 20 Meter an der Grundgrenze. Ziel ist ein doppelt beplankter Zaun mit jeweils ca. 17 oder 18 Panelen je Seite - vertikal montiert, fertige Höhe ca. 180cm

Ich möchte aber keine fertige PV-Zaun-Lösung bei der die einzelnen Steher eine Lawine kosten.

Meine spontane Idee wäre ein paar Punktfundamente bzw. Streifenfundament (80x20x20m) und darin versenke ich jeden Meter senkrecht so eine 40x40 Alu PV-Profil. 80cm tief bis zum Mutterboden und 200cm oben rausstehend.
Darauf montiere ich waagrecht auf beiden Zaunseiten über die gesamten 20m wieder Aluprofile und darauf werden dann die Panele befestigt - eigentlich nicht viel anders wie bei einer Dachmontage, nur stehend.

Was ich leider gar nicht abschätzen kann:
Reichen die Punktfundamente (ca. 20 Stück) oder benötige ich ein komplettes Streifenfundament für die mögliche Windlast ?
Sind die 40x40 Profile stabil genug für die mögliche Windlast ? Oder gibt es da stabilere Varianten auf denen ich die waagrechten 40x40er dann montieren kann ?

Hat sowas schon jemand gebaut und Erfahrung oder sogar Bilder ?

Das wär dann das Projekt für den Herbst :)
lG
Gawan

  •  Gawan
  •   Gold-Award
2.9.2026  (#21)

zitat..
ABERG schrieb:

Was ist bei dir der Unterschied zwischen "gegen" und "in" den Wind stellen?

Wenn der Wind von Westen kommt, muss die längere Seite auch nach Westen zeigen.

wenn ich die längere Seite "gegen" den Wind stelle, dann bläst der Wind gegen die längere Seite
wenn ich die längere Seite "in" den Wind stelle, dann zieht der Wind in Längsrichtung daran vorbei


1
  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
2.9.2026  (#22)
Spielt überhaupt keine Rolle ob in, oder gegen den Wind....
Die Windlast, sprich die Statik muss passen..., egal wie der Zaun steht, oder woher der Wind bläst.

1
  •  Spt42
  •   Silber-Award
2.9.2026  (#23)

zitat..
Gawan schrieb:

interessant wäre noch ob es für das Fundament irgendwelche Erfahrungen gibt ?
Streifenfundament = Luxus ?
1 Punktfundament je Panel oder je 2 Panele ?
oder kann man irgendwie sinnvoll ausrechnen ohne Physikstudium ? 🧐

Je nach Möglichkeiten - ein Streifenfundamet ist mit dem Bagger schnell erledigt. Eine kleine Mauer ist halt pflegeleichter bezüglich Bewuchs. 

Für 20m würde ich 80x80 Steher aus Stahl oder Beton mit 1,452m Abstand setzen. Die Zwischenräume füllst du dann mit einer 80x40 PV Schiene vom Hersteller deiner Wahl => somit sind beide Seiten mit der nötigen Unterkonstruktion versorgt. Falls du keine Modulklemmen sehen willst, könntest du natürlich auch auf beiden Seiten ein Einlegesystem verwenden. Da wäre der Abschluss des ganzen Zaunes auch sauberer, je nach lokalen Gegegebenheiten. 


zitat..
New_Projekt schrieb:

Meine Bifazialen Module liefern von der Rückseite ca. 80% der Nennleistung...
Klar läuft die Vorderseite besser, aber ob das die doppelten Kosten aufwiegt?

die Modulkosten sind halt nur ein Bestandteil des ganzen. Mit einer Bifazialen Reihe sind alle Säulen, Module, Modulhalter, Rohre/Kabelkanäle,...  im "Sichtbereich". Je nach eigenem Anspruch an die Optik wird es dann ggf deutlich teurer/aufwändiger.

Umgekehrt hat man mit sichtbaren Pfosten usw natürlich optisch eher einen klassischen "Zaun". Eine durchgehende Wand aus PV Modulen hat ggf auch nicht den optimalen WAF. 




1
  •  Gawan
  •   Gold-Award
2.9.2026  (#24)

zitat..
New_Projekt schrieb:

Spielt überhaupt keine Rolle ob in, oder gegen den Wind....
Die Windlast, sprich die Statik muss passen..., egal wie der Zaun steht, oder woher der Wind bläst.

wenn ich einfach nur ein flacheisen mit 1mm stärke und 10cm länge einbetoniere und darauf die 2m panele schraube reichts wenn ich mich anlehne um das eisen zu knicken oder zu verbiegen
wenn ich das flacheisen aber um 90 grad drehe und darauf die Panele montiere ist das ungleich stabiler und ich brauch mindestens schweres gerät um das noch zu verbiegen

warum sollte das bei der Windlastberechnung anders sein ?


1
  •  Spt42
  •   Silber-Award
2.9.2026 15:03  (#25)
ansonsten einfach mal hier nachfragen, die haben soweit ich sagen kann auch Lastberechnungen:

https://www.solares-spremberg.de/onlineshop/item/komplettlosung-photovoltaikzaun/zaunpfosten/zaunpfosten-l4-fur-weichen-untergrund--100-110-120-140-160-183cm-mit-h-anke/

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  •  massiv50er
  •   Gold-Award
2.9.2026 15:03  (#26)

zitat..
Gawan schrieb:

──────..
New_Projekt schrieb:

Spielt überhaupt keine Rolle ob in, oder gegen den Wind....
Die Windlast, sprich die Statik muss passen..., egal wie der Zaun steht, oder woher der Wind bläst.
───────────────

wenn ich einfach nur ein flacheisen mit 1mm stärke und 10cm länge einbetoniere und darauf die 2m panele schraube reichts wenn ich mich anlehne um das eisen zu knicken oder zu verbiegen
wenn ich das flacheisen aber um 90 grad drehe und darauf die Panele montiere ist das ungleich stabiler und ich brauch mindestens schweres gerät um das noch zu verbiegen

warum sollte das bei der Windlastberechnung anders sein ?

wie kannst du verhindern, dass starker sturm aus einer anderen Himmelsrichtung kommt?

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  •  christoph1703
2.9.2026 15:19  (#27)

zitat..
massiv50er schrieb: wie kannst du verhindern, dass starker sturm aus einer anderen Himmelsrichtung kommt?

Es kommt auf die Windlast an, nicht auf die Windrichtung. Die Windlast wirkt wegen der Angriffsfläche quer zum Zaun. In Längsrichtung wirkt kaum eine Kraft und der Zaun ist in die Richtung auch um ein Vielfaches stärker.


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  •  ABERG
  •   Silber-Award
2.9.2026 15:52  (#28)
Genau so ist es!

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  •  Gawan
  •   Gold-Award
2.9.2026 21:10  (#29)
Nach diversen Onlinerechnern und unter Zuhilfenahme von KI kommt jetzt folgendes raus:

- Punktfundamente mit 1m Abstand mit 60x60x80
- Verzinkte Stahl-rundrohre mit 60x6 oder Rechteckprofile mit 60x60x4 im Beton bis zum Boden (also -80) versenken und nach oben 170cm rausstehen lassen
- auf die Rechteckprofile dann im Abstand von 80cm übereinander drei K2 Basicrail Profilschienen und darauf dann die Panele

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  •  christoph1703
2.9.2026 21:56  (#30)
Der Abstand passt nicht, oder? Sollte Modulbreite+20mm sein? Da bleibt zwischen den Punktfundamenten kaum noch Platz,  Streifenfundament ist sicher einfacher zum Ausheben. 

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  •  cutcher
3.9.2026 7:59  (#31)

zitat..
Gawan schrieb:

ja, aber das summiert sich trotzdem auf maximal 100% der nennleistung, oder ?
d.h. wenn zwei "normale" 500W-panele rücken an rücken jeweils 350 Watt machen würden, macht das Bifaciale trotzdem nur 500, oder ?

In welche himmelsrichtung steht denn dein zaun?
und ich geh mal davon aus dass er senkrecht steht😁

wenn süd/nord wird die nordseite "nie" 350w liefern da die sonne im ganzen jahr keinen "guten" einstrahlwinkel von norden hat
bei ost/west ist die sonne ebenfalls 1/2 jahr mit sicherheit zu flach, und das restliche halbe jahr zu steil

ich wüsste ehrlich gesagt keine kombination, wo sich doppelseitige belegung beim zaun im kosten/nutzen verhältnis auszahlen würde🤔


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  •  Gawan
  •   Gold-Award
3.9.2026 13:33  (#32)

zitat..
christoph1703 schrieb:

Der Abstand passt nicht, oder? Sollte Modulbreite+20mm sein? Da bleibt zwischen den Punktfundamenten kaum noch Platz,  Streifenfundament ist sicher einfacher zum Ausheben.

das ist voneinadner unabhängig - die Steher sind einfach mit 100cm Abstand geplant - darauf wird die Profilschiene montiert und drauf dann die Panele - ohne direkten Bezug zu den Stehern

zitat..
cutcher schrieb:

──────..
Gawan schrieb:

ja, aber das summiert sich trotzdem auf maximal 100% der nennleistung, oder ?
d.h. wenn zwei "normale" 500W-panele rücken an rücken jeweils 350 Watt machen würden, macht das Bifaciale trotzdem nur 500, oder ?
───────────────

In welche himmelsrichtung steht denn dein zaun?
und ich geh mal davon aus dass er senkrecht steht😁

wenn süd/nord wird die nordseite "nie" 350w liefern da die sonne im ganzen jahr keinen "guten" einstrahlwinkel von norden hat

bei ost/west ist die sonne ebenfalls 1/2 jahr mit sicherheit zu flach, und das restliche halbe jahr zu steil

ich wüsste ehrlich gesagt keine kombination, wo sich doppelseitige belegung beim zaun im kosten/nutzen verhältnis auszahlen würde🤔

der Zaun steht Süd/Nord - ja wahrscheinlich ist der Mehrwert der Doppelbeplankung überschaubar, das Ganze reduziert aber die Komplexität der Grundkonstruktion massiv und ich kann völlig problemlos die SE-Optimierer und die ganze Verkabelung verstecken


1
  •  christoph1703
3.9.2026 13:40  (#33)

zitat..
Gawan schrieb: das ist voneinadner unabhängig - die Steher sind einfach mit 100cm Abstand geplant - darauf wird die Profilschiene montiert und drauf dann die Panele - ohne direkten Bezug zu den Stehern

Denkfehler meinerseits, jetzt hab ichs. Der Punkt bleibt aber, Punktfundamente in der Größe und dem Abstand sind sicher deutlich mehr Aufwand als ein durchgehendes Streifenfundament. Es sei denn, du findest jemanden mit einem 60cm Erdbohrer. Das könnte dann gut gehen.




1
  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
3.9.2026 14:22  (#34)
Ich habe weiter oben ja auch schon angemerkt, das die Sonne nur von einer Seite auf den Zaun scheint.


Bei meinem Zaun gibt es den Sonnenstand.... zu flach nicht.
Gerade jetzt und in den Wintermonaten spielt ein Zaun seine Stärken aus.
O/W läuft immer gut....
Im Gegensatz zum Sommer, da sind die Erträge meiner Südanlage eher überschaubar.




1
  •  New_Projekt
  •   Gold-Award
3.9.2026 14:26  (#35)
Ich denke auch, das eine Kosten/Nutzen Rechnung wie bei einer "normalen" Pv Anlage nicht ganz fair ist.
Eine Zaunanlage erfüllt ja auch den Zweck einer Einfriedung.
Hier sehe ich durchaus einen Mehrwert einer solchen Anlage.

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  •  Gawan
  •   Gold-Award
4.9.2026 10:48  (#36)

zitat..
christoph1703 schrieb:

──────..
Gawan schrieb: das ist voneinadner unabhängig - die Steher sind einfach mit 100cm Abstand geplant - darauf wird die Profilschiene montiert und drauf dann die Panele - ohne direkten Bezug zu den Stehern
───────────────

Denkfehler meinerseits, jetzt hab ichs. Der Punkt bleibt aber, Punktfundamente in der Größe und dem Abstand sind sicher deutlich mehr Aufwand als ein durchgehendes Streifenfundament. Es sei denn, du findest jemanden mit einem 60cm Erdbohrer. Das könnte dann gut gehen.

ja wahrscheinlich ist das die beste lösung - braucht zwar etwas mehr Beton, ist aber statisch wesentlich einfacher


zitat..
New_Projekt schrieb:

Ich denke auch, das eine Kosten/Nutzen Rechnung wie bei einer "normalen" Pv Anlage nicht ganz fair ist.
Eine Zaunanlage erfüllt ja auch den Zweck einer Einfriedung.
Hier sehe ich durchaus einen Mehrwert einer solchen Anlage.

ich hab mit und für einen Freund einen bifacialen Zaun gebaut und das war relativ komplex bei der Positionierung der Steher, der Montage, der Verkabelung, etc.  Also klar, alles machbar, aber mit deutlichem Mehraufwand

und den Mehraufwand kann ich mir sparen indem ich einfach 10-15 mehr Panele dranschraube - um knappe 700-1000 EUR - dafür hab ich auf der anderen Seite den Vorteil der deutlich einfachen und unkomplizierteren Unterkonstruktion und kommt meinen handwerklichen Fähigkeiten eher entgegen 😉




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  •  Gawan
  •   Gold-Award
4.9.2026 14:11  (#37)

zitat..
Solarbuddys schrieb:

Blendthema der Module nicht vergessen - je nach Nachbar kannst dann die Anlage rueckbauen im Worst Case

die nachbarn sind selbst stark dafür dass ich das mache, dann kostet denen der Zaun genau gar nix
weil bei dem schirchen gitterdraht-dings das die vorgehabt haben hätt ich keinen Cent mitgezahlt

wie gießt man so ein Streifenfundament ?  
Graben auf - Beton rein, warten ?  oder kommt da Eisen dazu ? 
grob drübergerechnet sind das 3-4m³ Beton, macht man das noch mit der Hand ? oder Zwangsmischer ? oder Mischwagen mit Rutsche ?


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