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KNV LWSE-V13 oder Topline 2120-16?

5 Beiträge | 10.9. - 12.9.2019
Wertes Forum,

nachdem ich jetzt schon einige Zeit mitgelesen habe - Renovierung meines Elternhauses mit erstem Schritt uralte halbdefekte Ölheizung entfernen und neue Heizung noch vorm Winter installieren steht an - möcht ich gern mal zwei Anbote eines Installateurs gegenchecken. Installateur wurde mir von einem guten Freund empfohlen, der ähnliches hinter sich hat.

Zum Haus: 80er Jahre, zweischalige Außenmauern, ca 30er Ziegel, 10cm Kerndämmung, 10er Außenziegel. HWB circa 150kWh/m2a. Decke gedämmt, Keller nicht (nachträglich schwierig). Vollholz Fenster aus den 80ern, Zweischeiben - müssen mittelfristig getauscht werden, HWB dann vermutlich eher 130kWh/m2a.

Wohnfläche EG ca 110m2, beheizter Wohnkeller ca 30qm. Überall FBH vorhanden, wird gespült und "versiegelt".

Heizlast laut EA ca 15kW. PLZ 34xx.

Mir wurden zwei Anbote gemacht (jeweils inkl. Entsorgung und diversen Nebengeräuschen): 

1) LWSE-V13 mit Silentium Verdampfer - brutto 30k€
2) Topline 2120-16 mit VVM 500 - brutto 25k€

Im Vergleich der beiden Datenblätter ist mir aufgefallen, dass KNV bei der Topline keine Heizleistung bei verschiedenen Außentemperaturen angibt - nur die wie ich lese wenig aussagekräftigen COP-Zahlen. Bei der LWSE sehr wohl, zB A-7/W35 HL 11,2/ COP 3,6. Bei der Topline ist nur A-7/W35 COP 3,4 angegeben. 

Da die Winternächte durchaus Richtung -10 Grad gehen können, hätte mich der Wert bei der Topline schon sehr interessiert - ich will ja nicht über Gebühr mit Strom/Heizstab heizen.

Bekomme ich diesen Wert irgendwo gut versteckt, bzw. was haltet ihr generell von dem Vorhaben/Anbot?

Vielen Dank!

 
10.9.2019 19:22
Was für Vorlauftemperaturen strebst Du an ? 150/130kWh/m2a kommt mir recht viel vor.
10.9.2019 20:58
Mir auch!
Auch die 15kW....
Der Wandaufbau ist ja gar nicht soooo schlecht?

Die 2120-16 ist vollmodulierend und liefert (lt. Prospekt) 5 bis 13kW bei Vorlauftemp. 35 Grad, je nach Bedarf.

Gruß 
Rudi

Und jetzt die Frage aller Fragen:
Erdwärme ist nicht möglich?
11.9.2019 9:57
Da Fußbodenheizung bereits überall vorhanden ist, entsprechende Vorlauftemperaturen - soweit ich das verstanden habe im Bereich 30-40 Grad? 

Der HWB dürfte relativ konservativ angesetzt sein, er kommt auch dadurch zustande dass im Keller der bewohnbare Bereich (mit FBH) nicht vom Rest thermisch isoliert ist. Heizt man den Keller nicht mit, ergibt die Rechnung circa 130kWh/m2a.

Die größten Wärmeverluste laut EA sind dann die Kellerdecke (kaum änderbar), dann Fenster (muss irgendwann gemacht werden), dann Decke gegen Dachraum (etwa 10-15cm Mineralwolle vorhanden, da ginge natürlich grundsätzlich mehr), dann Außenwand (kaum änderbar).

Auch eine Überschlagsrechnung auf Basis des ungefähren Ölverbrauchs mit der üblichen Kette der Verluste legt nahe, dass der HWB relativ hoch modelliert wurde.

Mir kommen übrigens auch die Anzahl der Heiztage im EA mit 258 sehr hoch vor - da würde ja grade von Juni-August nicht geheizt werden. Installateur (Nachbarort) meinte etwa 170-180 Heiztage kann man annehmen. 

Zurück zu meiner eigentlich Frage: Mir ist heute eingefallen, dass die KNV-Geräte ja AFAIK von Nibe kommen? Hier hab ich für die F2120-16 die Daten gefunden:

...leider kann ich den Link nicht posten, wird als "Spam" "erkannt" m(

F2120-16:
A–7/W35 Heizleistung min./max. kW   5,1/10,1
A–7/W45 Heizleistung min./max. kW   5,1/12,0

Das stimmt mich doch positiv, dass die Heizleistung bei Minusgraden nicht komplett absackt.


11.9.2019 10:12
30-40 Grad bei 130kWh/m2a kommen mir etwas niedrig vor.

Wie gesagt, richtige Reihenfolge:
1. Heizbedarf weitestgehend reduzieren durch Sanierung (Fenster/Dämmung/etc.)
2. Wärmepumpe passend dazu auslegen/kaufen/installieren.

Alles andere bedeutet dass die Maschine in den Übergangszeit vermehrt Takten wird, nicht so gut für den Verdichter und etwas höher Heizkosten.
12.9.2019 14:52
Heizung ist leider kaputt, daher bleibt vor dem Winter nichts anderes übrig. Sehr viel Heizbedarf ist auch nicht wirtschaftlich sinnvoll reduzierbar, wie beschrieben. Die Fenster sind so schlecht nicht, 40 Jahre später gibt es halt besseres. Wird sich heuer nicht mehr ausgehen. 30% Verlust gehen über den Keller/Garage, mit Kellerdecke dämmen, was natürlich auf die Raumhöhe geht, ist aus aufgrund des Aufbaus nicht getan.

Und ich denke nicht, dass der Vorlauf die letzten 30 Jahre sehr viel wärmer als 30-40 Grad war, denn da müsste der Steinboden im Winter ja echt unangenehm warm geworden sein, das hätte ich in Erinnerung. Eher ist der EA/HWB mit Vorsicht zu genießen.


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