Neubau Smart-Home: Was macht Sinn? Must-Haves?
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ich habe mich für KNX entschieden, da ich damit Hersteller-Unabhängig bin. Ich denke von einem gut geplantem Smart-Home sollte man nichts merken. Rauchmelder zu vernetzen wäre mir zu teuer. Da reicht ein einfacher mit 10 Jahre Lithium Zelle auch gut aus. Es bringt mir nichts wenn ich im Urlaub dann weiß dass es in einem bestimmten Zimmer Feuer erkannt hat... Es gibt aber auch manche Smart-Home Geräte die einen Alarm erkennen können (diverse Kameras) Wasser ist bei mir ein Must-Have - beim Hauswasseranschluss habe ich einen elektrisch stellbaren 2/2 Wege Kugelhahn vorgesehen. Ist das Haus länger verlassen, oder einer der Leckage sensoren (unter den Küchenkasterln, Technikraum, usw.) schlägt an - macht der Hahn automatisch zu. Ich habe selbst die Präferenz bei den ganzen Smart-Home lösungen möglichst unabhängig zu bleiben, und keine Funktionen in irgendeine Cloud verlege, die es in ein paar Jahren womöglich nicht mehr gibt. |
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Ich kann jetzt nur von Loxone sprechen, da ich das selbst habe, aber keine Angst, die KNX Fraktion kommt schon noch. 😁 Sogar im Rohbau war ich mir noch nicht sicher, ob ich ein Smarthome überhaupt will. Mich schreckte auch die (vermeintliche) Fehleranfälligkeit und die Kosten ab. Anderseits war es für mich sonnenklar, dass ich meine Beschattung automatisiert haben will, denn 27 Fenster manuell zu beschatten macht überhaupt keinen Spaß. Da mein Elektriker nur Loxone konnte kam dann relativ bald die Systementscheidung. Denn wenn du schon den Miniserver hast, naja, dann macht es schon Sinn, die Beleuchtung mit zu machen, und wenn schon denn schon, ein paar Steckdosen schaltbar gemacht. Anfangs hatte ich nur 5 Touch Lichtschalter, kein Audio, keine Fensterkontakte, nur rudimentär Bewegungsmelder. Mittlerweile hab ich so ziemlich alles nachgerüstet, ja, auch den Audioserver, und es ist halt schon alles wahnsinnig praktisch in meinen Augen. Selbst die Fenstergriffe hab ich gegen EnOcean gepowerte Griffe ausgetauscht (benötigen keine Batterie). Denn der 3fach Klick beim Schlafengehen (Kinderschlafmodus bei den KiZis, mit abgedunkeltem Licht, Lichtklingel statt Türgong, etc., oder Schlafmodus beim Bett mit generell Licht aus, nochmal zusperren aller Nukis, falls ich was vergessen hab, etc pipapo) und vor allem beim Haus verlassen (Aktivieren vom Anwesenheitsmodus (random aber sinnvoll Licht zw. Abenddämmerung und 23:00), AUDIODURCHSAGE, ob eh alle Fenster und Türen geschlossen sind, und wenn nein, welche noch offen sind, usw usf) sind halt schon wahnsinnig praktisch. Einen Aufstellpool haben wir auch nachgerüstet, die komplette Steuerung dort (Poolpumpe, Chlorinator, geschenkte WP WP [Wärmepumpe], irgendwann auch mal eine Gartenhütte inkl. Licht) geht ganz easy zum Einbinden in Loxone. Die Wallbox liegt auch schon zuhause (das BEVBEV [Battery Electric Vehicle, Elektroauto] fehlt halt noch), und dank umfangreicher Energiemessung der Großverbraucher im Haus (tw. realisiert über saubillige S0 Zähler) blicke ich auch der eventuell kommenden Leistungsmessung ganz entspannt entgegen, sogar, falls wir und irgendwann mal eine 12kW Sauna leisten können. (Gut, das Batteriemanagement übernimmt Victron, aber der Rest wird von Loxone ausgesteuert.) Wie gesagt, Audioserver ist auch vorhanden - der schaltet sich aber aus, wenn bei Aktivierung des Kinomodus automatisch via IR der Beamer eingeschalten wird, die Leinwand runtergeht, bei Bedarf Fenster verdunkelt werden, das Licht sich einstellt, usw usf. Wurde alles ganz easy nachgerüstet, da hatte ich im Rohbau (außer den Leerschläuchen) noch keinen Kopf dafür. Für das, dass ich früher eigentlich gar kein Smarthome wollte, bin ich mittlerweile komplett davon überzeugt. Allerdings möchte ich nicht verhehlen, dass ich hier recht viel Eigenleistung mitbringe (habe mal vor Jahrzehnten Elektriker gelernt), und natürlich alles selbst programmiere - das spart am Meisten. Außerdem nutze ich auch Fremdfabrikate, wie z.B. von haus-bus.de, welche ca. die Hälfte der Loxone Komponenten kosten. (Sie sind aber auch nicht ganz so plug'n'play einzubinden...) Dies alles ist auch nur aufgrund der vielen Schnittstellen möglich, die ich nutzen kann: Tree, Air (Loxones Funklösung, funktioniert wirklich gut), Modbus (Energiezähler), RS485 (für haus-bus.de), 1-Wire (Tempsensoren), Enocean (Fenstergriffe, nachträgliche Taster per Funk), DALI (Licht) hab ich im Einsatz. Ganz ehrlich? Dann würde ich mir so einen Loxone Verteiler z.B. von IXMA vorverdrahten und auf die Baustelle schicken lassen. Dazu muss man halt so genau als möglich sämtliche I/Os wissen, aber die Jungs dort dürften sehr viel Erfahrung darin haben und dich sicher optimal beraten. Kannst ja mal anfragen. Der Eli muss dann nur mehr seine Drähte an den Reihenklemmen anschließene -> fertig. Bequemer geht es nicht. |
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Ach ja: Rauchwarnmelder sollen auf jeden Fall unabhängig vom Smarthome funktionieren. Ich hab sie trotzdem in Loxone eingebunden allerdings drahtvernetzt (günstiger), das ist aber wirklich eine Bastellösung. Wassermelder sind auch ein ganz wichtiges Feature: Die dienen bei mir bei dezidierten Wasseranschlüssen (WaMa, Kühlschrank, Waschbecken, Enthärter, you name it) als schnelle Eingreiftruppe für mein Leckagensystem und sperren dann das Wasser sofort ab. Sonst schaltet mein Mikroleckagengerät nach 20 Minuten Leckage sowieso ab, aber ein platzender Wasserschlauch wird so halt sofort detektiert. Natürlich auch alles in Loxone implementiert. 👍 Im Falle des Auslösens kann man dann ganz easy den Sensor via Audio ausgeben, oder es klickt standardmäßig der Touch Lichtschalter im betroffenen Raum... |
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Ja, hier 😜 und wenn ich schon einen Bus mache, dann den echten und nicht den herstellerabhängigen. Und spätestens seit HA ist Laxone mMn sowieso überflüssig. |
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Lesen: --> |
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Beleuchtung: Je nach System sind die Schalter echt einfach zu bedienen, ich geh aber so weit das du das keinen erklären musst, du hast einen Präsenzmelder, das Licht und die Stimmung wird automatisch geschalten, wenn du oft was ändern musst ist es sinnvoll die Programmierung anzupassen Heizung: Ja, da brauchst nicht viel Steuern, evtl. längere Abwesenheit (Tage), die Anzeige und Statistiken führen ist natürlich immer hilfreich, Lüftungssteuerung ist meiner Meinung nach regelungsintensiver Rauch/Wassermelder: Wassermelder würde ich einbinden und mit einen Kugelventil in der Zuleitung kombinieren |
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Als ob bei Laxone nix machen musst....und eben HA macht nun mal Laxone überflüssig. Bitte nenne mir einen Grund, warum ich mich an einen Hersteller binden sollte? Es wurde eh schon fast alles aufgezählt, je nach Anforderung würde ich auch gleich Tür und Fensterkontakte verlegen (Draht, nicht Funk), bzw. alles was stationär ist, sollte verdrahtet sein -> Netzwek nicht vergessen. Rauchmelder werde ich in Zukunft mehr einbinden, habs zwar rudimentär aber mittlerweile gibts schon Rauchmelder, die MQTT können. |
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HA ist halt ne Bastellößung, zwar durchaus keine schlechte aber man muss sich ausgiebig damit befassen damit man damit glücklich wird Nichts was ein Elektriker verbauen oder warten würde Wann Mann ein System haben möchte das man vergessen kann ist das einfach nichts |
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Musst du ja nicht nehmen. Für die Hauptschalter bei der Tür je Zimmer verwende ich ganz normale Taster (nach dem alten Loxone-System: ein großer Taster für Licht + 2 Doppelwippen darunter für alles andere). Alle Tastpunkte + Fensterkontakt je Raum auf ein billiges Cat-Kabel (passt genau für die 6 Datenpunkte) aufgelegt und fertig. Im Verteiler auf einen Nano-DI je Raum. Loxone-Taster hab ich eher an untergordneten Stellen in den Räumen und dienen hauptsächlich als Temperator / LF-Sensoren |
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Deswegen macht man das bei Loxone am Handy in der App in Reallife. 😅 What you see is what you get. Der Loxone Miniserver fällt im Normalfall nicht aus. (Und falls doch, weiß ich, wo mein Eli wohnt zwecks Ersatzgerät. Ersatz-Speicherkarte hat man sowieso zu Hause. Übrigens: Wenn bei KNX deine Parametrierungsdatei futsch ist, dann ist sie futsch. Kann bei Loxone nicht passieren. Und es hat auch sicher jeder KNX User eine Ersatz Spannungsversorgung zu Hause. 😉) Was aber schon vorkommen kann: Bei Stromausfall übernimmt meine Loxone Powersupply inkl. Bleiakku-Backup, welches nicht nur den Miniserver versorgt, sondern auch alle 24V Leuchten im Haus (dann aber natürlich gedimmt im Not-Modus). Und das alles unabhängig von einer PV-Speicherlösung. Muss man nicht haben, kann man aber. 😜 Ist ok, muss man ja auch nicht. Allerdings finde ich die Schaltergalerien prinzipiell auch nicht unbedingt selbsterklärend. 😉 Und Tempsensor / LF brauchst dann erst wieder extra. |
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Am Glaubenskampf Loxone vs KNX werde ich mich nicht beteiligen, für Internet Grabenkämpfe bin ich zu alt. Ich habe mich damals für KNX entschieden, weil mir der dezentrale und herstellerunabhängige Ansatz gefallen hat. Die ETS wirkt stellenweise allerdings schon wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Ich persönlich würde KNX auch nur in Betracht ziehen, wenn ich in der Lage bin, es selber zu parametrieren. Da ist Loxone sicher zeitgemäßer aufgestellt. Beleuchtung ist bei uns zu 95% DALI. Home Assistant sehe ich nicht als Alternative, sondern als Add-on auf einer anderen Ebene. Statistik, Visu, gewisse Komfort-Features etc. sind dort gut aufgehoben und ich finde die Einarbeitungszeit überschaubar. Mittlerweile bietet HA auch eine sehr gute KNX Integration. "Lebenswichtige" Logiken oder Funktionen würde ich immer nativ am Bus regeln. Beschattung fällt da für mich übrigens drunter. Ich habe seite einiger Zeit für Logiken ein OpenKNX REG 1 Modul laufen. Das bietet hierfür schon viele Möglichkeiten. Das ist zugegebenermaßen allerdings auch ein bisschen Bastelei und bindet manche Funktionalitäten eben wieder zentral. Ich möchte das Smart-Home insgesamt nicht missen. Für die Raffstores im EG hätten wir gigantische Schalterbatterien an den Wänden. Zentral Raffstores schließen oder automatisch fahren lassen, von Bett oder Haustür das Licht im gesamten Haus abschalten, KWL nach bestimmten Szenarien regeln lassen... Auch wenn du es dir jetzt vielleicht nicht vorstellen kannst: Lichtszenen sind schon ein tolles Ding für Komfort und Stimmung. Auch ohne RGB. Gangbereiche und WCs sind bei uns alle mit Präsenzmeldern versehen, in der Nacht wird automatisch auf 8% gedimmt. In die Heizung greife ich momentan gar nicht ein, vielleicht experimentiere ich nächstes Jahr mal damit, die Wettervorhersage ein wenig einzubinden. Jedenfalls möchte in Zukunft Kühlung und Entfeuchtung via Bus regeln. |
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Aslo zwei Speicherlösungen 😜 |
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Bei der Heizung reicht mir Heizkurvenverschiebung rauf/runter, WW Bereitung triggern, fertig. Sicher ist sicher. 😂 |
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Hallo, HA, KNX usw. hat natürlich alles seine Berechtigung, je nach Anforderung. Ich möchte für den TE nur einwerfen, dass so simple Sachen, wie Wassersensor/Kugelhahn oder Feuchtigkeits/Temperatur gesteuerte Elemente usw auch um ein paar Euros mit Shellys geht. |
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Shellys im Neubau bitte nicht |
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Danke für die vielen Antworten. Ob Loxone oder KNX ist mir im Endeffekt egal - der Elektriker der beides kann hat Lox empfohlen. Ich seh HA auch eher als Ergänzung, momentan läuft die NAS auch nur bei Bedarf. Shellys will ich vermeiden. Erstens ist das wieder eine Eigenbastellösung zweitens braucht ein HA-Server ~2W, und ein WIFI-Shelly 10W. Die Nano DI variante wurde mir auch vorgeschlagen. Das ist zwar von den Schaltern griffiger, aber der Weg ist nach wie vor Schalter -> Server -> Licht, anstelle von good ol' Schalter -> Licht. UND: ich benötige dann wieder diese blöden Sensoren die gleich viel kosten wie der Lichtschalter der das schon dabei hat. Deshalb bin ich bei dem Lichtbaustein echt noch unsicher. Kostet auch ein Stück. Wenn ich das aber richtig verstehe, kann ich z.B: im Wohn Essbereich, SZ und KZ den Loxoneschalter verwenden und für den Rest klassische verkabelung + Taster? Dann ist aber nicht alles gleich verkabelt, was irgendwie auch blöd ist. Mir geht es da weniger um Zugriff aus der Ferne (brauch das eigentlich ganrnicht), sondern darum, dass ich das im OG im Schlafzimmer mitbekomme wenn die Chinesen meinen PV Speicher im Keller abfackeln. Wie hast du dir die Audiolösung nachgerüstet? So wie ich das verstanden habe baut man Loxone Lautsprecher in die Wand/Decke ein. Muss ich, wenn ich mir Loxone kaufe auch: - Loxone Leuchten - Loxone Wallbox - Loxone Lautsprecher - Loxone Schießmichtot kaufen? Da ist man ja für immer im Hochpreissegment gefangen und sehr unflexibel. |
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Hallo localhorst, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Neubau Smart-Home: Was macht Sinn? Must-Haves? |
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Genau das ist der Sinn, dass alle Rauchmelder gleichzeitig auslösen. Wennst die dann auch noch am Bus oder Logikserver drin hast, dann kannst z.b auch automatisch die Rolläden/Raffstores hochfahren. Kannst du machen, würde ich aber nicht. Ich hab überall KNX, auch im Keller und Außen. Schau dir mal KNX mit Komponenten von MDT an, das ist mMn unschlagbar. Nochwas bzgl. Shellys, solltest echt mal welche brauchen, die können mittlerweile auch KNX. |
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Bezüglich Licht: dimmbare Beleuchtung in jedem Raum ist ein nicht zu unterschätzender Komfort. Darauf wollte ich nicht mehr verzichten. Schalter setze ich fast überall klassische Taster Jung LS 990 mit KNX Tasterschnittstelle ein. Leuchten sind dann per DALI am KNX angebunden. ad Loxone: Festlegung auf einen einzigen Hersteller war für mich absolutes Auschlusskriterium. |
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Wir haben Loxone und sind grundsätzlich zufrieden damit. - Loxone Leuchten: haben wir keine einzige, ist nicht notwendig. Dimmung funktioniert tadellos (wir haben in fast jedem Raum indirekte Beleuchtung mit LED Streifen). - Loxone Wallbox: wir haben noch keine Wallbox. Wenn wir in Zukunft einmal eine haben, wird es Solaredge werden - Loxone Lautsprecher: wir haben 4 Stück davon und sind damit zufrieden. Sind alle dezent in den Decken eingebaut. |
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Genau! Also bleibt nur KNX. Wichtig ist eine gute und umfassende Planung, man muss ja nicht alles sofort ausführen, wenn das Budget knapp ist! Bei der Beleuchtung würde ich auf DALI setzen und zwar vollständig, mischen mit KNX-Aktoren verkompliziert die Anlage und die Programmierung nur. Auch mischen KNX und konventionell ist sehr ungünstig, man verbaut sich damit so simple Funktionen, wie Zentral Aus! Was man schon mischen sollte, sind die Hersteller der Komponenten, das ist ja der große Vorteil von KNX, dass alles zusammenpasst! Man sucht die Komponenten nach Features, Preis oder Design aus! Internet, Clouds, ständige Updates - und damit verbundene Risiken - sind nicht zwingend erforderlich, eine gut ausgelegte KNX-Anlage kann auch völlig offline laufen! Gruß GKap |
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