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RGK-Noob

9 Beiträge | letzte Antwort 21.3.2019 | erstellt 29.1.2019
Hey :)

Zunächst war für uns klar, dass wir eine LWP bekommen werden... Nachdem ich mich jetzt aber ein bisserl intensiver mit dem Thema beschäftigt habe, finde ich die Idee eines Ringgrabenkollektors ganz interessant. Obwohl ich schon viel drüber gelesen habe, habe ich keine gscheide Antwort auf folgende Fragen gefunden:

a) Wieviel kostet ein RGK (wenn wir alles machen lassen)? Wir haben 135m2 Wohnfläche (EG+OG), kein Keller, 1250 m2 Grundstück
b) Welche Firmen realisieren einen RGK?
c) Mit welchen laufenden Kosten muss man dann rechnen? Ich weiß, das ist abhängig von der Energiekennzahl (wir hatten noch keinen Spatenstich, aber vielleicht könnt ihr eure Werte anführen)
d) Wie ist die logische Reihenfolge bei der Umsetzung? Sprich: Wann wird der RGK gemacht? Vor dem Fundament? Gleich mit den anderen Hausanschlüssen mit? ... Was muss konrekt beachtet werden?

Danke, lg

 
29.1.2019 8:36
a) Da wirst du für deinen konkreten Fall ein Angebot eines Installateurs einholen müssen, bei uns war der Preis ident zur LWP, sogar minimal günstiger. Mit den Baggerstunden dann ziemlich genau 1:1 derselbe. Der Preis der WP alleine bringt dir außerdem nichts, du brauchst Gesamtangebote für die Heizung zum Vergleichen und diese kannst du für dein Haus nur selber einholen.
b) Wenn du hier schon gelesen hast wirst du merken das NIBE / KNV momentan state of the art ist und auch einige Vorteile gegenüber den Mitbewerbern hat (modulierend, Uplink Funktion, etc.) Gibt hier sicher einige Threads dazu.
c) Günstiger wirst mit keinem System fahren, je nach deinem Haus ab € 200 p.a. bis € 600 p.a was ich so mitbekommen habe hier im Forum. Bei deiner Wohnnutzfläche wirst eher im günstigen Bereich liegen. (abhängig vom HWB natürlich) Wir sind z.b. eher am oberen Ende, haben aber auch keinen Vollwärmeschutz sondern 50er Blähtonwände. Was sagt denn dein Energieausweis zum HWB? Wir haben zeitgleich mit Freunden gebaut die eine LWP haben, jetzt im zweiten Jahr kann ich sagen das deren Heizkosten beim Doppelten von uns liegen bei einem vergleichbaren Haus.
d) Nach dem Abziehen der Humusschicht war der Ringgraben die erste Tätigkeit des Baggers bei uns. Geht dann Hand in Hand mit Kanal und Fundamanet, Bagger brauchst ja sowieso die ersten Tage.
29.1.2019 18:07
Zu a) Lindenwirzt hat recht, das Gesamtangebot macht's. Bei unserem Installateur günstiger als eine hochwertige LWP, mit dem Baggern ziehen wir gleich. 
Zu b) Noob steht für eine burgenländische Region? Hier gibt es schon einige Installateure, die das anbieten. iDM, Drexel & Weiss und KNV sind Firmen, die ihre WP mit RGK vertreiben. Bei KNV kannst du dich an den zuständigen Vertreter für die Region Süd wenden, die wissen, welche Installateure das machen; bei iDM und Drexel & Weiß funktioniert das ev. ähnlich. 
Zu c) Das wissen wir noch nicht. Wir haben den mach-vier-Rechner des Energieinstituts mit unseren Daten gefüttert, und der Rechner (soll ein gutes Prognosetool sein) wirft 230€ für Heizung und WW aus. Da die Strompreise erhöht werden, muss man den Wert natürlich nach oben anpassen. Allerdings – je höher der Strompreis, desto deutlicher fällt der Unterschied zur LWP aus. 
Zu d) Typischerweise als erstes, da dann der Aufwand und damit auch die Kosten am geringsten sind. Der Aushub wird einfach in die Grundstücksmitte geschaufelt, danach wieder über dem verlegten Kollektor verfüllt – fertig. Dann kann mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden. 
30.1.2019 16:37
a) Bei uns war es trotz Baggerarbeiten noch günstiger als die LWP, da unsere Gemeinde bei den LWP extreme Auflagen wegen der Lärmentwicklung hat und wir dadurch speziellere Maßnahmen ergreifen hätten müssen.

b) das Noob steht für Neuling soweit ich weiß :). Bei uns in der Steiermark gibt es eine Ökoförderung für Wärmepumpen. Damit man die erhält braucht man die Installation eines vom Land zertifizierten Installateurs - daher sind wir die ausgewiesene Liste durchgegangen und haben Angebote eingeholt.

c) WP ist erst seit Mitte Dez. in Betrieb - da kann ich nicht weiterhelfen

d) Wurde bei uns nach dem Rohbau gemacht. Einfacher wäre wie beschrieben wenn mans am Anfang macht.


30.1.2019 16:46


cuthx schrieb: das Noob steht für Neuling soweit ich weiß :)


Ach, nicht Nordostost-Burgenland?
1.2.2019 13:26
Nein, südliches NÖ :)

Danke für die Antworten! Habt ihr den RGK selbst verlegt oder verlegen lassen? Weil wirklich kompliziert schaut das ja außen nicht aus :)
1.2.2019 14:40
Ich habe einen 1 Kreis 40mm mit einer Länge von 400m bei mir verlegt.
Die ersten 200m bis zum zusammenschweissen der restlichen 200m habe ich mit dem Installateur gemacht, die restlichen habe ich selber gemacht.
Es schaut auf jedenfall leicht aus wenn es jemand macht der schon viel Erfahrung damit hat, die restlichen Meter die ich alleine gemacht habe war dann nicht mehr so schnell verlegt.

Also schaden tut es nicht wenn du eine kurze Einweisung von einen Profi bekommst.
1.2.2019 14:47
Wir haben aufgrund unserer speziellen Grundstückssituation auf 2x verlegt (zwei Halbtage), das erste Mal zwei Vardis mit Installateur, beim zweiten Termin mit einer großen Profi-Mannschaft 

Fazit: Kollektorverlegen ist nicht schwer, aber wie heinzi00 sagt, schadet eine Einführung durch jemanden, der's bereits gemacht hat, nicht. Falls jemand in deiner Nähe vor dir Kollektor verlegt, meld dich einfach als Grabenhelfer – so lernt man es am besten. 
20.3.2019 23:19
2 x einrohr ...

der professor brink wird sich freuen ...
21.3.2019 12:53
Vielleicht noch als Anmerkung zur Umsetzung:
Wir haben das im Zuge des Aushubs für die Fundamentplatte gemacht. Wichtig ist jedenfalls, dass der Technikraum schon soweit geplant ist, dass die ungefähre Position der Auslässe der Soleleitungen fest steht.
Wir haben zu viert einen Kreis 40mm/300m ohne jegliche professionelle Mithilfe komplett selbst verlegt. Da würde ich schon dazu raten, sich hier sämtliche RGK Threads durchzulesen weil man hier wertvolle Tipps zur Velegung findet. Ganz trivial ist das Ganze nicht, aber spätestens bei der 2. Rolle hat man den Dreh raus, wie man das Rohr am einfachsten abrollt oder wann man die Rolle entwirren muss. Hätten wir vorher irgendwo schonmal zugesehen/mitgeholfen wären wir vermutlich schneller gewesen bzw. hätten wir uns leichter getan. Alles in allem ist das aber keine große Hexerei.



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