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Erdwärme Überlegung

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  •  Balu88
  •   Bronze-Award
13.2.2026
3 Antworten | 2 Autoren 3
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Hallo Leute,
Wie in anderen Threads mitgewirkt und im Projektthread beschrieben, hab ich meine Heizung vom sanierten 1987 BJ EFH selbst von Gas+Holz auf LWP LWP [Luftwärmepumpe] umgebaut, es läuft alles zur Zufriedenheit, Panasonic Aquarea 7kW R290.
Saison 2024/2025 waren es erzeugte 14068kWh Wärme 
Saison 2025/2026 waren es bisher 9229kWh Wärme
An Peak-Kältetagen 100-117kWh nötig.
Monatsarbeitszahlen letzten Winter November bis Feber 4,6/4,4/4,2/4,2
Monatsarbeitszahlen diesen Winter November bis Feber 4,1/4,9/3,7/...
Ich denke, dass man damit sagen kann, dass ich mit einer 7kW Heizquelle gut zurecht komme.

Jetzt folgen neue Überlegungen:
Sollte die aktuelle WP WP [Wärmepumpe] eingehen, wär das Außengerät mit 2600EUR / Innengerät 2100EUR flott getauscht, da könnt ich mir schon helfen.
Bin ich 100% zufrieden mit LWP LWP [Luftwärmepumpe]? Nein, Preis/Leistung sehr fein, aber hat auch Nachteile wie Abtauen, Energiebedarf im Vergleich zu Erdwärme.

Alternativen? Bohrung ist wirklich schwierig, unsere Ortschaft ist als Grundwasserschongebiet markiert, die Bohrfirma hatte damals gemeint, dass man Entnahmeleistung reduziert, daher mehrere Bohrungen nötig, Kosten von >10k EUR für die Bohrung wurden genannt inkl. mühsamen und langwirigem Genehmigungsprozess.

Bevor der hintere Garten in den nächsten Jahren nun völlig verbaut/versiegelt, schön gemacht wird, will ich euch Experten trotzdem nochmal fragen, ob es Sinn macht, bei einem nächsten Heizungstausch doch Erdwärme auch anzudenken - oder man ist sich hier einig - mit der möglichen Fläche wird das sowieso nix - dann bleibts einfach die LWP LWP [Luftwärmepumpe] Lösung. 🧐

Zum hinteren Garten führt ein Weg, der ist in der Skizze grau eingezeichnet.
Wenn ich mir hier ein paar Projekte durchschaue, mit eingeschränkten Platzverhältnissen, dann wäre vielleicht ein stehender vertikaler RGK RGK [Ringgrabenkollektor] eine Idee?
Also den Trenchplanner mal gefüttert:
Die Länge vom Weg beträgt rund 62lfm. Hinter dem Haus gibts auch noch eine Fläche mit ~8,5*8,5m beinahe quadratisch, also weitere 72m². 
Ich komme dann in Summe auf knapp 4,2kW aus Erdwärme. Das wird für meine Heizlast wohl nicht ausreichen. 😴


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Schwierig ist bei dem Weg, dass er vorne knapp 10m lang überdacht ist, das Nachbargrundstück durch eine Stützmauer nochmals >1m tiefer liegt, mittig auf einer Länge von ~25lfm stehen Betonlegosteine, die stützen auch nochmals 1,2m Höhe richtung Haus. Also Baggern ohne Schäden wird sicher eine Herausforderung, aber die Erdwärme reizt, und daher möcht ich mich hier beraten lassen, was mit den gegeben Eckpunkten möglich ist.

Ich reiche aktuelle Drohnenfotos nach, damit man die "Terrassierung" und Höhenunterschiede Nachbargrundstück - Weg - Haus sehen kann.

Was vielleicht positiv zu erwähnen ist: Wenn man bei unserem Grundstück 1,0-1,5m nach unten gräbt, ist man auf Grundwasser. 

Was haltet ihr davon?
Finger weg von Erdwärme in diesem Fall?

Danke für eure Ideen,
schöne Grüße

  •  Pflunz
13.2.2026 13:36  (#1)
Frage zum Grundwasserschongebiet. Bei mir ist das auch, weshalb die Auflage besteht nur reines Wasser (ohne Frostschutz) zu benutzen. Bei der Tiefenbohrung geht das, beim Ringgraben eher nicht, vor allem wenn er so knapp ausgelegt wird.
Ausnahme bei uns ist, wenn man nachweisen kann, dass darunter eine dichte Schicht ist (also Ton oder Schluff), nur dann darf ein kollektor mit Glykol benutzt werden. Alternativ kann diese Schicht in Baden-Württemberg auch technisch (Bentonitmatten) hergestellt werden.

Du solltest auf jeden Fall prüfen ob das erlaubt wird. Vorher würde ich keine Planung machen.

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
13.2.2026 14:01  (#2)

zitat..
Pflunz schrieb: nur dann darf ein kollektor mit Glykol benutzt werden

Ich denke man sollte in fällen wie bei dir, in der Einreichung deutlich darauf hinweisen, dass man beabsichtigt den kollektor mit ethanol-sole zu füllen. Glykole gelten als wassergefährdend, Ethanol nur sehr schwach gefährdend ("gewöhnlicher Alkohol"). Am besten auch ein Datenblatt anhängen.

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  •  Pflunz
13.2.2026 18:30  (#3)
Bei der Wasserbehörde gab es kein Verhandlungsspielraum. Die haben ihre Vorgaben ("reines Wasser") und daran halten sie sich, unabhängig von ihrer Meinung. Auch schwach gefährdend ist gefährdend. Mit der Dichtschicht wären "alle sonst erlaubten Zusätze" möglich gewesen. 

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