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Hausbau realistisch ? Bitte um Einschätzung. - Seite 3 teilen

8.7. -15.7.2026    48 Antworten    22 Autoren 48 2026-07-15T11:25:32+02:00    2 Empfehlungen

Zusammenfassung
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  •  Zukunft
08.07.2026
50
Hallo zusammen,
ich würde gerne eure Einschätzung hören, ob ein Hausbau in unserer Situation realistisch ist.
Zu unserer Ausgangslage:
  • Eigenmittel aktuell ca. 80.000 €. In den nächsten Monaten wird durch eine Verlassenschaft voraussichtlich noch etwas dazukommen – wir rechnen mit weiteren rund 80.000 €, das Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen.
  • Gemeinsames Nettoeinkommen: ca. 6.200 € pro Monat.
  • Wir haben ein Kind (4,5 Jahre).
Wir hätten jetzt die Möglichkeit, ein Baugrundstück um 175.000 € (eventuell kann man den Preis noch etwas drücken) in einer Ortschaft rund um den Neusiedler See zu kaufen. Baugründe rund um Wien sind ja kaum mehr unter 200.000 € zu bekommen – zumindest nicht in der Gegend, in der wir uns vorstellen können, unser ganzes Leben zu bleiben.
Das Grundstück hat keinen Bauzwang, weshalb wir nicht sofort bauen müssten. Unser Plan wäre, das Grundstück jetzt zu kaufen und frühestens in 4–5 Jahren mit dem Hausbau zu beginnen.
Was uns allerdings etwas verunsichert: In unserer Familie wurde gerade gebaut. Das Grundstück hat ebenfalls rund 180.000 gekostet, und die Gesamtkosten liegen mittlerweile bei über 800.000 €. Dabei ist zwar ein Keller dabei, allerdings fehlen noch die komplette Außenanlage (Garten, Zaun etc.) sowie die Garage. Diese Entwicklung schreckt uns ehrlich gesagt ziemlich ab und lässt uns zweifeln, ob ein Hausbau für uns überhaupt finanzierbar sein wird.
Wie schätzt ihr unsere Situation ein? Ist ein Hausbau mit diesen Voraussetzungen grundsätzlich realistisch? Oder würdet ihr eher davon abraten?
Mich würden vor allem Erfahrungen von Personen interessieren, die in den letzten Jahren gebaut haben oder sich aktuell mit dem Thema Finanzierung beschäftigen.
Vielen Dank schon vorab für eure Meinungen!

  •  thez
14.7.2026  (#41)
Ich habs mal überschlagsmäßig gerechnet bei uns. Baustart war 2021, Bezug 2022 und fertig geworden sind wir letztes Jahr mit der Außenanlage.

  • 192m², Grundstück 1000m² wurde geschenkt - musste trotzdem vermessen, geteilt, überschrieben werden und 80m² dazu gekauft werden
  • 50er Ziegel
  • Internorm KF520
  • RGK + NIBE Wärempumpe mit Betonkernaktivierung
  • keine Wohnraumlüftung
  • 10kWp PV ohne Speicher
  • kein Keller nur NG mit 25m²
  • keine Garage nur offenes Carport
  • Weitzer Parkett + großteils 60x60 oder 80x80 Fliesen
  • Normale Türen, nichts bündiges
  • KNX + Netzwerk, Downlights fast im gesamten Haus
  • Normale Küche
  • Normale Einrichtung (vieles IKEA, nur Garderobe und Schrank unter Treppe vom Tischler)

590.000€ mit größtenteils Preisen aus 2021-2022 - Grundstück wären wenn wirs voll kaufen hätten müssen ca. 250-300k€ gekommen. Ich würde sagen ein großes aber normales Haus. Kein schwieriges Grundstück, keine Hanglage, zum Glück mussten wir nicht komplett selber einzäunen, Rohbau 6 Wochen mit 3 Mann mitgeholfen, einiges selber gemacht: Elektrik gestemmt, Glattstriche, FBH verlegt, KNX + Netzwerk, gesamte Elektro Komplementierung, Zaun selbst montiert, ...

Bank hat bei der Umschuldung von variabel auf fix letztes Jahr das Haus auf 1,1M€ geschätzt.

Wie sowas mit Grundstück weit unter 800k-1M€ möglich sein soll heutzutage - fraglich. Jetzt kommt sicher wieder wer, der sagt wäre auch mit 140m² möglich gewesen, kein KNX, keine PV - Alles bisschen später machen und nebenbei sparen. Ja geht alles aber dann baut man halt 10 Jahre... Für die meisten Leute ist es nicht mehr so einfach dann wenn der Kredit mit >2k€ pro Monat lauft dann noch 30k im Jahr wegzusparen für die nächsten Anschaffungen.

Uns fehlt noch immer einiges was auf der Wishlist ist: Irgendwann ein eingegrabenes Pool in der freien Fläche vor der Terasse, eine coole Gartenhütte, eine 7m Markise, den Flachdach Balkon mit Platten belegen, mehr Pflanzen und Vegetation im Garten...


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Hallo Zukunft,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Hausbau realistisch ? Bitte um Einschätzung.

  •  brabsi
  •   Bronze-Award
14.7.2026  (#42)
was ihr immer mit eurem smarthome in den Berechnungen macht?!
ich hab mir hier bei mir alles komplett smart gemacht mit home assistant. spielt "alles was man will" und hat keine 3000€ gekostet alles zusammen.
klar - selbst zusammengestückelt, weil haus ja schon vorhanden war, trotzdem kann man alles programmieren was man will ohne teures knx, loxone oder sonstwas 

wenn man also bei smarthome (was heisst das schon) sparen möchte, geht das auch

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  •  thez
14.7.2026  (#43)

zitat..
brabsi schrieb:

was ihr immer mit eurem smarthome in den Berechnungen macht?!
ich hab mir hier bei mir alles komplett smart gemacht mit home assistant. spielt "alles was man will" und hat keine 3000€ gekostet alles zusammen.
klar - selbst zusammengestückelt, weil haus ja schon vorhanden war, trotzdem kann man alles programmieren was man will ohne teures knx, loxone oder sonstwas 

wenn man also bei smarthome (was heisst das schon) sparen möchte, geht das auch

Naja KNX Komponenten kosten halt - die Lichtschalter und Präsenzmelder alleine sind mal 3000-3500€, dann noch die Infrastruktur im Schaltschrank (Gateway, Visualisierung, Schaltaktoren, Jalousieaktoren, DALI Gateways). Sagt ja keiner, dass man es braucht aber so setzen sich eben die Kosten zusammen. Wer SmartHome in den Mund nimmt (nativ mit KNX oder Loxone) soll lieber mal +10k€ in die Kalkulation nehmen.

1
  •  Landei
  •   Gold-Award
14.7.2026  (#44)
Egal ob Smarthome oder nicht. Das Geld wird ausgegeben. Ich kenne quasi niemanden der komplett nur Standard baut. Irgendwo fließt das Geld hin.

1
  •  Bert1210
14.7.2026  (#45)
Kurze Frage! Das Asphaltieren der Fläche auf der das Fahrezug steht hat € 13.000,- gekostet? Im Vergleich zu € 15.000,- für Terrasse + Pflasterung erscheint mir das absurd hoch. Ebenso sind € 10.000,- für die Randleisten mMn nicht nachvollziehbar wenn man die Materialkosten kennt. 

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  •  thez
14.7.2026  (#46)

zitat..
Bert1210 schrieb:

Kurze Frage! Das Asphaltieren der Fläche auf der das Fahrezug steht hat € 13.000,- gekostet? Im Vergleich zu € 15.000,- für Terrasse + Pflasterung erscheint mir das absurd hoch. Ebenso sind € 10.000,- für die Randleisten mMn nicht nachvollziehbar wenn man die Materialkosten kennt.

Asphalt + Rigol + Untergrund vorbereiten + die Versickerung unter den Rasengittersteinen dort wo die Mülltonnen stehen. Die gesamte Ashphaltfläche wird über den Rigol dort in einern Schotterkoffer eingeleitet.
Wurde halt mit einer Firma gemacht. Angebote waren alle gleich egal ob Strabag, Porr oder eine lokale Firme die es schlussendlich gemacht hat.
Terasse + Pflasterung wurde nicht mit einer Firma gemacht.
Randleisten wiederum schon von einer Firma, waren über 100m Randleisten. Ja war teuer und kann man selber machen. Ich habs mir nicht zugetraut.

Materialkosten ist halt nur ein kleiner Teil der Arbeit - Bei den Randleisten waren bei mir über 7 Leute da die gleichzeitig gearbeitet haben.

Ich sag nicht, dass jeder meinen Preis in seine Liste übernehmen sollte. Aber ein Gefühl zu geben, wieviel Geld man ausgeben muss bis es fertig ist.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
14.7.2026  (#47)

zitat..
Bert1210 schrieb:

Kurze Frage! Das Asphaltieren der Fläche auf der das Fahrezug steht hat € 13.000,- gekostet? Im Vergleich zu € 15.000,- für Terrasse + Pflasterung erscheint mir das absurd hoch. Ebenso sind € 10.000,- für die Randleisten mMn nicht nachvollziehbar wenn man die Materialkosten kennt.

Es gibt sogar Leute die dem Auto ein Haus bauen um 100-200k€ 🤑


1
  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
15.7.2026  (#48)

zitat..
Bert1210 schrieb:

Kurze Frage! Das Asphaltieren der Fläche auf der das Fahrezug steht hat € 13.000,- gekostet? Im Vergleich zu € 15.000,- für Terrasse + Pflasterung erscheint mir das absurd hoch. Ebenso sind € 10.000,- für die Randleisten mMn nicht nachvollziehbar wenn man die Materialkosten kennt.

Das wirst du immer haben bei jemanden der seine Kalkulation offen legt, das eine ist vielleicht etwas teurer, das andere dafür sehr preiswert. Ingesamt sieht man an den Kosten schon, dass A) mitgeholfen und B) Angebote verglichen wurden, sonst würde die Gesamtthematik ganz anders aussehen. 

@thez Cooles Haus - Gratulation zur Umsetzung und mögen eure noch offenen Wünsche bald in Erfüllung gehen 🤗

zitat..
thez schrieb:

Ich habs mal überschlagsmäßig gerechnet bei uns. Baustart war 2021, Bezug 2022 und fertig geworden sind wir letztes Jahr mit der Außenanlage.

192m², Grundstück 1000m² wurde geschenkt - musste trotzdem vermessen, geteilt, überschrieben werden und 80m² dazu gekauft werden
50er Ziegel
Internorm KF520
RGK + NIBE Wärempumpe mit Betonkernaktivierung
keine Wohnraumlüftung
10kWp PV ohne Speicher
kein Keller nur NG mit 25m²
keine Garage nur offenes Carport
Weitzer Parkett + großteils 60x60 oder 80x80 Fliesen
Normale Türen, nichts bündiges
KNX + Netzwerk, Downlights fast im gesamten Haus
Normale Küche
Normale Einrichtung (vieles IKEA, nur Garderobe und Schrank unter Treppe vom Tischler)

Wie sowas mit Grundstück weit unter 800k-1M€ möglich sein soll heutzutage - fraglich. Jetzt kommt sicher wieder wer, der sagt wäre auch mit 140m² möglich gewesen, kein KNX, keine PV - Alles bisschen später machen und nebenbei sparen. Ja geht alles aber dann baut man halt 10 Jahre... Für die meisten Leute ist es nicht mehr so einfach dann wenn der Kredit mit >2k€ pro Monat lauft dann noch 30k im Jahr wegzusparen für die nächsten Anschaffungen.

Ich sehe diesen Beitrag auch nur teilweise als Widerspruch zu dem was ich geschrieben habe. 
Allein von den Quadratmetern her hast du ein Haus gebaut mit allem was es zum Leben braucht und einigen Add-Ons (PV, Klima & KNX). 
Dein Hausbau kostet ohne Außenanlagen: 512.000€ (Grundstückskosten abgezogen)
Außenanlagen: 63.000€
= Kosten pro qm² = 2.695€ mit Mithilfe 2021

Baukostenindex 21/22 (Mittelwert, Lohn & Sonstiges): 234,2
Baukostenindex 2025 (Ende): 290
= + 23,8%
Keine Stammtischmeinung, Statistische Erhebung aus dem Baukostenindex, zusammengeführt von Infina: https://www.infina.at/trends/entwicklung-der-baukosten/

Rückrechnung auf den Thread:
Statt 190m² sind 130m² geplant, Ausstattung belassen wir gleich, Mithilfe Schwankungsbreite: 10%, Bundesländervor- und nachteil nicht inkludiert

2.695€ * 1,238 * 130qm² = 433.733,3*1,1 (Mithilfe) = 477.106,63€

Und nun zitiere ich mich nochmals selbst:

zitat..
Hausbau24 schrieb:

Ein Haus ohne Garage, ohne Keller (Platz würd ich mir vielleicht nochmal überlegen), ohne Smarthome und sonstigen Spielereien mit 130m² Wohnfläche ist aktuell sicherlich für 500 TEUR umsetzbar (darin inkludiert sind auch bereits die Anschlusskosten). Hier müsst ihr nur gut vergleichen und eben auf unsinnige Addons evtl. verzichten. 
Außenanlagen kämen dann schätungsweise noch mit 100 TEUR obendrauf, je nachdem was ihr haben möchtet. 

Und daraus merkt man dann, dass unsere Basis eine andere war das Ergebnis in sich aber stimmt. 
@Zukunft Nur Mut, mit guter, vernünftiger Planung ist das alles bewerkstelligbar, auch im Kostenrahmen.
Nicht jedes Haus welches in Österreich erbaut wird muss 250m²+, einen Pool und eine Statue von sich im Eingangsbereich nach einem Jahr Bauzeit haben. (Ironie off) 


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