» Diskussionsforum » Hausbau-, Sanierung

Strangentlüftung - Kasten feucht

Teilen: facebook    whatsapp    email
0
21.2. - 24.2.2021
13 Beiträge | 6 Autoren 13
Wir haben letztes Jahr gebaut, die Kanalentlüftung und die Abluft für die Bäder wird über das Dach (Sichtdachstuhl mit 18cm Dämmung) geführt. Am Dach befinden sich mehrere Kästen, die vom Zimmerer mit dem Dach miterrichtet wurden und dort folglich der Installateur die Rohre "verlegt" hat. Die Kästen sind innen mit 6cm gedämmt und nachdem die Rohre rein gekommen sind hab ich alles mit Dämmwolle "ausgestopft". Danach wurden die Kästen eingespangelt, lediglich die Gitter auf den seitlich herausstehenden Lüfterrohren fehlen noch. 
Gestern musste ich einen Kasten öffnen und dabei musste ich feststellen, dass die ganze Wolle feucht ist. 
Ist das "normal" (kondensat? In den Rohrern steigt ja warme luft auf) oder sind eventuell die Dach"durchbrüche" nicht richtig richtung Wohnraum abgedichtet? Vom Zimmerer wurde damals eine art Dreischichtplatte eingelegt und luftdicht verklebt. Der Insti hat dann genau die Auslässe für die Rohre ausgeschnitten und diese auch Luftdicht an die Dreischichtplatte verklebt. 
Hier ein Foto bevor ich mit der Dämmwolle angerückt bin:

Strangentlüftung - Kasten feucht
Von unten hab ich leider kein Bild.

 
 
22.02.2021


Optimist schrieb: Ist das "normal" (kondensat? In den Rohrern steigt ja warme luft auf) oder sind eventuell die Dach"durchbrüche" nicht richtig richtung Wohnraum abgedichtet?

Wenn Du aussen am Rohr Kondensat hast, muss warme, feuchte Luft durch den Schacht aufsteigen. Überlege mal warum das so sein kann?
So wie ich das sehe ist das der Dachabschluss Flachdach. Ist das so?
Mineralwolle ist für die Dämmung gegen Kondensat nicht geeignet.
Hast Du eine Rückstauklappe in der Kanalisation?
Gruss HDE
22.02.2021
Spenglerarbeit als oberer Abschluss war aber gut oder? Nicht, dass es einfach um das stehende Rohr, das oben raus geht, nicht ganz dicht war und reingeregnet hat.
Bei uns ist der Kasten obendrauf mit einer Dreischichtplatte abgeschlossen, jedoch mit seitlich ca 1cm hohe Öffnungen, damit es etwas hinterlüftet ist. Begründung war, falls Feuchtigkeit rein kommt, diese wieder raus lüften kann.
22.02.2021


Supapeda schrieb: Bei uns ist der Kasten obendrauf mit einer Dreischichtplatte abgeschlossen, jedoch mit seitlich ca 1cm hohe Öffnungen, damit es etwas hinterlüftet ist. Begründung war, falls Feuchtigkeit rein kommt, diese wieder raus lüften kann.

Kannst Du von der Lösung ein Foto machen. Oder eine Zeichnung. Ich möchte verstehen, was Du da beschreibst.
Gruss HDE


22.02.2021


eggerhau schrieb:

Wenn Du aussen am Rohr Kondensat hast, muss warme, feuchte Luft durch den Schacht aufsteigen. Überlege mal warum das so sein kann?
So wie ich das sehe ist das der Dachabschluss Flachdach. Ist das so?
Mineralwolle ist für die Dämmung gegen Kondensat nicht geeignet.
Hast Du eine Rückstauklappe in der Kanalisation?
Gruss HDE

Im Rohr der Kanalebtlüftung bilden sich an der Innenseite tropfen. Klar da kommt die warme Luft aus der Kanalisation hoch. Rückstauklappe haben wir keine.
Genau, Flachdach (4 Grad).
Was könnte ich sonst anstatt der Mineralwolle nehmen?



Supapeda schrieb: Spenglerarbeit als oberer Abschluss war aber gut oder? Nicht, dass es einfach um das stehende Rohr, das oben raus geht, nicht ganz dicht war und reingeregnet hat.
Bei uns ist der Kasten obendrauf mit einer Dreischichtplatte abgeschlossen, jedoch mit seitlich ca 1cm hohe Öffnungen, damit es etwas hinterlüftet ist. Begründung war, falls Feuchtigkeit rein kommt, diese wieder raus lüften kann.

Ja, der Deckel sollte dicht sein. Wie gesagt, das Rohr das seitlich rausgeht ist noch nicht fertig eingespangelt. Da das Rohr aber mit leichtem Gefälle (nach aussen hin) versehen ist, dürfte da rein theoretisch kein Regen rein kommen. Das einzige wäre Schnee bei entsprechendem Wind, das könnte natürlich sein. 


22.02.2021
Werde jetzt vermutlich etwas auf Widerspruch  stoßen, aber wir machen bei Flachdächer nur mehr solche Schächte.
Im Gegensatz zu dir machen wir aber bei der Strangentüftung im Schacht einen 90Grad Drehung, Entlüftung ist dann seitlich.
Der Schacht wird dann komplett mit Steinwolle ausgestopft und in die Abdichtung eingebunden auch oben komplett abgedichtet und mit einem Blech versehen.
Seit wir das so machen gibt es keine Problemme mehr mit Kondensat.

Wie willst du das jemals dicht kriegen wenn deine Strangentüftung oben durch den Deckel deines Schachtes geht?

Also Rohr kürzen 90Grad Bogen rauf und seitlich beim Schacht rausfahren, dann alles ausstopfen und Deckel drauf fertig.
22.02.2021


Strangentlüftung - Kasten feucht
Kann dann so ausschauen, hier noch nicht ganz fertig.
22.02.2021
Das hab ich mir bei der Errichtung auch gedacht, der Spengler hätts auch so gemacht.
Dann kam aber der Installateur und er meinte das Rohr senkrecht nach oben (wegen Faulgasen die das Blech angreifen würden und er damit immer probleme habe). Der Insti ist wirklich einer der Besten den es in der Umgebung gibt (sein Ruf ist wirklich ausgezeichnet). Deshalb hab ich mich letzlich auch für diese Variante entschieden.
Der Spengler hat das Rohr dann mit so einem Gummiring auf das Deckblech hin abgedichtet. Mich würds jetzt echt wundern obs ein "Dichtheitsproblem" oder eben Kondensat ist.
Ich werd den Spengler nochmal drüberschaun lassen, er muss die seitlich herausstehende Lüftungsrohre sowieso noch fertig einspengeln....


Strangentlüftung - Kasten feucht
So sahs aus als das Blech frisch montiert wurde (der "Dichtring" ist da noch nicht drauf).
22.02.2021


Optimist schrieb: Mich würds jetzt echt wundern obs ein "Dichtheitsproblem" oder eben Kondensat ist.

Ich sag Kondensat, genau am Übergang wo das "warme" Rohr durchs Blech geht.
Dort kondensiert das warme Rohr an der Unterseite des Blechdeckels und rinnt dir dann außen und innen am Rohr wieder runter.
22.02.2021
War vielleicht etwas falsch formuliert, dass Rohr selbst kann natürlich nicht kondensieren,
ich meine aber wenn das Rohr an der Innenseite eine gewisse Temperatur hat dass es dann auch außen eine ähnliche Tepmteratur hat und eben diese Oberflächetemperatur an der Außenseite auch die Luft erwärmt welche  dann am kalten Blechdeckel kondensiert.
Gibt es da Einwendungen von jemandem?
23.02.2021
@BAULEItEr, weil du schreibst ihr macht nur mehr solche Kästen. Bei mir sind die Entlüftungen normal nach oben gezogen. Sollte man die Außen irgendwie dämmen? Die Durchdringung der Stromversorgung, PV etc ist mit einem Schwanenhals ausgeführt. Den werd ich mit Perlite voll machen und den Bogen mit Dämmwolle ausstopfen. Geht das so? Ich werde die Entlüftungen allerdings noch etwas kürzen ... Der PV wegen ...


Strangentlüftung - Kasten feucht
Strangentlüftung - Kasten feucht
23.02.2021
Ja wie gesagt, werds in den komnenden zwei Monaten genau beobachten. Im Sommer sollte ja fast kein Kondensat sein aufgrund der geringeren Temperaturunterschiede.
Die Frage ist aber - der nächste Winter komnt bestimmt - was kann ich ändern damits nicht mehr kondensiert? Mineralwolle raus und was rein?
Danke für eure Tipps!
23.02.2021


BAULEItEr schrieb: hat und eben diese Oberflächetemperatur an der Außenseite auch die Luft erwärmt welche  dann am kalten Blechdeckel kondensiert.
Gibt es da Einwendungen von jemandem?

Ja, da die Luft ja von Außen ist, dürfte sich die absulute Luftfeuchte nicht änder und demnach am Blechdeckel auch nicht kondensieren. Wenn die Luft von innen kommt, wäre das natürlich anders.
24.02.2021
Würde so etwas eigentlich Sinn machen? Damit würde keine kalte Luft ins Rohr sacken, bzw. weniger. Oder besteht die Gefahr, dass die Dinger zufrieren im Winter?

https://www.unidomo.de/haus-und-garten/hausinstallation/wasserinstallation/abu-abwasser-rohrbeluefter-ventilair-dn-30-40-50-oder-dn-70-90-100-rohr-belueftung_69124_79013/

https://www.durgo.at/index.php/funktion-der-durgo-belueftungsventile



Beitrag hinzufügen oder Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

« Hausbau-, Sanierung