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Heizung Altbauwohnung

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30.4. - 2.5.2021
3 Beiträge | 2 Autoren 3
Hallo liebes Energiesparhausforum,

ich habe vor kurzem eine Altbauwohnung erstanden und die Gastherme gehört laut Installateur getauscht. Sie ist ca. 20 Jahre alt und ein Gerät welches die Raumluft zur verbrennung verwendet. Der Laminatboden war in einem sehr schlechten zustand und kommt sowieso raus.
Ich überlege jetzt eine Fußbodenheizung in der ganzen wohnung zu verlegen und die alten Heizkörper unterstützend zusätzlich drinn zu lassen. Unter dem Laminat sind 3cm dicke Pressspanplatten welche auf holzklötzen aufliegen zwecks niveauausgleich.

Ist es eine gute Idee wenn ich direkt auf den Holzlatten eine Ausgleichsschüttung mit Perlit mache und dann eine Trockenbau-Fußbodenheizungsplatte wie zb. von variotherm draufgebe? Im Badezimmer würde ich gerne zusätzlich zur Bodenheizung und den Handtuchheizkörper eine Wandheizung installieren.

Außerdem überlege ich die Anschaffung einer Weisshaupt Therme, was haltet ihr von denen?

finanziell bin ich nicht so potent und würde gerne möglichst viel selber machen.

liebe Grüße


Heizung Altbauwohnung

 
 
1.5.2021 (#1)
Warum willst du zusätzlich eine Bodenheizung? Ist es zu kalt in den Räumen?

Effizenzsteigernd kann sich die Flächenheizung auswirken, wenn du ein Brennwertgerät verwendest und z.B. den Rücklauf des Heizkörperkreises an die FBH anschließt, dadurch sinkt die Rücklauftemperatur und das Abgas kondensiert vollständig.

Bei der Wandheizung darauf achten, dass die Wärmeverluste an einer Außenwand erheblich sein können und ev. eine zusätzliche Innendämmung erfordern!

Für raumluftunabhängige Geräte brauchst du einen 'Kamin' mit Zuluftanschluss, der hat ev. einen größeren Durchmesser als der aktuell verbaute.
2.5.2021 (#2)
Einerseits weil die Fußböden, obwohl die Raumtermeratur um die 20°C ist, doch relativ unangenehm kalt waren und andererseits weil ich jetzt ja eine höhere Vorlauftemperatur mit der alten Heizwerttherme habe und wenn ich dann eine Brennwerttherme hab ich über die selben Heizkörper weniger leistung rausbekomme. Daher habe ich gedacht heize ich zusätzlich noch mitn Fußboden.

Super idee danke. Also ich geh mit den Rücklauf vom Heizkörperkreises in den Vorlauf des Heizkreisverteilers des FBH.

Ich denke die innendämmung im Bad wäre schwirig. Mein Bad hat nur 6m² und drei Außenwände vondenen zwei davon außen durch einen Balkon zugägnlich sind. Also würdest du keine Wandheizung machen wenn eine Innendämmung nicht möglich ist?

Mir wurde von Installateur erzählt ich muss auf eine Brennwertterme umsteigen. Andere Geräte dürfen scheinbar nicht mehr eingebaut werden. Fernwärme gibt es nicht in unserem Haus.

vielen Dank für deine Antwort taliesin
2.5.2021 (#3)


oibalos schrieb: ja eine höhere Vorlauftemperatur mit der alten Heizwerttherme habe und wenn ich dann eine Brennwerttherme hab ich über die selben Heizkörper weniger leistung rausbekomme

Die Vorlauftemperatur ist nicht von Brennwert oder Heizwert abhängig. Um den Brennwert nutzen zu können, muss die Rücklauftemperatur ausreichend niedrig sein, damit das Rauchgas kondensieren kann und damit die Kondensationswärme zusätzlich abgeben kann. Aktuell wird das ev. nicht so ausgelegt sein, deswegen möchte man die Temperaturen senken.


oibalos schrieb: Also würdest du keine Wandheizung machen wenn eine Innendämmung nicht möglich ist?

Eher nicht. Die Wärmeverluste durch die ungedämmte Wand können erheblich sein. Vielleicht kannst du den Heizkörper im Bad größer machen und mit zusätzlich einer hoch ausgelegten Fußbodenheizung (der Boden im Bad darf deutlich wärmer sein als z.B. im Wohnzimmer) ausreichend Wärme auf die Fläche bekommen.

Wichtig ist der hydraulische Abgleich der einzelnen Kreise, damit am Ende wirklich eine ausreichend niedrige Rücklauftemperatur heraus kommt. Das ist nicht ganz so dramatisch wie bei der Wärmepumpe, aber ganz falsch sollte man es auch nicht machen.



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