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Garagenbau und Heizung

8.2. - 9.2.2020
11 Beiträge | 4 Autoren
Hallo erstmal , bin gerade an der Planung einer Garage mit 90m² jedoch stellt sich mir noch die Frage welch Heizung ich wählen soll. 
Erstmal wird es ein Eigenständiges Gebäude mit 90m² und ich kann leider die Heizung von Haus (Luft/Wasser Wärmepumpe) nicht verwenden da sie zu klein wird . 
Die Garage wird wie gesagt 90m² aus Ziegelbau (38er Ziegel wird verwendet) und ich möchte eine Fußbodenheizung .
Gibt es Kleine Wärmepumpen die für solch eine größe geignet sind und kostengünstig sind?
Oder könnte man es per Solaranlage mit entsprechendem Pufferspeicher beheizen?

lg Mike

 
 
8.2.2020 22:03
Soll durchgehend geheizt werden nur nur am Wochenende, nur 1Tag im Monat...? 
 
8.2.2020 22:08
Nein ich möchte durchgehend heizen aber mir würden 17-18 Grad reichen . 
Sprich ich halte mich oft in der Garage auf und lange da Sie als Werkstadt genutzt wird aber ich werde nicht darin schlafen oder Wohnen aber es werden auch oft bekannte auf 1-2 Bier vorbeikommen und da will keiner frieren müssen . 
Lg mike
9.2.2020 10:32
Naja, nur weil dir die Grundfläche "klein" erscheint heißt das nicht dass du auch nur eine "kleine" Wärmepumpe benötigst. 
wie wird die Decke gemacht? Beton? Flach-Pultdach? Dämmung vorgesehen? wie oft /lange wird das Garagentor offen sein? 
denke hier sollte man genauso vorgehen wie bei einem Wohnhaus: Energiekennzahlen ermitteln und dann weiß man wie "klein" die Heizlast ist. Denke dass ein großes (wärmegedämmtes) Garagentor trotzdem riesen Verluste hat. 

Eine Idee wäre ein Pelletofen mit eingebauten Tank gewesen ( gibts auch wasserfühend) aber wenn ud wirklich durchgehend heizen willst, wirst mit dem Nachfüllen keine freude haben.

wenn es nicht-Wasserführend sein darf würde ich mal ein Klima-Split-Gerät vorschlagen. 


btw: eine Fernwärmeleitung vom Bestandshaus zur Garage geht nicht? 
Mein Bruder  hat das Heizhaus (Hackschnitzel) aus div. Gründen 59m vom Wohnhaus entfernt gebaut. Kessel steht gleich neben dem Hackschnitzelbunker und es geht dann eine Fernwärmeleitung ins Wohngebäude. Buskabel für die Heizungsfernsteuerung und fertig. 


9.2.2020 13:57
Tor wird nicht oft offen sein wenn dann 2mal pro Tag zum hinein und zum rausfahren.
Naja wie gesagt ist ein 38er Ziegel geplant und beim Dach kommt ein Flachdach das natürlich die selben Dämmwerte ereicht wie der Ziegel. 
Weil es würde da kleine Wärmepumpen luft-Wasser geben die gibts schon kostengünstig ab 5000€ ab 5,4 KW. mit einem großem Wärmepuffer und ner 5 KW PV-Anlage könnte wäre meine überlegung könnte man die fast kostenfrei heizen oder liege ich da total falsch? Bzw. Gibts andere möglichkeiten in die richtung .
nein Fernwärme ist bei mir garnicht möglich auch vom Wohngebäude zur Garage nicht da wir vor einigen Jahren umgebaut haben und da mit der derzeitigen Luft-Wärmepumpe schon am ziehmlich am limit sind sagte dazumals der Installateur

lg mike
9.2.2020 14:14


mikeeg6 schrieb: oder liege ich da total falsch?

 Du liegst da total falsch.

Mit der PV könntest du im Sommer das Ding kostenfrei heizen. In der Übergangszeit ginge es zu einem gewissen Teil und im Winter fast gar nicht. Das Problem ist halt, dass PV-Erträge und Heizbedarf genau entgegengesetzt verlaufen.

Ansonsten scheint mir das quasi ein kleines Haus mit miesem Dämmwert, denn ein 38er Ziegel (welches Lambda?) ist jetzt nicht so der Bringer. Ich könnte mir gut vorstellen, dass du da ähnliche Energiemengen für deine Garage verballerst wie andere für ein komplettes Neubauhäuschen von 120-140 qm oder so.

"nur 17-18C" klingt jetzt kühl, aber wenn man bedenkt, dass man im Haus vielleicht 21-22C hat und die Norm-AT vielleicht bei -12C liegt, dann ist bei deiner Garage das Auslegungs-Delta-T bei 29-30K, während es beim Haus bei 33-34K liegt. Du sparst damit gegenüber Wohnraumtemperaturen nur 12-13% ein, so dass da noch gewaltig viel übrig bleibt.



mikeeg6 schrieb: da mit der derzeitigen Luft-Wärmepumpe schon am ziehmlich am limit sind sagte dazumals der Installateur


Also hat sie viel Reserve... die meisten Installateure überdimensionieren deutlich. Wieviel Leistung hat das Teil denn und wieviel Wärme erzeugt es bei welchem Stromverbrauch pro Jahr?



mikeeg6 schrieb: Nein ich möchte durchgehend heizen aber mir würden 17-18 Grad reichen . 


Wenn du das ernsthaft vorhast, dann solltest du einen Dämmstandard wie im Wohnraum ansetzen und auch nach unten dämmen. Alles andere wird ganz schnell ein gewaltiger Geldfresser.

Ich würde aber das ganze Konzept hinterfragen und überlegen, um wieviele Stunden es da wirklich geht. Eine FBH taugt nur zum Dauertemperieren, da hast du mit "permanent heizen" schon recht, denn anders geht das nicht. Die Frage ist halt, wie viele Stunden da wirklich zusammen kommen und ob es lohnt, deswegen komplett zu heizen.

90 m^2 ist ein ziemliches Monster... unsere Doppelgarage hat 40 qm und da stehen 2 Autos und ein Anhänger drin und es ist immer noch Platz. Vielleicht solltest du einfach deine Werkstatt- und Plauderecke vom Rest der Garage als eigenen Raum abteilen und den dann richtig gut dämmen und beheizen. Da ist die Heizlast dann nur noch ein Bruchteil und du sparst massiv bei der Dämmung, weil der ganze Rest dann komplett ungedämmt sein kann.

Auch nicht vergessen: Damit dir deine Autos nicht weggammeln, muss das Ding gelüftet werden. Das ist zudem vermutlich auch gesetzlich gefordert. Damit du damit nicht noch mehr Heizung brauchst, wäre eine Wärmerückgewinnung sinnvoll -> noch mehr Kosten.
9.2.2020 14:26
Ja genau ich war bei einer Baufirma XXX der meinte wieviel grad ich drinnen haben möchte da wir ja den Boden Dämmen müssen die Wände und die Decke. 
Er meinte für meine angestrebten 17-18 Grad würde der 38er Ziegel noch passen , 
meine Eltern haben auch ein aus aus den 1986ern das wurde auch mit 38er Ziegeln gebaut....
von daher vertraue ich mal auf den von der Baufirma. 
Jetzt macht er mir mal einen Kostenvoranschlag nur vom Rohbau - sprich Putz , Fenster , Dach, Tore , Elektrik, Installateur mach ich selbern bzw. Mach ich über andere Firmen da es günstiger kommt wie wenn ich alles bei Ihnen machen würde .
9.2.2020 14:44


mikeeg6 schrieb:
Er meinte für meine angestrebten 17-18 Grad würde der 38er Ziegel noch passen , 

 Für den Geldbeutel des Baumeisters passt das sicher.
Für deinen eher nicht so optimal, auf Dauer.
9.2.2020 15:13


mikeeg6 schrieb: Er meinte für meine angestrebten 17-18 Grad würde der 38er Ziegel noch passen , 

 Ja... ganz genau, denn 18C ist ja sooooo kalt!

Deine Luxus-Garage hat ca. 87% des Wärmebedarfs eines vergleichbar gebauten Hauses mit 21..22C. Wenn man einen 38er Ziegel mit einem 50er Ziegel der gleichen Bauart vergleicht, dann kommt er grob geschätzt auf 76% des Dämmwertes. Und schon verballerst du trotz "nur 17...18C" mehr Energie als andere für ein Haus gleicher Größe, oder, anders gesagt, das gleiche wie für ein größeres Haus.

Überleg mal, ob mein Vorschlag mit einem kleinen Bereich, der dann gut gedämmt und geheizt ist, nicht auch passen würde. Dann kann der Rest billig aus 17,5er Ziegeln entstehen und der Warmbereich bekommt Isolation nach Wohnhausstandard. Das wird wesentlich billiger sowohl im Bau als auch im Betrieb.
9.2.2020 15:17
Ah okay ich verstehe schon was du mir sagen willst danke für deine veranschaulichung also im großen und ganzen brauche ich nen 50er Ziegel...
ne ich brauche die ganze Garage beheizt ich bin ehrlich gesagt das ganze Wochenende darin am Arbeiten..
9.2.2020 15:35
Und von mo bis fr heizt du für was/wen? 
9.2.2020 15:57
Ja da bin ich meist abens von 18-20:30 in der werkstadt



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