» Diskussionsforum » Energie- und Haustechnik-Forum

Erfahrung mit LWP Bosch Compress 7000i AW 9 IR

17 Beiträge | 24.1. - 13.2.2019
Wir haben uns mittlerweile für eine LWP entschieden, aus diversen Gründen (Anschaffung, Eignung des Grundstücks für Grundwasser-WP, Effizienz).

Nach mehreren Angeboten finde ich eigentlich optisch, hinsichtlich Effizienz und auch aufgrund der Schalldaten die Junkers-Bosch Compress 7000i AW 9 IR sehr interessant. Außerdem hat der bevorzugte Installateur auch diese im Programm (was ja auch nicht unerheblich ist).

Am wichtigsten war uns eigentlich die Lautstärke des Außenteils, die weder mich noch den Nachbarn stören soll. Da sind halt die 65 dB aufwärts von Split-Geräten eigentlich nicht tragbar, vor allem weil es offensichtlich deutlich leiser auch geht (ca 50 bei der erwähnten anlagA)

Jetzt meine Frage: Hat jemand schon Erfahrung mit diesem Gerät, bzw. kann nützliche Tipps speziell dazu geben?

 
24.1.2019 20:30


christianb1 schrieb: Effizienz


In Bezug worauf?
24.1.2019 20:36


Vardi17 schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von christianb1: Effizienz

In Bezug worauf?


Ich meinte den COP Wert. Mir ist natürlich klar, dass tiefenbohrung mit sole oder grundwasser WP noch bessere Werte haben, aber es rechnet sich halt die Bohrung mit 10k € relativ spät...
24.1.2019 20:38
Erdwärme kann man auch viel günstiger erschließen


25.1.2019 7:32


Vardi17 schrieb: Erdwärme kann man auch viel günstiger erschließen


Falls du Bodenkollektoren meinst: dazu braucht man ein ganzes Stück Fläche (meines Wissens die doppelte beheizte Fläche, beii uns also ca. 350m²), die wir leider eher begrenzt haben. Es ist  zwar derzeit noch nicht geplant, aber möglicherweise gibt es einmal einen Pool oder Schwimmteich, wo die Kollektoren dann im Weg sind.
25.1.2019 7:43
GUten Morgen,


christianb1 schrieb: Wir haben uns mittlerweile für eine LWP entschieden, aus diversen Gründen (Anschaffung, Eignung des Grundstücks für Grundwasser-WP, Effizienz).


Was ist mit normaler Erdwärme? Laut deinem Lageplan wäre genug Platz für für einen RGK.

Wie viel kostet die LWP bzw die EWP mit TB?

Mein letztes Bauprojekt (Freund) wurde mit einer KNV WP (1-6kw für 280m2) und TB für 4.500.- erledigt. Er wollte mitten im Stadtzentrum in seinen kleinen Innenhof die LWP in Terrassen- und Schlafzimmerbereich installieren.

Ich habe anscheinend die falschen TBohrer gefunden, alle jenseits von 10.000.-



christianb1 schrieb: (ca 50 bei der erwähnten anlagA)


Es bleibt nicht nur beim Aussengeräusch. Einige (wie auch ich) melden von Innengeräuschen, die über die Leitungen ins Innere gelangen und ein leises Surren von sich geben.

Effizienz kann man so und so sehen. Meine LWP (mit grossem Wärmetauscher und riesen Aussenteil) hat eine AZ bei Minusgraden von 3,3. Jahresschnitt liegt ca. bei 3,8. Natürlich ist die Heizlast und AZ am schlechtesten, wenn man am meisten Heizen muss.

Mit einem passenden Kollektor ( TB oder RGK) liegts du immer mind. 1 Punkt höher (25%), preistechnisch bewegt du dich auf LWP-Niveau, hast keine Probleme mit Aussen-und Innengeräusche, Aussenteil ist keiner Witterung ausgesetzt und die laufenden Kosten innerhalb von den ersten 10Jahren sind zwar überschaubar, bei mir über 100Euro für Heizung und WW, jedoch ohne Kühlen, damit kannst du aufs Doppelte oder mehr gehen. Kühlen kostet dir mit EW einen Bruchteil.

Wenn mein Garten nicht schon fertig wäre bzw hätte ich neu gebaut, würde ich auf RGK umsteigen. Meine Frau fürchtet sich schon, wenn mal die LWP den Geist aufgibt.

LG


25.1.2019 7:44


christianb1 schrieb: Falls du Bodenkollektoren meinst: dazu braucht man ein ganzes Stück Fläche (meines Wissens die doppelte beheizte Fläche, beii uns also ca. 350m²), die wir leider eher begrenzt haben. Es ist zwar derzeit noch nicht geplant, aber möglicherweise gibt es einmal einen Pool oder Schwimmteich, wo die Kollektoren dann im Weg sind.


Gib in der Suche einmal Ringgrabenkollektor ein und mach dich schlau...

LG
25.1.2019 10:07


carlito schrieb:
__________________

Gib in der Suche einmal Ringgrabenkollektor ein und mach dich schlau...

LG


 Haben wir schon angedacht, aber die benötigte Fläche ist trotzdem groß im Vergleich zu der, die am Grundstück bei uns noch übrig bleibt:

Erfahrung mit LWP Bosch Compress 7000i AW 9 IR


25.1.2019 16:12
„Übrig bleiben“ würde dir auf jeden Fall genügend Fläche für einen Pool oder Schwimmteich, der Ringgrabenkollektor kann schön um das Grundstück herumlaufen, die Mitte bliebe völlig unberührt. 


christianb1 schrieb: Falls du Bodenkollektoren meinst: dazu braucht man ein ganzes Stück Fläche (meines Wissens die doppelte beheizte Fläche, beii uns also ca. 350m²)


Nein. Das ist die unselige Formel, die immer wieder im Internet herumgeistert. Wie viel dein Kollektor liefern muss, hängt von der Heizlast deines Hauses ab. Je effizienter du baust, desto kleiner kann der Kollektor werden. Ein RGK wird sorgfältig geplant, er passt am Ende exakt zu dem, was dein Haus braucht. 

Einer weiterer Vorteil des RGK ist es, dass man ihn dort unterbringen kann, wo er nicht stört. Das hängt mit seiner flexiblen Form zusammen. Ein Bereich, wo einmal der Pool geplant ist, bleibt kollektorfrei. Auch das ist einfach eine Frage der Planung. 
25.1.2019 16:59
schaut schwierig für den RGK aus, aber vermutlich trotzdem machbar.
Arne liebt ja eh die Herausforderung   

Die Bosch-LWP ist zwar eh eine der besseren und leiseren. 
Aber gerade bei einem kleinen Grundstück, ist eine LWP doch doppelt schlimm. Die hörst dann übertrieben gesagt, von jeder Stelle am Grundstück.
Außerdem ist die eher eine Premium-LWP und auch dementsprechend nicht sehr billig.

Also ich würd auch empfehlen, erstmal die Heizlast des Hauses festzustellen, und dann prüfen ob ein RGK funktioniert.

Zum Vergleich:
Ich hab für meine 100m 32mm Duplex Tiefenbohrung folgendes bezahlt:
(tutti kompetti, brutto, ohne Handgriff selbst zu machen)

- Bohrung inkl. Anfahrt, Verpressen etc. : 5721 EUR
- BH-Gebühren: 166 EUR
- Geologisches Gutachten & Bohraufsicht: 1980 EUR
(ist im BGLD notwendig, wo anders nicht unbedingt)
- Schlammmulde: 350EUR

Aber auch ohne Gutachten sollte ein RGK nochmal um einiges günstiger möglich sein.
26.1.2019 18:53
Bei uns war das günstigste Angebot für Bohrung bei rund 10000€ (4 Anbieter, keine preisverhandlung)
26.1.2019 19:25
Meine ersten Angebote lagen auch so um die 10K. Mir kommts schon fast so vor, als wär das abgesprochen: erstmal bieten wir alle 10K an und schaun was der Kunde macht 

Hast du schon einen Energieausweis?
Was wirft der für Heizlast aus?
26.1.2019 19:32


Pedaaa schrieb: Meine ersten Angebote lagen auch so um die 10K. Mir kommts schon fast so vor, als wär das abgesprochen: erstmal bieten wir alle 10K an und schaun was der Kunde macht 


Nicht ganz, ich hatte auch welche mit 11 oder 12000



 Hast du schon einen Energieausweis?
Was wirft der für Heizlast aus?


Ja, aber gerade nicht im kopf. Werde ich nachreichen


11.2.2019 16:35




Ja, aber gerade nicht im kopf. Werde ich nachreichen


 Energieausweis sagt
Heizwärmebedarf 6654 kWh/a bzw. 32,4 kW/m²a 
Warmwasserwärmebedarf 2621 kWh/a bzw. 12,8 kWh/m²a
11.2.2019 19:05


Pedaaa schrieb: Was wirft der für Heizlast aus?



christianb1 schrieb: Heizwärmebedarf 6654 kWh/a bzw. 32,4 kW/m²a
Warmwasserwärmebedarf 2621 kWh/a bzw. 12,8 kWh/m²a


Heizwärmebedarf und Heizlast sind nicht dasselbe. Die Heizlast sagt dir, wie die WP dimensioniert werden muss.
12.2.2019 20:26
Ich weiß nicht ob du es schon wußtest...

Heizlast hat manchmal auch das Kürzel ptot im EA... 
13.2.2019 7:32


bautech schrieb: Ich weiß nicht ob du es schon wußtest...

Heizlast hat manchmal auch das Kürzel ptot im EA...


 Danke, wusste ich nicht - ist aber eh als Heizlast-Abschätzung drin ;)

Wert ist 5,7 kW
13.2.2019 9:00
mit oder ohne KWL gerechnet?
Aber auf jedenfall würde schon die kleinere CS7000iAW 7 reichen.

Besser wäre aber trotzdem in jedem Fall eine Erdwärme-Lösung.
Dann hast du zumindest keinen surrenden, optischen Leckerbissen  im Garten stehen,
kannst günstig passiv kühlen, und auch weit effektiver im Winter heizen.

Bei einer angenommener Arbeitszahl von 4,5 bleiben noch 4,4kW die dem Boden entzogen werden müssen. Bei uns im Burgenland wird der Entzug bei Bohrungen mit max. 39W/m begrenzt, was doch eine SEHR konservative Auslegung ist. 
Hier wäre also eine 115m Bohrung notwendig. Sollte "all-in" für Brutto ca. 7000EUR realisierbar sein. 
Ist zwar sicher etwas teuerer als die LWP, aber das würd ich investieren. Das fällt beim Hausbau nicht mehr ins Gewicht, und kann anderswo sicher leichter eingespart werden. Evtl. nicht unbedingt 40.000EUR für eine Küche ausgeben z.B. Oder sonst wo mit bissl eigenleistung einsparen?!

Falls Baulich möglich, wirds mit RGK aber noch deutlich billiger. Sicher auf ähnlichem Niveau wie die LWP-Lösung. Und dann gibts eigentlich gar kein Argument mehr für die Luft-Lösung.



Beitrag hinzufügen oder Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

« Energie- und Haustechnik-Forum