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Kräuselkrankheit

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11.5. - 12.5.2022
13 Antworten | 9 Autoren 13
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O Jubel, o Freud: Wir haben offensichtlich die Kräuselkrankheit! Betroffen sind zwei Pfirsichbäume und - da bin ich mir etwas unsicher - ein Apfelbaum. Marille, Birne und Kirsche sind (noch?) nicht betroffen. 

Pfirsich Jay Heaven:



Apfel Topaz:



Poysdorfer Weingarten-Pfirsich:



Was kann/soll ich jetzt zur Bekämpfung tun?
Google hat mir das Compo-Produkt "Duaxo" ausgespuckt: Taugt das was?
Was kann ich in Zukunft vorbeugend tun?

11.5.2022 ( #1)
Oje, unseren Pfirsich hats auch erwischt. 
Der ehem. Direktor der österreichischen Bundesgärten hat mir letztes Jahr Kupfer empfohlen. Er meinte im Winter, sobald die Knospen schwellen (Ende Jänner) , mit Kupfer besprühen. Gibt's im Lagerhaus. 
Ich hab's nicht gemacht und mit natürlichem Grapefruitkernextrakt probiert. Hat nicht's gebracht.

11.5.2022 ( #2)


MissT schrieb: Google hat mir das Compo-Produkt "Duaxo" ausgespuckt: Taugt das was?
Was kann ich in Zukunft vorbeugend tun?

Unser Pfirsich und auch unsere Zwetschke haben seit Jahren diese Krankheit, ich habe vieles probiert, inklusive Kupfer vorm Austrieb. Ebenso Duaxo -  hat nichts gebracht.

Letztes Jahr hat mein Mann beim Pfirsich immer mal wieder die kranken Blättern entfernt, in diesem Jahr sieht er etwas besser aus, aber weit weg von geheilt.

Unsere Zwetschke hat heuer so viele Läuse, dass fast alle Blätter gekräuselt und total kaputt sind, sieht aus wie ein gerupftes Huhn. Mittel gegen Läuse bringen ebenfalls keine Besserung.

Fazit: Nie wieder kämen mir Obstbäume in den Garten. 😀

11.5.2022 ( #3)
duaxo, kupfer, knoblauch... hab ich auch schon alles durch und bringt nicht wirklich was. 

nachdem es jetzt eh schon wärmer ist, brauchst nichts mehr machen, da hört der pilz ganz von allein auf. der mag eigentlich feuchtes wetter so um die 10-15 grad. wenns mal richtung 25 oder 30 grad geht macht er nix mehr. nachdems bei dir nicht viel ist, kannst die befallenen blätter entfernen (nicht auf den kompost). sonst einfach geduld. 

das am apfelbaum sieht mir eher nach läusen aus (dreh mal das blatt um). pfirsich ist immer stark betroffen. einen poysdorfer weingartenpfirsich hab ich auch, der hält die kräuselkrankheit eigentlich noch recht gut aus im vergleich zu andren sorten. nur weil ein paar blätter befallen sind, macht das dem baum noch nichts.

generell sind pfirsiche (und noch schlimmer nektarinen) besonders anfällig, bei apfel, birne oder marille hast dafür mit andren themen zu tun. 
ich lass das die natur machen... hat bisher immer ganz gut geklappt. ein jahr erntest halt ein bissl weniger, dafür im nächsten mehr. 
läuse hab ich auch unmengen auf den kleinen zwetschken - das müssen die vögel regeln. meist dauert das nur 2-3 wochen bis die nützlinge ihre arbeit aufnehmen. 



11.5.2022 ( #4)
Hallo!

Der Dominik Schreiber hat in seinem Yt-Kanal ein paar gute Videos zur Kräuselkrankheit. Kurzum, jetzt ists schon zu spät, soweit ich das verstanden hab muss ma da schon vorbeugend was tun. 

LG Alex

11.5.2022 ( #5)
Unsere Jungbäume sind auch immer extrem verlaust, insbesondere Apfel, Birne, Zwetschge. Bis jetzt sind immer recht schnell Marienkäfer, Ohrenschlürfer etc. gekommen und die Sache war erledigt bzw. hat sicher so sehr in Grenzen gehalten, dass der Baum keinen Schaden nimmt.

Pfirsich kräuselt auch leicht vor sich hin.


MRu schrieb:

Fazit: Nie wieder kämen mir Obstbäume in den Garten. 😀

Also unsere Kakis, Indianerbananen und Feige haben 0 Schädlinge oder Krankheiten. Die sind ein Tipp wenn man davon eine Ruhe haben will.

11.5.2022 ( #6)
Danke für Eure Antworten!

Ich habe jetzt noch herausgefunden, dass laut Schreiber unsere beiden Pfirsichsorten eigentlich sehr resistent gegen die Kräuselkrankheit sein sollen. Naja, das möchte in Frage stellen ...

Wir haben heute Abend alle befallenen Blätter entfernt und in den Hausmüll gegeben. Angeblich hilft das, den Befall einigermaßen einzudämmen. Um den Johannistag soll der zweite Austrieb kommen. Hoffentlich erfangen sich die Bäume etwas und die Früchte (die ersten!) werden trotzdem noch was. Nächstes Jahr werden wir im Februar vorbeugend spritzen.

11.5.2022 ( #7)
Hatte ich bei meinem Pfirsichbaum auch. Wenn der Baum damit mal betroffen ist, dann bekommst die Krankheit so gut wie nicht mehr weg.
Spritzen Anfang Februar und dannach alle 2 Wochen war dem Pilz egal, half nicht.
Im Jahr als ich die befallenen Blätter entfernt habe, kamen zwar wieder neue nach, da dauerte es aber auch nicht lange bis sie sich kräuselten --> in diesem Jahr waren kaum Pfirsiche drauf.
Im jahr darauf hab ich aufs Blätter entfernen verzichtet --> Baum war im Sommer voll mit schönen Pfirsichen.

11.5.2022 ( #8)
NAbend,
Unsern Nektarinenbaum hab ich mit kupferlösung behandelt, allerdings bevor die Knospen austreiben, hat eig immer ganz gut geholfen.

Heuer dummerweise vergessen 😥

Schau ma mal was er macht....

Lg Wolfgang

12.5.2022 ( #9)
Ich häng mich bei atma an. Als Pilzerkrankung ist das ein typisches Faktorenproblem. Bei uns (Innviertel/OÖ) z.B. funktioniert so gut wie kein Pfirsichbaum im Freiland, es ist einfach zu feucht, an der Hauswand Ostseite (wenig Regen, späte Blüte) geht es besser, ist aber auch nicht sicher. Trockenstress und Staunässe sind aber auch Auslöser, kurzum Pfirsiche sind Mimosen.

Wir versuchen seit langer Zeit verschiedene Wildlinge von Bekannten und Freunden zu selektieren, aber eigentlich alle kräuseln und ich schneide sie nach ein paar Jahren um.

Kräuselkrankeit bei Apfel, Birne und Zwetschge habe ich noch nie gesehen, starker Lausbefall sieht auf den ersten Blick ähnlich aus. Größere Bäume sind im Allgemeinen unempflicher als kleine. Diese Miniaturbäume haben einfach einen extrem schweren Stand, der Wurzelraum ist nur unwesentlich größer als die Krone, die Wasserversorgung in Trockenzeiten schwierig.

Als kleiner Stimmungsaufheller:


Roter Boskop (Frühjahr 2021), ca. 5m hoch, ca. 10m Durchmesser, ca. 15 Jahre alt, Öschbergschnitt (am Anfang, jetzt fast gar nicht mehr), leider hat der Hagel dann alle Früchte runtergeklopft 😶

12.5.2022 ( #10)


taliesin schrieb: Wir versuchen seit langer Zeit verschiedene Wildlinge von Bekannten und Freunden zu selektieren, aber eigentlich alle kräuseln und ich schneide sie nach ein paar Jahren um.

ich hab einen, der sich definitiv nicht kräuselt, da hatte der mutterbaum dazu allerdings gummifluss 🤪 wir haben einen neuen baum aus einem kern gezogen und bisher dürfte der sich recht gut gegen die kräuselkrankheit halten, denn auch zwischen den andren hat er als einziger komplett gesunde blätter. geschmacklich ist er ein weingartenpfirsich und halt näher an einer grapefruit, als an einem süssen pfirsich dran. die schale ist sehr dick, kann man aber gut abziehen. frisch und als marmelade ein traum. 
derzeit ist er erst 2 jahre alt, sollte der mal gas geben, kann ich gern an dich denken.

12.5.2022 ( #11)


MissT schrieb: Ich habe jetzt noch herausgefunden, dass laut Schreiber unsere beiden Pfirsichsorten eigentlich sehr resistent gegen die Kräuselkrankheit sein sollen. Naja, das möchte in Frage stellen ...

doch sind sie... sie sind halt resistenter als andre sorten ;) ich hab bei den ersten beiden bäumen nicht darauf geachtet ("wird scho was werden" und da sind wirklich sehr sehr viele blätter betroffen. bei den nächsten beiden (hab insgesamt 5) dann auf resistentere sorten und die haben definitiv weniger probleme, als die ersten beiden. beim poysdorfer weingartenpfirsich sind nur wenige blätter. bei der nektarine sicher 10% der blätter vom ganzen baum. 

12.5.2022 ( #12)


atma schrieb: derzeit ist er erst 2 jahre alt, sollte der mal gas geben, kann ich gern an dich denken.

Ja, das wäre fein ... obwohl wir natürlich recht unterschiedliche Klimate haben dürften.

12.5.2022 ( #13)
Das ja, aber der kommt auch aus einer feuchteren und kühleren Region. 



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