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Höhe der Garage an Grundgrenze (NÖ)

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20.11. - 23.11.2020
10 Beiträge | 4 Autoren 10
Hallo!

Folgendes Problem:

Die NÖ Bauordnung besagt folgendes:

§51 3.
die Höhe der Fronten dieser Bauwerke (§ 53) an keiner Stelle mehr als 3 m beträgt; bei Hanglage des Grundstücks darf diese Höhe hangabwärts entsprechend dem gegebenen Niveauunterschied überschritten werden, wenn die ausreichende Belichtung der Hauptfenster zulässiger Gebäude auf den Nachbargrundstücken nicht beeinträchtigt wird.


Höhe der Garage an Grundgrenze (NÖ)

Nun ist es so, dass ich mit meiner Garage 8m von der Straße reingerückt bin und mit einer Raumhöhe von 2,20m in der Garage erreiche ich bereits eine Höhe von 3,15 zum Bezugsniveau , weil das Gelände von der Straße bis zum Beginn der Garage bereits 35cm abfällt.

Gibt es hier eine "Möglichkeit" dies zu lösen? Die Garage ist mit Flachdach geplant.

LG

 
 
20.11.2020


bauwesen schrieb: Gibt es hier eine "Möglichkeit" dies zu lösen?

Ich denke nicht, soweit man das aus dieser Kurzbeschreibung überhaupt beurteilen kann.
Man müsste einen vollständigen Plan der ganzen Garage sehen und den durchgehenden Verlauf des Bezugsniveaus sowohl im Bereich der Garage als auch davor und dahinter. 0
20.11.2020
Hier die Ansicht von der Grundgrende an die ich anbauen will. Die Grundgrenze rechts im Bild ist die Staßenseite 

Höhe der Garage an Grundgrenze (NÖ) 0
21.11.2020
Ich habe ein paar Ideen dazu.....
Du könntest das Bezugsniveau die paar Zentimeter aufschütten oder den Flachdachaufbau mit dem Spengler überdenken und zwar ohne Attika, dann müsstest du Hängerinnen machen. Oder Blech-Pultdach mit Gefälle Richtung Einfahrt, 2-3 Grad Dachneigung wäre da schon möglich.
Oder den Plan auf 3 Meter anpassen durch planliche Änderung des Bezugsniveaus und dann einfach bauen, es wird vermutlich niemand nachmessen. 0


21.11.2020
Hatten den selben Spaß vor Kurzem.
Weg vom Flachdach, hin zum Pultdach. Im Schnitt bautechnisch und kostentechnisch günstiger und wird euch Raumhöhe bringen statt kosten (Attika entfällt, Entwässerung über normale Regenrinne, Gefälledämmung entfällt, recht eigenleistungsfreundlich...)
Schnüffelstück
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22.11.2020
Die beiden Pläne passen irgendwie nicht zusammen, oder?
Wenn beim 2. Plan die rote/violette Linie das Bezugsniveau ist, dann bist du auf der rechten Garagenseite lt. Bild um 20cm zu hoch. Der von dir oben zitierte § 53 Abs. 2 Zif. 3 bringt dir an dieser rechten Front nichts. Da gilt max. 3m!!
Die zitierte Gesetzesstelle ermöglicht dir, nach links hinunter diese max. Höhe zu überschreiten, und zwar im Ausmaß des Gefälles des Geländes/des Bezugsniveaus (soferne kein Belichtungsproblem).


MrCrabs schrieb: Du könntest das Bezugsniveau die paar Zentimeter aufschütten

Das Bezugsniveau ist nicht änderbar!! Auch wenn du anschüttest bleibt das Bezugsniveau wo es ist!


snueffelstueck schrieb: Weg vom Flachdach, hin zum Pultdach.

Und mit der hohen Seite des Pultdaches geht sich das mit der Höhe (max. 3m) aus?
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22.11.2020


Karl10 schrieb: Das Bezugsniveau ist nicht änderbar!! Auch wenn du anschüttest bleibt das Bezugsniveau wo es ist!

Das Bezugsniveau ist planlich ganz schnell geändert..... und mit einem LKW Erde in der Realität auch gleich geändert. 0
22.11.2020


MrCrabs schrieb: Das Bezugsniveau ist planlich ganz schnell geändert..... und mit einem LKW Erde in der Realität auch gleich geändert.

Ich bin keiner, der hier Anleitungen für gesetzwidriges Verhalten abgibt......

Und außerdem: bauwesen hat das Grundstück erst im heurigen Jahr von der Gemeinde gekauft (weiß ich, weil ich seine früheren Threads gelesen hab).
Nicht auszuschließen, dass es da wen in der Gemeinde gibt, der das Grundstück mit seinem Geländeverlauf im Ursprungszustand kennt. Man wird das vor dem Kauf ja besichtigt haben.
Auch gibts einen Vermessungsplan, vielleicht sind da auch Höhenkoten drin?
Die Garage soll weiters an die Grundgrenze. Da gibts auch einen Nachbarn. Auch nicht auszuschließen, dass der mitkriegt, dass da geschwindelt wird............. 0
22.11.2020
Gesetzeswidrig ist gar nichts, wenn ich den Rasen neu anlege mit etwas frischer Erde, das darf man ja. Dass müsste er halt dem Nachbarn bezahlen bzw. von ihm die Zustimmung bekommen und die Möglichkeit muss gegeben sein. Ich kenne das Grundstück nicht.

Naja aber wenn man keine gebrauchstaugliche Garage planen kann, aufgrund der Vorgaben lt. Bauordnung, dann muss man Alternativen finden, und da gäbe es einige, wenn die Raumhöhe 2,20m eingehalten werden soll.
Änderung dachaufbau z.b. Decke und Flachdachaufbau weglassen, ev. Sandwichpaneele als Pultdach verwenden, da gäbe es einige Möglichkeiten die gingen. 0
23.11.2020
Zuerst mal Danke für die hilfreichen Tipps und Vorschläge an alle!

Ich will auf jeden Fall nicht schummeln, und die Bewilligung so bekommen, dass sich die 3m ausgehen.


Karl10 schrieb: Die beiden Pläne passen irgendwie nicht zusammen, oder?

Doch, da der Schnitt in der Mitte der Garage etwa durchgeht und die Ansicht an der Grundgrenze, daher die Differenz in der Höhe. Das Gelände fällt etwas ab zur Grundgrenze. 


Wenn beim 2. Plan die rote/violette Linie das Bezugsniveau ist, dann bist du auf der rechten Garagenseite lt. Bild um 20cm zu hoch. Der von dir oben zitierte § 53 Abs. 2 Zif. 3 bringt dir an dieser rechten Front nichts. Da gilt max. 3m!!

D.h. wenn ich an der Grundgrenzean vorderster Stelle der Garage die 3,00m einhalte sollte das passen oder? Belichtung des Nachbarhauses geht sich aus und ist nachgewiesen. Außerdem hat er keine Fenster an der Front. 

Bezüglich Änderung des Bezugsniveaus (was ich aber nicht machen will): Ich habe mehrfach bei der Gemeinde nachgefragt ob es Geometeraufnahmen des Grundes gibt (damit ich diese nicht machen lassen muss) und es gab und gibt keine, weshalb die Gemeine m.M.n auch die Lage des Bezugsniveaus nicht prüfen kann aus meiner Sicht?? Trotzdem will ich dies nicht unbedingt ausreizen und mich auf der zulässigen Schiene bewegen.

Danke und LG

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23.11.2020


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Im Beitrag zitiert von snueffelstueck: Weg vom Flachdach, hin zum Pultdach.

Und mit der hohen Seite des Pultdaches geht sich das mit der Höhe (max. 3m) aus

Ja. Bei unserem 4,5m breiten NG sind 2°C Gefälle höhenmäßig nicht viel. Dafür werden aus ca. 50cm Dachaufbau (Decke+Attika+Gefälledämmung) eher 30cm beim Pult weil speziell beim Holzbau die dämmende Schicht mit der tragenden verschmilzt. Wir haben auf der flachen Seite über 10cm gewonnen, auf der hohen noch mehr. Macht gefühlt einiges aus wenn im Mittel ~2,45 statt durchgehend 2,20 verfügbar sind.
Aufpassen muss man im Holzbau auf die poteziellen 15cm Abstand zum höchsten Punkt der Wand wenns eine brandabschnittsbildende Wand ist - Stickwort horizontaler Brandüberschlag. Auch nicht auf den vertikalen Brandüberschlag vergessen, da wird gleich nochmal vorliegende Brandschutzklasse (bei uns REI90) 1m ums Eck vorgeschrieben (hier NÖ).

Schnüffelstück - der hofft keine unpräzisen Begriffe verwendet zu haben und deswegen von Karl gerügt zu werden 😇
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