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Hausbaufinanzierung

9 Beiträge | letzte Antwort 8.6.2018 | erstellt 6.6.2018
hallo brauche bitte dringend eure meinungen.
hausbaufinanzierung 260.000euro
habe 2varianten angeboten bekommen

1. bauspardarlehen 35 jahre laufzeit 6jahre fixzins effektiv 1,5% ergibt eine rate von 787euro und danach untergrenze 1,5% bis 6% variable. Angepasst an 3monate euribor bearbeitungsgebühr 1,25%

2.bauspardarlehen 35jahre laufzeit 15jahre fixzins effektiv 2,5% ergibt eine rate 926 euro und danach wieder 1,5-6 % variable nach euribor
bearbeitungsgebühr 1,25%

was meint ihr bei der 1. variante zu 2. variante in den ersten 6jahren zahle ich ca 10-11 tausend euro weniger
die frage ist zwischen 6.bis 15. jahren wie sich die variablen zinsen bewegen werden. Ich neige zu variante 1. mit 6jahren fixzins. 

Eure meinungen? Dankeschön....
6.6.2018 12:59
ich habe mich mit dem thema noch nicht intensiv beschäftigt, aber wäre es bei aktueller Zinslage nicht besser gleich variabel zu starten im Vergleich zu nur 6 Jahren Fix?

Oder was ist dein Ansatz warum du die ersten 6 Jahre auf fix gehen willst?
6.6.2018 15:39
Hast du noch ein paar Infos zum haushaltseinkommen, Eigenmittel, Grundstückswert, bestehende Kredite etc...?? So kann man das eigentlich gar nicht bewerteten. Kann ein super Angebot aber auch ein schlechtes sein..
6.6.2018 16:23








Grundstück 1000qm ca 65-70tausend euro wert
gebaut wird 137qm bungalow mit 50er ziegel und walmdach ohne keller 15qm technikraum zusätzlich plus carport. 
Monatlich einkommen ca 3.000euro keine laufenden kredite
brauchev260.000euro 





7.6.2018 10:57
ich halte nichts von beiden angeboten wei...

1) bauspardarlehen hat eine zinsuntergreze... ja auch obergrenze aber die ist vernachlässigbar mMn
2) fixzins

würd auf einen variablen kredit gehen und die niedrigzinsphase ausnützen.
7.6.2018 14:24


auch obergrenze aber die ist vernachlässigbar mMn


Also bei einer 35 jährigen Laufzeit hat eine Zinsobergrenze sehr wohl Sinn.
Ob man 6 oder 9% Zinsen zahlt merkt man dann schon spürbar! Vor 15 Jahren hat sich auch keiner vorstellen können dass der Schweizer Franken baden geht und auf Teufel komm raus riskiert (ohne sich dessen bewusst zu sein).

Und jetzt sehe ich das selbe Problem. Durch die niedrigen zinsen werden viele verleitet einen Kredit zu nehmen und wenn dann wider Erwarten die Leitzinse auf 4% davon ziehen fallen alle wieder aus den Wolken und wissen nicht woher sie das Geld nehmen sollen....

Generell würde ich 2 Vergleichsangebot einholen. 1,5% Aufschlag ist eventuell noch um 0,25% reduzierbar. Mit 35 Jahren Laufzeit würde ich nicht rechnen. Das ist schon extrem lang.

Rechne einmal aus welche Monatsrate du dir max. leisten kann und rechne mit 25J. Laufzeit und 4% Zinsen. Dann kommst du auf einen Kreditbetrag den man mit ruhigeren Gewissen aufnehmen kann.
7.6.2018 16:02
abe wennman unter 1 statt 1 komma 5 zahlt merkt man auch sehr wohl
8.6.2018 1:17
Meine Überlegung ist: ja die Zinsen werden steigen, aber sie werden nicht über Nacht auf 4% gehen. Ich schätze in den nächsten 5 Jahren werden wir maximal einen moderaten Anstieg sehen (die Euro-Volkswirtschaften werden was anderes kaum verkraften). Wenn ein Bedürfnis nach Sicherheit da ist und man einen Fixzins ins Auge fasst, dann würde ich raten, den Fixzins für so lang als möglich zu fixieren. Ich halte es sonst für sehr realistisch in deinem Beispiel, dass die Zinsen in den kommenden 6 Jahren ungefähr bei deinem Fixzinssatz landen und sobald sie merkbar drüber sind, ist deine Fixzinsperiode abgelaufen. Dann hast du den (im Vergleich zum variablen teureren) Fixzins gezahlt und es geht munter weiter mit steigenden Zinsen.

Bei 15 Jahren Fixzins ist die Chance, dass der Marktzins über deinem Fixzins liegt, deutlich größer - wer weiß, ob der Zinssatz nicht in 10 Jahren wieder bei 4% liegt? 

Für mich stellt sich die Frage, warum ein Bausparkredit? Wegen der Laufzeit? Wegen der Zinsobergrenze (die gilt übrigens nicht für die ganze Laufzeit...)? Rechnet die Bausparkasse anders und nur so wird der Kredit möglich? Weil "alle" sagen, ein Bausparkredit ist was supertolles?

ad Laufzeit: 30 Jahre sind auch bei anderen Banken möglich, ich glaube die Bawag macht auch 40 Jahre
ad Zinsobergrenze: die erkauft man sich mit einer Zinsuntergrenze
ad Haushaltsrechnung: bei uns warb die Bausparkasse damit, bestimmte Werte anders ansetzen zu können - bitte checkt, ob das wirklich näher an der Realität ist!
ad Bausparkredit ist super: der Bausparkredit war mal wirklich super (so mein Eindruck), in Hochzinzszeiten (allerdings noch Schilling!!!) griff die 6% Klausel, mein Vater hat mir von zusätzlichen Förderungen erzählt. Heute ist mein Eindruck, dass die Bausparkassen vom guten Ruf leben. Sie bieten Standardprodukte mit Standardkonditionen an, die ok aber nicht sooo wahnsinnig günstig sind, wie manche meinen. Schau mal auf die Homepage der Bausparkasse, wahrscheinlich wirst du dein persönliches Angebot 1:1 dort finden. Es ist nicht lustig, wenn alle rundherum von niedrigen Zinsen profitieren und man selber hat eine Zinsuntergrenze (mehrfach im Bekanntenkreis passiert). Insgesamt sind die Bausparkassen verlässliche Partner, aber auch eher behäbig und nicht sehr flexibel. Dazu kommt, dass diverse Vertriebler offenbar die Produkte nicht genau kennen und zB kostenfreie Sondertilgungen versprechen, die aber in der Fixzinsperiode meist nicht möglich sind. 

Ich würde mir an deiner Stelle noch 1-2 andere Angebote einholen. Es gäbe theoretisch auch die Möglichkeit variabel mit einem anderen Indikator zu nehmen. Der 12 monats Euribor ist ein bisschen höher als der 3 Monats Euribor, wird aber nur 1x jährlich angepasst. Wenn die Zinsen steigen, steigt die Rate somit leicht verzögert. 
8.6.2018 12:33
gut gebrüllt Mirabell, wie immer ;).

Ein paar Ergänzungen:

Es bieten die START-BSP-Kassa und die BAWAG (seit Mai neu), 35 Jahre LZ an. Würo "nur" 30 Jahre.

Alles richtig mit den Unter- und Obergrenzen bei den Bausparkassen, auch mit der "Flexibilität", obwohl mit der auch geworben wird.
Selbst die Obergrenze ist nicht in Stein gmeißelt, kann durch einen Bundesrats-Beschluss ausgehebelt werden, wenn es "systemkritisch" wird für die BSP-Kassen.
Das kann bei einem Bankdarlehen nicht passieren.

Es gibt auch BSP-Angebote mit zB 1,25% variabel auf den 12ME; damit fallen jedoch Unter- wie auch Obergrenze weg, allso gleich einen HYPO-Kredit.
12ME ist der "teuerste" der Euribor-Indikatoren.

Wenn Sicherheit gewünscht, dann wäre Fixzins über Bank besser, flexibler, günstiger.

Ich perönlich nehme aber auch mittlerweile seit 7 Jahren den günstigen variablen Zinssatz mit und mache Sondertilgunen, was leicht geht.
8.6.2018 19:41


mirabell schrieb: Meine Überlegung ist: ja die Zinsen werden steigen, aber sie werden nicht über Nacht auf 4% gehen. Ich schätze in den nächsten 5 Jahren werden wir maximal einen moderaten Anstieg sehen (die Euro-Volkswirtschaften werden was anderes kaum verkraften). Wenn ein Bedürfnis nach Sicherheit da ist und man einen Fixzins ins Auge fasst, dann würde ich raten, den Fixzins für so lang als möglich zu fixieren. Ich halte es sonst für sehr realistisch in deinem Beispiel, dass die Zinsen in den kommenden 6 Jahren ungefähr bei deinem Fixzinssatz landen und sobald sie merkbar drüber sind, ist deine Fixzinsperiode abgelaufen. Dann hast du den (im Vergleich zum variablen teureren) Fixzins gezahlt und es geht munter weiter mit steigenden Zinsen.

Bei 15 Jahren Fixzins ist die Chance, dass der Marktzins über deinem Fixzins liegt, deutlich größer - wer weiß, ob der Zinssatz nicht in 10 Jahren wieder bei 4% liegt? 

Für mich stellt sich die Frage, warum ein Bausparkredit? Wegen der Laufzeit? Wegen der Zinsobergrenze (die gilt übrigens nicht für die ganze Laufzeit...)? Rechnet die Bausparkasse anders und nur so wird der Kredit möglich? Weil "alle" sagen, ein Bausparkredit ist was supertolles?

ad Laufzeit: 30 Jahre sind auch bei anderen Banken möglich, ich glaube die Bawag macht auch 40 Jahre
ad Zinsobergrenze: die erkauft man sich mit einer Zinsuntergrenze
ad Haushaltsrechnung: bei uns warb die Bausparkasse damit, bestimmte Werte anders ansetzen zu können - bitte checkt, ob das wirklich näher an der Realität ist!
ad Bausparkredit ist super: der Bausparkredit war mal wirklich super (so mein Eindruck), in Hochzinzszeiten (allerdings noch Schilling!!!) griff die 6% Klausel, mein Vater hat mir von zusätzlichen Förderungen erzählt. Heute ist mein Eindruck, dass die Bausparkassen vom guten Ruf leben. Sie bieten Standardprodukte mit Standardkonditionen an, die ok aber nicht sooo wahnsinnig günstig sind, wie manche meinen. Schau mal auf die Homepage der Bausparkasse, wahrscheinlich wirst du dein persönliches Angebot 1:1 dort finden. Es ist nicht lustig, wenn alle rundherum von niedrigen Zinsen profitieren und man selber hat eine Zinsuntergrenze (mehrfach im Bekanntenkreis passiert). Insgesamt sind die Bausparkassen verlässliche Partner, aber auch eher behäbig und nicht sehr flexibel. Dazu kommt, dass diverse Vertriebler offenbar die Produkte nicht genau kennen und zB kostenfreie Sondertilgungen versprechen, die aber in der Fixzinsperiode meist nicht möglich sind. 

Ich würde mir an deiner Stelle noch 1-2 andere Angebote einholen. Es gäbe theoretisch auch die Möglichkeit variabel mit einem anderen Indikator zu nehmen. Der 12 monats Euribor ist ein bisschen höher als der 3 Monats Euribor, wird aber nur 1x jährlich angepasst. Wenn die Zinsen steigen, steigt die Rate somit leicht verzögert.


Habe jetzt ein anderes angebot bekomme  von wüstenrot laufzeit 35j 20jahre fix auf effektiv 2,6prozent. 260.000euro kredit summe davon 5.000 zinsenfrei und krediteintragungsgebühr ins grundbuch wird wieder gutgeschrieben ca 3.700euro. 
35j laufzeit da rate bisschen niedriger ist. Am anfang will ich auf nummer sicher gehen. Danke für tolle antworten



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