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Einfahrt auf Gemeindestraße asphaltieren - Kostentragung?

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31.3. - 1.4.2021
7 Beiträge | 4 Autoren 7
Wir sind hier in einer Siedlungsstraße (Gemeindestraße in NÖ).


Einfahrt auf Gemeindestraße asphaltieren - Kostentragung?

Die Straße ist ca. 9-10 Meter breit. Die eigentliche Fahrbahn (asphaltiert) ist ca. 6 Meter breit, die beiden äußeren Streifen der Straße (je ca. 1,5 bis 2 Meter) heben sich zumindest optisch immer etwas von der eigentlichen Fahrbahn ab.
Mal separat asphaltiert, mal als Wiesenrabatte ausgeführt, mal asphaltiert oder gepflasert (speziell dort wo eine Hauseinfahrt ist), mal nur geschottert wo noch niemand gebaut hat. Scheint halt historisch gewachsen.

Nachdem wir jetzt unseren Vorplatz fertig haben, würden wir bei der Gemeinde vorsprechen und darum ersuchen den Straßen-Seitenstreifen, der an unseren Grund grenzt, bei Gelegenheit asphaltieren zu lassen (unser Vorplatzmacher hat den Straßenstreifen neu geschottert und verdichtet damit wir mal drüberfahren/drübergehen können ohne viel Schmutz/Staub zu produzieren).

Der Unternehmer der uns den Vorplatz gemacht hat, hat gemeint dass die Gemeinde den Zusatzaufwand für einen Einfahrtanschluß nur 1x machen muß, wir hier daher evtl. bei der Gemeinde mitzahlen müssen.
Denn wir haben quasi 3 Einfahrten, was beim asphaltieren wohl einen gewissen Zusatzaufwand verursachen wird, da es wohl einfacher ist bloß an eine Zaunmauer hinzuasphaltieren als sich nach den Einfahrten des Grundstücks richten zu müssen.

Das ganze hörte sich freilich weniger juristisch an, eher nach (lokaler) Praxiserfahrung.

Bevor ich mal freundlich bei der Gemeinde anklopfe, daher die Frage ob es hier klare Vorgaben gibt oder ob das eher Verhandlungssache ist ...

 
 
31.03.2021 (#1)
Ebenfalls NÖ Wir haben gleich zu Beginn mit dem Bürgermeister vereinbart dass wir den Bereich vor der Einfahrt ca. 1-1,5 m im Zuger der Pflasterung der Einfahrt mitmachen. War kein Problem Auflage war nur dass dies keine Zusätzlichen Arbeiten für die Gemeinde macht.

Haben also ein spezielles Pflaster das nur 1x im Jahr gemäht werden muss genommen
31.03.2021 (#2)


ildefonso schrieb: Bevor ich mal freundlich bei der Gemeinde anklopfe, daher die Frage ob es hier klare Vorgaben gibt oder ob das eher Verhandlungssache ist ...

Hängt wohl von der Gemeinde und deren vorhandenen Budget ab

Bei uns ist´s so, dass die Gemeinde eine Garagenzufahrt (3 Meter) und einen Fußweg (1 Meter) auf Gemeindegrund kostenmässig übernimmt.
Wir hatten keine Chance, den Bürgermeister umzustimmen...letztendlich haben wir 15 m2 am Gemeindegrund auf unsere Kosten asphaltieren lassen und die Gemeinde dankenswerterweise die Kosten von "ihren" 2 m2 übernommen.


Beachflyer77 schrieb: War kein Problem Auflage war nur dass dies keine Zusätzlichen Arbeiten für die Gemeinde macht.

jo, das geht meistens problemlos, wenn du´s selbst bezahlst.
Ildefonso hätte aber gerne, dass die Kosten fürs Asphaltieren die Gemeinde übernimmt.
31.03.2021 (#3)


gdfde schrieb: Bei uns ist´s so, dass die Gemeinde eine Garagenzufahrt (3 Meter) und einen Fußweg (1 Meter) auf Gemeindegrund kostenmässig übernimmt.
Wir hatten keine Chance, den Bürgermeister umzustimmen...letztendlich haben wir 15 m2 am Gemeindegrund auf unsere Kosten asphaltieren lassen und die Gemeinde dankenswerterweise die Kosten von "ihren" 2 m2 übernommen.

Ähnlich wie bei uns (3m breite übernimmt Gemeinde).


31.03.2021 (#4)


gdfde schrieb:

Ildefonso hätte aber gerne, dass die Kosten fürs Asphaltieren die Gemeinde übernimmt.

Dass eine Gemeinde ihre Gemeindestraßen nicht zwingend asphaltieren muß, war mir ja bekannt.
Wenn sie aber - wie in der Praxis der Fall - doch asphaltiert (oder Planzenrabatte o.ä. macht), ich als Grundstücksnachbar was mitzahlen müßte, aber nicht.
Vielleicht war ich da zu naiv

Schauen wir mal ... der Streifen wird gesamt ca. 30 m² haben ... das sollte ja hoffentlich kein Vermögen kosten.

Falls jemand noch handfeste Regelungen für solche Fälle kennt, nur her damit ...
01.04.2021 (#5)


ildefonso schrieb: Vielleicht war ich da zu naiv

Wäre das sonst nicht unfair?

Ich hab eine 3m breite Einfahrt und der Nachbar zB eine 10m breite. Wieso sollte nun die Gemeinde seine komplette Einfahrtbreite - auf Gemeindegrund - gratis mitasphaltieren? 

Finde es gut dass es grundsätzlich anscheinend eine 3m Regel gibt, auch wenn das wh. manchmal anders gehandhabt wird ("mochma mid, bist jo a Hawara"). 
01.04.2021 (#6)


Casemodder schrieb: ("mochma mid, bist jo a Hawara"). 

Wird eher nicht funktionieren, weil´s die Asphaltierer auch nicht gratis für die Gemeinde machen.
Der Bürgemeister hätte dann viele Hawara

@ildefonso 
Einzige Möglichkeit wäre, wenn ein Gehsteig vorgesehen ist.
Dann machts die Gemeinde normalerweise mit.

Am besten wird´s sein, wenn du bei der Gemeinde anfragst, wenn sie das nächste Mal Asphaltierarbeiten haben bzw. in den Nachbargemeinden etwas geplant ist und dann mit dem Polier mal sprichst.
Ev. macht´s dir der zu "Sonderkonditionen" mit

Wegen deinen 30m2 beauftragt die Gemeinde sicher keinen Asphaltierer und das wird sich auch für dich nicht auszahlen...da zahlst wahrscheinlich schon mehr für die Baustelleneinrichtung.
01.04.2021 (#7)
@gdfde
Jetzt gemacht. Es gibt eine Liste mit Kleinasphaltbaustellen die die Gemeinde vorgemerkt haben, da stehen wir jetzt drauf. Die sollen in den nächsten Monaten gemacht werden.
Ich werde jetzt einfach mal abwarten und schauen was passiert ...


Casemodder schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von ildefonso: Vielleicht war ich da zu naiv

Wäre das sonst nicht unfair?

Ich hab eine 3m breite Einfahrt und der Nachbar zB eine 10m breite. Wieso sollte nun die Gemeinde seine komplette Einfahrtbreite - auf Gemeindegrund - gratis mitasphaltieren?

Da in der Straße generell JEDER (außer eben dort wo noch niemand baute, oder - wie in unserem Fall - erst kürzlich baute) Randstreifen durchgängig asphaltiert (oder gepflastert oder mit Pflanzenrabattl gemacht) ist, dachte ich das sei so üblich und von der Gemeinde gemacht.



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