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Nibe F1255 - Druckwächter Sole möglich?

20.5. - 22.5.2017
12 Beiträge | 5 Autoren
Hallo zusammen,
Ich bräuchte mal eine Information von den Nibe/KNV Experten hier.
Das Wasserwirtschaftsamt macht uns folgende Vorgabe:

Die Anlage ist durch selbsttätige Leckageüberwachungseinrichtungen (baumustergerprüfte Druckwächter) so zu sichern, dass die Umwälzpumpe im Falle einer Leckage der Bodenkollektoren sofort abgeschaltet und ein Störsignal abgegeben wird.

Wie könnte man dass mit der F1255 umsetzen? Ist dies überhaupt mit diesem Gerät möglich? Eine Anfrage bei Nibe blieb bisher erfolglos, deswegen dachte ich es könnte vielleicht hier irgendjemand wissen.
Vielen Dank.
VG Denis

 
 
20.5.2017 21:03
Es ist sehr viel bei Nibe möglich.


NV 10, Druck/Niveau-/Strömungswächter Wärmequellenmedium
Wenn für die Wärmequelleninstallation ein Niveauwächter
(Zubehör NV10) gewünscht wird, kann dieser
mit dem gewählten Eingang (Menü 5.4, siehe Seite 61)
an Klemme X6 an der Eingangskarte (AA3) verbunden
werden.
Mit dem Eingang kann ebenfalls ein Druck- oder Strömungswächter
verbunden werden.
Um eine Funktion zu aktivieren, muss der Eingang bei
Normalbetrieb geschlossen sein.


siehe http://www.nibe.de/Produkte/Tillbehor/NIBE-NV-10/
oder


Kontakt zur externen Zwangssteuerung der Wärmequellenpumpe
Wenn eine externe Zwangssteuerung der Wärmequellenpumpe
zum Einsatz kommt, kann diese mit der
Klemme X6 an der Eingangskarte (AA3) verbunden
werden, die sich hinter der Frontabdeckung befindet.
Die Zwangssteuerung der Wärmequellenpumpe wird
über einen potenzialfreien Schaltkontakt an dem Eingang
aktiviert, der in Menü 5.4 gewählt wird, siehe
Seite 61.
Bei geschlossenem Kontakt ist die Wärmequellenpumpe
aktiv.

20.5.2017 21:40
Na das sind doch schon zwei super Lösungen die auf jeden Fall passen sollten. Gerade die erste würde ja im Endeffekt genau dass erfüllen was gewünscht ist. Ich werde das gleich mal dem HB weiter geben.
Folgendes habe ich auch noch gefunden. Ich finde aber bei Nibe nichts mehr zu dem Druckwächter:
https://www.glo24.de/NIBE-Druckwaechter-0-6-bar-fuer-Solekreis-DW0-6

Vielleicht kennt den jemand?
20.5.2017 22:58


denis schrieb: Ich werde das gleich mal dem HB weiter geben.


???
dein hb kannte keine "lösung"?
da würde ich mir gedanken machen. was alles noch checkt der hb nicht und macht "nicht richtig"...

oder du hast den hb noch gar nicht gefragt.
dann mach den "hb-check" und lasse ihn dir eine lösung vorschlagen


21.5.2017 5:50
dennis,
wenn der Soledruck absinkt und gegen Null geht gibt die Nibe eine Störung aus.
Bei mir war der Sole-Verteiler an einer Verschraubung undicht, hier tropfte Sole aus.
Ob die WP in Stillstand geht weiß ich leider nicht , müsste meinen Kälttechniker dazu fragen.
21.5.2017 7:20
brink: Gute Idee mit dem HB Check. Um ehrlich zu sein wollte ich das ganze auch für mich abklären. (unabhängig vom HB) Und um ehrlich zu sein ist es hier eher so, dass man überhaupt einen HB finden muss der sich einem annimmt (BayWald) und so Dinge wie den Ringgrabenkollektor mitmacht. Aber keine Angst wir achten auf alle wichtigen Punkte. (was mitunter super anstrengend ist, vor allem wenn man als Laie den "Profi" überzeugen muss) Mir wäre es auch lieber, wenn ich mir wie bei der Lüftung (mit Herr Leitzinger), keine großen Gedanken machen müsste. Aber davon habe ich mich schon verabschiedet.
21.5.2017 9:06
@becker, danke für die links...

@christiano, tut sie, aber nicht sofort. wenn luft in den solekreis kommt bricht irgendwann die zirkulation zusammen (luftblase in der wt-pumpe). dann geht sole-aus sehr schnell nach unten und die wp stoppt.

man kann dann parametrieren ob sie von selber wieder anfährt oder quittiert werden muß.

wir haben das als sicherheitseinrichtung bei der ww-lösung verwendet und uns damit einen durchflußmesser im quellkreis gespart...

@denis, du bist ein pionier, meinen respekt...
ich kann mir gut vorstellen wie mühsam das teilweise ist, aber du kommst dadurch zu einer wirklich guten lösung und weitere häuslbauer in deiner gegend werden künftig davon profitieren...

wir haben hier in A das glück daß knv so hinter der sache steht, und ihren hb-lern massiv unter die arme greift.

so nebenbei revolutionieren wir die wp-dimensionierung.
mindestens 90% der letzten 200 projekte auf meinem tisch wurden mit der kleinen maschine ausgelegt.

letztes jahr bei der rgk-sommerakademie hieß es noch 'in der ganzen steiermark gibt es kein haus daß mit der auskommt' ...

der forumsfeldtest letzten winter ist dabei große argumentationshilfe...

apropos, weils grad paßt:
brink, das wird gerade dich seeeehr amüsieren.

wp unter 8kw sind im efh nicht möglich weil man damit kein ww zusammen bringt ...
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2510138
21.5.2017 9:31


Christiano schrieb: Ob die WP in Stillstand geht weiß ich leider nicht


Ganz aufhören "muss" sie nicht. Wenn quelle nicht geht, kann die nibe mit bis zu 6,5kw e-heizstab weitermachen. Das ist zwar sehr kostenintensiv, kann aber ein paar tage überbrücken, bis hilfe/lösung/.. da ist.


denis schrieb: Mir wäre es auch lieber, wenn ich mir wie bei der Lüftung (mit Herr Leitzinger), keine großen Gedanken machen müsste. Aber davon habe ich mich schon verabschiedet.


Wir könnten ja mal einen vorab-plan im forum diskuttieren


dyarne schrieb: wp unter 8kw sind im efh nicht möglich weil man damit kein ww zusammen bringt ...


Köstlich
21.5.2017 16:27
@dyarne

Vielen Dank für deine Worte. Ja manchmal war ich ehrlich gesagt schon kurz vor der Aufgabe. Man hat auf der einen Seite die Industrie und Verbände, welche die HBs schulen und an diese Wahrheiten wird geglaubt. Ich kann es den HBs meistens gar nicht so ankreiden, weil sie es im Tagesgeschäft gar nicht mehr überdenken. Was mich da eher nervt sind die Verbände, welche unsinnige Empfehlungen geben und Hersteller, die dann z.B. Puffer für die FBH in den Vorgaben für Ihre WPs stehen haben. Genau diese Aussagen bekomme ich dann vom Heizungsbauer. Deine Aussage mit dem WW höre ich nun auch nicht zum ersten mal. (erst gestern wieder ...)

@brink

Mein Projekt habe ich schon ausführlich im HTD Forum besprochen ("Woidpumpe") und crink hat auch schon über die Auslegung des Graben geschaut und sie für gut befunden. skyme aus dem HTD macht für mich die HLB und FBH Auslegung. Hier mache ich mir auch keine Sorgen mehr. Ich muss nur darauf achten, dass sie der HB dann auch so umsetzt. (der HB bekommt extra auch von skyme einen Laufzettel für entsprechende Dimensionierung der Anbinde Leitung etc.)

Ein Punkt wo ich noch Hilfe brauchen könnte ist bei der Entscheidung der Durchführung. Wir haben einen Neubau ohne Keller und dadurch im Technik Raum eher beengte Verhältnisse. (knapp 8qm inkl. großem E-Verteiler für KNX und noch Platzreserve für einen zukünftigen Energiespeicher)
Nun würden wir das neue 2 Kreis Paket von Muggenhumer nehmen, welches ja nun auch den neuen Sole Verteiler bieten würde. Nun ist mir als Laie noch nicht ganz klar wie die Durchführung hier in unserem engen Technikraum auszuführen ist. In den Darstellungen von Muggenhumer für die Bodendurchführung ist ja die WP in der Mitte und links und rechts davon sind die Verteiler. Nun ist das natürlich in einem engen Technikraum eher schwierig.
Ich hätte mir nun gedacht, dass man die beiden Verteiler einfach hinter die WP (Nibe 1255-6) nebeneinander setzt. Nur wieviel Platz muss dann zwischen den Verteilern mindestens sein?
Und als zweites wollte ich fragen ob ich es richtig sehe, dass man bei der neuen Art der Verteiler 4 mal durch die Bodenplatte mit dem mitgelieferten DN100 Bauernfein Kabelschutzschlauch durchgeht und was genau dann da hineinkommt? Oder ist es so dass man ein RDS 100 hat, was einbetoniert wird (hat mir hier jemand einen Link zu einem Bild, dass ich mir als Laie vorstellen kann wie so ein RDS aussieht) und dadurch dann das Überschubrohr (DN 100 Bauernfeind) geschoben wird und das Dichtelement dann in das Überschubrohr kommt? Ich bin an der Stelle verwirrt. Es wäre super wenn hier jemand Licht ins Dunkel bringen könnte.
Und als drittes wäre für mich die Frage ob ich es richtig sehe, dass man bei der Bodenplattendurchführung den Verteiler nicht direkt auf das RDS setzen kann, sondern die Solerohre ein Stück verlängert werden müssen? Und sitzt dann der Verteiler direkt auf der Verlängerung und muss nicht mehr an der Wand befestigt werden?

Vielen Dank im voraus und ihr macht einen riesigen Job. Ich hoffe ihm Winter, dann auch Arbeitszahlen liefern zu können.
VG Denis
PS: Für was steht RDS nun genau? Rohrdurchführungs System?
22.5.2017 9:19
Zum Thema noch folgendes. Das Wasserwirtschaftsamt trifft folgende Aussage zum NV 10:
"(...) die geforderte Leckageüberwachung mit Abschaltung des Wärmepumpenbetriebes, also auch der Umwälzpumpe, ist mit dem zum Einbau vorgesehenen Niveauwächter NV 10 unseres Erachtens gegeben. Lassen Sie sich vom Hersteller sicherheitshalber noch bestätigen, dass es sich hierbei um einen baumustergeprüften Druckwächter handelt."

Nun hoffe ich mal dass Nibe mir das auch bestätigen kann.
22.5.2017 9:42
Nibe Deutschland sind nicht die Hellsten.
Die kennen z.B. nicht mal ihre eigenen Artikel Nummern.
Sonst ggf. an Nibe Schweden wenden.
22.5.2017 10:14
Nibe Deutschland sagt nun folgendes:
"(..)generell empfehlen wir bei derartigen Anfragen eher den Einbau eines Druckwächters der Firma Sauter.(...)"

Das ist genau dieser DW0-6 von Sauter, den ich oben schon mal verlinkt hatte. Mir persönlich soll es egal ein, so lange ich die Vorgaben einhalten kann und es mir nicht die Effizienz versaut. Bei letzterem bin ich mir noch nicht sicher, weil mir nicht ganz klar ist wo genau dieser Druckwächter hängt. Ich möchte ungern ein Nadelöhr in den Solekreislauf bauen. Kennt sich hiermit jemand aus?

Genaueres zum Bauteil findet man hier:
http://www.sauter-controls.com/produkte-sauter/produktdetails/pdm/dsb-dsf-druckwaechter-druckschalter.html

22.5.2017 10:52
Laut crink aus dem HTD Forum wirkt sich der Druckwächter nicht negativ auf die Effizienz aus. Das beruhigt mich.


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