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LWP und Heizkörpern nach Haussanierung

7 Beiträge | 22.4. - 13.5.2017
Hallo zusammen,
Ich bräuchte kurz Rat von euch Profis.

Wir planen gerade die komplette thermische Sanierung unseres EFH Bj. 1977 mit ca. 130 m² verteilt auf EG & Dachausbau.
Istzustand:
Wand: 30cm Ziegel mit Verputz ohne WD
Fenster: 2 Scheiben Verbund
Dach: Kaltdach mit ca. 8 cm Dämmung
Heizung: Eine Ölheizung (Bj. 1994) 19 KW und Solar für das Warmwasser (ca 7-8m² Bj. 1985). Im gesamten Haus wird mit Heizkörpern (teilweise recht alte Rippenheizkörper) geheizt. Vorlauf ca. 55°C. Der Bisherige Ölverbrauch pro Jahr lag so bei ca. 2500 Liter

Geplant:
Fenster: 4/18/4/18/4 Ug= 0,5 W/m²K, 34 dB, Uw = 0,82 W/m²K
WDVS: 16 cm EPS-F 031
Dach: Neue Dämmung mit 30 cm + Kaltdach
10 cm Dämmung der Kellerdecke
Bei der neuen Heizung bin ich mir nicht ganz sicher.
Ich muss auf jeden Fall den Ölkessel und auch die Solaranlage ersetzten, auf die einzelnen Angebote warte ich im Moment noch.

Der letzte HB meinte ob ich den Wechsel auf LWP schon in Erwägung gezogen habe.
Er meinte das ich nach den Sanierungsarbeiten mit meinen bestehenden Heizkörpern und einer Vorlauftemeperatur von 40-45 °C auskommen würden. Als LWP hat er mir eine KNV Greenline LWSE-V empfohlen. Von einer Erneuerung der Solaranlage würde er in diesem Fall abraten.

Nun meine Frage: Ist diese Lösung realistisch? Ich habe einfach bedenken das diese Kombination nicht ausreicht und ich friere oder mit Strom zuheizen muss.

Gibt es jemanden der mit solcher einer Lösung Erfahrungen hat?

Vielen Dank

 
22.4.2017 9:52
Sanierer hier: dyarne, maider187, meinereiner, ...
22.4.2017 12:02
Der springende Punkt bei einer Sanierung mit Radiatoren und Heizkörpern ist besonders bei einer LWP eine möglichst Tiefe Vorlauftemperatur. Bei VL- Temperaturen über 40°C
geht die JAZ zu tief hinunter. Hier gehört gerechnet oder man nimmt das Risiko einer Heizflächenerweiterung auf sich. Eine gute und wenig bekannte Möglichkeit sind hier nachrüstbare Decken- und Wandheizflächen.
22.4.2017 14:47
.. kleinhirn1 ..
Ein bsp mit heizkörpern .. vl im winter bei ~40°
LWP und Heizkörpern nach Haussanierung


22.4.2017 17:00
@WolfgangF
Der Vorschlag mit der WP ist auf alle Fälle besser, als beim Öl zu bleiben.
Du kannst mit einem Tool die ungefähr zu erwartende Heizlast berechnen. Z.B.:
http://www.ifea.tugraz.at/hp_old/heizlast/heizlast.htm
Wichtig ist auch, euren Warmwasserverbrauch zu kennen. Wenn er gering ist, könnt ihr die alten Speicher beibehalten, und elektronische DLEs einsetzen. Dadurch kann auch die WP kleiner dimensioniert werden.
Als WP sollte auf alle Fälle eine modulierende genommen werden, da ja deine genaue Heizlast schwer zu schätzen ist: Bsp:
http://www.knv.at/index.php/knv-produkte/produkte-innovationen/luft-wasser-waermepumpen/topline-2120-vollmodulierend
23.4.2017 8:38
Danke für eure Antworten.

@Gast Karl
Ich werde mir deinen Link gleich mal Ansehen.
12.5.2017 8:46


WolfgangF schrieb: Ich muss auf jeden Fall den Ölkessel und auch die Solaranlage ersetzten, auf die einzelnen Angebote warte ich im Moment noch.


und hat sich da schon was getan?

WP und Heizkörper ist schon möglich aber nur wenn du wirklich ein Warmes Haus hast.
LWP würde ich per. bei Altbau nicht machen, generell nicht weil mir das Ding im Garten nicht gefällt und auch mir der Sinn nicht ergibt da ich im Winter die meiste Heizleistung brauche wo die pumpe die schlechteste Effizienz hat..
Willst Förderungen in Anspruch nehmen?
13.5.2017 8:45
@maider187
Ich warte noch immer auf Angebot der HB. So lange wie die dafür brauchen, hat kein anderer Handwerker bis jetzt gebraucht.

In der Zwischenzeit sind wir jedoch aus genannten Gründen (Optik und Effizienz) weg von der LWP hin zur EWP mit Ringgrabenkollektor. Aber wie gesagt ich warte noch.

Ja ich möchte Förderungen in Anspruch nehmen, da es sich ja um eine komplette thermische Sanierung handelt.

LG
Wolfgang



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