Hallo,
meine Eltern planen derzeit eine Sanierung Ihrer alten Heizungsanlage.
Diese wurde zwar bereits vor 6 Jahren mal um ein Gassbrennwertgerät erweitert und einwenig modernisiert, jedoch wollte mein Vater damals nicht den >40 jahre alten Stückholzkessel entfernen, den er noch immer regelmäßig nutzt.
Doch mit zunehmenden Alter wird es jetzt schwieriger, da dieses alte Teil ja ein Allesbrenner ist und man auch dementsprechend oft zum nachlegen hat.
Eigentlich sollte das Gasbrennwertgerät als Nachfolger zum Stückgut herhalten wurde damals überlegt, doch mit der jetzigen und zunehmenden Gassituation will mein Vater jetzt eigentlich doch eine andere Lösung haben.
Da alles in Eigenregie installiert wurde, ist die erneute Trennung von Gasgerät auch preislich nicht so schmerzhaft.
Kurz zum Gebäude:
EFH (teilunterkellert, EG, Dachboden unausgebaut), mit Zubau und Sanierung aus den 1980er Jahren.
Aussenwände sind: 50cm Steinwand, teilweise 2x 25er HLZ, Zubau dann 1x 25er HLZ
Aussenputz ist ein Thermoputz.
Keller Dichtbeton von 1980 als Lager- und Hobbyraum (Heizkörper, aber nie in Betrieb).
Wohnnutzfläche (EG): 180m²
Keller: 40m²
Beheizt wird der nicht unterkellerte Altbau mit
FBH FBH [Fußbodenheizung], der unterkellerte spätere Zubau mit Radiatoren.
Davon sind wie gesagt nur die Radiatoren im EG Zubau regelmäßig in Betrieb (sind nur 2 Stk.)
Vor 10 Jahren ca. wurde der Dachboden im Altbau gedämmt, damals habe ich auch eine Heizlastberechnung für das gesamte Gebäude neu gemacht.
Zusammengefasst ergibt diese:
Altbau (FBH): 7,4kW
Zubau (Rad): 3,8kW
Gesamt (ohne
WW WW [Warmwasser]): 11,2kW
Diese Werte decken sich sehr gut mit der Realität und den Beobachtungen seit der Heizungssanierung vor 6 Jahren. (Es gibt eine smarte Hauptpumpe primärseitig vor den WT zu den gemischten Regelkreisen + WW derzeit, die Durchfluss und Temperaturen ausgibt).
Wenn alle Kreise aufgrund Witterung hohe Anforderung haben und die Mischer relativ weit offen sind und
WW WW [Warmwasser] geladen wird, waren ca. 500l/h bei 25K Spreizung zu sehen (ca. 14,5kW)
Heizung Bestand:
- Stückholzkessel Strebel Austria: 25,5kW (derzeit haupts. in Verwendung)
- 2x 850l Pufferspeicher parallel geschalten
- Trenntauscher zwischen Holz/Puffer zu den Verbrauchern
- Brennwertgerät Vaillant 20kW mit Weiche zu den Verbrauchern.
- Vaillant VR Regelung + selbstkonfektioniert für Holz/Gasbetrieb und
WW WW [Warmwasser] Ladung
Aufgrund dass die
FBH FBH [Fußbodenheizung] in den 1980er Jahren geplant und verlegt wurde, ist die Auslegung und Verlegung nicht ganz
WP WP [Wärmepumpe] konform...
Es wurden ziemlich große Verlegeabstände gemacht (25-30cm)
Es wurde auf eine Spreizung von 10K ausgelegt
Die Kreise sind massiv unterschiedlich lang ausgeführt leider....
Dies lässt sich aber leider nicht mehr ändern...
Die benötigte Temperatur bei Normaußentemp. kann ich sagen, werden 45/35 benötigt.
Ansonsten bei ca. 0°C Aussentemp. fährt die
FBH FBH [Fußbodenheizung] so mit ca. 38°C
VL VL [Vorlauf].
Die Heizkurve passt auch ganz gut zum Gebäude und der
FBH FBH [Fußbodenheizung].
Der Durchfluss lässt dich leider nicht wirklich erhöhen, aufgrund der stark eingedrosselten Kreise. (bei 6m Differenzdruck, max. 500-550l/h möglich)
Jetzt wäre die Frage was am sinnvollsten wäre einzubauen??
Das
VL VL [Vorlauf] Niveau könnte man leicht auf eine Schiene bringen, da es nur diese 2 Heizkörper gibt und die könnte man leicht auf mehr plattrige oder größere tauschen.... das wäre eigentlich eine perfekte Ausgangsbasis für eine Wärmepumpe, oder?
Boiler müsste man wahrscheinlich auf einen mit größeren Register tauschen..
Dann könnte man alle Verbraucher ungemischt mit einer
VL VL [Vorlauf]-Temp anfahren.
Mein Vater tendiert im Moment eher zu Pellets, weil Holzlager ja soweit auch vorhanden ist (investitionskosten etc.)....
Ich persönlich würde ja aus meiner Erfahrung eine Sole-Wasser
WP WP [Wärmepumpe] bevorzugen, wobei nur Tiefenbohrungen möglich wären und da müsste man prüfen ob der Platz dafür reicht.... denn hier sind ja Mindestabstände von Bohrung zu Bohrung erforderlich oder?..
Was würdet ihr da empfehlen?