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Steinmauer Zaunmontage

17 Beiträge | letzte Antwort 12.7.2018 | erstellt 9.7.2018
Hallo allerseits,

ich wollte mal kurz eure Meinungen hören wie es aus eurer Sicht am besten wäre auf einer (Granit,-)Steinmauer einen Maschendrahtzaun anzubringen, um so wenig Platz wie möglich zu verlieren. Mir ist klar dass die beste Variante die wäre,einen Kranz raufzubetonieren. Allerdings habe ich jetzt schon den Rasen angesät und die Vorstellung dort wieder alles durchzuwühlen usw gefällt mir gar nicht.

Dachte schon an Steine anbohren oder in den Zwischenräumen die Steher einbetonieren...
Jedoch so einen Granitstein anbohren kann sich auch als schwierig erweisen

Bin für jeden Vorschlag dankbar!
9.7.2018 12:50
Hi

auf den Ersten Blick/Gedanken würd ich in den Zwischenräumen die Steher einbetonieren.

Wie schaut denn die Mauer aus, hast a Foto, glaub so würd man sich leichter tun...

lg Wolfgang
9.7.2018 14:16
Ich sehe 2 Möglichkeiten die beide weniger aufwändig sind als einen durchgängigen Kranz zu betonieren.

1. Kernbohrung.

2. So hab ich es bei meinem Doppelstabzaun gelöst: 10er Gewindestangen eingeklebt und darauf Fußplatten befestigt auf welche wiederum der Steher gesteckt wurde. 
Steinmauer Zaunmontage
9.7.2018 15:38
Kann man die Bolzen nicht gleich direkt in den Stein mit einer Schlagbohrmaschine bohren?


9.7.2018 21:47


Hausbau19 schrieb: Kann man die Bolzen nicht gleich direkt in den Stein mit einer Schlagbohrmaschine bohren?


Ich habs bei uns auch so wie Miike gemacht, rein aus Sicherheitsgründen, um die Mauer nicht zu sprengen - sei es durch die Dübel oder einsickerndes und auffrierendes Wasser.

http://www.kraweuschuasta.at/media/images/zaun11.jpg
Bildquelle:http://www.kraweuschuasta.at/media/images/zaun11.jpg


http://www.kraweuschuasta.at/zaun.html

lg Wolfgang
9.7.2018 23:11


kraweuschuasta schrieb: um die Mauer nicht zu sprengen - sei es durch die Dübel oder einsickerndes und auffrierendes Wasser


Glaubst wirklich, dass da Wasser reinkommt? In der Regel drückt es den Kleber eh etwas raus, dass dann das Wasser "wegrinnt"! Genauso gut könnte Wasser in den Rand der Kernbohrung kommen (sickern) und dann frieren! Meine Meinung!
10.7.2018 9:14
Was mich bei dieser Art der Montage immer wieder erstaunt:

Wie bekommt man denn einen Doppelstabmattenzaun perfekt im Wasser und wie an einer Schnur aufgefädelt durch solche aufgedübelten Fussplatten montiert?

Sind eure Mauern immer total perfekt betoniert? Ich hab mir schon öfter fertige "perfekt" aufgebaute Zäune angeschaut, aber man sieht eigentlich nie Unterlegscheiben oder sowas zum Ausgleichen.

Bei einem Doppelstabmattenzaun sieht man ja wirklich alles, wenn man ihn genau anschaut. Wenn da unten eine kleine Abweichung wäre, dann sieht man das oben am Pfosten um ein vielfaches, dass da was nicht passt und der Zaun schaut krumm/schief aus.

Und sind die Aufschraubpfosten für Doppelstabmatten nicht aus einem Stück? Oder sind die immer zweiteilig, also Fussplatte und dann Pfosten zum draufstecken?
10.7.2018 9:25


helloween schrieb: Und sind die Aufschraubpfosten für Doppelstabmatten nicht aus einem Stück? Oder sind die immer zweiteilig, also Fussplatte und dann Pfosten zum draufstecken?


So ist es. Fußplatte + Pfosten.  



helloween schrieb: Sind eure Mauern immer total perfekt betoniert? Ich hab mir schon öfter fertige "perfekt" aufgebaute Zäune angeschaut, aber man sieht eigentlich nie Unterlegscheiben oder sowas zum Ausgleichen.


Wird wohl bei den meisten schön betoniert sein.

Ich setzte meine Fußplatte ja auf die Gewindestangen. Da ist es sowieso kein Problem, weil ich mit den gekonterten Muttern exakt in die Waage schrauben kann.
10.7.2018 12:40
Danke für eure Tipps, bin immer wieder erstaunt...

Hierbei sei gesagt das es bei einer Wurfstein´mauer um ein vielfaches schwieriger ist als bei
einer betonierten...

Kann man so Granitsteine mit einem gewöhnlichen Steinbohrer bezwingen oder sollte ich mir da was spezielles kaufen? 

@miike deine Variante find ich toll, ich denke das werd ich auch so lösen und betreffend der Höhen/Niveauunterschiede wäre das dann auch gleich gelöst. Wie tief hast du die Gwindstangl reinpickt??
10.7.2018 13:42
Ich bohr mit einer kleinen Bosch Schlagbohrmaschine und dazu günstigem Steinbohrer vom Horn.bach. Komm damit einwandfrei in unseren W4tler Granit.

Nimm einen Bohrer der 2-4mm größer ist als die Gewindestangen, damit genug Kleber drinnen bleibt. Beim Material (Stangen/Muttern/Beilagscheiben) hab ich  zu Niro (Edelstahl A2) gegriffen. Das Material aber nicht im Baumarkt kaufen - da wirst du ausgenommen hab ich festgestellt. 10cm solltest du sie schon mindestens einkleben. Am Besten mit Injektionsmörtel. Bohrlöcher vorm Kleben immer schön mit dem Kompressor ausblasen.

Auch wenn es für die Wurfsteinmauer meines Erachtens die beste Lösung ist, erfordert die Arbeit dennoch einiges an Geduld.
10.7.2018 14:09
Ginge es mit den Hilti-Schlagdübeln 10mm nicht genauso? die halten doch auch bombenfest und man hat keine Leerräume im Stein.... ??
10.7.2018 14:49


Hausbau19 schrieb: Kann man die Bolzen nicht gleich direkt in den Stein mit einer Schlagbohrmaschine bohren?


ich glaube da brauchst schon einen dementsprechend großen Bohrhammer bei 4cm Durchmesser. Eventuell sogar was wassergekühltes...
10.7.2018 14:52
Leerräume hast beim Injektionsmörtel auch nicht.
10.7.2018 14:54


Hausbau19 schrieb: Ginge es mit den Hilti-Schlagdübeln 10mm nicht genauso?


Kann ich nicht sagen. Was bei der Wurfsteinmauer wichtig ist, dass Gewinde muss bei (sehr) ungeraden Stein gleich mal 15cm lang sei um Höhenunterschiede auszugleichen.

Das Einkleben hat den entscheidenden Vorteil dass man die Gewindestangen aufgrund des etwas größeren Bohrloches etwas variieren und in die optimale Position einrichten kann.

Zusammengefasst, mit Gewindestangen ist man deutlich flexibler. Würd's wieder so machen!
10.7.2018 19:43


altehuette schrieb:
Glaubst wirklich, dass da Wasser reinkommt? In der Regel drückt es den Kleber eh etwas raus


Na genau deswegen hab ich den Blitzzement genommen, dmit kein Wasser reinrinnen kann

Der Satz war so gemeint: Ich hab Blitzzement genommen, damit allfällige Dübel oder Wasser, das in die allfälligen Dübel rinnt und friert, die Mauer net sprengen kann.

lg Wolfgang
11.7.2018 8:39
Kunststoff-Dübel oder die Spreizdübel aus Metall sind da sowieso nix, weil die aufgrund Druck halten, da kanns dir - wenn es blöd läuft - auch den Stein sprengen. Daher lieber mit Injektionsmörtel einkleben.

Aber sieht das nicht doof aus, wenn die Pfosten dann praktisch in der Luft schweben - auf Gewindestangen aufgeständert? Oder kann man das unten drunter noch irgendwie zumachen? Vielleicht mit Mörtel auswerfen/ausfugen?
11.7.2018 9:22


helloween schrieb: Aber sieht das nicht doof aus, wenn die Pfosten dann praktisch in der Luft schweben - auf Gewindestangen aufgeständert? Oder kann man das unten drunter noch irgendwie zumachen? Vielleicht mit Mörtel auswerfen/ausfugen?


Ist Geschmackssache. Wir haben rundherum nur Acker und Wiese, woran sich auch nix ändern wird. Daher siehts nur der Bauer wenn er mitm Tracktor fährt.

Wäre die Mauer zur Straßenseite hin, hätte ich diese vermutlich ohnedies ausbetoniert oder zumindest einen Kranz drauf.
12.7.2018 7:35
Wir haben große gebrauchte Granit-Leisten, also alte Randsteine liegend aufgeschichtet an der Straße, die Lagen untereinander mit Mörtel. Die sind oben drauf natürlich auch nicht 100% plan. Und natürlich ist der Zaun zur Straße.

Daher überlege ich, ie ich das am schönsten lösen kann.



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