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Energieausweis falsch was tun?

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  •  pezip
7.5. - 12.5.2024
6 Antworten | 6 Autoren 6
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Wir haben bei Kauf unseres Hauses einen Energieausweis erhalten der für den Kauf erstellt wurde. Nun sind wir einerseits dabei einen Zubau zu planen und andererseits unsere Ölheizung gegen eine WPWP [Wärmepumpe] zu ersetzen. 
Dem Energieausweis zufolge hätten wir einen Energiebedarf von 225W/m2, was meiner Meinung einem Vogelhaus gleicht und eher unmöglich ist (140m2 beheizte Fläche)
Wir wohnen nun seit September in dem Haus und haben diesen Winter 1500l Heizöl gebraucht bei einer Innentemperatur von 21°. 

Meint ihr dass man hier gleich einen neuen berechnen lassen soll. Mit dem aktuellen ist ja nichts anzufangen 

  •  ds50
  •   Gold-Award
7.5.2024  (#1)
Wie so oft gilt auch beim EAW: Shit in, shit out. Denn es gibt ja tatsächlich EAW "Anbieter", welche rein übers Internet ohne persönliche Beschau irgendwelche Ausweise erstellen, welche das Papier nicht wert sind. Da sind sie dann von den Angaben des Auftraggebers abhängig, welche ja auch falsch sein können. Oder es wird dann bewusst mit den Default Bauteilen lt. Jahrgang des Hauses gerechnet, und die sind halt eher auf der Worst-Case Seite angesiedelt.
Dann bekommt der Auftraggeber eigentlich einen viel schlechteren EAW als das Haus tatsächlich ist, und er verliert im Endeffekt viel Geld, weil er das Haus billiger verkaufen muss. Ein weiteres Beispiel von "wer billig kauft...".

Für dich ist es prinzipiell ja erfreulich, dass ihr weniger Verbrauch habt als der Bedarf im EAW angegeben ist. (Ich hoffe, das Haus war deswegen billiger. 😉)

Die Frage ist dann, wozu ihr überhaupt einen neuen EAW benötigt. Sollte er für den Zubau notwendig sein, dann müsst ihr sowieso neu rechnen lassen.

Als Heizlastabschätzung ist der bisherige Verbrauch (und der neu durch den Zubau zu erwartende) als viel aussagekräftiger zu werten.

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  •  pezip
7.5.2024  (#2)

zitat..
ds50 schrieb:

Wie so oft gilt auch beim EAW: Shit in, shit out. Denn es gibt ja tatsächlich EAW "Anbieter", welche rein übers Internet ohne persönliche Beschau irgendwelche Ausweise erstellen, welche das Papier nicht wert sind. Da sind sie dann von den Angaben des Auftraggebers abhängig, welche ja auch falsch sein können. Oder es wird dann bewusst mit den Default Bauteilen lt. Jahrgang des Hauses gerechnet, und die sind halt eher auf der Worst-Case Seite angesiedelt.
Dann bekommt der Auftraggeber eigentlich einen viel schlechteren EAW als das Haus tatsächlich ist, und er verliert im Endeffekt viel Geld, weil er das Haus billiger verkaufen muss. Ein weiteres Beispiel von "wer billig kauft...".

Für dich ist es prinzipiell ja erfreulich, dass ihr weniger Verbrauch habt als der Bedarf im EAW angegeben ist. (Ich hoffe, das Haus war deswegen billiger. 😉)

Die Frage ist dann, wozu ihr überhaupt einen neuen EAW benötigt. Sollte er für den Zubau notwendig sein, dann müsst ihr sowieso neu rechnen lassen.

Als Heizlastabschätzung ist der bisherige Verbrauch (und der neu durch den Zubau zu erwartende) als viel aussagekräftiger zu werten.

Danke für das Feedback. 
Also es gab hier eine Beschau und die Firma ist auch im gleichen Ort angesiedelt. Gekostet hat er rund 800€ also denke ich im Normalbereich. 
Für uns eigentlich gut weil die Förderung für die Sanierung dadurch einfacher und hoher ausfallen kann. 
Dennoch anfangen kann ich damit rein gar nichts


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  •  gwasserbacher
8.5.2024  (#3)
Und wozu? Mit deinem Verbrauch hast Du den realen Energiebedarf. Das ist genauer als jeder gerechnete Energieausweis.

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  •  AndiBru
  •   Gold-Award
9.5.2024  (#4)
Es werden bei einem Verkauf leider oftmals die EAW schlechter gerechnet, aber nicht so schlecht, aber 20% schlechter ist oftmals leider die Regel ...

... warum ist das so, weil findige Kunden ohne Hausverstand einfach immer klagen wollen, und sollte das gekaufte Haus mehr Energie verbrauchen als berechnet schaut man nicht nach ob man vielleicht selbst "einen Fehler" macht, sondern man rennt zum Anwalt und möchte den Kaufpreis anfechten.

Um dem vorzubeugen rechnet man den EAW leider oft schlechter somit hat der Verkäufer die Sicherheit nicht belangt zu werden.

Klar ist nicht der optimale oder richtige Weg, aber leider gängige Praxis um "in Ruhe" eine Immobilie zu verkaufen.

Wichtig sind die kWh die pro Jahr verbraucht werden, am besten der letzten drei oder sogar fünf Jahre.

Dann hat man den besten Anhaltspunkt.

LG

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  •  cc9966
  •   Gold-Award
12.5.2024  (#5)
Frag den Vorbesitzer wie oft er wie viel Öl geliefert bekommen hat. Wenn er immer beim selben Lieferanten bestellt hat, hat der die Daten für Dein Objekt. Ein 3-Jahres-Schnitt sagt mehr als tausend Berechnungs-Künste aller U-Werte.

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  •  Bledegoas
12.5.2024  (#6)
EAW - sinnlose bürokratische Erfindung der letzten Jahre, die niemandem hilft, weil kein einziger stimmt bzw. stimmen kann, weil das Nutzerverhalten großen Einfluss auf den wahren Energieverbrauch hat, und dieses nunmal sehr individuell ist.

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