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Übergang Holz - Ziegel. Knifflige Frage...

12 Beiträge | letzte Antwort 10.6.2018 | erstellt 7.6.2018
Hallo,

wir haben im Stiegenhaus einen Übergang von Ziegel auf Holz (mit 10cm Rücksprung). Jetzt überlegen wir, wie wir das am bestem zumachen. Am liebsten natürlich ohne Trennfuge. Siehe Foto. 
Übergang Holz - Ziegel. Knifflige Frage...

- Architekt meint: Unten Glattstrich auf Ziegel, oben 10cm Holzriegel und alles mit Fermacellplatten verkleiden. (Natürlich darf der Stoß nicht gerade am Übergang sein).

- ein Putzer meint: 4cm Riegel oben + 5cm Heraklith. Und alles durchgängig verputzen. Mit Panzergewebe funktioniert das.

- Hersteller von Putzträgerplatten meint: 4cm Riegel oben + 6cm Holzweichfaser. Künstliche Trennfuge (besser kontrolliert als unkontrolliert), alles putzen und LED-Leiste rein.

Hat jemand damit Erfahrung? Meinung dazu?
7.6.2018 21:14
Für mich hört sich die letzte Möglichkeit am saubersten an. Die ersten beiden kann ich mir nicht ohne Risse vorstellen! Wenn man da so eine durchgängige LED Schiene mit Plexiglasabdeckung einbaut schauts geil aus und die Materialien sind sauber getrennt!
7.6.2018 23:13
Keine Erfahrung damit, aber Frage dazu: könntet ihr euch vorstellen, den Rücksprung sichtbar zu lassen? Entweder verputzt oder eine Art Fensterbrett dort machen? Dort könntets was aufstellen (Bücher, Hängepflanzen, Vasen mit Trockenblumen, Fotos, Bilder, Nippes/Gesammeltes falls ihr sowas habts, etc.), könnte mit der richtigen Beleuchtung sehr nett wirken.
7.6.2018 23:37
Wir haben/hatten ebenfalls einen Vorsprung im Stiegenhaus (dort wo bei uns der Dachstuhl aufliegt, Zement darunter Ziegel), dieser wurde auf Profilen mit Heraklithpatten beplankt und danach durchgehend verputzt. Wir haben Risse dort, trotz sauberer Arbeit der Putzfirma und eingearbeitetem Gewebe. Aus dem Grund auf jeden Fall für die 3. Variante. Wir hatten auch überlegt, leider erst nach dem Putzen wegen einer LED-Schiene mit Plexiglasabdeckung - aber da nach dem Putzen, hätten wir irgendwo Kabel sichtbar gehabt oder nochmal schneiden und Putz ausbessern müssen, war uns dann zu viel Aufwand. Aber sowas schaut schon sehr toll aus.


8.6.2018 6:04
Danke.

Hat zur Fermacell Variante noch jemand eine Meinung?

und was haltet ihr für geeigneter - Heraklits oder Holzweichfaserplatte? Die Putzer präferieren Heraklith, aber nur weil sie das kennen
8.6.2018 6:29
Und Panzergewebe, hat damit jemand Erfahrung?
8.6.2018 12:12
Hallo mackica,

man hat bei zwei verschiedenen Materialien immer ein Problem wegen deren unterschiedlichen Verhalten. Dies möchte man mit einem Gewebe minimieren bzw. egalisieren und Shan hat hier auch eine Gewebe einlegen lassen.  Der eine spricht von Panzergewebe und anderer von Putzgewebe oder nur Gewebe. Wir haben im Stiegenhaus kleine fast nicht sichtbare Haarrisse beim Übergang Betondecke zu Ziegel, auch hier wurde Gewebe eingelegt.
Wenn ich wähle müsste würde ich hier Heraklit nehmen und mit Gewebe einputzen, erwarten würde ich hier aber keinen dauerhaften rissfreien Bereich.
 
8.6.2018 12:50
OK, also der Putzer sagt:
Er kann am Überang im Kalkzementputz Gewebe einlegen. Der Maler soll dann nochmals Gewebe einspachteln in der Klimaglätte.
risswahrscheinlichkeit <10%.
wenn es reißt nochmals Gewebe einspachteln. Oder Trennfuge einbauen.

den Trockenbauer möchte ich heute noch fragen.
Hier glaubt also keiner dass Trockenbau funktionieren würde? Hmm, Architekt meint das wäre sicherer.
9.6.2018 11:54
@Chirstiano

Schön erklärt. Ich vermute ebenso, dass es zwischen unterschiedlichen Materialien über kürzer oder später immer zu Rissen kommen wird. Egal welche tollen Häuser und Wohnungen. Wenn man mal gebaut hat und auf gewisse Sachen draufkommt, an die man davor nicht gedacht hat, die aber eigentlich logisch sind. Dann fallen einem diese Risse auch wirklich in anderen Gebäuden auf ...

@mackica

Am besten so wie du es willst, aber hab' die unterschiedlichen Materialien im Kopf und bedenke, dass alles was man nachträglich macht nicht so schön hinbekommt, wie im Vorhinein. Wenn du dort keinen sichtbaren Übergang möchtest und auch die Beleuchtung nicht die passende Option für euch ist, schau dir ganz genau an, wie du dann dort zum Ausbessern ran kommst ohne Absturzgefahr.
9.6.2018 23:38
Hi, wir haben die gleiche Geschichte mit Beton/Ziegel und Holz in unserem Stiegenhaus. Haben die Differenz mit Holzlatten ausgeglichen (auf die Holzwand geschraubt) und darauf mit Gipsfaserplatten verkleidet. Funktioniert nun seit 1,5 Jahren einwandfrei. Keine Risse, absolut kein Problem. Ist eben teilweise hohl dahinter, uns war/ist es egal, es wäre aber natürlich möglich gewesen mit Mineralwolle/Holzfaser etc. zu füllen. Auf Beton/Ziegel müssen die Platten natürlich mit der passenden Masse vollflächig geklebt werden - dein Trockenbauer weiß das aber eh sicher...

Wir haben der Eifachheit halber im Stiegenhaus ein paar m² Ziegelwand auch mit Gipsfaserplatten "verkleidet" anstatt verputzt. War einfacher ein System durchzuziehen!
10.6.2018 0:00
Hier sieht man unsere Stelle im Hintergrund (hab leider kein besseres Foto gefunden): Übergang Holz - Ziegel. Knifflige Frage...
10.6.2018 12:18
Ah, schade goofgoo, einen Tag zu spät!
Dann hatte unser Architekt doch recht.

Wir hatten Gespräch mit dem Trockenbauer vorgestern, der meinte, er schafft das nicht. Die Ziegelwand wäre ja nicht komplett gerade und dann hätte ich Spannungen und er glaut nicht dass er das schafft...
Dass die Platten  vollflächig verklebt auf den Ziegel kommen davon war nie die Rede (das hat er wohl noch nie gemacht?). Ich denke das hätte evt. Unebenheiten schon ausgeglichen.

wie auch immer - jetzt haben wir 5cm Heraklith auf 5cm Rriegel und werden das verputzen. Ich kann ja dann berichten wie das funktionierte... (die E-Leitung für eine evt. LED-Streifen habe ich eingezogen)
10.6.2018 16:21
Andere Frage:
Hat jemand ein Bild einer Trennfuge - wie unauffällig kann die aussehen? oder wie auffällig?



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