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Heizung Keller in Übergangszeit

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16.6. - 23.6.2022
6 Antworten | 5 Autoren 6
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Hallo zusammen,

wir planen ein EFH zu bauen und wollen im Keller ein Zimmer als Büro nutzen (mit Kellerterrasse/Patio), der Keller ist also in der thermischen Hülle integriert. Das Haus soll mit LWPLWP [Luftwärmepumpe] oder SWP (mit RGKRGK [Ringgrabenkollektor]) beheizt werden und zumindest in den EG und OG Decken zusätzlich zur FBHFBH [Fußbodenheizung] eine BKABKA [Betonkernaktivierung] eingebaut werden. Da wir die Befürchtung haben, dass es im Keller in der Übergangszeit zu kalt ist, würden wir gerne diesen separat heizen. Wir haben aber bei 3 Installateuren 3 verschiedene Meinungen gehört:

-Ein eigener Heizkreis für den Keller, den man in der Übergangszeit mit der WP separat heizen kann, dafür einen zusätzlichen Pufferspeicher (hier habe ich schon gelesen, dass Effizienz verloren geht)
-Den Keller in der Übergangszeit mit einer e-Patrone über die FBHFBH [Fußbodenheizung] heizen
-Infrarotpaneele

Was haltet ihr für die sinnvollste Lösung? Ist die BKABKA [Betonkernaktivierung] im Keller auch sinnvoll?

Über Ratschläge wären wir sehr dankbar!

LG

17.6.2022 ( #1)
Hallo msie,  

-Eine e-Patrone halte ich für unendliche Energieverschwendung, wenn man gleichzeitig eine ungenutzte LWPLWP [Luftwärmepumpe] im Garten hat, die in der Übergangszeit einen Wirkungsgrad von 4 oder mehr hätte.  
Den Puffer kann der Insti doch sicher so einbauen, dass dieser nur in der Übergangszeit genutzt wird. Das muss man dann zwar jedes Jahr aktivieren/deaktivieren, aber das gilt sicher für die e-Patrone auch.  

-Wie viel Energie Infrarotpaneele im Vergleich zur LWPLWP [Luftwärmepumpe] verbraten, hängt sicher davon ab, wie oft/lange man das Buero nützt/Heizt. Will man Strom sparen und schaltet die Elektroheizung nur selten ein, dann hätte ich im Keller Angst vor hoher Luftfeuchtigkeit, die das Büromaterial kaputt machen könnte.


17.6.2022 ( #2)
ebenfalls hallo ...

der wichtigste satz steht schon da...


msie schrieb: der Keller ist also in der thermischen Hülle integriert.

zumindest bei erdwärme wäre das hydraulisch überhaupt kein problem. bei passend dimensionierter wp mit niedriger unterer modulationsgrenze kann man in der übergangszeit sogar bäder allein betreiben.
-> puffer vermeiden

infrarot als (saionale) grundlast wäre für mich auch ein nogo.

BKABKA [Betonkernaktivierung] in der kellerdecke 👍

der ideale ansatz für diesen anwendungsfall wäre die brink-sche schaltung, dh den kellerkreis außerhalb der heizsaison seriell auf eg/og schalten.
https://www.energiesparhaus.at/forum-solare-gewinne-in-keller-einlagern/48478

dadurch verschleppt man wärme, kühlt oben passiv und temperiert den keller.
ungefähr 50-mal effizienter als mit infrarot-panelen ...


17.6.2022 ( #3)
@msie
Ich würde keinen von den 3 Installateuren nehmen und mir einen suchen, der sein Fach versteht, folgende Gründe sprechen gegen die Kompetenz der dreien.

1.) Pufferspeicher in einem Neubau mit FBHFBH [Fußbodenheizung] ist vollkommen unnötig und ineffizient und schon gar nicht zwei davon einbauen...
2.) Keller entweder ganz oder gar nicht heizen. Einen Raum mit einem Heizkreis funktioniert nicht, das Ergebnis wird sein, dass dieser Raum nie warm wird und die anderen Räume nicht kühlt bleiben.
3.) Direktelektrisch (mit E-Patrone oder Infrarotpanel) heizen, wenn man einen WP WP [Wärmepumpe] hat, ist vollkommen unverständlich.


dyarne schrieb: der ideale ansatz für diesen anwendungsfall wäre die brink-sche schaltung, dh den kellerkreis außerhalb der heizsaison seriell auf eg/og schalten.

Wir haben das so einbauen lassen und ich bin mehr als positiv überrascht.
Selbst unser Leichtbauholzriegelhaus überhitzt dadurch (bis jetzt) nicht, wir haben im EG und OG somit angenehme 23-24 Grad und im Keller 21-22 Grad, und das ganze mit 5 Watt Pumpenstrom.
Dadurch haben wir die passive Kühlung immer noch deaktiviert lassen können

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17.6.2022 ( #4)
Danke Euch vielmals!


dyarne schrieb:
der ideale ansatz für diesen anwendungsfall wäre die brink-sche schaltung, dh den kellerkreis außerhalb der heizsaison seriell auf eg/og schalten.
https://www.energiesparhaus.at/forum-solare-gewinne-in-keller-einlagern/48478

dadurch verschleppt man wärme, kühlt oben passiv und temperiert den keller.
ungefähr 50-mal effizienter als mit infrarot-panelen ...

Genial 👍

Wir wohnen im südlichen NÖ (Wiener Neustadt) - kennt ihr jemanden, der uns bei der Planung bzw. auch Umsetzung der Anlagen (RGKRGK [Ringgrabenkollektor], Auslegung FBHFBH [Fußbodenheizung] u BKABKA [Betonkernaktivierung]) unterstützen kann?


20.6.2022 ( #5)
Von mir ein weniger technischer aber vielleicht für dich aus Praxissicht interessanter Hinweis: wir haben ebenfalls einen Wohnkeller, welcher von der Ausstattung her als Einlegerwohnung konzipiert ist (eigenes Bad, Büro, Schlafzimmer welches aktuell der Fitnessraum ist, Wohnzimmer; WZ und Büro mit Tageslicht da Hanglage). Ich heize den Keller komplett mit (FBHFBH [Fußbodenheizung]), ist wie bei dir in der thermischen Hülle (gleiche Dämmstärke wie Rest des Hauses und auch Dämmung unter der BoPla). Bis jetzt wäre mir noch nie das Bedürfnis aufgefallen, den Keller seperat zu beheizen. Entweder es ist wirklich kalt draussen, dann wird er mit dem Haus geheizt. Sonst ist er immer angenehm temperiert (im Sommer etwas Kühler, im Winter sogar wärmer als der Rest vom Haus da hier geringere Wärmeverluste sind). Ich würde nur generell bei den Belägen aufpassen - gerade in der Übergangszeit (Heizung aus) finde ich zB Fliesenböden sehr kühl - auch im EG. Daher ist bei uns der Keller fast komplett mit Parkett ausgelegt. LG

23.6.2022 ( #6)
Hi @hellsayer, danke für deine Erfahrungen, ich bin mir eh absolut unsicher, ob das mit dem separat heizen überhaupt ein Thema ist. Auch nach den Meinungen darüber werden wir jetzt auf jegliches Extrazeug (Pufferspeicher, ePatrone, Infrarotpaneel) erstmal verzichten. Die Option, die @dyarne mit der Schaltung beschrieben hat, finde ich aber extrem spannend.

Als Belag ist eh Parkett im Wohnbereich des Kellers geplant.

Danke u LG



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