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Überhitzung durch Heizung

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31.3. - 1.4.2021
4 Beiträge | 3 Autoren 4
Hallo
Ich wollte mal fragen, ob das bei euch auch so ist:
In der Nacht haben wir 2°C und die Heizung läuft. Untertags steigt die Temperatur relativ rasch auf 20°C an und der berechnete Vorlauf fällt auf 22°C. Die Wärmepumpe schafft aber mit 20Hz nicht weniger Vorlauf als 25°C (Rücklauf 23°C) und dadurch wird es trotz Beschattung viel zu warm. 
Bis die Gradminuten abgebaut sind ist es 14-15Uhr, solange wird zusätzlich aufgeheizt.
Die F1255-6 startet bei -400GM, diesen Wert möchte ich auf -250GM ändern. 
Was kann ich zusätzlich für die Zwischensaison optimieren?
Den Außenfühler möchte ich nicht auf die Ostseite geben, wo er morgens gleich Sonne abbekommt, wie man oft liest. Denn wir haben im Winter morgens nur kurz Sonne und dann sind wir vom Berg verschattet, da möchte ich nicht, dass die Heizung für diese Zeit vom Gas geht.
Freue mich auf Antworten

 
 
31.03.2021 (#1)
Wenn du einen STABILEN Innentemperatursensor hast (also einen, der sich nicht von Kleinigkeiten in seiner unmittelbaren Umgebung verwirren lässt), dann könntest du über den Innentemperatureinfluss die GM deutlich schneller abbauen.

Das funktioniert bei mir prima und hat noch einen Effekt: Man überheizt ja trotzdem ein wenig, aber diese Wärme bleibt ja in den Räumen. Damit senkt der IT-Einfluss auch abends noch das VL-Soll und verlängert die WP-Pause deutlich.

Zusätzlich solltest du überlegen, die Heizgrenze nach unten zu setzen (in Richtung 10-12C) und die Durchschnittszeit auf wenigstens 24h. Das dürfte dann reichen, um in den Sommermodus zu wechseln. Dann hilft die Sonne des Tages, soviel Wärme im Haus zu speichern, dass nachts niemand friert.

Wir haben aktuell nachts um die 4C und tagsüber um 20... unsere F1155-6 ist seit zwei Tagen im Sommermodus.
31.03.2021 (#2)
Wir haben keinen Innentemperatursensor. Ich wollte einen in die KWL einbauen, jedoch läuft diese untertags CO2 gesteuert recht wenig. Vielleicht überlege ich nochmal, wo eine gute Position dafür wäre und rüste einen nach. 
Dass die Wärme am Abend "hilft" ist mir klar, jedoch wäre es uns lieber, wenn es erst gar nicht soo warm werden würde. Es gehört auf jeden Fall noch optimiert, es ist halt unser erster Frühling im Haus.
Die Heizgrenze ist bei 12°C eingestellt, Filterzeit 48h und mittlere Außentemperatur liegt bei 7°C. Noch ist es also zu früh für Sommermodus, prinzipiell wären die Einstellungen aber schon ähnlich deiner Empfehlung.
Danke dir @JanRi! Innentemp-Sensor - hast mir schon etwas weiter geholfen
31.03.2021 (#3)


Supapeda schrieb: Die F1255-6 startet bei -400GM, diesen Wert möchte ich auf -250GM ändern. 

Das hilft sicher.
Die Folge ist aber auch mehr Takten. Aber was soll die WP denn sonst machen, wenn keine kleinere min. Leistung möglich ist.

Du kannst auch mit Heizkurve und Durchsatz spielen.
Wenn du die VL-Temp. weiter runterdrehst und gleichzeitig den Durchsatz etwas höher schraubst (so dass die gleiche thermische Leistung erreicht wird) sollte das auch dem Selbstregeleffekt und der gleichmäßigeren Wärmeverteilung im Haus helfen. 


Supapeda schrieb: Wir haben keinen Innentemperatursensor.

ist es denn wirklich eine F1155 und keine S1155?
Bei der "F" ist der Raumfühler noch wirklich brauchbar und empfehlenswert

Bei der S1155 kannst den hingegen vergessen. Es ist kein Raumfühler-Einfluss-Faktor mehr einstellbar, sondern es gibt nur mehr eine Auto-Funktion. Und die ist gänzlich unbrauchbar für FBH und/oder BKA.

Sollte es eine "S" sein, kannst du aber die Wettersteuerung nutzen. Da wird die VL-Temp. nach einer VL-Soll-Temp. geregelt, die ein paar Stunden in der Zukunft liegt.
Das funktioniert wirklich gut und hilft in dem Fall auch sehr gut.
Ich glaube aber nicht, dass dieses Feature mittlerweile auch für die "F" Modelle verfügbar ist?!


01.04.2021 (#4)
Mir ist ehrlich gesagt lieber, wenn es zu warm wird, dass sie ausschaltet, anstatt zu überhitzen und dabei auch noch Strom zu verbrauchen. Wir haben Die Anlage im Dezember 2019 in Betrieb genommen und ausgeheizt sowie die Baustelle beheizt. Seit Juni 2020 wohnen wir im Haus und haben nun 296 Verdichterstarts. Ich denke, es wird mit ein wenig Takten in der Übergangszeit noch erträglich sein.

Deinen Vorschlag mit mehr Volumenstrom und weniger Temperatur verstehe ich bezüglich der Wärmeverteilung im gesamten Haus, jedoch nicht im Bezug auf die Überhitzung, da diese überall gleichermaßen statt findet. Für den Herbst, wo ich solare Gewinne verteilen möchte finde ich das gut, weil die nur Süd/West-seitig vorhanden sind. Aber die Heizung überheizt momentan das ganze Haus mit den 25°C Vorlauf. 
Aktuell habe ich fix 40% mit 11,5l/min eingestellt. Im Winter hatten wir noch 45% mit 12,5l/min verwendet, jedoch wollte ich damit um ca. ein halbes Grad mit der Raumtemperatur runter kommen, da die Heizkurve ja nur ganze Grade zulässt.

Tatsächlich handelt es sich um die F1255-6 EM PC in Edelstahl-Variante mit 3x400V Anschluss, damit es ganz genau ist
In dem Fall halte ich mich noch mehr an die Empfehlung des Raumtemp-Sensors und besprich mich mal mit meiner Frau, wo er nicht allzusehr stört.

Danke auch dir, @Pedaaa 


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