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Hausbau realistisch ? Bitte um Einschätzung. - Seite 2 teilen

8.7. -14.7.2026    38 Antworten    21 Autoren 38 2026-07-14T00:53:26+02:00    1 Empfehlungen

Zusammenfassung
 1  2 
  •  Zukunft
08.07.2026
39
Hallo zusammen,
ich würde gerne eure Einschätzung hören, ob ein Hausbau in unserer Situation realistisch ist.
Zu unserer Ausgangslage:
  • Eigenmittel aktuell ca. 80.000 €. In den nächsten Monaten wird durch eine Verlassenschaft voraussichtlich noch etwas dazukommen – wir rechnen mit weiteren rund 80.000 €, das Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen.
  • Gemeinsames Nettoeinkommen: ca. 6.200 € pro Monat.
  • Wir haben ein Kind (4,5 Jahre).
Wir hätten jetzt die Möglichkeit, ein Baugrundstück um 175.000 € (eventuell kann man den Preis noch etwas drücken) in einer Ortschaft rund um den Neusiedler See zu kaufen. Baugründe rund um Wien sind ja kaum mehr unter 200.000 € zu bekommen – zumindest nicht in der Gegend, in der wir uns vorstellen können, unser ganzes Leben zu bleiben.
Das Grundstück hat keinen Bauzwang, weshalb wir nicht sofort bauen müssten. Unser Plan wäre, das Grundstück jetzt zu kaufen und frühestens in 4–5 Jahren mit dem Hausbau zu beginnen.
Was uns allerdings etwas verunsichert: In unserer Familie wurde gerade gebaut. Das Grundstück hat ebenfalls rund 180.000 gekostet, und die Gesamtkosten liegen mittlerweile bei über 800.000 €. Dabei ist zwar ein Keller dabei, allerdings fehlen noch die komplette Außenanlage (Garten, Zaun etc.) sowie die Garage. Diese Entwicklung schreckt uns ehrlich gesagt ziemlich ab und lässt uns zweifeln, ob ein Hausbau für uns überhaupt finanzierbar sein wird.
Wie schätzt ihr unsere Situation ein? Ist ein Hausbau mit diesen Voraussetzungen grundsätzlich realistisch? Oder würdet ihr eher davon abraten?
Mich würden vor allem Erfahrungen von Personen interessieren, die in den letzten Jahren gebaut haben oder sich aktuell mit dem Thema Finanzierung beschäftigen.
Vielen Dank schon vorab für eure Meinungen!

  •  hausbau2011
  •   Bronze-Award
10.7.2026  (#21)
@Zukunft 
Ich lese seit Jahren eigentlich fast nur mehr mit, aber Deine Vorstellungen hören sich für mich seit langer Zeit wieder einmal als einer der sehr vernünftigen für mich an.
Ich würde bei diesem Grundstück bei der Lage und bei dem Preis sofort, ohne viel nachzudenken zuschlagen.
Selbst wenn Ihr es wieder einmal verkaufen wollt, billiger werden Grundstücke nicht mehr werden.

Dann oder auch vorher, würde ich mit einem der Finanzierungsprofis wie Li Consult oder speeeedcat in Verbindung zu setzen um zu klären, was punkto Finanzierung möglich bzw. auch leistbar ist. Ich kenn zwar keinen der beiden, es dürften aber beide sehr ehrlich bzw. zuverlässig sein. Du kannst natürlich auch zu Deiner Hausbank diesbezüglich gehen, würde ich in der heutigen Zeit aber nur mehr, wenn ich dort einen wirklich guten , vertrauenswürdigen Betreuer habe.
Wenn der Punkt der Finanzierung geklärt ist, würde ich gemeinsam mit einem Fachmann daran gehen das Haus konkret zu planen (bei den hier oft an selbstgebastelten Plänen denke ich mir oft, da würde ich nicht einmal geschenkt darin wohnen wollen (-; ). Meine Empfehlung aus diesem Forum hier StudioNavie. Kenne ich zwar auch nicht, dürfte aber ebenfalls recht gut in Ihrem Job sein.

Und ansonst bei Euren Jobs, sowie Eurem Alter und auch Euren auch vernünftigen Ansichten würde ich absolut kein Hindernis dafür sehen.
Viel Glück jedenfalls.

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Hallo Zukunft,
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  •  Landei
  •   Gold-Award
10.7.2026  (#22)

zitat..
Designo schrieb: Hätten wir irgendwo ausserhalb am Land gebaut, wäre der Grund vielleicht ein paar Tausender billiger gewesen, aber auf 30 oder 40 Jahre gerechnet trotzdem das schlechtere Geschäft gewesen.

Ich glaube nicht, dass man pauschal sagen kann, dass ein Haus am Land auf 30 oder 40 Jahre automatisch das schlechtere "Geschäft" ist.
Das hängt meiner Meinung nach stark von den eigenen Prioritäten ab. Nicht jeder möchte in der Stadt leben. Für viele sind Ruhe, Natur und mehr Platz einfach ein Stück Lebensqualität, das man finanziell gar nicht bewerten kann.
Außerdem hat sich in den letzten Jahren auch einiges verändert. Viele Leute können zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten, es wird online bestellt und man muss längst nicht mehr für jede Kleinigkeit ins Auto steigen.
Natürlich hat man am Land oft höhere Mobilitätskosten. Andererseits kostet ein Baugrund in der Stadt oder im Speckgürtel meist deutlich mehr. Diesen Mehrpreis muss man oft über einen Kredit finanzieren und zahlt dafür über viele Jahre Zinsen. Das relativiert den Kostenvorteil der Stadt meiner Meinung nach schon wieder ein Stück weit.
Man weiß ja auch nicht, wie das Leben in 10 oder 20 Jahren aussieht. Vielleicht wechselt jemand den Job, bekommt ein zweites Kind oder die Arbeitswege ändern sich. Dann kann es genauso sein, dass man in der Stadt plötzlich doch ein zweites Auto braucht. Wie sich das Leben in 20 oder 30 Jahren entwickelt, kann heute niemand vorhersagen.
Ich glaube deshalb nicht, dass man allgemein sagen kann, was finanziell die bessere Lösung ist. Das hängt letztlich von der persönlichen Situation und davon ab, wie man leben möchte.


1
  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
10.7.2026  (#23)
Deswegen ja der Hinweis. Erstmal prüfen wo man leben will. Wir wollen zB nie wieder in einer großen Stadt leben. Am Land kennen sich alle und halten zusammen. Meine Frau arbeitet im Ort bzw die Ordination ist 8min von daheim, und ich pendel 15min... alles sehr überschaubar. Aber das geht natürlich nicht wenn man glaubt weiter in Wien arbeiten zu wollen oder müssen.

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  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
10.7.2026  (#24)

zitat..
Designo schrieb: Ja, sehe ich auch so. Pauschal zu sagen "ein Haus kostet halt 800k" wäre ja so wie die Aussage "ein Auto kostet halt 80k".

Gerade beim Hausbau ist die Sache halt wirklich nicht so einfach, weil auch der bildliche Dacia richtig was kostet. Wenn der Grund schon knapp 200.000 (mit Nebengeräuschen wie GrESt, Eintragungsgebühr, evtl. Makler, Notar/RA) kostet, dann frag ich mich schon, wie man heute im Vollausbau (inkl. Einrichtung, Garage/Carport, Außenanlagen,...) unter den 800k bleiben will, zumal bei "moderater" Eigenleistung. Viele verheben sich nämlich genau bei dieser Kalkulation. "Dann mach ich halt den Außenputz später", "Garten mach ich später"; ja, eh, aber die Kosten fallen trotzdem an, heute oder "später". Ich kenne in den letzten zwei Jahren kein Haus, dass unter 3.500/m² gebaut wurde und wenn dann waren es größere, wo sich die Fixkosten auf eine größere Fläche verteilen.  


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  •  titan
  •   Bronze-Award
10.7.2026  (#25)
Geschmackssache. Will ich jeden Nachbarn kennen und will ich dass jeder alles über den anderen weiß. Oder mag ich lieber etwas anonymität. Und wo müssen alle zusammenhalten? Bei was genau?

Ich kenne einen Fall, der hat sein Haus wieder verkauft weil er am Land in diese "Dorfgemeinschaft" nicht gepasst hat bzw. nicht angenommen wurde. Die haben ihm das Leben schwer gemacht. 

Meiner Erfahrung nach habe ich es am liebsten wenn man sich nett grüßt und das wars dann schon. Je mehr sie über dich wissen umso mehr können sie es gegen dich verwenden. Leider bestätigt mich das persönlich und in meinem Umfeld höre ich fast nichts anderes. 


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  •  querty
  •   Gold-Award
10.7.2026  (#26)
> Ins Burgenland zu ziehen lohnt sich nur wenn man dort auch leben und arbeiten will.

"Ins Burgenland" gibt es sowieso nicht, kommt ja sehr drauf an, WO im Burgenland. Ich wohne im Burgenland und pendle nach Wien, ist leider sehr mühsam und ja, das muss man sich gut überlegen. Andrerseits kenn ich auch Leute die in Wien wohnen und in Wien arbeiten und trotzdem 45 min. pendeln, weil die Arbeit "auf der anderen Seite" von Wien ist.


> Ich kenne einen Fall, der hat sein Haus wieder verkauft weil er am Land in diese "Dorfgemeinschaft" nicht gepasst hat bzw. nicht angenommen wurde. Die haben ihm das Leben schwer gemacht. 

Ist meiner Erfahrung nach stark abhängig von der Person selbst. Wir haben hier auch Leute, welche nichts mit der Dorfgemeinschaft zu tun haben wollen und das ist voll ok. Andere wiederum möchten sich gerne integrieren. Nachbarn mit denen man nicht auskommt kann man überall haben und in einer Wohnung in der Stadt, wo man sich gegenseitig hören kann (hab einige Jahre in Wien gelebt) ists noch schwieriger sich aus dem Weg zu gehen.

Zum Thema Hausbau wurde eh schon alles gesagt, nachdem es keinen Bauzwang gibt, würde ich den Grund auch kaufen. Wenn man in 5 Jahren draufkommt dass man dort nicht bauen möchte, halt wieder verkaufen. Ich kenne es eigentlich nur so, dass Grund teurer wird...wenn er nicht gaaanz abseits von allem ist.


1
  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
10.7.2026  (#27)

zitat..
FranzGrande schrieb:

──────..
Designo schrieb: Ja, sehe ich auch so. Pauschal zu sagen "ein Haus kostet halt 800k" wäre ja so wie die Aussage "ein Auto kostet halt 80k".
───────────────

Gerade beim Hausbau ist die Sache halt wirklich nicht so einfach, weil auch der bildliche Dacia richtig was kostet. Wenn der Grund schon knapp 200.000 (mit Nebengeräuschen wie GrESt, Eintragungsgebühr, evtl. Makler, Notar/RA) kostet, dann frag ich mich schon, wie man heute im Vollausbau (inkl. Einrichtung, Garage/Carport, Außenanlagen,...) unter den 800k bleiben will, zumal bei "moderater" Eigenleistung. Viele verheben sich nämlich genau bei dieser Kalkulation. "Dann mach ich halt den Außenputz später", "Garten mach ich später"; ja, eh, aber die Kosten fallen trotzdem an, heute oder "später". Ich kenne in den letzten zwei Jahren kein Haus, dass unter 3.500/m² gebaut wurde und wenn dann waren es größere, wo sich die Fixkosten auf eine größere Fläche verteilen.

Es kommt halt immer drauf an was man bereit ist zu investieren --> Nicht an Geld, sondern an Zeit und Arbeit. 

Bei diesem Punkt geb ich dir Recht. Ohne viel Eigenleistung & Vergleichen sehe ich die 800 TEUR als ambitioniert an. Aber (!) 150m² mit normaler Ausstattung (ohne PV, ohne Speicher, ohne Klima, ohne KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung], ohne Pool, normale Fliesen, Vinylboden etc.) sind mit Außenlagen, sofern man auch hier etwas Abstriche macht ganz und 800k ganz sicher machbar. Ohne wenn und aber. 

Unser Haus hat (24 begonnen, jetzt außen fertig) unter maximalem Einsatz von meinem Dad und mir + Familie sowie zahlreichen Helfern: 513.911,35€ gekostet. 
Darin inkludiert sind: 240m² Brutto-Wohnfläche, kein Keller, 3 Überdachungen, Premium-Fenster (groß und Holz), Klimaanlagen, PV, Speicher, Echtholzböden, große Fliesen, Smart-Home, DAN-Küche und absolut hochwertige Tischlermöbel. 
Verhandelt bis zum Umfallen, gearbeitet bis zum Umfallen. 

Hab mal drüber gerechnet wenn ich wirklich gespart hätte - 1.800 / qm² wäre durchaus machbar gewesen. 

Und ja, wir sind beide berufstätig, nicht vom Fach und haben einfach gemacht. Wie früher. Nicht gejammert sondern durchgezogen ;)




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  •  Designo
10.7.2026  (#28)
Um hier nochmal auf die kolportierten 800k als Untergrenze einzugehen: Stand heute hat uns unser ganzes Hausprojekt ca. 830k gekostet. Davon entfallen 200k auf das Grundstück im Stadtzentrum Klagenfurts (war aber zugegeben ein absolutes Schnäppchen, Betondoppelgarage und Schwimmteich waren schon drauf und sind im Kaufpreis enthalten). Der Rest, also 630, sind 175m² Haus fertig ausgebaut inklusive Fundamentplatte. Wir haben belagsfertig gebaut und ich hab derweil noch nicht viel selber machen müssen außer z.B. die Brüstung im Obergeschoß. Das kommt jetzt mit der Gartengestaltung. Wir haben aber sicher 100-130k an "Extras" im Haus wie DLT-Aussenwände, KWL, Eiche-Alu-Fenster, Unterputzarmaturen, Klimavorbereitung, großes begrüntes Terrassendach, astfreier Eichenparkett in Sonderformat und so weiter. Die Qualität der gewählten Baustoffe und der Ausstattung ist schon gehobenes Mittelfeld. Hätten wir uns eben ein kleineres Haus "von der Stange" genommen, wären wir wohl deutlich unter 500 geblieben und somit auch mit 700.000 Euro durchgekommen. Ja, uns fehlt z.B. noch ein Hoftor und der Rasen, die Terrassenplatten hab ich letzte Woche bestellt und werd sie vermutlich selber verlegen. Sind noch ein paar Tausender. Aber zu einer Million kommen wir lange nicht hin.

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  •  Magnum2
  •   Silber-Award
10.7.2026  (#29)
6000€ Netto ist nicht schlecht,
Grund ohne Bauzwang ist auch gut,
einige Sachen kann man später machen (Garage anbauen, Gartengestaltung, Zäune)
einige muss man gleich machen (Keller, Pool solange noch Bagger und LKWs in den Garten kommen)
einige Dinge kann man später ausbauen oder ausstatten (OG, zweites Badezimmer)
einiges kann man selber machen wenn man sich drübertraut (Böden, Wände, Türen)
einiges sollte man wenigstens vorbereiten (Klima, KWL)

Wenn euch die Lage gefällt, dann los!

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  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
13.7.2026 9:42  (#30)

zitat..
Designo schrieb:

Um hier nochmal auf die kolportierten 800k als Untergrenze einzugehen: Stand heute hat uns unser ganzes Hausprojekt ca. 830k gekostet. Davon entfallen 200k auf das Grundstück im Stadtzentrum Klagenfurts (war aber zugegeben ein absolutes Schnäppchen, Betondoppelgarage und Schwimmteich waren schon drauf und sind im Kaufpreis enthalten). Der Rest, also 630, sind 175m² Haus fertig ausgebaut inklusive Fundamentplatte. Wir haben belagsfertig gebaut und ich hab derweil noch nicht viel selber machen müssen außer z.B. die Brüstung im Obergeschoß. Das kommt jetzt mit der Gartengestaltung. Wir haben aber sicher 100-130k an "Extras" im Haus wie DLT-Aussenwände, KWL, Eiche-Alu-Fenster, Unterputzarmaturen, Klimavorbereitung, großes begrüntes Terrassendach, astfreier Eichenparkett in Sonderformat und so weiter. Die Qualität der gewählten Baustoffe und der Ausstattung ist schon gehobenes Mittelfeld. Hätten wir uns eben ein kleineres Haus "von der Stange" genommen, wären wir wohl deutlich unter 500 geblieben und somit auch mit 700.000 Euro durchgekommen. Ja, uns fehlt z.B. noch ein Hoftor und der Rasen, die Terrassenplatten hab ich letzte Woche bestellt und werd sie vermutlich selber verlegen. Sind noch ein paar Tausender. Aber zu einer Million kommen wir lange nicht hin.

Seh ich auch so. 

Gefühlt sind hier im Forum:
A) Gut - Sehr gut-Verdiener zu einem großen Teil vertreten
B) Wird sehr groß gebaut mit viel Eigenkapital (ohne Elternkapital)

Dadurch ergibt sich ein verzerrtest Bild. Nicht jedes Haus kostet eine Million Euro - das ist absoluter Blödsinn. Da hätte mein gesamter Freundeskreis inkl. mir nicht bauen können. 

  • Die Standardhäuser (<150m² - gerne als Schuhschachteln bezeichnet) baust du aktuell zwischen 400-500k (meist vergeben)
  • Mitteklassehäuser (150-250m²) 500-unlimitiert (je Mithilfe & Baustandard)


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  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
13.7.2026 10:42  (#31)
Der TE plant einen Hausbau mit "moderater Eigenleistung"; er hat einen unmittelbaren Vergleich in der Familie und bislang hat noch jeder, der sich an diesem Thread beteiligt hat, eine Kalkulation dargelegt, die mit der des TE nichts zu tun hat. Weder ist ein Hausbau mit "maximaler Eigenleistung" noch ein voll aufgeschlossener Stadtgrund (mit einer schon vorhandenen Doppelgarage) die Ausgangsbasis; sondern ein - davon gehe ich aus - unbebauter und vielleicht noch gar nicht aufgeschlossener Grund im Burgenland, der inkl. Nebengeräusche ungf. 200.000 kostet und wo der TE beim Hausbau nicht viel mithelfen wird.

Dazu kommt: Die meisten rechnen sich ihr Projekt "schön", weil vieles erst später gemacht wird (es muss aber trotzdem gemacht werden). Die Außenanlagen alleine (Einfriedungen, Bepflanzung, Humus, vielleicht noch irgendwelche Befestigungen/Stützmauern) kosten eine schöne Stange Geld, das noch ohne so Späße wie Pool oder Sauna. Dasselbe gilt für die Einrichtung: Küche, Küchengeräte, Waschmaschine, Trockner, Lampen etc. Wenn es keinen Keller gibt (mittlerweile sehr teuer), brauche ich anderweitig Stauraum (der wieder kostet). Mache ich Carport/Garage? Alles inklusive geht sich ein Hausbau heute für niemanden mehr unter 600k aus. Da hat man aber schon auf sehr viel verzichtet, vor allem aber auf Fläche. Und es ist leider so, dass gerade unterm Hausbau die Ansprüche steigen. Die wenigsten bauen ein Haus und statten dies auf allen Ebenen billigst aus. Dann sind es vielleicht keine Holz-Alu-Fenster, aber auch nicht die billigsten; dann ist der Boden nicht die schöne Landhausdiele, sondern ein vielleicht ein bisschen günstigerer Parkett. Wie oft haben diejenigen, die hier gebaut haben, tatsächlich beim Aussuchen zur allergünstigsten Alternative gegriffen?

Ich bleibe dabei, eine Investition in Höhe von einer Million bei einem Grundstückspreis von EUR 200.000 muss man heute ohne Eigenleistung für ein durchschnittliches Haus ansetzen. Deutlich kleinere Häuser sind natürlich etwas günstiger.

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  •  thez
13.7.2026 13:11  (#32)

zitat..
FranzGrande schrieb:

Der TE plant einen Hausbau mit "moderater Eigenleistung"; er hat einen unmittelbaren Vergleich in der Familie und bislang hat noch jeder, der sich an diesem Thread beteiligt hat, eine Kalkulation dargelegt, die mit der des TE nichts zu tun hat. Weder ist ein Hausbau mit "maximaler Eigenleistung" noch ein voll aufgeschlossener Stadtgrund (mit einer schon vorhandenen Doppelgarage) die Ausgangsbasis; sondern ein - davon gehe ich aus - unbebauter und vielleicht noch gar nicht aufgeschlossener Grund im Burgenland, der inkl. Nebengeräusche ungf. 200.000 kostet und wo der TE beim Hausbau nicht viel mithelfen wird.

Dazu kommt: Die meisten rechnen sich ihr Projekt "schön", weil vieles erst später gemacht wird (es muss aber trotzdem gemacht werden). Die Außenanlagen alleine (Einfriedungen, Bepflanzung, Humus, vielleicht noch irgendwelche Befestigungen/Stützmauern) kosten eine schöne Stange Geld, das noch ohne so Späße wie Pool oder Sauna. Dasselbe gilt für die Einrichtung: Küche, Küchengeräte, Waschmaschine, Trockner, Lampen etc. Wenn es keinen Keller gibt (mittlerweile sehr teuer), brauche ich anderweitig Stauraum (der wieder kostet). Mache ich Carport/Garage? Alles inklusive geht sich ein Hausbau heute für niemanden mehr unter 600k aus. Da hat man aber schon auf sehr viel verzichtet, vor allem aber auf Fläche. Und es ist leider so, dass gerade unterm Hausbau die Ansprüche steigen. Die wenigsten bauen ein Haus und statten dies auf allen Ebenen billigst aus. Dann sind es vielleicht keine Holz-Alu-Fenster, aber auch nicht die billigsten; dann ist der Boden nicht die schöne Landhausdiele, sondern ein vielleicht ein bisschen günstigerer Parkett. Wie oft haben diejenigen, die hier gebaut haben, tatsächlich beim Aussuchen zur allergünstigsten Alternative gegriffen?

Ich bleibe dabei, eine Investition in Höhe von einer Million bei einem Grundstückspreis von EUR 200.000 muss man heute ohne Eigenleistung für ein durchschnittliches Haus ansetzen. Deutlich kleinere Häuser sind natürlich etwas günstiger.

Ich stimme zu. Ich würde mal von jemanden eine belastbare A-Z Kalkulation sehen von 0 - fertig. Und ich rede nicht von über 15  Jahre fertig, sondern innerhalb von 3-4 Jahren ohne jedes Wochenende im Haus zu knechten und alles selber zu machen. Da muss man heutzutage tatsächlich 1Mio€ ins Rennen werfen. 
Ich hab bei ca. 600k€ exkl. Grund auch zum Rechnen aufgehört UND wir brauchen noch immer größere Anschaffungen wie Pool, Gartenhaus, 7m Markise etc.

Ein Freund baut gerade auf vorhandenen Grund und wird mit Keller irgendwo bei 8xxk€ landen. Da reden wir nicht von Luxus... Vielleicht mache ich mir mal den Spaß und schreibe ALLES, ALLES zusammen emoji

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
13.7.2026 13:14  (#33)
Bei uns ohne Grund mit viel Eigenleistung dann auch 750k€.

Sicher, irgendwie gehts auch billiger. Aber man darf sich keine Illusionen machen, realistische Einschätzung hat nie geschadet.

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  •  thez
13.7.2026 13:21  (#34)

zitat..
MalcolmX schrieb:

Sicher, irgendwie gehts auch billiger. Aber man darf sich keine Illusionen machen, realistische Einschätzung hat nie geschadet.

Billiger ja, aber keine 300k€ billiger emoji Wer so rechnet lügt sich nur an. Natürlich ist der große erste Patzen mal das Haus hinzustellen und einzuziehen, das wird meistens mit EK + Kredit gemacht. Wer danach aber nicht das nötige Einkommen hat dann auch weiter zu machen wohnt ewig auf einer Baustelle... Ans absolute Limit zu gehen ist hier einfach nicht zu raten.


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  •  speckulazius
  •   Bronze-Award
13.7.2026 17:45  (#35)
Ich denke für die meisten hier sind die Gesamtprojektkosten erstmal astronomische Summen. 

Aber der günstigste Zeitpunkt um zu Bauen liegt in der Regel in der Vergangenheit. Billiger wird es nicht mehr.

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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
13.7.2026 18:40  (#36)
Ihr habt hier aber schon tatsächlich hochgesteckte Bedürfnisse. 

"Wir brauchen noch... Pool ..."

Und ja klar: Garage/Carport kostet später genausoviel wie heute (tendentiell natürlich mehr), heißt aber auch, dass man bis dahin geld sparen kann (kleinerer Kredit benötigt), schauen kann wie weit sich die Decke strecken lässt etc. 

Ähnliches natürlich prinzipiell auch mit Unfertigen Kinderzimmern, fehlenden Fußböden, fehlenden Fassaden,.. 

Ich will mich hier nicht zur tatsächlichen leistbarkeit äußern denn davon versteh ich nichts. Aber evtl. wollt ihr mal wieder ein bisschen auf dem Boden der Mittelklasserealität landen? 

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  •  Sparfratz
  •   Silber-Award
13.7.2026 21:55  (#37)
Ich kann's nicht glauben ehrlichgesagt. Klar ists teurer geworden, aber so teuer ... Wir haben vor 10 Jahren gebaut, aber auch da war die Foreneinschätzung weitaus höher als was wir im Endeffekt aufgewendet haben. Ist nicht so dass wir diese Angebote nicht auch hatten, aber durch Einzelvergabe und Eigenleistung war dann doch viel möglich. 

Pool haben wir heuer erst gebaut. Und da gab's auch Angebote jenseits von Gut und Böse zu Beginn der Planung. Allein Bodenplatte plus Bagger für 8x4 hatten wir ein Angebot von fast 20k. 

Um 800k ohne Grund hab ich aber sowas von ner Hütte stehen. Kann einfach nicht glauben, dass das nicht um deutlich weniger geht.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
14.7.2026 0:53  (#38)
Selbst 2020 konnte man noch bedeutend günstiger bauen. Danach kamen einfach verrückte Steigerungen die bis heute Bestand haben. Sehe ich bei meinen Nachbarn, was die für ein Haus für rund 600k€ gebaut haben noch 2020, da würden sie heute locker 1 Million aufwärts zahlen.

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