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Finanzierungsüberlegungen

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18.11. - 19.11.2020
8 Beiträge | 4 Autoren 8
Hallo liebe Leute,
ich lese schon seit einiger Zeit hier mit und nun ist es bei mir auch soweit.
 
Ich werde Ende 2021 mein Elternhaus übernehmen, habe dafür auch schon den vorläufigen Übergabsvertrag unterschrieben und liebäugle mit einem Kredit der Firma ING.
Erst wenn das Haus meiner Schwester fertig ist kann ich einziehen.
Benötigt werden für die Hausübernahme: 145.000 €
+ Renovierung: 65.000 €
- Eigenmittel: 60.000€ (wobei 40.000€ Anzahlung schon an meine Schwestern gingen)
 
 
Über das Haus + Grundstück:
in NÖ      BJ: 1994         Wohnfl: 200m²             Grund: 2100m²
Laut Bank zwischen 390.000 – 395.000€ Wert
Nettoeinkommen: 2.500€
 • Meine erste Sorge ist ob ich über die INFINA ein gutes Angebot bekommen habe:
 
ING
Kredit: 175.000€
Fix auf 10 Jahre mit 0,7%
Laufzeit 300 Monate und montl. Rate von 659€
Gesamtbelastung für mich 197.500€
 
     2. Außerdem überlege ich, ob ich dieses Angebot annehmen soll oder noch auf nächstes Jahr warten soll…
Die Krise macht es einen nicht gerade leicht, aber im schlimmsten Fall jetzt schon einen Kredit aufnehmen und ein Jahr still liegen lassen?!
 
Danke im Voraus! :)

 
 
18.11.2020
Nachdem Angaben zu einer etwaigen BAG/sonstigen Kosten oder schlicht der Effektivzinsatz fehlen, hab ich versucht das rückzurechnen:

Wenn meine Überschlagsrechnung stimmt, sollten es bei der ING im Bestfall Gesamtkosten von ca 17k statt den angeführten 20,5k sein (bei den genannten 25 Jahren und 10 Jahre fix zu 0,7%, danach bin ich von +0,85% auf 3-Monats EURIBOR ausgegangen), also eine Differenz (übern Daumen wie erwähnt) von 3,5k. Das sieht nach 2% BAG/sonstigen Kosten aus, die man sich sparen kann aus. Aber wie gesagt nur, wenn meine Überschlagsrechnung basierend auf den unvollständigen Angaben stimmt.

Mit detailierteren Angaben wäre es natürlich ein leichtes, das exakt zu beantworten, aber mein Vermutung: Du bekommst den selben Kredit bei der selben Bank über einen anderen Dienstleister billger.
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19.11.2020


Equity schrieb: Das sieht nach 2% BAG/sonstigen Kosten aus, die man sich sparen kann aus.

Fast - bei der ING hat der Vertriebspartner die Möglichkeit neben der für alle Finanzierungsdienstleister gültigen Basisvergütung von 1,5% (bezahlt aus der Zinskondition) zusätzlich bis zu 1,5% an Bearbeitungsgebühr zu verrechnen - eine Möglichkeit, die die INFINA offenbar gerne nutzt.


matze66 schrieb: Ich werde Ende 2021 mein Elternhaus übernehmen

Was bedeutet "übernehmen"? Die ING finanziert gegenwärtig ausschließlich selbstgenutztes Wohneigentum - und hier ledigliche den gewünschten Teil des Kaufpreises (max. 90%) OHNE Renovierungsanteile.

Bei Umschuldungen hingegen werden Renovierungs-/Adaptierungsanteile zusätzlich zum Umschuldungsbetrag (bis zu einem Ausleihungsgrad von 85%) mitfinanziert.

Diese Punkte wäre im Falle der ING vorab zu klären.


matze66 schrieb: Die Krise macht es einen nicht gerade leicht, aber im schlimmsten Fall jetzt schon einen Kredit aufnehmen und ein Jahr still liegen lassen?!

Das ist eine Frage der Zinserwartung und auch der persönlichen Umstände. Die Kreditbeurteilung findet aktuell auf Basis der gegenwärtigen Lebensumstände (Einkommen, Haushaltsrechnung, etc.) statt. Auch die Bepreisung der Finanzierung (Zinssatz) erfolgt nach jetziger Maßgabe. Wie die Situation in einem Jahr aussieht, kann niemand seriös beantworten.

Insofern kann es schon eine Überlegung wert sein, sich die den aktuellen Stand zu sichern. 0
19.11.2020
Also zuerst danke für eure Bemühungen!


Equity schrieb: Wenn meine Überschlagsrechnung stimmt, sollten es bei der ING im Bestfall Gesamtkosten von ca 17k statt den angeführten 20,5k sein (bei den genannten 25 Jahren und 10 Jahre fix zu 0,7%, danach bin ich von +0,85% auf 3-Monats EURIBOR ausgegangen), also eine Differenz (übern Daumen wie erwähnt) von 3,5k. Das sieht nach 2% BAG/sonstigen Kosten aus, die man sich sparen kann aus. Aber wie gesagt nur, wenn meine Überschlagsrechnung basierend auf den unvollständigen Angaben stimmt.

Also laut Berater sind die Gesamtkosten die bereits erwähnten 197.500€.
In diesem Sinne ist es mir eher ''egal'' wie die Konditionen aussehen wenn zum Schluß weniger bezahlt werden muss oder ist mein Ansatz da falsch gewählt?



LiConsult schrieb: Was bedeutet "übernehmen"? Die ING finanziert gegenwärtig ausschließlich selbstgenutztes Wohneigentum - und hier ledigliche den gewünschten Teil des Kaufpreises (max. 90%) OHNE Renovierungsanteile.

Bei Umschuldungen hingegen werden Renovierungs-/Adaptierungsanteile zusätzlich zum Umschuldungsbetrag (bis zu einem Ausleihungsgrad von 85%) mitfinanziert.

Diese Punkte wäre im Falle der ING vorab zu klären.

Laut Berater bräuchte ich zusätzlich ein Baukonto bei einer anderen Bank mit 125.000€ und bei der ING ein Kreditkonto mit 50.000€, welches im Notfall aber nicht komplett benutzt werden muss.
 


LiConsult schrieb: Insofern kann es schon eine Überlegung wert sein, sich die den aktuellen Stand zu sichern.

Was würde ein solches den ungefähr Kosten? 

LG


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19.11.2020


matze66 schrieb: In diesem Sinne ist es mir eher ''egal'' wie die Konditionen aussehen wenn zum Schluß weniger bezahlt werden muss oder ist mein Ansatz da falsch gewählt?

Also prinzipiell ist für einen Kreditnehmer jede Maßnahme willkommen, die die Gesamtbelastung reduziert. Der weitaus größte Hebel bei einer langfristigen Finanzierung (wie im konkreten Fall 25 Jahre) liegt natürlich im Zinssatz.

Dennoch: wenn - wie im konkreten Fall bei der ING - die Bearbeitungsgebühr eingespart werden kann, dann sind das 1,5% von 175.000, denn


LiConsult schrieb: bei der ING hat der Vertriebspartner die Möglichkeit neben der für alle Finanzierungsdienstleister gültigen Basisvergütung von 1,5% (bezahlt aus der Zinskondition) zusätzlich bis zu 1,5% an Bearbeitungsgebühr zu verrechnen - eine Möglichkeit, die die INFINA offenbar gerne nutzt.

Wenn das "egal" ist, dann soll es so sein.


matze66 schrieb: Laut Berater bräuchte ich zusätzlich ein Baukonto bei einer anderen Bank mit 125.000€ und bei der ING ein Kreditkonto mit 50.000€, welches im Notfall aber nicht komplett benutzt werden muss.

Das verstehe ich nicht. Eine Finanizerung soll also auf 2 Banken aufgeteilt werden.
Bei einer anderen Bank soll im Ausmaß von 125k ein Baukonto eingerichtet werden - für einen Renovierungsbedarf von 65k? Und die ING finanziert dann 50k?
Die ING akzeptiert nur Erstrangigkeit (mit Ausnahme Landesförderung). Das bedeutet, dass die "Baukontobank" automatisch Zweitrangigkeit akzeptieren müsste - und das mit einem doppelt so hohen Obligo.
Eigenartige Konstrution, die nicht funktionieren wird. 0
19.11.2020


LiConsult schrieb: Also prinzipiell ist für einen Kreditnehmer jede Maßnahme willkommen, die die Gesamtbelastung reduziert. Der weitaus größte Hebel bei einer langfristigen Finanzierung (wie im konkreten Fall 25 Jahre) liegt natürlich im Zinssatz.

Dennoch: wenn - wie im konkreten Fall bei der ING - die Bearbeitungsgebühr eingespart werden kann, dann sind das 1,5% von 175.000, denn

Vielleicht sollte ich noch erwähnen das ich nicht die kompletten 25 Jahre benötigen möchte. Soweit es mir möglich ist werden jährlich zusätzlich 5.000€ tilgen. Bzw. wenn meine Freundinn zu arbeiten beginnt, wird es mir noch leichter fallen.


LiConsult schrieb: Das verstehe ich nicht. Eine Finanizerung soll also auf 2 Banken aufgeteilt werden.
Bei einer anderen Bank soll im Ausmaß von 125k ein Baukonto eingerichtet werden - für einen Renovierungsbedarf von 65k? Und die ING finanziert dann 50k?
Die ING akzeptiert nur Erstrangigkeit (mit Ausnahme Landesförderung). Das bedeutet, dass die "Baukontobank" automatisch Zweitrangigkeit akzeptieren müsste - und das mit einem doppelt so hohen Obligo.
Eigenartige Konstrution, die nicht funktionieren wird.

Ich muss ehrlich sagen das dieses nicht mein Gebiet ist und ich auch nicht glaube das er mich übers Ohr hauen möchte. Deswegen wende ich mich auch an euch.

Also ist mein Kreditangebot kein Schnäppchen sondern zur Zeit ein normaler Deal?

Mein Ziel ist 175k mit möglichst wenig Zinsen nach spätestens 20 Jahren zurückzuzahlen
normalerweise lege ich 800€ zur Seite und habe 500€ Fixkosten, im Haus werden es dann
wahrscheinlich 300€ sein.
lg
 
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19.11.2020
Ich denke, dass die ING im konkreten Fall aufgrund der bankeigenen Kreditvergabebedingungen nicht die richtige Bank ist.

Dein Berater sollte ein Institut suchen, das ein vernünftigtes Paket für den Kauf inkl. Sanierung offerieren kann. 0
19.11.2020
Okay danke für deine/ eure Anmerkungen.
lg 0
19.11.2020
Wenn dieses Konstrukt dein Berater durchbringt wie von dir beschrieben, dann ist ein top-Angebot.
Ich kann es mir aber auch nicht vorstellen, dass die iNG diesem Kreditfall nähertreten wird, weil nicht den Vorgaben entsprechend. Aber dein Berater sollte es schon wissen (er hat ja schlussendlich auch deinen gesamten Kreditakt zur Einsicht).
Halt uns auf dem Laufenden! 0



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