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Erdwärme: Sommerboost durch oberflächennaher Kollektor beim Hof?

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  •  Pflunz
30.1.2026
7 Antworten | 5 Autoren 7
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Hallo zusammen,

macht es Sinn, wenn man Südöstlich seinen Hof hat, der zu einem großen Teil gepflastert ist, dort im Kies unter den Steinen ebenfalls einen Kollektor hinzuplanen, zu dem man im Sommer bei der Wärmepumpe umschalten kann? Also wie ein Solar-Kollektor, nur eben nicht auf dem Dach (reserviert für PV) sondern etwas weniger effizient, dafür unsichtbar im Boden.

Hat sowas schonmal jemand gemacht? 

  •  christoph1703
30.1.2026 20:32  (#1)
Grundsätzlich keine schlechte Idee und bei einem COP>5 (was bei so einer warmen Quelle gar nicht so abwegig ist) sogar effizienter als Solarthermie.
Schwierig wird die thermische Kopplung, wenn der Kollektor im Kies liegt. Da wäre eine Betonplatte (aus der Sicht) besser.
Einfacher und möglicherweise noch effizienter wäre statt dem Kollektor ein Luft-Wasser-WT. Finanziell rechnet sich aber vermutlich beides nicht.

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  •  Pflunz
30.1.2026 20:43  (#2)
Vielleicht mit Mineralbeton. Mineralbeton liegt mit knapp 2W/mK ungefähr bei Beton mit ~2W/mK.

Ob das reicht weiß ich nicht. Das bisschen extra-Rohr und einen Kugelhahn würde ich mir eventuell gönnen. Sofern Aussicht auf Erfolg besteht :D
Deswegen danke schonmal für das Mitdenken.

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  •  lewurm
  •   Bronze-Award
30.1.2026 21:19  (#3)
Mal anders gefragt: Wofür brauchst du die Wärme im Sommer?

Bei mir ist es das Gegenteil: Ich möchte Wärme loswerden im Sommer.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
30.1.2026 21:42  (#4)
Ich freu mich im Sommer immer auf den WW WW [Warmwasser] Takt - dank passiver Kühlung allerhöchste Arbeitszahlen, und ganz minimal hilft das auch der Kühlung. Zumindest für 1h. 😂

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  •  Pflunz
30.1.2026 21:55  (#5)

zitat..
lewurm schrieb:

Mal anders gefragt: Wofür brauchst du die Wärme im Sommer? 

Ich brauche die Wärme ja im warmen Wasser, und da muss ich sie hinzwingen. Dass ich noch welche in den Wänden und Decken habe nützt mir nichts, ausser ich bekomme sie von Wand und Decke und Wasser. Das könnte eine Wärmepumpe können, sofern sie als Eingang die Flächenheizung nehmen würde. Das tut sie aber soweit ich weiß nicht.




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  •  luxmoo
  •   Bronze-Award
30.1.2026 22:16  (#6)

zitat..
Pflunz schrieb: Das tut sie aber soweit ich weiß nicht.

Doch natürlich, so wie @ds50 es beschreibt: durch die Kühlungu im Sommer verbessern sich auch die Arbeitszahlen fürs Warmwasser. Die Erde wird quasi als Puffer verwendet. In dem Fall kein böser Pufferspeicher 😁


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  •  ds50
  •   Gold-Award
30.1.2026 23:06  (#7)

zitat..
Pflunz schrieb: Ich brauche die Wärme ja im warmen Wasser, und da muss ich sie hinzwingen.

Und genau das machst du doch mit der Wärmepumpe und dem (Ringgraben) Kollektor.
Das ist ja das Geniale an Erdwärme: Sie dient mit ihrer verglichen zur Außentemperatur mind. um 3 Monate verzögerte Soletemperatur nicht nur als formidabler Saisonspeicher (nämlich im Winter zum Heizen UND im Sommer für das Kühlen), sondern fungiert im Sommer auch noch als Tagesspeicher für das Warmwasser. Denn die Wärme, die ich eben noch aus meiner Betondecke in die Erde eingelagert habe, wird beim WW WW [Warmwasser] Takt sofort zum Heizen hergenommen. 

Zur Einordnung: Im Sommer reichen mir täglich oder auch nur jeden 2. Tag 2kWh an elektrischer Energie (wenn überhaupt), um unseren WW WW [Warmwasser] Bedarf zu decken. An einem guten Tag benötigt meine PV 7,5 Minuten (!), um diese Energiemenge zu erzeugen. Ich sehe da ehrlich gesagt kein Einsparungspotential durch Hinzufügen zusätzlicher Hydraulik.

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