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Kleine Stützmauer

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  •  michael1984
14.5.2026
9 Antworten | 5 Autoren 9
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Hallo zusammen,
ich bräuchte mal eure Einschätzung zu einer Mauer, die bei mir gerade errichtet wird.
Da ich Laie bin, kann die Firma mir viel erzählen. Preislich liegen wir bei 2500€

Eckdaten:
  • Länge: 4,5 Meter, Höhe: ca. 30-40cm ausserhalb der Erde
    und ca. 40-50cm unterhalb der Erde so wie es aussieht.
  • Situation: Die Mauer wird zwischen eine Betonmauer und Asphaltiertem Eingang Betoniert. Sie ist auf alle Fälle noch unter dem Dachvorsprung. Nach meiner Einschätzung ist der Boden dort gut Verdichtet.

    Ausführung: Es wurde kein Fundament gegraben/betoniert. Die Schalung steht direkt auf dem Planum (Schotter/Erde).
  • Bewehrung: Es wurden seitlich je 2-4 Eisen in die Bestandsmauern gebohrt. Die horizontale Bewehrung liegt allerdings direkt auf dem Boden auf – ohne Folie und ohne Abstandhalter nach unten. Und es wurden Eisen 60cm in den Boden gesteckt.
  • Nutzung: Eine Seite wird später mit Rollierschotter hinterfüllt bis ganz oben. Es soll Sichtbeton bleiben.
Am Freitag soll bereits betoniert werden. Ich mache mir Sorgen wegen der fehlenden Betondeckung nach unten.
Wie seht ihr das? Ist das bei dieser geringen Höhe (40cm) vertretbar oder muss hier zwingend nachgebessert werden.Bzw. welche Folgeschäden könnten entstehen.

Danke für eure Antworten.
Mit Freundlichen Grüße 
Michael


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  •  Bauherrjoe
  •   Bronze-Award
14.5.2026 11:06  (#1)
Kommst du in deiner Gegend mit 40-50cm Frost tiefe aus?

Bin ebenfalls Laie aber habe eine ähnliche Mauer betoniert.

Mein Fundament wurde vorher extra gemacht und war 90cm tief und 50cm Breit.

Bis jetzt alles ok, aber vielleicht war bei mir etwas "Angst Zuschlag" dabei?

Zum Thema Sichtbeton:
Bei den SAM Abstandshalter hast du nicht die für Sichtbeton.
Die für Sichtbeton haben so Kunststoff Abschlüsse:

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Befürchte das Eisen wirst du später sehen bzw. hat nicht die nötige mindestumschließung vom Beton


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  •  michael1984
14.5.2026 11:53  (#2)
Hallo Bauherrjoe

Danke für deine Antwort.

Hab jetzt leider nichts im Internet gefunden über die Frostgrenze Oberösterreich nähe Enns.
Nur das sie allgemein in Österreich bei ca.80cm liegen sollten.

Danke für die Info mit den SAM Abstandhalter das werde ich auf alle Fälle erwähnen.

Das Eisen habe ich jetzt zur Sicherheit Händisch gleich mal nach innen gebogen. 
Danke dafür.

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  •  Bauherrjoe
  •   Bronze-Award
14.5.2026 12:08  (#3)
Gerne!

Zur Frostiefe habe ich jetzt auch keine Quellen gefunden. 
Positiv wird sicher die Nähe zum Haus sein.

Hier wird von 80cm geschrieben...

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
14.5.2026 12:09  (#4)
Kann man so machen. Ist halt für 30-40cm komplett übertrieben aus meiner Sicht.

Ich setz beim Parkplatz gerade so fix fertige L Steine. 40cm hoch, ca 10cm Betonbett, drunter 40cm Frostkoffer.
Kostet pro Laufmeter 33€ für die L Steine plus Beton und Koffermaterial. Man muss nicht die ganze Landschaft mit dem Höchstmaß an Beton verunstalten... für 40cm.


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  •  michael1984
14.5.2026 12:39  (#5)
Danke MalcolmX für deine Antwort

Finde ich toll wie du das machst. Der nächsten Firma die ich beauftrage werde ich eventuell genau diesen Vorschlag machen mir das so auszuführen.

Doch leider ist es dafür für mich jetzt zu spät und ich habe noch immer etwas Bauchschmerzen ob dies von der Frima korrekt ausgeführt wird. 

Da eben kein Fundament gemacht wurde und das eisen direkt am Boden liegt bzw. in die Erde gesteckt wurde.

Danke noch mal für eure Antworten

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
14.5.2026 13:18  (#6)
1) Wegen des Betoneisens, dass (jetzt) am Boden liegt, brauchst dir überhaupt keine Sorgen machen. Ist sowieso 3 mal zuviel drinnen, als wirklich benötigt.  Kann gut sein, dass es beim Einbringen des Betons noch angehoben wird. Frosttiefe kann man schwer beurteilen. Ich sehe nur Schotter und keine Erde in der Schalung. Wenn das Material überwiegend Schotter ist, werden die 50cm so nah am Haus schon reichen.     

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  •  christoph1703
14.5.2026 13:24  (#7)
Wozu bitte haben sie das Eisen in die Erde gesteckt? Damit es auch garantiert rostet?
Stehen wirds vermutlich auch ohne Fundament, wenns eh zur Hälfte eingegraben wird. Da würd ich mir jetzt weniger Sorgen machen. 
Aber das Eisen wird von unten beginnend rosten und damit Risse im Beton öffnen, die dem Wasser einen Weg ins Innere geben. Im blödesten Fall gefriert dir das Wasser dort und sprengt die ganze Mauer nach 10 Jahren. Kann aber auch sein, dass es 50 Jahre dauert, bis man was sieht. Das Eisen gehört jedenfalls in den Beton mit ausreichender Überdeckung.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
14.5.2026 13:24  (#8)
Ich sehe nichts besorgniserregendes für so ein Minimäuerchen.
Selbst wenn es unten irgendwann Korrossion gibt, steht die Mauer schon alleine durch die seitliche Anbindung. Hätte man vermutlich auch einfach als Balken betonieren können und hätte auch geklappt :)

Und das wo es eventuell irgendwann mal rostet ist tief unter der Oberfläche.

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  •  michael1984
14.5.2026 14:00  (#9)
Jetzt ist der Moment eingetreten, von dem ich gehofft habe, dass er nicht eintrifft
Der eine schreibt ‚Vollkatastrophe und der andere ‚ist nicht so schlimm, das passt schon.

Ich möchte auf alle Fälle wenn die morgen kommen mit Argumente kommen das ist Pfusch oder nicht. Habe es leider gestern zu spät gesehen wie die das gemacht haben. Und morgen in der fürh ist der Betonmischwaagen am start. 

Und wenn ich sage ihr braucht da jetzt keinen Beton rein gießen und er hat recht zahle ich alles. wenn natürlich ich recht habe zahlt er das.

Um genau das würde es mir gehen.

Danke noch mal für eure kostbare Zeit.


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