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Dringend: Hilfe bei der Entscheidung

19 Beiträge | 8.1.2019
Folgende Situation:
Bau (mit GU) 25 Zigel Dämmung noch nicht drauf kommt mit der Fassade erst im Frühjar.
LWP KNV 2120 ME 200 . Ausheizprogramm ist von 7.12 bis zum 21.12 gelaufen. seitdem ist die Anlage auf Auto-Betrieb umgeschaltet. Das Haus ist noch nicht fertig , Estrich & Innenputz ist aber drinn.
-Wir haben innerhlab von 1 Woche 3 mal Alarm- Meldung wegen fehlgeschlagene Enteisung bekommen.
- Das Heizwasser ist seit 22.12 rotbraun
- Das Haus ist kalt (Raum temp. 8-10 grad) trotz EInstellung (die Heizkurve #4) also VL Temp. 32 bei 0 grad AT  und Innenraumtemp. auf 24 grad eingestellt ist.   

Hydraulische Abgleich wurde noch nicht gemacht.

Der Insti. hat es angeschaut, und Rücksprache mit dem KNV gehalten. Seinie Aussage jetzt ist, dass wir die Zusatzheizung dazuschalten müssen, damit die Anlage überhaupt laufen kann. Sonst lt. Insti muss die Anlage stillgelegt und ausgeschaltet werden.
D.h. Zusatzheizung für 2-3 Monate bis die Fassade kommt ( das ist ein Wahnsinn). ist es wirklich die einzige Möglichkeit die Heizung weiter laufen zu lassen? wie ist es bei denen, die in einem Haus einziehen bevor die Fassade dran ist?
Jezt muss entschieden werden die Anlage weiter laufen lassen mit ZH , um das Hauas auf TEmp. zu halten oder sie ausschalten (jetzt ist die Gefahr von Frieren von Estrich und Innenputz da).
Meine Frage:
- Ist dies wirklich die einzige Möglichekeit? mit (ZH) laufen lassen oder ausschalten? wie viel zusatzkosten muss ich dadurch erwarten? 2-3 Monate ZH

- wie könnte man in dem Fall vernünftig entscheiden?

-Ist in unserem Fall  die Entscheidung nicht bei der GU?
Bitte um Eure Meinung  (besonders von KNV experte)
vielen Dank!

 
8.1.2019 11:37
Naja eine LWP hat ja eine unerschöpfliche Quelle - fürs Abtauen wird sie je nach Witterung eventuell schon den Heizstab benötigen - ansonsten aber nicht.
Hier gibts aber mehr LWP-Experten.
Würde dringend eine Heizwasseranalyse einfordern (ist auch lt. Önorm verpflichtend).
8.1.2019 12:05
Die Wärmepumpe/Heizung auszuschalten, ist sicher keine Option, weil Du dann Gefahr läufst, dass es Dir die Fußbodenheizung, Wasserleitung etc. auffriert.

Welche Außentemperaturen hast Du zur Zeit? Ist Dein Standort für eine Luft-Wärmepumpe geeignet?

Kann am Außengerät das Kondensat und das Wasser vom Abtauen ablaufen, oder steht hier einfach schon das Eis zu hoch?

Ich würde mich an Deiner Stelle direkt an den KNV-Kundendienst wenden und bitten, dass man dringend einen Techniker vorbeischickt, der sich das ansieht.

Dein Installateur macht nach Deinen Schilderungen übrigens keinen sehr kompetenten Eindruck. Das Heizungswasser solltest Du auf jeden Fall tauschen lassen: Heizungsanlage spülen lassen, verdreckte Flowmeter gegen neue tauschen lassen, Anlage neue befüllen laut mit gemäß ÖNORM aufbereitetem Wasser.
8.1.2019 12:31
Danke!


MissT schrieb: Welche Außentemperaturen hast Du zur Zeit? Ist Dein Standort für eine Luft-Wärmepumpe geeignet?


Das Haus ist nicht im Gebirgsgebiet d.h. AT ist nicht extrem niedrig aber ein paar minusgrade waren es schon.. Tauwasser von Kondensat Aussen hat eigene leitung zum Kanal also wird geleich abgeleitet. das Eis ist am Aussengerät aber nach Enteisung wird wieder weg. aber bis jetzt hat die WP 2 mal Alarm-gemeldet wegen fehlgeschlagene Enteisung.. obwohl die VL hoch genug ist und WW auch bis 30 Grad aufgewärmt wird.
Lt. Insti war das der Vorschlag des KNV -Kundendienst ZH dazuzuschalten.
Eigentlich wollte der Insti heute das verdreckte Heizwasser auch anschauen aber vor laute Diskussion über die Heizung ( Ausschlaten oder ZH ) hat er sich überhaupt nicht über das Heizwasser geäussert.
Das Problem ist,dass die Baufirma GU bis 14.Jänner Betriebsurlaub haben. Und der Insti wollte von mir eine Entscheidung. Ich habe gesagt ich kann nicht entscheiden, der GU muss entscheiden. Weil ich nicht weiß was soll ich entscheiden.

Mir ist klar, dass ohne ZH die berechnete VL nicht erreicht wird und demnach die eingestellt Raumtemp. aber, dass es ohne ZH nicht mehr möglich ist und ständig Alarmmeldung sendet, habe ich nicht gedacht.



 


8.1.2019 12:37
wohnt ihr schon im Haus? Oder geht es rein darum, dass die LWP das Haus vor Frost schützt?
8.1.2019 12:40
Nein wir wohnen noch nicht im Haus, ganze Innenausbau und fehlt noch. Es geht jetzt dadrum das Haus vor Frost zu schützen bis Frühling die Dämmung kommt.

Hat jemand hier ähnliche Situation gehabt? gehört? erlebt? Heizstab eingeschaltet über eine längere Zeit?
8.1.2019 13:10
warum sollte die LWP das Haus nicht auf Temperatur über 0°C halten können?

Das sie zum Abtauen zusätzlich eventuell den E-Stab braucht, schön und gut, aber heizen sollte sie schon auch alleine schaffen.

Bei meiner LWP heizt sie derzeit ohne E-Stab, abgetaut wird über eigene Energie aus dem Pufferspeicher.
8.1.2019 13:17
Hast du schon die Fassade? wohnt ihr im Haus?
8.1.2019 13:24


zhh2016 schrieb: Hast du schon die Fassade? wohnt ihr im Haus?


 nein haben keine Fassade (ist aber 50er Ziegel). Ja wir wohnen schon im Haus.
8.1.2019 13:25


zhh2016 schrieb: Das Haus ist kalt (Raum temp. 8-10 grad) trotz EInstellung (die Heizkurve #4) also VL Temp. 32 bei 0 grad AT und Innenraumtemp. auf 24 grad eingestellt ist.


Welche VL Temp bei berechneten 32Grad schafft die Anlage?

Meine 2120 war im Dauerbetrieb als ich noch keine Dämmung drauf hatte, aber 17 bis 18 Grad sollte kein Problem sein. Aber da hatte ich nach einem Monat bereits den 1,5-fachen Jahresverbrauch verheizt


zhh2016 schrieb: Ausheizprogramm ist von 7.12 bis zum 21.12 gelaufen


In diesem Zeitraum hat es keine Probleme gegeben? Oder war der Heizstab aktiviert?
Beim Ausheizbetrieb hattest du ja höhere VL Temp. als jetzt.



zhh2016 schrieb: Das Heizwasser ist seit 22.12 rotbraun


Was wurde eingefüllt?

LG


8.1.2019 13:37





carlito schrieb: Welche VL Temp bei berechneten 32Grad schafft die Anlage?



bis jetzt habe ich 26 oder 28 ausgelesen...


carlito schrieb: Aber da hatte ich nach einem Monat bereits den 1,5-fachen Jahresverbrauch verheizt


ja, kann ich mir schon vorstellen. unsere läuft seit 7. Dez. und jetzt habe ich über 6000 kwh gelesen.. ist es die Energieverbrauch oder?


carlito schrieb: In diesem Zeitraum hat es keine Probleme gegeben? Oder war der Heizstab aktiviert? Beim Ausheizbetrieb hattest du ja höhere VL Temp. als jetzt.


Nein in dieser Zeit hat gar kein Problem gehabt auch nach Ausheizen bis 1.1 ist ganz normal gelaufen. In der Ausheizperiode war die Zusatzheizung eingeschaltet. Ich miene für 2-3 Wochen ist kein Problem aber über 2-3 Monate glaube ich wird schon viel... oder ist es beim LWP normal?
8.1.2019 13:38


carlito schrieb: zhh2016 schrieb: Das Heizwasser ist seit 22.12 rotbraun
Was wurde eingefüllt?


Laut Installateur mit (totem Wasser) also ein normgemäß bereitetes Wasser
8.1.2019 15:06


zhh2016 schrieb: oder ist es beim LWP normal?


das ist bei jeder unterdimensionierten Heizung so bzw bei deiner jetzigen Situation muss du mit einem anderem Hilfsmittel dazuheizen.


zhh2016 schrieb: über 6000 kwh gelesen.. ist es die Energieverbrauch


 sehr richtig und dieser wird noch steigen...

Es hatte jedoch derzeit noch keine kalten Temp. Jänner und Februar lassen auf sich warten. Drück dir die Daumen
LG
8.1.2019 16:35


zhh2016 schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von carlito: zhh2016 schrieb: Das Heizwasser ist seit 22.12 rotbraun
Was wurde eingefüllt?

Laut Installateur mit (totem Wasser) also ein normgemäß bereitetes Wasser


 Dann soll er Dir ein Prüfzertifikat aushändigen! Das stimmt nie und nimmer, wenn das Wasser nach wenigen Wochen bereits auffällig rotbraun verfärbt ist. Warst Du bei der Befüllung dabei? 
8.1.2019 17:04
ich war bei der Befüllung des Heizwasders teils dabei nicht die ganze Zeit aber er hat so ein Gerätewagen anheschlossen gehabt wie der dyarne in seinem lehrhaften BeitraBegeschrieben und ein Fito hingefügt hat.... und nach meine Frage was da befüllt wird hat er gemeint mit totem Wasser....und er hat ein Kleber mit dem Datum der Befüllung & seiner Unterschrift aufgeklebt....
Heute in dem telefonischen Gespräch hat gesagt...er wundere sich dass es dazu gekommen ist und er vermutet, dass in der Wärmepumpe Außengerät unreinigkeiten ( wegen/nach der Probelauf) geblieben sein könnte.
Jedenfalls er möchte das Wasser nächste Woche tauschen und die Rohre ausspülen.
8.1.2019 17:08
oh, sooo viel Tipfehler😦 bitte entschuldige. mühsam zum Lesen...😉
8.1.2019 17:27
Oder es ist Luft drinnen, oder noch schlimmer Kreise mit Wasser abgedrückt und wieder entleert und ein paar Wochen stehen gelassen.

Im übrigen gibt es bei einem Splitgerät keine Verbindung des Heizkreises mit dem Aussengerät. 

OK, sehe gerade die KNV ist ein Monoblock, dann natürlich schon.
8.1.2019 18:31
Okay, dass ist dann natürlich schon etwas misteriös, wenn die Befüllung korrekt war. Es stellt sich aus meiner Sicht die Frage, was da eingebunden sein könnte, das so schnell solche Korrosionsspuren macht. Gibt es irgendetwas, was zusätzlich in die FBH eingebunden wurde - z. B. Handtuchheizkörper, etc.?
8.1.2019 21:40
nein, gar nicht ist eingebunden... ist für mich auch rätselhaft...der Insti war auch verwundert... aber in dem Heizverteiler bei den Anzeigen war schon am Anfang an Luftbläschen drin...der sagt aber das hat damit nichts zu tun...ich hab gedacht Luft=Sauerstoff=> oxidation= Rost.... 
brauchen die Fussbodenheizungsrohre ab und zu entlüfted werden?
8.1.2019 22:44


zhh2016 schrieb: Luft=Sauerstoff=> oxidation= Rost....


Da liegst du vollkommen richtig, mit einem m³ Wasser kannst du 26 g Eisen umsetzen. Nachdem der Heizkreis aber Luftdicht ist, ist nach den 26 g schluss. Problematisch wird es wenn Sauerstoff nachfliesen kann.

Ich zitier mal den Recknagel wodurch das passieren kann:

Füll- und Ergänzungswasser
durchströmtes offenes Ausdehnungsgefäß
Unterdruck in der Anlage
Gasdurchlässige Bauteile


zhh2016 schrieb: brauchen die Fussbodenheizungsrohre ab und zu entlüfted werden?


Eigentlich nicht, wenn aber wie früher das Rohr nicht Sauerstoffdiffusionsdicht nach DIN 4726 wäre, müsste das Rohr mittels Wärmetausche entkoppelt werden. Trinkwasserleitungen aus Kunstoff müssen bespielweise nicht Sauerstoffdiffusionsdicht sein. Mehrschichtverbundrohre mit Aluminium sind eigentlich alle dicht. Bei PEX-Schläuchen musst schauen.



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