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Erfahrungen mit Fermacell-Innenwände einfach beplankt?

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  •  msie
  •   Bronze-Award
6.2. - 11.2.2024
9 Antworten | 4 Autoren 9
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Hallo zusammen,

hat jemand bei sich zu Hause die Innenwände jeweils pro Seite mit einer Fermacell Platte 12,5cm beplankt? Wie sind die Erfahrungen hinsichtlich Stabilität, Schallschutz, etc.?

Stehen gerade vor der Entscheidung - 2-fach beplanken mit Fermacell will ich aus Kostengründen nicht.

Alternative wäre noch Fermacell 10cm + OSB 12,5/15, jedoch treibt das die Kosten durch Material + Mehrarbeit auch gleich in die Höhe.. Frage ist auch, wieviel Mehrwert das bei Stabilität/Schallschutz wirklich hätte.

Freu mich, wenn jemand seine Erfahrungen teilen könnte :)

  •  passra
  •   Gold-Award
6.2.2024  (#1)
Bei uns sind alle Trockenbauwände mit 12,5 einfach gebaut und der Zwischenraum ALLER  Wände mit Flachswolle isoliert (Spitzdach mit Schlafzimmer, Kinderzimmer, Dusch-WC). Die Füllung macht den Schallschutz, nicht die Fermacellstärke.
Keinerlei Probleme seit der Sanierung 1997.
Nur die Dusche ist mit 2x10 geplankt, um als Fliesenuntergrund auf jeden Fall stabil genug zu sein.

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  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
6.2.2024  (#2)

zitat..
passra schrieb: Die Füllung macht den Schallschutz, nicht die Fermacellstärke.

das stimmt so nicht.
Die Kombination machts.
Und Masse bei der Beplankung hilft besonders. Also "weiche", schwere Platten sind hier doppelt gut.

Wobei... "schlecht" ist 1x Fermacell nicht.
2x ist natürlich besser, Aber auch teuer.

Fermacell+OSB halte ich für eine teure unnötige Kombi. Dann lieber gleich 2x Fermacell. Das ist besser und vermutlich auch nicht teurer.

Üblich als günstiger Kompromiss ist da eher Gipskarton+OSB, wo die OSB Platte die Schwächen der GKB Platte ausgleicht und super Unterlage für Schrauben und Befestigungen ist.
Schallschutz ist hier aber auch nicht viel besser als bei 1x Fermacell würd ich mal behaupten.


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  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
6.2.2024  (#3)
BTW:
ich bin ein ziemlicher Fan der Knauf Diamant-Platte.
Vielleicht auch mal als Option überlegen/anschauen.

Das ist quasi eine GKB Platte mit Eigenschaften einer Fermacellplatte aber die Verarbeitung geht (fast) so leicht wie bei einer normalen GKB-Platte 
Könnte z.B. als sehr gute Variante mit eine 1. Lage normaler GKB Platte und 2. Lage Diamant verbaut werden.

Vielleicht auch Preislich interessant?!
Knauf Diamant gibts beim Hornbach relativ günstig.

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  •  GKap
  •   Silber-Award
7.2.2024  (#4)
Ich habe auch 1x12,5mm Fermacell. Stabilität is ausreichend, Schallschutz bei mir kein Thema: Eingang ist im Keller, EG ist im Wesentlichen sowieso nur ein großer Raum, und bei nur 2 Personen im Haushalt ist es auch im OG relativ ruhig....

Beim nächsten Haus würde ich aber doch 2x12,5 mm machen, das vergrößert die Speichermasse und wirkt sich günstig aufs Raumklima aus! Von Kombinationen mit Gipskarton halte ich wenig.

Gruß
GKap

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  •  passra
  •   Gold-Award
7.2.2024  (#5)

zitat..
GKap schrieb: Von Kombinationen mit Gipskarton halte ich wenig.

Geht mir genauso, habe ich damals bewusst vermieden. Auch unsere reichlichen Dachschrägen (wir bewohnen 1.OG und DG) wurden mit Fermacell beplankt. Die Kartonoberfläche einer GKB ist sehr empfindlich und so eine Rigips-Platte im Kinderzimmer ist auch gleich mal beschädigt/eingeritzt bzw. sogar durchgeschlagen. Das schafft man bei einer Fermacell fast nicht.
Außerdem verliert Gipskarton bei Beschädigung der Kartonschicht seine Festigkeit komplett, bei Fermacell ist das egal, da das Material durchgängig mit Fasern versetzt ist.

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  •  msie
  •   Bronze-Award
7.2.2024  (#6)
Danke euch allen! emoji Hat mir sehr geholfen etwas klarer zu sehen.

Ich denke, wir werden jetzt auf 2 unterschiedliche Wandaufbauten setzen:

  • Einfach beplankt 12,5mm Fermacell für Wände, wo Schallschutz nicht so wichtig ist
  • Doppelt beplankt 10mm Fermacell für Wände, wo Schallschutz und Speichermasse (zB für Ausgleich Luftfeuchtigkeit) wichtig ist.

Das Verhältnis wird ca. 2/3 einfach beplankt und 1/3 doppelt beplankt sein. Das scheint für mich die kosteneffizienteste Variante zu sein.

OSB habe ich verworfen, da 10mm Fermacell auch nicht wirklich viel teurer ist.

2 Fragen noch:

  • Habt ihr alle die Fermacell Wände vollflächig spachteln müssen, oder?
  • Welche Zwischendämmung würdet ihr empfehlen?


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  •  passra
  •   Gold-Award
7.2.2024  (#7)
Also bei mir sind die Platten miteinander verklebt und dann nur die Stöße und die Schrauben verspachtelt. War aber 1997, ob das noch Stand der Technik ist???
Als Zwischendämmung ist bei uns Flachswolle verbaut, weil bei der gesamten Sanierung nur Dämmstoffe ohne Glas- oder Steinwolle verwendet wurden.

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  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
7.2.2024  (#8)

zitat..
msie schrieb:

  • Einfach beplankt 12,5mm Fermacell für Wände, wo Schallschutz nicht so wichtig ist
  • Doppelt beplankt 10mm Fermacell für Wände, wo Schallschutz und Speichermasse (zB für Ausgleich Luftfeuchtigkeit) wichtig ist.

👌 👍
Gute Vorgehensweise

Zu den anderen Fragen:
Fermacell verkleben hält bombenmäßig, das wäre die bevorzugte Variante.
Vollflächig Spachteln muss nicht sein. Aber vor dem Malen gut Staubfrei machen und grundieren ist wichtig, damit die Farbe auch ordentlich hält und nie "abblättert"  


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  •  msie
  •   Bronze-Award
11.2.2024  (#9)
Danke euch! Wie gesagt, hat für die Entscheidung jetzt sehr geholfen emoji

Reicht einfach beplankt mit 12,5mm Fermacell auch dort, wo Großformatfliesen angebracht werden?

Und letzte Frage: hat jemand Fermacell im Keller (teilweise Wohnkeller, teilweise unbeheizt) verwendet? Hätte bei Gipskarton große Bedenken wegen Schimmel, aber könnte Fermacell klappen?

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