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RGK als Sickerschacht

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21.7. - 29.7.2021
14 Beiträge | 8 Autoren 14
Liebe alle, ich habe leider mit der Suchfunktion keine konkreten Angaben gefunden, weshalb ich gerne Euer Wissen anzapfen würde. In den nächsten Wochen wird mein RGK verlegt und der Hausbau kann endlich beginnen. Es stellt sich für mich nun die Frage, ob die erfoderliche Versickerung von Oberflächenwasser (Dach) anstelle des üblichen Sickerschachtes nicht gleich über den RGK erfolgen könnte. In RGK-Shop gibt es ja entsprechende Rohre. Meine Fragen sind nun:

1. verliert der RGK durch die Nutzung zur Versickerung an Leistung und wie hoch ist der relative Verlust.
2. Wie sieht konkret ein Aufbau aus - sprich wieviele  Zentimeter über den Rohren beginnt das Schotterbett und wie hoch sollte dieses ausfallen.

Ich bedanke mich jedenfalls bereits im Voraus für Eure Inputs.

LG

Rotkehle

 
 
21.7.2021 (#1)
Hallo Rotkehle

zu 1. meiner Meinung ist das sogar positiv, da der RGK so in einer feuchten Umgebung ist und Wasser ist einfach ein super Wärmeleiter - ich will das genau so machen 
zu 2 kann ich leider noch nichts sagen 
21.7.2021 (#2)
Gibt noch ein paar weitere Threads, aber hier mal zum Einstieg zur Dimensionierung und Ausführung:

https://www.energiesparhaus.at/forum-versickerung-ueber-rgk/51677

https://www.energiesparhaus.at/forum-zisterne-am-rgk-versickern-statt-sickerschacht-wie-berechnen/58876

https://www.energiesparhaus.at/forum-dimensionierung-versickerung-rgk/54244
22.7.2021 (#3)
Macht ihr dann bei der RGK Versickerung gar keinen Schacht? Könnte man auch beides "kombinieren" - RGK Versickerung plus einen Schacht zur Kontrolle etc?


22.7.2021 (#4)
Da muss man ein sinnvolles Gesamtkonzept ausarbeiten. Aber wenn der RGK voll in Lehm steht, wird das trotzdem nicht funktionieren ohne Schacht...
22.7.2021 (#5)


mariof schrieb: Könnte man auch beides "kombinieren" - RGK Versickerung plus einen Schacht zur Kontrolle etc?


Ja, genau so haben wir es gemacht. Wir haben einen Schacht dessen Überlauf über den RGK versickert (siehe erster Link oben). Geputzt wird über den Schacht bzw. sind bei uns am anderen Ende die Sickerrohre auch zugänglich (ist aber eine spezielle Situation unseres Grundstückes). Sonst könnte man sich  aber auch die Adapter auf 100er KG Rohr besorgen, einen Vertikalen "Abzweiger" machen und oben einen Deckel drauf. Die fertigen Putzschächte sind ziemlich teuer.
25.7.2021 (#6)


mikezwgr schrieb: meiner Meinung ist das sogar positiv, da der RGK so in einer feuchten Umgebung ist und Wasser ist einfach ein super Wärmeleiter - ich will das genau so machen



RGK als Sickerschacht
27.7.2021 (#7)
Weils grad passt:
https://www.energiesparhaus.at/forum-rgk-mit-versickerung-impressionen/64570

Wir haben auch am Ende einen Revisionschacht gesetzt in dem die Drainagerohre einmünden. Besteht aus einem 400er Kanalrohr mit Deckel. Ist wesentlich günstiger als ein fertiger Schacht und gleich erledigt.

Schnüffelstück
27.7.2021 (#8)
Cool, danke schnüffelstück! Schaut richtig gut aus!

Fragen:
- Hast du bei der Drainage Gefälle? Wenn nicht - Läuft das Wasser in beiden Rohren parallel oder als Kreislauf wieder zurück?
- Versickerung selber ausgelegt oder dimensionieren lassen?
- Gibt's weitere Bilder von den Schächten uns dem Übergang zu der sickerleitung?


Danke im voraus!
M
28.7.2021 (#9)
@snueffelstueck schaut ja super aus.

Vielen Dank an alle für die viele Info. Ich bin nur noch etwas verwirrt, weil laut Angaben in den Foren ein wesentlicher Faktor für die Leistung eines RGK die Bodenzusammensetzung ist. Andere Angaben sprechen davon, dass der RGK die Wärme primär aus ca. 1 Meter im Umkreis entzieht. Mein RGK wurde nun auf 60m Länge für 8kw berechnet. Wenn nun ein Schotterbett ca 80 cm über den Schläuchen verlegt wird, sinkt dann nicht die Leistung? Es wird die Bodenzusammensetzung verschlechtert (es regnet ja nicht dauernd) und Schotter ist halt nicht so gut wie Lehm. Sollte der RGK neu berechnet werden ?

LG Rotkehle
28.7.2021 (#10)
wasser sticht bodenklasse, sprich nasser kies ist besser als trockener lehm...

es wird ja nur der boden über dem RGK ausgetauscht, links, rechts & unten bleiben.
zum ausgleich fließt dafür überproportional viel feuchtigkeit in die bilanz...

der erhöhte wassereintrag steigert die wärmeleitfähigkeit des gewachsenen bodens rund um  den kollektor...
28.7.2021 (#11)


snueffelstueck schrieb: Wir haben auch am Ende einen Revisionschacht gesetzt in dem die Drainagerohre einmünden. Besteht aus einem 400er Kanalrohr mit Deckel. Ist wesentlich günstiger als ein fertiger Schacht und gleich erledigt.

sehr gute idee!
28.7.2021 (#12)


mariof schrieb:

Cool, danke schnüffelstück! Schaut richtig gut aus!

Fragen:
- Hast du bei der Drainage Gefälle? Wenn nicht - Läuft das Wasser in beiden Rohren parallel oder als Kreislauf wieder zurück?
- Versickerung selber ausgelegt oder dimensionieren lassen?
- Gibt's weitere Bilder von den Schächten uns dem Übergang zu der sickerleitung?

- Nein kein Gefälle, ja zwei Schläuche parallel, weil Schacht am Ende der Leitungen.
- Rechnen lassen
- Ist einfach nur ein Kanalrohr das vom Überlauf Zisterne in den Sickerkoffer führt

Alles gut vermessen, dann kann man wenn was sein sollte leicht punktuell öffnen.
28.7.2021 (#13)
Ich würde mal sagen ein bisschen besserer Lehm oder bisschen schlechterer Lehm direkt am Kollektor haben weit mehr Einfluss als ein paar Steine in 80cm Entfernung.

Bezüglich der Leistung eines Kollektors (bezogen aufs Erdreich) sind im Prinzip drei Dinge wichtig die Leitfähigkeit, die Speicherkapazität und eventueller Wärmeeintrag von Außen.

Durch deine Ausführung erhöhst du die Konvektion, weil du mehr Wasser aufbringst und dies wird ein sehr deutlicher Vorteil sein zumindest temporär wenn es Regnet.=> Erhöhung der Leitfähigkeit, erhöhung der Speicherkapazität und zusätlicher Wärmeeintrag von Außen in das System.

Ohne Regen sieht es dann wiefolgt aus:

Der Unterschied in der Speicherkapazität kann man rein vom Verhältnis sehr viel Erde zu wenig Schotter auch ohne Recherche der genauen Speicherkapazität einfach vernachlässigen. (Wobei der Schotter sicher auch gut speichert.)

Die Leitfähigkeit ist natürlich vom Schotter deutlich schlechter aber die Entfernung hilft denn die "Wichtigkeit" sinkt mit dem Quadrat.
Bsp: Rohraußendurchmesser 40mm und Entfernung 800mm bedeutet Faktor 20 und das Quadrat sind 400.
Das heißt der Leitwert direkt am Kollektor beeinflusst den Leitwert des ganzen Systems 400 mal mehr wie bei 800mm Entfernung.

Dann kommt bei dir noch hinzu das der Schotter nur oben ist und nicht Rundherum, was den Faktor nochmal deutlich vergrößert oder anders Ausgedrückt man wird auch im Promillbereich keinen Unterschied mehr finden.
29.7.2021 (#14)
Außerdem hat ein RGK üblicherweise ordentlich Reserven in der Auslegung. Hier gabs mal irgendwo einen Faden wo der RGK teilweise im Schnee offen lag und trotzdem eine Bude ohne Fassade heizen konnte. War beeindruckend.

Schließe mich meinen Vorrednern vollinhaltlich an.


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